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Die Zukunft der Bürgerforschung mitgestalten

Einladung zum Forum Citizen Science 2018 vom 6.-7.September in Frankfurt am Main
Autoren: Bürger schaffen Wissen-Team

Das Forum Citizen Science bietet alljährlich der Citizen-Science-Community eine Plattform für Diskussion, Erfahrungsaustausch und Vernetzung. Wir laden alle Vertreter*innen aus Gesellschaft, Wissenschaft und Politik ein, hier gemeinsam die Zukunft der Bürgerforschung in Deutschland mit uns zu gestalten. Das diesjährige Forum Citizen Science findet vom 6. – 7. September 2018 in Frankfurt am Main unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“ statt.

Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer (TU Berlin, Zentrum für Technik und Gesellschaft) und Herrn Dr. Matthias Nuss (Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden) für zwei spannende Keynotes gewinnen konnten. Darüber hinaus erwartet die Teilnehmenden an den zwei Tagen ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Neben einer Vielzahl von spannenden Projektvorstellungen aus der Welt der Bürgerforschung können sich Teilnehmende beispielsweise zum Workshop “Citizen Science with Cultural Probes? - Kreative Methodenentwicklung am Beispiel des Projekts Repara/kul/tur” oder zu einem Panel über Citizen Science und Bildung anmelden. Abgerundet wird das Programm mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Donnerstagabend von Seiten der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung. Am Freitagnachmittag haben alle Interessierten zudem die Möglichkeit, an einer Führung durch das Senckenberg-Museum teilzunehmen. Natürlich wird es darüber hinaus auch ausreichend Zeit und Raum geben, sich mit anderen Akteur*innen zu vernetzen und auszutauschen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am Forum Citizen Science 2018 vom 6.-7. September 2018 in Frankfurt am Main!

Hier geht es zum Programm / zur Anmeldung!

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Das Potential von Citizen Science im Umweltbereich

Citizen Science ist nicht nur Daten sammeln für wissenschaftliche Projekte. Das zeigt nun auch deutlich eine kürzlich publizierte Studie, in der 143 Expertinnen und Experten aus dem Umweltbildungsbereich befragt wurden. So birgt Citizen Science im Umweltbereich ein Potential der Wissensgenerierung, Schaffung von Lernmöglichkeiten und das Ermöglichen von zivilgesellschaftlichem Engagement.

Hier die deutsche Übersetzung der Zusammenfassung aus dem Original-Artikel:

Citizen Science bietet ein erhebliches Innovationspotenzial in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Um Umwelt- und Naturschutzziele zu fördern, kann Citizen Science (i) neues Wissen generieren, (ii) das Bewusstsein schärfen und ein vertieftes Lernen ermöglichen sowie (iii) Bürgerbeteiligung ermöglichen. Hier untersuchen wir, wie diese Ziele in Citizen Science Projekten umgesetzt werden und bewerten die Bedürfnisse und Herausforderungen für die Förderung von Citizen Science und die Förderung zukünftiger Initiativen. Dazu haben wir eine quantitative, webbasierte Umfrage mit 143 Experten aus dem Umwelt- und Bildungssektor in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Citizen Science Projektmanager Ziele verfolgen, die sich auf alle drei möglichen Wirkungsbereiche beziehen. Interessanterweise wurde die Förderung der Bürgerbeteiligung im Hinblick auf die Generierung neuen Wissens und die Schaffung von Lernmöglichkeiten als etwas weniger wichtig erachtet. Aus unserer Analyse ergeben sich verschiedene Handlungsfelder. Um das Potenzial von Citizen Science für die Generierung von Wissen voll auszuschöpfen, sollte der Verbesserung der Kapazitäten für einen effektiveren Austausch von Forschungsergebnissen mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft durch Veröffentlichung, auch in wissenschaftlichen Zeitschriften, Vorrang eingeräumt werden. Eine systematische Evaluierung ist notwendig, um ein besseres Verständnis der Lernergebnisse der Bürgerinnen und Bürger zu erlangen, für die noch Kriterien entwickelt werden müssen. Die Förderung von Projektformaten, die es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen, sich in den gesamten Forschungsprozess einzubringen - von der Fragestellung bis zur Umsetzung der Ergebnisse - könnte den transformativen Aspekt von Citizen Science auf gesellschaftlicher Ebene verbessern. Wichtige strukturelle Aspekte, die angegangen werden müssen, sind die Anpassung der Förderprogramme, die Erleichterung der Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sowie Angebote für Ausbildung, Beratung und Vernetzung.

Den englischen Volltext können Sie hier gratis runterladen: https://bit.ly/2NYFs9h

 

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CSNA Partner: ZAMG

Seit kurzem ist auch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Partner im Citizen Science Network Austria. Die 1851 gegründete ZAMG ist der staatliche meteorologische und geophysikalische Dienst Österreichs.

Die Partnerschaft freut uns ganz besonders, beheimatet doch die ZAMG das am längsten durchgeführte Citizen Science Projekt in Österreich überhaupt, das Projekt Phenowatch. Dieses Projekt startete 1851, indem per Breif Beobachtungen zur ersten Blüte verschiedener Pflanzen oder das Eintreffen von Zugvögeln an die ZAMG geschickt wurden. Seit dem hat sich das Projekt ständig an den aktuellsten Stand der Technik angepasst.

Aber nicht nur Beobachtungen zu Pflanzen und Tieren können an die ZAMG gemeldet werden. So laufen an der ZAMG zahlreiche Projekte mit Bürgerbeteiligung, so gibt es zum Beispiel auch eine eigene Ausbildung für Bürgerinnen und Bürger durch das Trusted Spotter Network Austria um bei Unwetterereignissen und Schäden durch Extremwetter wichtige Informationen in Echtzeit an den Wetterdienst weiterleiten zu können.

Wie der Name der Institution bereits verrät, werden an der ZAMG nicht nur Wetterphänomene erforscht, so kann man auch melden, wenn man in Österreich ein Erdbeben spürt oder sogar Schäden durch Erdbeben beobachten konnte.

Wir freuen uns sehr, dass eine Organisation mit so viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern in der Forschung nun Partner in unserem Netzwerk ist.

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GitHub für Newbies

Sie wollten schon immer mal GitHub lernen, haben sich aber alleine nicht drüber getraut? Sie haben keinerlei Programmier-Erfahrungen, würden aber möglichst viel Ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit anderen teilen? Oder Sie würden gerne erfahren, wie Sie GitHub für Ihr wissenschaftliches Projekt nutzen und so mit anderen kollaborieren können?

Im Rahmen der Wissens- und Technologietransferzentrum Ost (WTZ Ost) organisiert die OANA — Open Science Network Austria einen Workshop zum Thema: GitHub Workshop für Newbies — mit Fokus auf die Nutzung in der Wissenschaft.

Wann?
25.10.2018, 15:00-17:00 Uhr

Wo?
DLE Forschungsservice und Nachwuchsförderung der Universität Wien,
Seminarraum 2, 2. Stock
Berggasse 7
1090 Wien

Wer?
Stefan Kasberger führt durch den Workshop.

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Rückblick: Veranstaltung "Citizen Science und Recht"

Am 27. Juni 2018 fand im Palais Harrach eine Veranstaltung zum Thema "Citizen Science und Recht" statt, welche die Arbeitsgruppe für juristische Aspekte des Citizen Science Network Austria zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Universität Wien und dem Zentrum für Citizen Science organisierte. Bei dieser Veranstaltung wurden vor allem die Auswirkungen der einen Monat zuvor in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auf Citizen Science Projekte beleuchtet.

Die DSGVO hat in diesem Jahr schon große Wellen geschlagen. Im Kern steht sie für eine Stärkung der Rechte von Userinnen und Usern und ist damit sehr zu begrüßen. Im Detail gestaltet sich die Umsetzung für viele Beteilgte als kompliziert und undurchschaubar. Da Citizen Science ebenfalls von Bestimmungen der DSGVO betroffen ist, wurde im Citizen Science Network Austria 2017 eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit den Auswirkungen dieser neuen Verordnung auf Citizen Science Projekte beschäftigt hat. Daraus entstanden sind Beispieltexte, die frei verfügbar auf Österreich forscht zu finden sind, und die als Anregung verstanden werden sollen, wie eine Datenschutzerklärung oder eine Einverständniserklärung formuliert sein können bzw. welche Dinge in FAQs stehen könnten. Geleitet wurde diese Arbeitsgruppe von Tobias Reckling von der Uni Wien.

Zu der Veranstaltung wurde eine Referentin geladen, die sich intensiv mit dem Thema DSGVO und Citizen Science auseinandergesetzt hat: Dipl. Ing. Annemarie Hofer, die an der Universität für Bodenkultur Wien Umwelt- und Bioressourcenmanagement studiert und im Rahmen ihrer Masterarbeit das Thema Datenschutzgrundverordnung und Citizen Science aufgearbeitet hat. Sie hat sich nicht nur eine Auswahl an derzeit aktiven Citizen Science Projekten in Hinblick auf die DSGVO angesehen, sondern auch ganz konkret für ein Top Citizen Science Projekt Empfehlungen erarbeitet. In einem 45-minütigen Vortrag berichtete sie über die wichtigsten Aspekte, die man als Projektleiterin oder -leiter beachten muss, wenn man das eigene Projekte DSGVO-konform aufsetzen möchte. Diese Präsentation können Sie nun ab sofort ebenfalls frei verfügbar hier herunterladen. Daneben finden Sie in diesem Bereich noch Beispiele, wie eine Datenschutzerklärung, eine Einverständniserklärung sowie FAQs formuliert werden können.

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Science Interview mit Eva: Dr. Richard Zink und Theresa Walter, MSc

In dieser neuen Interviewserie blicken wir hinter die Kulissen und stellen die Personen hinter den einzelnen Citizen-Science-Projekten und ihre Motivation zu Forschen vor. Interviewerin Eva Lirsch sprach mit Theresa Walter und Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte an der Vetmeduni Vienna.

Den Einstieg in das Interview bildet ein Science Wordrap.

Mein Berufswunsch als Kind war:

Richard Zink: Biologe und Zoologe zu werden.

Theresa Walter: Ich hatte keinen definitiven Berufswunsch, aber Tiere haben mich schon immer fasziniert.

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CSNA Unterstützer: SPOTTERON

Mit SPOTTERON möchten wir heute einen Unterstützer des Citizen Science Network Austria vorstellen, ohne den es Österreich forscht in seiner heutigen Form nicht geben würde.

Ende 2014, als Österreich forscht noch eine selbstgebaute Website war, wurde der Gründer von SPOTTERON darauf aufmerksam. Er verstand unseren Ansatz und wollte ihn unterstützen. Er half uns, die Plattform Österreich forscht in ihre heutige Form zu bringen und die Website für die erste Österreichische Citizen Science Konferenz 2015 zu relaunchen. Seitdem ist SPOTTERON enorm gewachsen: es bietet Apps und Websiten für Citizen Science Projekte an, und einige der Projekte auf Österreich forscht und auch international laufen bereits auf diesem System.

Auch die Konferenzwebsite der ECSA 2018 in Genf oder die Schweizer Citizen Science Plattform Schweiz forscht wurden von SPOTTERON gestaltet und programmiert. Zusätzlich gibt es Videos zu einzelnen Projekten bzw. zu Citizen Science generell. Auch die Clips zu unseren Citizen Science Pub Quizes wurden z.B. von SPOTTERON produziert. Mehr Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

Wir freuen uns sehr, dass wir SPOTTERON als wichtigen Unterstützer gewinnen konnten und freuen uns schon auf die weiterhin gute, zukünftige Zusammenarbeit!

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CSNA Partner: FWF

Der Wissenschaftsfonds FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Der FWF dient der Weiterentwicklung der Wissenschaften auf hohem internationalem Niveau. Er leistet einen Beitrag zur kulturellen Entwicklung, zum Ausbau der wissensbasierten Gesellschaft und damit zur Steigerung von Wertschöpfung und Wohlstand in Österreich.

Die Ziele des FWF sind:

  • Stärkung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit Österreichs im internationalen Vergleich sowie seiner Attraktivität als Wissenschaftsstandort, vor allem durch Förderung von Spitzenforschung einzelner Personen bzw. Teams, aber auch durch Beiträge zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Forschungsstätten und des Wissenschaftssystems in Österreich.
  • Qualitative und quantitative Ausweitung des Forschungspotentials nach dem Prinzip "Ausbildung durch Forschung".
  • Verstärkte Kommunikation und Ausbau der Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und allen anderen Bereichen des kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, wobei insbesondere die Akzeptanz von Wissenschaft durch systematische Öffentlichkeitsarbeit gefestigt werden soll.

Den FWF als Partner für das Citizen Science Network Austria zu gewinnen, war keine Selbstverständlichkeit. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir mit dem FWF nicht nur einen Partner mit herausragender nationaler und internationaler Reputation gewonnen haben, sondern auch ein aktives Mitglied, das sich in Arbeitsgruppen einbringt und so hilft, Grundlagen für exzellente Forschung im Bereich Citizen Science in Österreich zu schaffen. Wir danken herzlich für die Unterstützung in den vergangenen Jahren und hoffen auch auf die weiterhin ausgezeichnete Zusammenarbeit in der Zukunft.

Wenn Sie den FWF und seine Aktivitäten übrigens näher kennen lernen wollen, dann haben sie vom 8.-12. September in Wien beim beOpen-Festival die Gelegenheit dazu. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

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Österreich forscht bei der ECSA 2018

Vom 3.-5. Juni fand in Genf die zweite Konferenz der European Citizen Science Association (ECSA) statt. Diese Tagung, die alle zwei Jahre in einer anderen europäischen Stadt stattfindet, ist immer ein großer Anziehungspunkt für Citizen Science Akteurinnen und Akteure aus der ganzen Welt. Fast 400 Personen nahmen dieses Jahr teil und wurden von Science et Cité und der Universität Genf, den heurigen Gastgebern, in einem Theater in der Innenstadt begrüßt. Während bei der 1. ECSA Konferenz in Berlin 2016 “nur” sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich kamen, stellte Österreich nun die drittgrößte Teilnehmergruppe.

Natürlich nutzten auch wir von Österreich forscht die Gelegenheit, unsere Entwicklungen seit der letzten Konferenz 2016 in Berlin vorzustellen. Wir organisierten einen Workshop zu unseren Qualitätskriterien, waren Teil einer sogenannten Dialogue Session zu nationalen Netzwerken und organisierten eine Netzwerksession mit dem Titel “Sharing the Knowledge - Sharing the Love” mit.

Zu unserem Workshop fanden sich ca. 40 Personen ein, um ihre Sicht auf unsere Qualitätskriterien mit uns zu teilen und konstruktive Kritik zu üben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus unterschiedlichsten Ländern, wie z.B. China, Deutschland, Schweiz, USA, UK, Frankreich, Spanien. Sehr positiv wurde aufgenommen, dass die Kriterien viele verschiedene Bereiche abdecken, so ein Kommentar eines Teilnehmers aus der Schweiz. Eine Teilnehmerin aus Spanien, die gerade erst mit einem Projekt angefangen hatte, war sehr erfreut darüber, dass es nun Kriterien gibt, da ihre beiden Betreuer sich uneinig darüber sind, ob ihr Projekt ein Citizen Science Projekt ist oder nicht. Eine andere Teilnehmerin aus Frankreich äußerte sich ähnlich, da sie und ihr Team sich immer unsicher waren, ob sie ihr Projekt zu Ernährungsgewohnheiten als Citizen Science Projekt bezeichnen konnten.

Wie schon bei unserer Österreichischen Citizen Science Konferenz in Salzburg wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einzelnen Kriterien eine klarere Formulierung, um Missverständnissen vorzubeugen. Einzelnen gingen die Kriterien nicht weit genug, sie wünschten sich in einzelnen Bereichen, wie z.B. Open Science, die Aufnahme weiterer Kriterien.

Zum Abschluss des Workshops gab es noch ein Kommentar einer Kollegin aus den USA, die in Citizen Science Kreisen bereits einige Bekanntheit erlangt hat, nämlich Jennifer Shirk. Sie fand die Kriterien mutig und ambitioniert, eine wichtige Entwicklung, die jedoch nicht zur Überregulierung führen dürfe, um die Offenheit von Citizen Science nicht zu gefährden. Dieses Kommentar und natürlich auch alle anderen freuten uns sehr und wir werden die nächsten Tage und Wochen nun damit verbringen, dieses Feedback zusammenzufassen und in die Weiterentwicklung der Kriterien einfließen zu lassen.

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Science Interview mit Eva: Dr. Benjamin Missbach

In dieser neuen Interviewserie blicken wir hinter die Kulissen und stellen die Personen hinter den einzelnen Citizen-Science-Projekten und ihre Motivation zu Forschen vor.

Die Interviewerin Eva Lirsch sprach mit Dr. Benjamin Missbach, der gemeinsam mit Dr. Lucia Malfent für das Projekt "Reden Sie mit!" verantwortlich ist. Den Einstieg in das Interview bildet ein Science Wordrap.

Mein Berufswunsch als Kind war:

Sportler, weil ich extrem viel Sport gemacht habe, ich habe 80 % meiner Freizeit am Sportplatz verbracht.

Wissenschaft ist für mich:

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Ankündigung: Summer School 2018 zum Thema Citizen Science

Ankündigung: Summer School 2018 zum Thema Citizen Science (Bürgerwissenschaft) in Theorie und Praxis, 15.-19. Oktober 2018 in Grünau im Almtal

SAVE THE DATE!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, die Summer School 2018 zum Thema Citizen Science in Theorie und Praxis ankündigen zu dürfen, die vom 15. bis 19. Oktober 2018 im JUFA Hotel Almtal in Grünau im Almtal stattfinden wird. Die Summer School wird von Doktoranden der Vienna Doctoral School CoBeNe (Universität Wien) organisiert, welche diese Veranstaltung finanziell unterstützt. Diese wird in Kooperation mit der Konrad Lorenz Forschungsstelle und des Cumberland Wildparks Grünau – wo mehrere Citizen Science Projekte stattfinden – abgehalten. Die Summer School 2018 richtet sich vor allem an Studierende mit einem Master-Abschluss, Doktoranden und Post-Docs, zudem begrüßen wir gerne auch andere Personen, die an der Durchführung eines Citizen Science-Forschungsprojektes interessiert sind.

Citizen Science wird in der Forschungsgemeinschaft immer wichtiger, da große, räumlich und zeitlich skalierte Datensätze gewonnen werden können. Doch wie kann man das Interesse von Citizen Scientists gewinnen und mit großen Datensätzen umgehen? Was macht eine erfolgreiche Studie aus und wo können diese Ergebnisse veröffentlicht werden? Wir werden alle für Citizen Science relevanten Themen behandeln: vom Wert von Citizen Science, Planung einer Studie, Finanzierung, Entwicklung von Apps und Motivierung der Bürger (d.h. Kommunikation und Rekrutierung) bis hin zur Analyse großer Datensätze und zum Präsentieren und Publizieren von Ergebnissen.

Neben Keynote-Talks von internationalen Experten erhalten die Teilnehmer praktische Erfahrungen zu den jeweiligen Themen und Zeit, sich mit den eingeladenen Rednern und anderen Teilnehmern zu vernetzen. Wir freuen uns, die folgenden bestätigten Redner bekanntzugeben (in alphabetischer Reihenfolge): Peter Brown (Anglia Ruskin University, Cambridge), Daniel Dörler (Universität für Bodenkultur, Wien), Didone Frigerio (Universität Wien, Wien), Florian Heigl (Universität für Bodenkultur, Wien), Philipp Hummer (SPOTTERON Citizen Science, Wien), Coleman Krawczyk (University of Portsmouth, Portsmouth), Anett Richter (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung, Leipzig), Andrea Sieber (Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Klagenfurt).

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CSNA Partner: MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten Europas. Mit rund 8.000 Studierenden ist sie heute die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit ihren 26 Universitätskliniken und drei klinischen Instituten, 12 medizintheoretischen Zentren und zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien zählt sie auch zu den bedeutendsten Spitzenforschungs-Institutionen Europas im biomedizinischen Bereich.

Als eine der innovativsten medizinischen Universitäten Europas arbeitet die MedUni Wien stetig daran, die besten Köpfe zu gewinnen, um die medizinische Forschung voranzutreiben, zukunftsweisendes Wissen zu lehren und die bestmögliche und fortschrittlichste Behandlung für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

Und auch die MedUni Wien setzt in einigen Projekten auf Citizen Science und mit zwei davon ist sie auf Österreich forscht vertreten: mit dem Pollentagebuch und dem Ragweed Finder. Wir freuen uns sehr, dass diese wichtige Institution im deutschsprachigen Forschungsraum auch Mitglied im Citizen Science Network Austria ist und sehen einer weiterhin sehr konstruktiven und angenehmen Zusammenarbeit freudig entgegen.

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New Horrizon

RRI, also Responsible Research and Innovation, ist eine Querschnittsmaterie in Horizon 2020, dem großen Forschungsförderungsprogramm der Europäischen Union. Kurz gesagt, binden Projekte, welche nach RRI-Prinzipien durchgeführt werden, die Gesellschaft in den Forschungs- und Innovationsprozess mit ein und richten sich damit oft auch an gesellschaftlichen Herausforderungen aus. Sie berücksichtigen Fragen zur Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, Geschlechtergleichstellung, zum freien Zugang zu Forschungsergebnissen, zur Wissenschaftsvermittlung, zur Ethik und zur Steuerung von Forschungsprojekten. Zur tatsächlichen Anwendbarkeit von RRI Kriterien in Forschungsprojekten organisierte das Projekt New Horrizon ein Social Lab in Berlin, zu dem auch ich als Vertreter für das Citizen Science Network Austria, von der Vereinigung deutscher Wissenschaftler eingeladen war.

Dieses Social Lab stand unter dem Fokus von „Climate Action, Environment, Resource Efficiency and Raw Materials” und brachte 24 Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen aus verschiedenen Ländern zusammen. Es waren Vertreter von öffentlichen und privaten Forschungsorganisationen, NGOs, Förderinstitutionen und Unternehmen. Alle brachten ihren jeweiligen Kenntnisstand zu RRI und auch ihre persönlichen Erwartungen und Interessen in den Workshop ein.

Am ersten Tag tauschten wir uns intensiv zu RRI in unserem beruflichen Umfeld aus. Dabei wurde sehr schnell deutlich, wie unterschiedlich der Wissensstand zu RRI war und welche verschiedenen Erwartungen an dieses Konzept gestellt wurden. Oft stellten Teilnehmerinnen und Teilnehmer fest, dass sie zwar noch kaum etwas zu RRI gehört hatten, aber dieses Konzept dennoch schon seit vielen Jahren in ihrer täglichen Arbeit leben. Gerade NGOs, aber auch Unternehmen, hoffen durch RRI einen offeneren Zugang zu Forschungsergebnissen, aber auch zu Forschung an sich. In der Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen stoßen sie oft auf starre Strukturen, die Kooperationen erschweren. Durch RRI erwarten sie eine erhöhte Flexibilität im Forschungsprozess, welche das schnelle Reagieren auf unerwartete Ereignisse ermöglichen.

Forscher auf der anderen Seite sehen damit vor allem eine Möglichkeit die Relevanz ihrer Forschung zu erhöhen, die Sichtbarkeit zu steigern und durch neue Kooperationen neue Forschungsfragen zu generieren.

Die Risiken des Konzeptes sahen viele in der Überforderung der handelnden Personen durch wieder ein neues Kriteriensystem. Zusätzlich sahen viele der anwesenden Personen RRI noch als eine Art Feigenblatt, da in den meisten Fällen RRI zwar erwünscht ist, die Umsetzung in Projekten jedoch nur selten evaluiert wird.

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