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Wir lernen unsere „Teichprofis“ kennen

IMG_3392 Robert Jez (links)- Betreuer der Werkstatt 23 - bei der Übernahme des Teichpakets mit Projektmitarbeiter David Hamernik. (c) Maria Krall
Die Teichpaketlieferung unserer 300 Teiche ist fast abgeschlossen. Wir haben unsere Kollegen Janis und David zwei Tage lang bei der Auslieferung begleitet und spannende Gespräche mit unseren zukünftigen „Teichprofis" in Wien und dem Burgenland geführt. Bei unserer Fahrt ins Burgenland trafen wir Kathrin Santha vom Bezirksblatt Neusiedl am See, die einige „Teichprofis" vor die Kamera holte und die Burgenländer*innen im Projekt AmphiBiom näher vorstellen wollte.

Die Bewegründe sich am Projekt AmphiBiom, zu beteiligen sind unterschiedlicher Natur. Viele unserer „Teichprofis" bewarben sich am Projekt, um die Artenvielfalt (vor allem Amphibienarten und diverse Insekten) im eigenen Garten zu erhöhen und einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten. Es ist ihnen ein Anliegen, der in Österreich stark gefährdeten Wechselkröte mit dem eigenen Teich Lebensraum zu schaffen und sich mit der Thematik des Artenschutzes und der Biodiversität genauer auseinander zu setzen. Dabei ist die Hoffnung auf einen baldigen Wechselkrötenbestand im eigenen Teich groß.


Jennifer Hodosi (r) am zukünftigen Teichstandort mit Janis Kremser und Maria Krall vom Projekt AmphiBiom. (c) Kathrin Santha

 So nimmt die „Werkstatt 23" der Lebenshilfe Wien , am Projekt AmphiBiom teil, um ihren Kund*innen zu zeigen, dass es möglich ist, in urbanen Gebiet Lebensraum für Wildtiere zu schaffen. Ihr Garten ist bereits mit der „Naturnahe Grünoase" Plakette der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) ausgezeichnet und die Vorfreude aufs Beobachten, was sich im Teich alles tummeln wird, und aufs Mitforschen ist groß. Um direkt im eigenen Garten „Leben beobachten" und Daten für die Forschung liefern zu können, achtet das Team der Werkstatt 23 darauf, eine kontinuierliche Durchführung möglichst gut in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Ebenso im 23. Bezirk arbeitet eine Gartengruppe daran, eine Nützlingswiese anzulegen. Bald wird dort auch ein AmphiBiom-Teich zu finden sein. Ein ORF-Beitrag hat die Gartengruppe neugierig aufs Projekt gemacht und da das Interesse an Wasser und Amphibien schon immer vorhanden war, wurde auch bald eine Lösung gefunden, den Teich kindersicher auf der Nützlingswiese integrieren zu können. Frau Groll ist Teil dieser Gartengruppe und freut sich schon aufs gemeinsame Forschen mit den Wissenschaftler*innen im Projekt AmphiBiom und darauf, diverse Amphibien in Ruhe beobachten zu können.

Manche unserer „Teichprofis" haben sogar schon Erfahrungen im Bereich Citizen Science. Sei es das Erfassen von Tierbeobachtungen im eigenen Garten oder das Mitwirken bei anderen Citizen-Science-Projekten. 

Was bei den Auslieferungen zusätzlich auffiel war, dass die Gärten unserer „Teichprofis" nicht zwingend immer die größten sein müssen, um naturnah gestaltet zu sein. Auch kleinere Flächen können Platz für Artenvielfalt bieten. Ein besonders schönes Beispiel ist hier Nicole Sattlers Reihenhausgarten im Burgenland. Sie ist Mitglied im Verein für Wilde Gärtner in Gols und ihr Garten ist unter anderem mit der Natur im Garten-Plakette ausgezeichnet und stand Kathrin Santha ebenfalls für ein Interview zur Verfügung.

Nicole Sattler (r.) in ihrem naturnahen Garten in Gols. (c) Kathrin Santha

In den kommenden zwei Jahren (2024 & 2025) erforschen unsere„Teichprofis" im Rahmen der Teichinitiative des Projekts AmphiBiom der Universität der Bodenkultur Wien (BOKU) Vorkommen zur Wechselkröte in ihren Gärten und wir alle sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Gemeinsam mit der Unterstützung und dem Engagement unserer „Teichprofis" trägt das Projekt AmphiBiom dazu bei, das Verständnis für die Biodiversität zu vertiefen und wichtige Erkenntnisse für den Artenschutz zu gewinnen. Wenn auch Sie etwas dazu beitragen möchten, ist das Rufmonitoring des AmphiBiom Projekts die perfekte Lösung für alle interessierten Personen, die gerne in der Natur unterwegs sind und sich auf die akustische Suche nach Wechselkröten begeben möchten. Einfach die „AmphiApp" downloaden und schon können Sie ab dem Frühjahr 2024 sämtliche Rufe von Wechselkröten und auch anderen Amphibien aufzeichnen und gemeinsam mit uns die Vorkommen der Wechselkröte erforschen.

Dieses Projekt wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert.

[Radio] Amphibien und Reptilien auf der Spur
Citizen Science goes Lehrer*innenbildung!

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