Konferenz

Motto: “Citizen Science: Anspruch und Bedeutung”

14.-16. September 2020

Ort: Online

Koordination (Citizen Science Network Austria): Didone Frigerio, Tobias Reckling (Universität Wien) & Daniel Dörler, Florian Heigl (Universität für Bodenkultur Wien)

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Das Citizen Science Network Austria organisiert 2020 die nunmehr bereits 6. Österreichische Citizen Science Konferenz. Die jährlich stattfindende Konferenz zum Thema Citizen Science, der aktiven Beteiligung von Bürger*innen in wissenschaftlichen Projekten, wird jedes Jahr an einem anderen Ort und von einer anderen Institution ausgerichtet. 2020 wird die Universität Wien diese transdisziplinäre Konferenz unter dem Motto “Citizen Science: Anspruch und Bedeutung” vom 14.-16. September 2020 organisieren. Aufgrund der nach wie vor bestehenden unklaren COVID-19-Situation und aufgrund der Verantwortung, die wir als Konferenzorganisationsteam gegenüber den Teilnehmer*innen haben, haben wir uns dazu entschlossen, die Österreichische Citizen Science Konferenz erstmals rein online durchzuführen! Die Österreichische Citizen Science Konferenz ist für alle wissenschaftlichen Fachrichtungen und Institutionen offen und ist die größte Citizen Science Konferenz im deutschsprachigen Raum. Neben der Universität Wien und dem Citizen Science Network Austria sind auch Citizen Science-Netzwerke aus Deutschland und der Schweiz an der Organisation beteiligt. 

Unter dem Motto “Citizen Science: Anspruch und Bedeutung” wird die Österreichische Citizen Science Konferenz 2020 der Frage nachgehen, welche Erwartungen an diese Methode herangetragen werden - und was Citizen Science am Ende zu leisten vermag.

Dieses und weitere Themen sollen über zwei Tage in Vorträgen, Postern und unterschiedlichen Workshopformaten erörtert werden. Neben Wissenschafter*innen sollen sich auch in Citizen Science Projekten aktive Bürger*innen an diesen Diskussionen beteiligen. Die Fachtagung wird ergänzt um ein vielfältiges digitales Rahmenprogramm. Dazu gehören u.a. Exkursionen zu laufenden Citizen Science Projekten und ein Science Slam.

Weitere Informationen erhalten Sie auch in unserem Newsletter, zu dem Sie sich hier anmelden können.

Wissenschaftlicher Beirat der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2020

Der wissenschafltiche Beirat unterstützt das Organisationsteam der Österreichischen Citizen Science Konferenz bei der Erstellung des Programms und ist damit ein zentraler Bestandteil der Konferenzorganisation. Er besteht aus nationalen und internationalen Expert*innen im Bereich Citizen Science und setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

  • Florian Heigl (Universität für Bodenkultur Wien, Citizen Science Network Austria)
  • Daniel Dörler (Universität für Bodenkultur Wien, Citizen Science Network Austria)
  • Didone Frigerio (Universität Wien, Citizen Science Network Austria)
  • Alexandra Lenz (Universität Wien, Citizen Science Network Austria)
  • Jörg Matthes (Universität Wien, Citizen Science Network Austria)
  • Katharina T. Paul (Universität Wien, Citizen Science Network Austria)
  • Petra Siegele (Zentrum für Citizen Science, Citizen Science Network Austria)
  • Katrin Vohland (Bürger schaffen Wissen, Deutschland)
  • Susanne Tönsmann (Partizipative Wissenschaftsakademie, Schweiz)
  • Petra Biberhofer (Partizipative Wissenschaftsakademie, Schweiz)
  • Tiina Stämpfli (Schweiz forscht, Schweiz)

Die Konferenz wird organisiert durch

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Die Konferenz wird unterstützt von

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Kooperationspartner

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Hier finden Sie das Programm der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2020. Das Programm selbst besteht aus mehreren parallel stattfindenden Sessions und Workshops, sowie Posterpräsentationen und Vorträgen von eingeladenen Keynotes. Dieses Programm kann sich aufgrund der geänderten Umstände noch ändern. Informationen zur Onlinedurchführung folgen in den nächsten Wochen.

Keynotes

Heidi Lyn Ballard

Heidi Ballard portrait

Heidi Ballard ist Professorin für Umweltbildung und Gründerin und Fakultätsdirektorin des Zentrums für Community and Citizen Science an der Universität von Kalifornien, Davis, USA. Sie interessiert sich für Umweltbildung, welche Gemeinschaften (Communities), Wissenschaft, Umweltschutz und Lernende aller Altersgruppen miteinander verbindet. Besonders interessiert sie sich dafür, was und wie Menschen durch Citizen Science, Community Science und andere Formen der öffentlichen Beteiligung an wissenschaftlicher Forschung lernen. Sie hat mit zahlreichen Citizen-Science- und Community-Science-Projekten auf internationaler Ebene zusammengearbeitet, um deren Gestaltung und Evaluierung zu verbessern und die Auswirkungen auf das Lernen der Teilnehmer*innen, Gemeinschaften, professionellen Forscher*innen und den Umweltschutz zu dokumentieren. Auf einer Forschungsgrundlage unterstützt das Zentrum für Community and Citizen Science die Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen, Gemeinschaften und der Öffentlichkeit, um Umweltschutzprogramme als Teil des gesellschaftlichen Lebens durch Schulungen, Workshops, Moderation, Evaluierung und Materialentwicklung zu thematisieren. Ballard und das Zentrum werden von mehreren Bundesbehörden und privaten Stiftungen finanziert und arbeiten an einem besseren Verständnis der Auswirkungen und Prozesse dieser Projekte, um zu einer besseren Praxis in der Umwelt- und Wissenschaftsbildung sowie zu einer besseren Erhaltung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen beizutragen. Sie suchen auch nach Wegen, um partizipatorische Ansätze an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen als Teil der wissenschaftlichen Arbeit zu institutionalisieren und zu skalieren. Weitere Informationen über Heidi Ballard und das Center for CCS finden Sie hier: https://education.ucdavis.edu/faculty-profile/heidi-ballard; https://education.ucdavis.edu/community-and-citizen-science

 

 

Dick Kasperowski

Dick 12Dick Kasperowski ist assoziierter Professor für Wissenschaftstheorie an der Universität Göteborg, Schweden. Seine Interessen umfassen Citizen Science, die Steuerung von Wissenschaft, partizipatorische Praktiken in den Natur- und Geisteswissenschaften und offene Kooperationsprojekte in der wissenschaftlichen Arbeit. Ausgehend von aktuellen Perspektiven der Wissenschafts- und Technologiestudien befasst sich der analytische Schwerpunkt seiner Forschung mit der Frage, wie neue Technologien die Beziehungen und die Entwicklung epistemischer Kulturen zwischen Akteur*innen gestalten, die unterschiedliche Erfahrungen und Kenntnisse einbringen; wie politische und wissenschaftliche Darstellungen miteinander in Beziehung stehen und wie die (wissenschaftliche) Bürgerschaft mit der Forschungspolitik und der wissenschaftlichen Praxis verbunden ist. In letzter Zeit hat sich dieses Interesse in Studien über die Rolle von groß angelegten digitalen Plattformen, KI und Arbeit an ethischen Grenzen in Citizen Science niedergeschlagen. Derzeit leitet er das Forschungsprojekt "Arenas for building relations for cooperation through citizen science" (ARCS), das von der schwedischen Innovationsagentur (VINNOVA) finanziert wird. Das Projekt wird eine nationale Initiative für die Ausweitung von Citizen-Science-Projekten zwischen Forscher*innen an schwedischen Universitäten und der allgemeinen Öffentlichkeit entwickeln, die sich mit Standardisierung und Datenqualität, Ethik, Implementierung von Technologie und Kommunikation befasst. Mit Finanzierung des Schwedischen Forschungsrats für nachhaltige Entwicklung (FORMAS) ist er Leiter des Projekts " Citizen data: collecting and using data for societal change ". Das Ziel dieses Projekts ist es, die gesellschaftliche Nutzung von Citizen-Science-Daten in Schweden zu untersuchen. Schwedische Bürger*innen stellen einen großen Teil jener Daten zur Verfügung, die bei gesellschaftlichen Entscheidungsfindungen bezüglich Umweltschutzplanung in Schweden verwendet werden. Die empirische Frage ist, wie die Glaubwürdigkeit der Daten von den verschiedenen Akteur*innen der schwedischen Gesellschaft verstanden wird. Seine bisherigen Forschungen wurden vom Schwedischen Forschungsrat und der Marianne und Marcus Wallenberg Stiftung finanziert. Weitere Informationen über Dick Kasperowski finden Sie hier: https://www.gu.se/english/about_the_university/staff/?userId=xkasdi

 

Programm

Hier finden Sie eine Programmübersicht zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2020:

Das Konferenzteam behält sich vor, dieses gegebenenfalls noch zu ändern und anzupassen. Die Abstracts zu den einzelnen Programmpunkten finden Sie zu einem späteren Zeitpunkt in der Konferenzapp, sowie auf dieser Website zum Download. 

Vortragssession: “Anspruch und Bedeutung für die Wissenschaft”
Teil 1 (15.9.2020; 11:00-12:30 Uhr):
  • Anspruch und Bedeutung der Citizen Humanities
  • Herausforderungen und Nutzen eines Citizen Science Ansatzes zum systematischen erheben von Biodiversitätsdaten am Beispiel von Viel-Falter
  • Ein Selbstversuch – der Beitrag der Kunst (SciArt) zur Bürgerwissenschaft
Teil 2 (16.09.2020; 15:30-17:00 Uhr):
  • How citizen scientists make sense of their expertise and participation: the case of beekeepers in the INSIGNIA project
  • Pflanzenphänologische Ereignisse als Indikatoren für den Beginn von Amphibienwanderungen – Analyse anhand von Citizen Science Daten
  • „Kino in der DDR - Rezeptionsgeschichte ‘von unten‘“ - Diskrepanzen zwischen anfänglichen Projekterwartungen und erfahrener Realität in der Interaktion zwischen Gesellschaft und Wissenschaft
 Vortragssession: “Wissen über Citizen Science”
(15.09.2020; 14:00-15:30 Uhr)
  •  Rechtliche Rahmenbedingungen für Citizen Scientists und DIY-Forscher - Rechtliche Fallstricke bei Citizen Science, DIY-Biologie sowie partizipatorischer Wissenschaft und Forschung
  • Wissenschaft meets Praxis - Praxis meets Wissenschaft. Interventionsforschung als Methode für Citizen Science?
  • Zur Psychologie des Lernverhaltens in Citizen-Science-Projekten
Vortragssession: “Anspruch und Bedeutung für die Gesellschaft”
(16.09.2020; 10:15-11:45 Uhr)
  • Der Laie als Fragesteller für Citizen Science Projekte.
  • Social Citizen Science zur Beantwortung von Zukunftsfragen
  • Citizen Science als Brücke zur Gewaltprävention im Sozialfeld Schule
  • Von historischen Citizen-Science-Projekten lernen
Vortragssession: “Anspruch und Bedeutung für die Politik”
(16.09.2020; 13:15-14:45 Uhr)
  • Ist das innovativ? - Veränderungen stärken die Bedeutung von Citizen Science!
  • Verantwortung, Wirksamkeit und Wissen: Möglichkeiten und Grenzen bürgerwissenschaftlichen Engagements für den Klimaschutz
  • Citizen Science 2.0 - emanzipatorisch und extrem? Die Bedeutung von Informationstechnologie für einen Shift in Richtung ‚Scientific Citizenship‘
  • Empowerment und Partizipation durch Citizen Science – Methodische Ansätze und Erfahrungen aus Projekten im ländlichen Raum
Postersession (15.09.2020):
  • Citizen Science Projekte – eine Chance für ALLE?
  • Knowledge transfer through Citizen Science using the example of a forest inventory campaign
  • Der Mieminger Schneeferner - ein CS-Projekt an einem kleinen Gletscher in Tirol
  • INSIGNIA: ImkerInnen erforschen die Umwelt von Honigbienen
  • SAMS - Dezentrales Bienenvolkmonitoring in Äthiopien und Indonesien
  • „Heavy Metal City-Zen“. Ein Citizen Science Projekt mit dem Ziel, das potentielle Risiko einer Schwermetallbelastung von Nutzpflanzen in Stadtgebieten wissenschaftlich zu bewerten.
  • Der Datenmanagementplan - der rote Faden durch das Projekt. DMP-Beratung an der Universität Wien
  • Spotting the first introduced wild bee, Megachile sculpturalis Smith, 1853 (Hymenoptera: Megachilidae) in European alpine countries.
  • Early Career Researchers’ Perspectives on Citizen Science
  • Auf der Jagd nach Non-Standard und Fremdsprachen in Wien: Ein app-basiertes Citizen Science Projekt
  • Sondengehen – Schatzsuche oder Citizen Science?
  • Klimaanpassung durch Bürgerwissen schaffen! - Innovative Verknüpfung von Service Learning und Citizen Science zur evidenzbasierten Klimavorsorge für Vereine
  • BioBus: Driving Community Science & Education
  • Die Bedeutung digitaler Plattformen für Citizen Science: Das Projekt NestCams als Fallbeispiel
  • Citizen Science through a Digital Platform -BAYSICS web portal on climate change and science communication-
  • SPOTTERON – die österreichische Citizen Science Plattform für individuelle GEO Apps
  • Möglichkeiten der Partizipation gesellschaftlicher Minderheiten durch Angebote im Alltagsumfeld
  • Professionelles Monitoring – eine Basis für Citizen Science Projekte mit nachhaltiger Wirkung?
  • Citizen Science in Bildungseinrichtungen – Braucht es eine fachdidaktische Einbindung?
  • KARE-CS: Aktivierung der Bevölkerung für Klimaanpassungsmaßnahmen über die Erhebung und Kommunikation von (Extrem-)Wetterereignissen und deren regionalen Auswirkungen
  • Empowerment und Partizipation durch Citizen Science – Methodische Ansätze und Erfahrungen aus Projekten im ländlichen Raum
  • The role of uncertainties in the scientific utilization of citizen science data in the context of data assimilation
  • Anerkennung der Autor_innenschaft in Citizen Science Projekten: der Buchstabe C in ORCID
  • Das Projekt Nachtlicht-BüHNE - Co-Design mobiler Anwendungen für die Erforschung nächtlicher Lichtphänomene in Citizen-Science-Projekten
  • BAYSICS – Ein Citizen Science Projekt zur Klimaforschung und Wissenschaftskommunikation für Bayern
  • Wirksamkeit des Citizen-Science-Projektes „Forschungsfall Nachtigall“ auf das Interesse von Schülerinnen und Schüler an Natur- und Umweltschutz
  • new kid in the block: Ars Elecrtronica Reearch Institute "knowledge for humanity (k4h+)"
  • Tabuthema Sexualität: Beziehungs- und Sexualitätsforschung ohne Bürger*innenbeteiligung?
  • Gemeinsam die SDGs addressieren durch humanitäre Citizen Innovation : Das Beispiel CERN ThePort
  • Wie erkennt man ein krankes Bienenvolk? Übereinstimmung zwischen von Beobachtungen von ImkerInnen mit Ergebnissen aus dem Virenmonitoring (Projekt Zukunft Biene 2)
  • Wie Naturforschung von interaktiven Webkarten profitieren kann
  • „Schüler/innen erforschen den Klimawandel vor der eigenen Haustür“ - Eine DBR-Studie zur Entwicklung eines wissenschaftspropädeutischen Konzepts nach dem Ansatz des forschenden Lernens.
  • Diversität und Verbreitung der Pilze in Österreich. Pilze suchen, fotografieren, dokumentieren und zur Biodiversitätsforschung beitragen
  • Wie Naturforschung von interaktiven Webkarten profitieren kann
  • Wider die Litanei von Fallstudien: Citizen Science-Projekte im internationalen Vergleich

 

Weitere Infos folgen in den nächsten Wochen.

 

Die Konferenz wird organisiert durch

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Die Konferenz wird unterstützt von

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Kooperationspartner

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