Konferenz - Citizen-Science.at

Citizen Science

Citizen Science wird weltweit unterschiedlich definiert. Einen Überblick der Konzepte und Ideen finden Sie unter "Was ist Citizen Science?"

 

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Konferenz

Die “5. Österreichische Citizen Science Konferenz″ findet am 26.-28. Juni in Obergurgl statt. Unter dem Motto "Grenzen und Übergänge" versammelt sich die Citizen Science Community auf über 2000 m Seehöhe.

(c) by Universitätszentrum Obergurgl

Grenzen und Übergänge

Im Sommer 2019 macht die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz in Tirol Station. Die Universität Innsbruck und das Citizen Science Network Austria laden nach Obergurgl, wo sich die Citizen Science Community vom 26.–28. Juni unter dem Motto "Grenzen und Übergänge" auf über 2000m versammelt.

Warum haben wir uns für das Motto “Grenzen und Übergänge” an diesem Tagungsort entschieden?

Kaum ein anderer Ort ist für die Frage nach den Grenzen von Citizen Science so geeignet wie Obergurgl. Durch seine geografische Lage an politischen wie natürlichen Grenzen inspiriert der Ort dazu Citizen Science auszuloten. In und um Obergurgl lassen sich verschiedenste Grenzen und Übergänge finden und man kann den Umgang mit diesen Schnittstellen eingehend kennenlernen. Viele Grenzen sind in Obergurgl präsent, wie die Schneegrenze, die Waldgrenze, eine Staatsgrenze oder auch die Baumgrenze. Wir verstehen diese Grenzräume nicht nur als Begrenzung, sondern auch als Bereiche des Übergangs und des Austausches. In diesem Umfeld möchten wir nun diskutieren wie man die Grenzen und Übergänge in Citizen Science zu anderen Methoden und Disziplinen am besten gestaltet und möglicherweise auch die Grenzspannungen positiv für sich nutzt?

  • Was sind die Grenzen von bzw. in Citizen Science?
  • Darf Citizen Science alles?
  • Wer bestimmt was Citizen Science darf?
  • Was will Citizen Science bzw. was will es nicht?
  • Was kann man TeilnehmerInnen anbieten, was nicht?
  • Welche Beispiele für Grenzen in Citizen Science (Projekten) gibt es?
  • Was sind Übergänge in Citizen Science?
  • Welche Schnittstellen ergeben sich in Citizen Science Projekten?
  • Sind Übergänge Chancen oder Hindernisse und wie können diese genutzt oder überwunden werden?
  • Welche Beispiele für Übergänge gibt es?

Wir freuen uns diese und weitere spannende Fragen mit Ihnen bei der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2019 diskutieren zu dürfen.

Registrierung

Registrierung

Die Registrierung ist hier vom 01.10.2018 bis 20.05.2019 geöffnet. Wir bieten von 01.10.2018 bis 31.12.2018 eine Early-bird-Registrierung an, bei der eine Registrierung zu einem vergünstigten Preis möglich ist.

Bitte registrieren Sie sich unter diesem Link zur 5. Österreichischen Citizen Science Konferenz: https://webapp.uibk.ac.at/CS2019/

 

Preise

  Studierendenermäßigung*  Regulär 
 Early Bird (bei Anmeldung bis 31.12.2018)  € 55 € 65
 Registrierung ab 01.01.2019  € 65 € 85
  *Nachweis des Studierendenstatus wird benötigt    

 

Optional buchbar: Konferenzdinner Tag 1 (€ 35 inkl. Getränke) und Tag 2 (€ 40 inkl. Getränke)

 

Programm

Programm

Hier finden Sie die Programmübersicht als pdf zum Download:
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Keynotes Österreichische Citizen Science Konferenz 2019

Wir freuen uns sehr, dass wir für die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz zwei hochkarätige Keynotes gewinnen konnten, die uns Einblick in ihre vielfältigen Tätigkeiten im Bereich Citizen Science geben werden. Eine kurze Beschreibung der beiden Wissenschaflterinnen finden Sie hier:

Susanne Hecker

Susanne Hecker Jessica Wahl

Mag. Susanne Hecker arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig. Sie forscht zu Fragen des Einflusses von Citizen Science an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und der Rolle der Kommunikation in partizipativen Forschungsprojekten. In den vergangenen Jahren hat sie sich maßgeblich für den Aufbau des internationalen Citizen Science-Netzwerks engagiert. Sie organisierte federführend die erste europäische Citizen Science Konferenz in Berlin im Mai 2016 und ist Erst-Herausgeberin des 2018 bei UCL Press erschienenen Buches „Citizen Science – Innovation in Open Science, Society and Policy“. Von 2015 bis 2018 war sie Beirats- und Jurymitglied bzw. Vorsitzende der österreichischen Initiative Top Citizen Science. Sie ist Gründungsmitglied der European Citizen Science Association, Mitglied der Citizen Science Association (USA) und der Australian Citizen Science Association. Als ausgebildete Wissenschaftskommunikatorin macht sie gerade ihr Doktorat in Citizen Science-Kommunikation.

Monica Peters

Monica Peters BW Portrait

Monica works freelance at the interface between science and the public on diverse environment-focussed projects throughout New Zealand. She chairs a Citizen Science Think Tank in the nation's capital, Wellington, which aims to bring greater strategic direction to citizen science in NZ as well as enhance the  credibility of citizen science as a research method. Monica is also on the executive of Forest and Bird, NZ's oldest conservation organisation and blogs regularly under www.monicalogues.com on citizen science and community-led environmental restoration. She was recently awarded a Winston Churchill Fellowship to research citizen science policy and applications in the UK, Germany and Austria.

Vortragssessions

Vortragssession 1: Wissen schaffen und vermitteln (Teil 1)

Vorsitz: Stefan Mayr und Johannes Rüdisser

Ein grundlegendes Verständnis für Wissenschaft ist Basis für eine aufgeklärte Gesellschaft. Es ist auch Basis für die Beteiligung von Citizen Scientists in Forschungsprojekten. Citizen Science Projekte sind deshalb von großer Bedeutung, um die zentrale Rolle der Wissenschaft für die Gesellschaft zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Diese Session beschäftigt sich mit den Übergängen zwischen Wissenschaftskommunikation, wissenschaftlicher Bildung der Citizen Scientists und deren aktiven Beteiligung an Forschung.

Vorträge:

  • Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen: Grenzen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz auflösen (Wofgang Ressi, Markus Zehetgruber)
  • Faktoren für erfolgreiches Citizen Science am Beispiel der Hummelmeldeaktion auf naturbeobachtung.at (Gernot Neuwirth, Johann Neumayer)
  • What’s in it for us? How citizen benefit from their participation in biodiversity citizen science (Maria Peter, Tim Diekötter, Kerstin Kremer)
  • Verbindung von Forschung und Wissenschaftsvermittlung im Rahmen eines Sparkling Science Projektes (Alexandra Pitt, Johanna Schmidt, Ulrike Koll, Martin W. Hahn)
  • Challenges when analysing animal behavioural data collected by citizens using digital devices (Didone Frigerio, Verena Puehringer-Sturmayr)

Vortragssession 2: ... und darüber hinaus.

Vorsitz: Susanne Tönsmann

Citizen Science findet vielen Disziplinen statt und fördert die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit. Diese Session schafft Raum für die Präsentation von Aspekten aus unterschiedlichsten Bereichen.

Vorträge:

  • Geruchsbelästigung mal anders angehen: Ermächtigung der Bürger durch das D-NOSES Projekt (Simone Rüfenacht, Rosa Arias, Nora Salas Seoane)
  • Anwenden von Knowledge Co-Creation Methoden zum Aufbau von Communities am Beispiel von PROVIDEDH (Enric Senabre, Amelie Dorn)
  • Modes of funding for citizen science: comparing funding schemes in the US, Austria and Germany (Anett Richter, Susanne Hecker, Mandy Singer-Brodowski, Robert R. Dunn, Aletta Bonn)
  • Stimmen von der anderen Seite: Wie konzipiert internationale Politik Citizen Science? (Susanne Hecker, Nina Wicke, Muki Haklay, Aletta Bonn)

Vortragssession 3: Grenzen definieren

Vorsitz: Katrin Vohland und Maike Weißpflug

Citizen Science boomt. Dies schafft neue wissenschaftliche Möglichkeiten, führt aber gleichzeitig zu großen Herausforderungen. Diese Session beschäftigt sich mit den grundlegenden Fragen wissenschaftlicher Prinzipien, wie Studiendesign, Datenqualität, Datenschutz oder Reproduzierbarkeit sowie dem Spannungsfeld zwischen professioneller Forschung und ehrenamtlichem Engagement.

Vorträge:

  • Grenzen von “extreme citizen science” am Beispiel eines linguistischen Citizen Science-Projekts (Barbara Heinisch )
  • Zum wissenschaftlichen Wert von Citizen Science anhand des Projekts Flurnamenerhebung Tirol (Gerhard Rampl, Elisabeth Gruber)
  • “Homegrown - There is nothing like a homegarden” - “GärtnerInnen forschen…” (Heidemarie A. Pirker, Brigitte Vogl-Lukasser, Christian R. Vogl)
  • Das GROW-Observatory, ein grenzüberschreitendes Resümee (Angelika Xaver, Naomi van der Velden, Gerid Hager, Luca Zappa, Endre Dobos, Karoly Kovacs, Mel Woods, Wouter Dorigo, Drew Hemment)
  • Privacy Matters: Datenschutz-Praxis in Citizen Science Apps & Projekt-Homepages (Philipp Hummer)
  • Citizen Science und Open Science (Eveline Wandl-Vogt, Kyle Copas)

Vortragssession 4: Grenzen überwinden

Vorsitz: Daniel Dörler und Florian Heigl

Eine sich verändernde Welt bedarf neuer Sichtweisen und Lösungsansätze. Citizen Science bietet hier zweifelsohne neue Möglichkeiten, sowohl in methodischer als auch thematischer Hinsicht. Auf der einen Seite haben in den letzten Jahren haben immer mehr Disziplinen Citizen Science für sich entdeckt, und dabei neue Ansätze geschaffen und neue Erkenntnisse gewonnen. Auf der anderen Seite entwickeln sich auch in „klassischen“ Citizen Science Disziplinen ständig neue Konzepte, die neue Fragestellungen und Partizipationsformen zulassen. Wir freuen uns in dieser Session über Beiträge zu modernen Citizen Science Ansätzen und ihrem Beitrag zu Beantwortung aktueller (gesellschaftsrelevanter) Fragen.

Vorträge:

  • Naturkalender ZAMG Smartphone App - Ein neuer Weg in der Datenerhebung der Phänologie (Thomas Hübner, Philipp Hummer, Helfried Scheifinger, Klaus Wanninger)
  • CitizenMorph: Application of Participatory Design for Citizen Science (Sabine Hennig)
  • Alltagswissen zu Populismus: Ein Citizen Science Projekt an der Universität Siegen (Luisa Fischer, Stephan Habscheid, Olaf Jann)
  • Das Eigene, das Andere & das Gemeinsame: Visuell-sensorische Analyse kultureller Grenzlandschaften (Paul Reiter, Martina Fineder, Luise Reitstätter)
  • Verbesserung der Zugänglichkeit der Topothek durch die Entwicklung eines Thesaurus (Thomas Palfinger, Amelie Dorn, Alexander Schatek, Yalemisew Abgaz)
  • Bridging the Proposal-Action Gap: How to plan for the unexpected and to engage school students? (Taru Sandén, Elena Kinz)

Vortragssession 5: Wissen schaffen und vermitteln (Teil 2)

Vorsitz: Stefan Mayr und Johannes Rüdisser

Ein grundlegendes Verständnis für Wissenschaft ist Basis für eine aufgeklärte Gesellschaft. Es ist auch Basis für die Beteiligung von Citizen Scientists in Forschungsprojekten. Citizen Science Projekte sind deshalb von großer Bedeutung, um die zentrale Rolle der Wissenschaft für die Gesellschaft zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Diese Session beschäftigt sich mit den Übergängen zwischen Wissenschaftskommunikation, wissenschaftlicher Bildung der Citizen Scientists und deren aktiven Beteiligung an Forschung.

Vorträge:

  • Auswirkungen unterschiedlicher Partizipationsansätze in einem Citizen Science Projekt auf Lernende (Josephine Berndt, Sandra Nitz)
  • A content management system for location-based gamification apps to design citizen science projects (Thorsten Schwerte)
  • Wissensvermittlung durch Gamification am Beispiel von spacelab_girls & exploreAT! (Thomas Palfinger, Amelie Dorn, Barbara Piringer)
  • Citizen Science als Beitrag zu einer wissenschaftsmündigen Gesellschaft? (Markus Weißkopf)
  • Vom Verwischen der Grenzen. Die Ausstellung als Forschungssetting (Laura Commare, Martina Fineder, Luise Reitstätter)
  • Mitmach-Forschung - Welche Erfahrungen machen Schüler und Schülerinnen in Sparkling Science Projekten (Suzanne Kapellari, Elisabeth Carli)

Workshops

WS01: Über (fehlende) Citizen Science-Incentives & Anerkennung – Was motiviert & was hindert Forschende?

Petra Siegele

Citizen Science ist in aller Munde. Die Anzahl der Projekte steigt weltweit, obwohl es nach wie vor wenig Förderungen und kaum Incentives sowie Anerkennung für das Engagement von Forschenden, die Citizen-Science-Projekte durchführen, vor allem im Sinne der wissenschaftlichen Karriereleiter gibt. Was motiviert Forschende dennoch Citizen Science-Projekte durchzuführen? Und wie können auch andere vom „Citizen-Science-Nutzen“ überzeugt werden? In dieser Session sollen anhand (inter)nationaler Beispiele Möglichkeiten institutioneller Incentives diskutiert und motivierende Faktoren für Citizen Science-Engagierte ausgearbeitet werden. Wie könnten sich Institutionen verstärkt für Citizen Science einsetzen? Welche bestehenden institutionellen Strukturen könnten dafür genutzt und weiterentwickelt werden? Die gesammelten Ergebnisse des Workshops werden in Folge mit den zuständigen forschungspolitischen Stellen diskutiert werden.

WS02: Graphic Recording

Genaue Inhaltsbeschreibung folgt.

WS03: Beyond borders in Citizen Science

Barbara Kieslinger, Teresa Schäfer

Citizen Science is diverse, in terms of methods, approaches, tools, resources, impacts. Such diversity is very positive and stimulating. However, in order to grow as a community with an established set of principles and research ethics there is a need for actors to connect beyond disciplinary, methodological and geographical borders. The project EU-Citizen.Science creates a space for mutual learning, where different tools, best practice examples and scientific outcomes are collected, curated, and made accessible. Target stakeholders include interested citizens, media, scientific institutions, politicians and donor organisations. But what exactly is needed from the different Citizen Science actors to mature as a community? What do we want to learn from and with each other? What are important success indicators for a mutual learning platform to become a relevant community service beyond borders? Answering these questions will be the focus of this workshop. Representatives from all stakeholder groups are invited

WS04: Partizipativ – Generativ – Transformativ. Kinder forschen über Bildung

Vera Brandner

Im Workshop wird mit der Generativen Bildarbeit ein methodologischer Vorschlag für forschendes Lernen als Grenzarbeit präsentiert. Es werden dabei fotografisch-visuelle und theaterpädagogische Methoden kombiniert, um generative Themen und Bilder der Beteiligten zu erforschen. Fotografische Praxis wird als transformativer Prozess gesehen, der sich aus dem dialektischen Verhältnis von Aktion, Reflexion und Dialog speist. Dabei rücken das Partizipative, das Generative und das Transformative ins Zentrum und werden als ermöglichende Elemente für ein Forschen in Grenzräumen anerkannt. Dieser Ansatz eignet sich für verschiedene Altersgruppen. In diesem Workshop wird der Fokus auf das Arbeiten mit Volksschulkindern gelegt. So baut der Workshop auf die Methodologie eines Forschungsprojektes auf, das aktuell zum Thema Chancen(un)gleichheit und Bildungswünsche mit Volksschulkindern umgesetzt wird. Es werden im Workshop methodische Elemente beispielhaft präsentiert und ausprobiert.

WS05: Citizen Science Slam: Wie bringe ich mein Projekt in 6min auf die Bühne?

Bernhard Weingartner

Im Rahmen der 5. ÖSCK wird der erste und weltweit höchstgelegene Citizen Science Slam stattfinden! Die Herausforderung: In maximal 6 Minuten das eigene Thema bzw. Projekt(-idee) so pointiert, kreativ und beamerlos zu präsentieren, dass es für das bunt gemischte Publikum wirklich verständlich wird. Anschauungsmaterial, Statist/innen und (improvisierte) Requisiten sind sehr empfohlen. Am Ende des Abends kürt das Publikum die überzeugendste Präsentation. Die Kunst dabei ist, verständlich und kurzweilig zu präsentieren und gleichzeitig seriös und wissenschaftlich korrekt zu bleiben. Wichtig ist zudem, die persönliche Motivation für die Beschäftigung mit diesem Thema zu vermitteln. Dazu gehören auch ein ehrlicher Umgang mit Frustphasen und gescheiterten Zugängen, aber auch der Mut zu eigenen Visionen. Zur Vorbereitung wird ein Workshop angeboten: Neben Tipps zu rhetorischen und dramaturgischen Methoden für eine effiziente Vorbereitung und erfolgreiche Durchführung eindrucksvoller Präsentationen gibt‘s praktische Übungen zu Aufmerksamkeitssteigerung und Publikumsinteraktion. Anschließend sind alle TN eingeladen, ihre (spontan-vorläufige) Version der 6min in der  interdisziplinären Gruppe zu präsentieren. Wir diskutieren dann konkrete Ideen für eingängige Formulierungen, überzeugende Metaphern und kreative Veranschaulichungen und sorgen so gemeinsam für den Feinschliff.

WS06: Die Crowd begeistern - Kommunikationsstrategien für Crowdfunding in der Wissenschaft

Florence Mühlenbein, Rebecca Winkels

Bei der Umsetzung kleinerer wissenschaftlicher Projekte, unter die auch Citizen Science Projekte zumeist fallen, gibt es zwei große Herausforderungen: Die Finanzierung und die Kommunikation. Crowdfunding vereint die beiden Komponenten, verlangt aber auch ein hohes Maß an strategischem Geschick. In diesem Hands-On Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, wie eine Kommunikationsstrategie aufgebaut sein muss, damit eine Crowdfunding-Kampagne von Erfolg gekrönt ist. Wie vermarkte ich ein Projekt, was sind meine Kernbotschaften und mit welchen Mitteln erreiche ich meine Zielgruppe über den gesamten Projektverlauf? All diese Fragen werden in kleinen Gruppen und an konkreten Beispielen gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet. Dabei wird ihnen das Handwerkszeug vermittelt, künftig Kommunikation von Beginn an mitzudenken und effektiv umzusetzen, um so erfolgreiche wissenschaftliche Crowdfunding-Kampagnen zu gestalten.

WS07: Partizipative Forschung und Citizen Science – zwei Seiten einer Medaille?

Susanne Tönsmann, Fanny Jones

«Citizen Science» und «Partizipative Forschung» werden als verwandt, als deckungsgleich oder als sehr unterschiedliche Ansätze wahrgenommen. In diesem Workshop möchten wir diskutieren, ob und wo wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Ansätzen sehen. Was bedeutet Partizipation im Kontext von Citizen Science, was bedeutet es in der Tradition der Partizipativen Forschung? Als Input werden beide Traditionen aus theoretischer Perspektive umrissen. Im Anschluss bearbeiten die Teilnehmenden Projektbeispiele. Dabei soll das jeweilige Verständnis von Partizipation herausgearbeitet werden. Am Ende werden die gewonnenen Erkenntnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen sind eingeladen, mit uns zu diskutieren. Ziel des Workshops ist ein deutlicheres Verständnis des Konzeptes Partizipation. Der Workshop wird von der Partizipativen Wissenschaftsakademie gemeinsam mit dem Citizen Science Center Zürich durchgeführt.

WS08: Wie erstelle ich einen MOOC?

Barbara Hoffmann, Andrea Bou-Vinals, Ortrun Gröblinger

In der Zeit der Digitalisierung bietet ein MOOC (Massive Open Online Course) eine ideale Plattform, um Wissen für die Gesellschaft frei verfügbar zu machen und den Austausch zwischen ForscherInnen und TeilnehmerInnen zu erleichtern. Im Rahmen des Workshops wird unter anderem auf folgende Fragen eingegangen: Was ist ein MOOC? Wie erstelle ich einen MOOC? Wie kann ich komplizierte, wissenschaftliche Themen für ein breites Publikum aufbereiten? Welche Möglichkeiten gibt es, um Inhalte für einen MOOC zu erstellen? Unsere Lessons Learned werden behilflich sein, Stolpersteine auf dem Weg der MOOC Erstellung zu vermeiden.

WS09: Artitstic and Creative Practices meets Citizen Science

Georg Russegger

Im Zuge des Wissenstransferszentrums (www.wtz-ost.at) an Universitäten und dem inter- und transdisziplinären Austauch von neuartigen Forschungsmethoden und -praktiken scheint es oft noch unvermittelt zu sein, welche gesellschaftlichen Aspekte durch kunst-, kultur-, und kreativwissenschaftliche Methoden bearbeitet werden können. Citizen Science und das damit adressierte Feld von Beteiligungswissenschaften, aber auch einem damit verbundenen partizipativen und somit interagen Forschungsansatz sektorenübergreifende mit Beispielen und Projekten aus dem künstlerisch-kreativen Forschungsbereich zu erweitern und dadurch neue Synergien zu schaffen, ist das Ziel des Workshops.

WS10: Fast Forward zum Erfolg – Webvideos als Kommunikationstool in Citizen Science Projekten

Markus Weißkopf, Marina Wirth

Laut der Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2018 nutzen Schüler und 14- bis 29-Jährigen besonders häufig Videoplattformen im Internet um sich über Forschung und wissenschaftliche Themen zu informieren. Diese Zielgruppe, ist für Citizen Science von großem Interesse und wird dem Feedback von Kolleginnen und Kollegen zufolge noch nicht ausreichend erreicht. Der richtige Einsatz von Webvideos könnte dies künftig ändern. Basierend auf Videos aus dem Video-Wettbewerb für die Wissenschaft, Fast Forward Science, werden in diesem Workshop verschiedene Videoformate zunächst vorgestellt und Stärken und Schwächen der Formate analysiert. Anschließend werden die unterschiedlichen Formate gemeinsam mit den Teilnehmenden darauf überprüft, ob und inwiefern sie sich für welche Arten von Citizen Science Projekten eignen. Dabei geht es zum einen um Inhalte und zum anderen auch um praktische Fragen, wie Kosten, Equipment, Umsetzbarkeit und Produktionstechniken. 

WS11: Grenzen.Los! Die Rolle der WissenschaftlerIn in Citizen Science Projekten

Andrea Sieber

The role here, however, ist o be an ally, an advisator, an enabler, and maybe a partner, to users untertaking research…“ Evans and Jones

Grenzen und Herausforderungen als Wissenschaftler in Projekten sind scheinbar klar festgelegt. Es handelt sich um eine Art Nicht-Beziehung, in der die Forschenden möglichst neutral bis unsichtbar sind. In Citizen Science Projekten ist die Situation jedoch eine andere: Sie verlangt von allen Beteiligten die Bereitschaft, sich in einen partizipativen Prozess hineinzubegeben, und gleichzeitig Wissen und Können, um produktiv mitarbeiten zu können. Hier erhalten Forschende oftmals neue und ungewohnte Rollen. In diesen sind Kompetenzen und Fertigkeiten und eine hohe Flexibilitäts- und Reflexionsbereitschaft nötig, die in der herkömmlichen Universitätsausbildung zumeist nicht erworben wird. Der Workshop bietet einen Erfahrungsaustausch über die Vielfalt von Anforderungen und Rollen, bei dem wir kreative, visuelle und performative Elemente einbeziehen.

WS12: Citizen Science-Förderungen: Erwartungen von Forschenden vs. Möglichkeiten von Fördergebern

Petra Siegele, Gerit Oberraufner

Die Finanzierung von Forschungsprojekten ist eine der Hauptaufgabe von Förderorganisationen. Aber wie könnte eine Citizen Science-Projektfinanzierung aussehen? Welche Unterstützungen würden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch abseits von Fördergeldern benötigen, um Citizen Science-Projekte erfolgreich durchführen zu können? Hilfestellungen könnten vielseitig sein, vom Erfahrungsaustauch mit anderen Citizen Science-Projekten, über Weiterbildungen bzw. Inputs zu bestimmten Themen bis hin zu Vernetzungsaspekten. Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und den Spielraum und die Grenzen zwischen Wünschen und dem für Fördereinrichtungen Möglichem auszuloten.

WS13: D-A-CH Citizen Science Arbeitsgruppe

Daniel Dörler, Anne Harnack, Florian Heigl, Fanny Jones, Tiina Stämpfli, Susanne Tönsmann, David Ziegler

Die CS-Community lebt vom aktiven und effektiven Austausch der Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft, sowohl innerhalb einzelner Projekte, als auch bei Themensetzung, Methodenentwicklung, Finanzierung etc. Mit ECSA wurde ein Netzwerk geschaffen, um den europ. Austausch zu ermöglichen und CS eine gemeinsame Stimme zu verschaffen. In Europa stellt der deutschsprachige Raum eine wichtige Strömung dar, dessen Aktivitäten jetzt gebündelt werden soll. Vertreterinnen und Vertreter von Bürger schaffen Wissen, Österreich forscht, Zentrum für Citizen Science, Schweiz forscht, der WWU Münster und dem Kompetenzzentrum Citizen Science und der Partizipativen Wissenschaftsakademie der ETH und der Uni Zürich haben es sich zum Ziel gesetzt, eine DACH AG CS ins Leben zu rufen, um die Zusammenarbeit der DACH-Länder zu intensivieren. Der Workshop soll als konstituierende Sitzung der DACH AG fungieren. Wir möchten mögliche gemeinsame Themen und Formen der Zusammenarbeit diskutieren.

WS14: Wie mache ich meine Daten FAIR?

Daniel Spichtinger

Was sind offene Daten und sind diese Daten zwangsläufig auch gute Daten? Mittlerweile sind offene Daten bei der Registrierung von CS Projekten auf Österreich forscht eine Voraussetzung um als Projekt auf der Plattform gelistet zu werden. Zudem kommt, dass auf Fördergeberseite mittlerweile die Aufbereitung von Daten durch das FAIR Data Konzept (Findable — Accessible — Interoperable — Reproducible) geregelt wird. Was sind FAIRe Daten und wie kann ich meine Daten “fair” aufbereiten, sind Fragen die sich immer mehr ForscherInnen stellen. In diesem Hands-on Workshop geht es darum die eigenen Daten genauer unter die Lupe zu nehmen. Daniel Spichtinger wird diesen Workshop leiten. Er war bei der Ausarbeitung der Open Data Kriterien der EU Kommission maßgeblich involviert und wird die Workshop TeilnehmerInnen dazu anleiten die eigenen Daten auf FAIRe Prinzipien zu überprüfen. Ziel des Workshops ist, die eigenen Forschungsdaten so aufzubereiten, dass sie diesen Prinzipien entsprechen.

WS15: User Experience Design in Citizen Science

Alex Papadopoulos

We often talk and think about Citizen Science as if it is something that only happens in the field, dealing with environmental sciences and conservation. However, CS happens every day both in real life and online, with hundreds of people dedicating their time and efforts to help scientists and make important discoveries. While the tools and practices that were created a few years ago were fascinating and engaging, as technology changes, the needs of these groups of citizen scientists change too. This workshop is intended to be a discussion with specialists from various fields of CS, in order to identify requirements that should not be neglected when designing specifically for CS, from the point of view of the researchers. This can lead to a common framework in regards to CS technology design.

Postersession

Vorsitz: Florian Westreicher

  • Peer-Review und Citizen Science (Daniel Dörler, Florian Heigl, Gabriele Gadermaier, Stefan Mayr, Johannes Rüdisser, Robert Brodschneider, Christine Marizzi)
  • Projekt Roadkill: Datenqualität mit Fokus auf überfahrene Igel in Wien (Irene Hoppe, Johann G. Zaller, Florian Heigl)
  • Interview mit einem Wimpertierchen und Ciliatenjagd - Einzeller als Schlüssel zu Citizen Science (Sabine Wanzenböck, Michaela Ellmauer, Barbara Kammerlander, Bettina Sonntag)
  • Partizipative Erforschung des "Kremser" Skorpions (Euscorpius tergestinus) mit SchülerInnen (Martin Scheuch)
  • Gesichter der Migration. Jugendliche aus Tirol erforschen ihre familiale Migrationsgeschichte (Erol Yildiz, Marc Hill, Miriam Hill, Anita Rotter, Lisa Ferron)
  • Auf Schilderjagd im öffentlichen Raum – Linguistische Schnitzeljagden als eine Citizen Science-Form (Barbara Heinisch)
  • In aller Munde: Insekten als Nahrungs- und Futtermittel (Thomas Klammsteiner, Andreas Walter, Magdalena Gassner, Carina Desirée Heussler, Heribert Insam)
  • SPOTTERON – die österreichische Citizen Science Plattform für Apps, Websites & digitale Tools (Philipp Hummer)
  • Probleme und Lösungsansätze beim Einsatz von Smartphone-Apps in Citizen Science Projekten (Verena Puehringer-Sturmayr, Didone Frigerio)
  • Freigeist im Freiraum! (Judith Prossliner, Elias Walch)
  • Spezielle Förderung in den Sparkling-Science Projekten AIR und CHAMPIONS im MINT-Bereich (Eva Partoll, Eva Canaval, Lukas Fischer, Ralf Schnitzhofer, J. Barbro Winkler, Jörg-Peter Schnitzler und Armin Hansel)
  • BIOTOP - Ein Containerlabor träumt von der Wissenschaft (Anna Ritscher, Anna Köferle, Anna Wächter-Mittersteiner, Lukas Hutter, Andreas Körner, Ralf Bliem)
  • Mosquito monitoring with GPS location based gamification – a citizen science project (Stefanie Jäger, Thorsten Schwerte)
  • SCIENCE4YOUTH-Forschung mitgestalten! Ein Ausbildungsprogramm für Jugendliche. (Raphaela Kaisler, Magdalena Wailzer)
  • ECSA - Grenzen zu Übergängen (Dorte Riemenschneider, Simone Birrer)
  • Der Frosch im Wassertropfen 2.0 - eDNA-Monitoring von Amphibien in Österreich (Corinna Wallinger, Michael Traugott)
  • Lehmbau im Weinviertel: Mit Citizen Science eine Wissensbasis über Lehmbauten schaffen (Thomas Schauppenlehner, Renate Eder, Kim Ressar)
  • Das SLAVES Projekt - Museumspädagogik als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Schule (Robert Spindler, Katharina Seidl, Timo Gassner)
  • Erforschung seltener Arten: Möglichkeiten und Grenzen von Citizen Science am Beispiel Habichtskauz (Richard Zink, Theresa Walter)
  • Beyond Citizen Science: Knowledge for Development @ exploration space (Eveline Wandl-Vogt, Andreas Brandner)

Tagungsort

Tagungsort

Die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz findet im Rahmen des 350 Jahre Jubiläums der Universität Innsbruck im Universitätszentrum Obergurgl statt.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der Bahn können Sie bis Ötztal Bahnhof fahren, dort steigen Sie um in den Bus Richtung Obergurgl. Das Universitätszentrum Obergurgl liegt ca. 5-7 Gehminuten von der Endstation (Obergurgl Zentrum) des Busses entfernt. Fahrplanauskünfte erhalten Sie bei der ÖBB: www.oebb.at

  • Die Konferenzzeiten sind auf die Anreise mit der Bahn abgestimmt.
  • Anreise von Wien
    Railjet Wien Hauptbahnhof (6:30 Uhr oder 7:30 Uhr) über Ötztal Bahnhof nach Obergurgl Zentrum (13:01/13:41).
  • Abreise von Obergurgl
    (13:45 Uhr) nach Wien Hauptbahnhof (20:30 Uhr).

Umliegende Unterkünfte

Bitte beachten Sie die besondere Lage in Obergurgl. Wir empfehlen ihnen eine Zimmerbuchung in den umliegenden Unterkünften, damit Sie entspannt die Konferenz zu Fuß erreichen können.

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Auswahl an Unterkünften

Universitätszentrum Obergurgl

Gaisbergweg 5
6456 Obergurgl

+43 512 507-37201
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.uz-obergurgl.at

Hotel Garni Schönblick

Gaisbergweg 18
6456 Obergurgl

+43 5256 6251
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.schoenblick-obergurgl.at

Das Hochegg

Gaisbergweg 12
6456 Obergurgl

+43 5256 6272
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hochegg.at

Haus Elisabeth

Gaisbergweg 9
6456 Obergurgl

+43 5256 6257
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.elisabeth-obergurgl.com

Haus Aktiv

Gaisbergweg 11
6456 Obergurgl

+43 5256 6322
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.haus-aktiv.com

Kontakte & Organisation

Die Organisation der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2019 ist in zwei Bereiche gegliedert. Für die Organisation vor Ort ist die Universität Innsbruck hauptverantwortlich, für die wissenschaftliche Qualität der Konferenz garantiert das unten stehende Organisationskommitee.

 

Vor-Ort Organisation in Obergurgl

Florian Westreicher & Isolde Erricher König

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Innrain 52c, Josef-Moeller-Haus, A 6020 Innsbruck

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+43 512 507-32013

Organisationskommittee

  • Daniel Dörler (Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien)
  • Isolde Erricher-König (Universität Innsbruck)
  • Florian Heigl (Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien)
  • Stefan Mayr (Universität Innsbruck)
  • Johannes Rüdisser (Universität Innsbruck)
  • Veronika Schaffer (Universität Innsbruck)
  • Klaus Schallhart (Universität Innsbruck)
  • Petra Siegele (Zentrum für Citizen Science, OEAD)
  • Tiina Stämpfli (Schweiz forscht, Science et cité)
  • Susanne Tönsmann (Partizipative Wissenschaftsakademie an der Universität Zürich und ETH Zürich)
  • Katrin Vohland (Bürger schaffen Wissen, Museum für Naturkunde Berlin)
  • Maike Weißpflug (Bürger schaffen Wissen, Museum für Naturkunde Berlin)
  • Florian Westreicher (Universität Innsbruck)
  • Alexander Zainzinger (Universität Innsbruck)

Kontakt:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+43 512 507-32013

Die Konferenz wird organisiert durch

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