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Was lernen Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen aus Citizen Science Projekten?

Welchen Beitrag können Citizen Science Projekte über Biodiversität zum naturwissenschaftlichen Unterricht und dem Wissenschaftsverständnis von Schülerinnen und Schülern einerseits, und Lehrpersonen anderseits, leisten?

Eine ganze Menge – wie die soeben publizierte Analyse der individuellen Lernergebnisse von Schüler/innen (im Alter von 8-18 Jahren) im Sparkling Science Projekt der BOKU „Natur vor der Haustür – Citizen Science macht Schule“ zeigt [1]. In einem pre-post-test wurden die Lernfaktoren Interesse, Motivation, Kompetenz (bzw. Selbstwirksamkeit), Einstellung sowie Verhalten der Schüler/innen untersucht. Volksschüler schnitten fast durchgehend besser ab als andere Altersgruppen und Mädchen erzielten zumindest ebenso gute Ergebnisse wie die Burschen. Beliebteste Tiergruppe waren die Vögel.

Viele weitere Facetten und zu berücksichtigende Faktoren für erfolgreiche Citizen Science Projekte finden Sie hier in einem freien Zugang zur Publikation:

https://www.tandfonline.com/eprint/RHJYYvk5Ca35W9PZSbPg/full

In diesem Zusammenhang spannend ist auch der Blick auf die Rolle der Lehrpersonen. In einem weiteren Beitrag[2] wurde getestet, wie sich durch die Beteiligung am selben Projekt das fachdidaktische Professionswissen entwickelt. Exemplarisch wurde dieses Wissen für Gymnasial-LehrerInnen und die beiden Organismengruppen Schmetterlinge und Wildbienen in einer Interviewstudie erhoben. Die aufschlussreichen Ergebnisse finden Sie hier im Open Access:

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CSNA Partner: Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung

Uta E., Pixabay Lizenz (https://bit.ly/386foo1)

Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) ist ein gemeinnütziger Verein (Gründung 1947), im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus tätig und versteht sich als

  • Plattform für Diskussion, Koordination und Information für den ländlichen Raum,
  • Bindeglied zwischen Forschung, Verwaltung und Praxis,
  • „Katalysator“ zur Durchsetzung neuer Ideen und Projekte sowie als
  • Verbindungsstelle zu Behörden, Ämtern, Ministerien, Universitäten, Prüfanstalten etc.

Die Ziele des Vereins sind die Förderung und Weiterentwicklung innovativer Produktionsverfahren und Anwendungstechniken in der Landwirtschaft und im Energiebereich, die Sicherung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Funktion von Gebäuden (Haus und Hof) im landwirtschaftlichen Bauwesen, die Koordination zwischen den Anforderungen moderner Landtechniken und der nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes, die Erhaltung der Kulturlandschaft im Sinne regionaler Raumordnung, Ökologie und Landentwicklung, die Wettbewerbsfähigkeit und soziale Qualität in bäuerlichen Familienbetrieben sowie die Weitergabe von Information als Entscheidungshilfe ohne Umwege dorthin, wo sie benötigt wird (Gemeinden, Landwirte, Berater, Sachverständige).

Durch diese sehr praxisnahe Arbeit und durch sein Engagement im Bereich Citizen Science mit dem Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen ist das ÖKL ein kompetenter Partner im Citizen Science Network Austria und wir freuen uns sehr, dass der Verein mit seiner Expertise das Netzwerk unterstützt.

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CSNA Partner: Blühendes Österreich

Ronny Overhate, Pixabay Lizenz (https://bit.ly/2UGIF5H)

Die Stiftung Blühendes Österreich wurde von der REWE International AG im Mai 2015 eingerichtet. Sie ist die erste und maßgebliche gemeinnützige Privatstiftung für Schutz und Förderung der Biodiversität in Österreich. Kernzweck der Stiftung ist die Unterstützung von Eigentümern und Bewirtschaftern von wertvollen und gefährdeten ökologischen Flächen wie Magerwiesen, Trockenrasen, traditionelle Streuobstflächen, Moore und Feuchtlebensräume, Hecken und Raine oder alte Baumbestände in Österreich. Das erfolgt vor allem mit Partnern aus der Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutzorganisationen und der Wissenschaft. Um mit dem Biodiversitätsprogramm eine signifikante Wirkung zu erzielen, ist das Programm langfristig angelegt.

Unterstützt werden Produzenten von REWE aber auch sonstige private Betriebe sowie Natur-, Tier- und Umweltschutzvereine, die ebenso wertvolle Flächen betreuen und bewirtschaften. Die Stiftung Blühendes Österreich ist mit diesem Ansatz einerseits ein erheblicher Motor für den Schutz der Artenvielfalt andererseits ein starker, vertrauenswürdiger Förderer und Partner von Natur- und Naturschutzvereinen. Des Weiteren stützt die Stiftung Projekte, die einen wertvollen und messbaren Beitrag zum Erhalt der Vielfalt der Arten und der Ökosysteme sowie zu Natur- und Umweltbildung leisten.

Neben diesen Tätigkeiten betreibt Blühendes Österreich auch ein Citizen Science Projekt, die Schmetterlinge Österreichs, dessen Ziel es ist eine Bestandszählung von Österreichs Schmetterlingen durchzuführen. Durch die Hilfe engagierter Bürgerinnen und Bürger konnten bereits einige Arten in Gebieten wiederentdeckt werden, in denen sie schon viele Jahre nicht mehr beschrieben wurden.

Dies alles macht Blühendes Österreich zu einem wichtigen Partner im Citizen Science Network Austria und wir freuen uns sehr darüber, die Stiftung als kompetente Unterstützerin dabei zu haben.

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Vielfalt bewegt! Alpenverein

dreamypixel, Pixabay Lizenz (https://bit.ly/3uDV5uP)

Vielfalt bewegt! Alpenverein

Citizen Science im Alpenverein

Mit dem defacto-Start des Vorhabens ab Mai 2016 ist das Monitoringprojekt „Vielfalt bewegt! Alpenverein“ sehr gut angelaufen. Die laufenden Rückmeldungen von verschiedenen Seiten zeigen, dass das Vorhaben „Vielfalt bewegt! Alpenverein“ im Verein selbst und bei seinen Mitgliedern sehr positiv aufgenommen wird. Es wird als wichtiger Baustein in der Naturschutz- und Bewusstseinsbildungsstrategie des Alpenvereins angesehen. Das Vorhaben bewegt nicht nur seine Mitglieder, sondern es generiert auch über die 20 ausgewählten alpinen Arten neues Wissen und Erfahrungen zum Thema Biodiversität, das innerhalb des Vereins auch in anderen Vorhaben und Bereichen (Alpenvereinsjugend, Bergsport, Hütten und Wege) weitergetragen wird.

Der Erfolg ist auch am laufenden Anstieg der Beobachtungen und besonders an der ständigen Nachfrage der produzierten Bildungsmaterialien erkennbar.

Zur besseren Einbindung von Kindern und Familien in die Einschulungsworkshops, aber auch als eigenständiges Bildungsmaterial, wurde ein kindgerechtes Naturtagebuch gestaltet, das die Inhalte des Projektes und die Informationen zu den Arten altersgerecht vermittelt.

Die steigende Zahl der Beobachtungen machte eine umfassende Datenbanklösung sowie eine Beobachtungs-App notwendig. Die App erleichtert die Dateneingabe der Beobachtungen, das Webportal reduziert die organisatorischen Aufwände für Datenablage wie auch Datenabfragen.

Hier finden Sie den gesamten Artikel zum freien Download.

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CSNA Partner: Naturschutzbund Österreich

Milesl, Pixabay Lizenz (https://bit.ly/3gpY6XC)

Der Naturschutzbund hat eine lange Tradition in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Naturschutz. Seit über 100 Jahren arbeiten seine Mitglieder (darunter auch viele Wissenschaftler*innen) zusammen um den Naturschutz in Österreich zu fördern. Durch die vielen unterschiedlichen Fähigkeiten und das große gemeinsame Fachwissen der Mitglieder ist es möglich für den Naturschutz zu arbeiten und gleichzeitig wertvolle Daten über die Biodiversität zu sammeln.

So wurde bereits 2006 mit www.naturbeobachtung.at die bisher größte Online-Melde-Plattform für Biodiversitätsdaten geschaffen, welche für die Bevölkerung offen ist und für Meldungen genutzt werden kann.

Auszug von der Projektwebsite:

"Hier kann man nicht nur Arten melden, man kann sich in Artsteckbriefen informieren, Verbreitungskarten zu speziellen Tier- und Pflanzenarten ansehen, die schönsten Naturbilder im Forum präsentieren oder mehr als 30 Fachexperten um Bestimmungshilfe bitten.

Mittlerweile hat www.naturbeobachtung.at fast 5.000 Melderinnen und Melder, die bis dato über 260.000 Fundmeldungen, mehr als 120.000 Belegfotos und 80.000 Forumsbeiträge im Diskussionsforum lieferten. Die eingehenden Daten werden laufend verwendet, sie fließen in wissenschaftliche Studien und Publikationen ein, in die Naturschutz- und Öffentlichkeitsarbeit des Naturschutzbundes und stellen eine wichtige Basis für Schutzprojekte im ganzen Land dar.

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Citizen Science bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie Deutschland, Österreich und Schweiz

Holger Langmaier, Pixabay Lizenz (https://bit.ly/3rRZ19t)

Citizen Science bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie Deutschland, Österreich und Schweiz

Daniel Dörler und Florian Heigl, die Koordinatoren von „Österreich forscht“, haben gemeinsam mit Josef Settele vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDIV) bei der diesjährigen Tagung der Gesellschaft für Ökologie für Deutschland, Österreich und die Schweiz (GFÖ) eine Session zum Thema „Citizen Science in der Ökologie – eine praktische Methode für Biodiversitätsmonitoring in Europa?“ organisiert und durchgeführt. Die Tagung fand von 05.-09. September in Marburg, Deutschland, statt. Insgesamt 30 Sessions zu den unterschiedlichsten Themen im Bereich Ökologie standen den gut 300 TeilnehmerInnen offen.

In 6 Vorträgen wurde die Bandbreite an Citizen Science-Biodiversitätsmonitoringprojekten präsentiert und diskutiert. Angefangen von zwei Projekten, die in österreichischen Gärten die Diversität von Vögeln und Igeln erfassen, hin zu einem Monitoring von Wildtieren in Berlin, zu Wolfmonitoring in Niedersachsen, weiter zu einer Plattform für Citizen Science-Monitoring mit der Hilfe von Kamerafallen bis zu einer Zusammenführung unterschiedlichster Datenquellen zu Biodiversitätsmonitorings in Deutschland zur Erstellung eines „Lebendigen Atlas Natur – Deutschland“.

Äußerst interessant war, dass die Aussagen der einzelnen Präsentationen sehr ähnlich waren. Citizen Science kann eine ausgesprochen effektive Methode für Biodiversitätsmonitoring darstellen, man muss allerdings gewisse Dinge beachten. Einerseits muss man Zeit und vor allem auch Arbeitskraft für die Rekrutierung und Betreuung der TeilnehmerInnen einplanen, andererseits müssen die eingehenden Daten natürlich auch auf Vollständigkeit und Richtigkeit kontrolliert werden. BürgerInnen können und wollen in mehreren Phasen eines Projektes eingebunden werden und dies hilft auch, wenn es um sogenannte „Konfliktarten“ wie z.B. Wölfe, geht. Gerade bei umstrittenen Projektthemen kann durch die Teilnahme das Verständnis erhöht werden, wodurch fundiertere Entscheidungen getroffen werden können.

Wenn also die speziellen Erfordernisse bei Citizen Science Projekten beachtet werden, ergeben sich große Chancen für Biodiversitätsmonitorings. Wie vorhin erwähnt, erhöht die Teilnahme in einem Projekt das Verständnis für biologische Prozesse und ökologische Zusammenhänge, es können völlig neue Forschungsfragen gestellt und auch erforscht werden und BürgerInnen können in einen direkten Austausch mit WissenschaftlerInnen treten.

Citizen Science stellt also ein großes Potential für Biodiversitätsmonitorings dar, das in manchen Bereichen sicherlich noch ausgebaut werden kann. Es freut uns jedoch sehr, dass das Interesse an Citizen Science weiterhin groß ist und WissenschaftlerInnen und BürgerInnen gemeinsam diese Methode weiterentwickeln wollen.

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Wir schauen auf unsere Wiese!

Tove Erbs, Pixabay Lizenz (https://bit.ly/3uEuy0l)

"Wir schauen auf unsere Wiese!"

Unter diesem Motto beobachten LandwirtInnen die Entwicklung von Tieren und Pflanzen auf ihren Wiesen. Damit werden einerseits die LandwirtInnen dazu angeregt Zusammenhänge zwischen der Art der Bewirtschaftung und Artenvielfalt auf ihren eigenen Wiesen zu erkennen, andererseits sollen auch Bewirtschaftungsauflagen mit den Ergebnissen besser evaluiert werden können.

Mitmachen können alle BäuerInnen und AlmbewirtschafterInnen mit extensiven Wiesen und Weiden (am besten Betriebe die bei der ÖPUL-Naturschutzmaßnahme „WF“ (wertvolle Flächen) teilnehmen). Am Beginn steht eine Einschulung durch eine/n ÖkologIn. Dabei wird vereinbart, welche Indikatorarten jährlich beobachtet und gezählt werden sollen. Die TeilnehmerInnen dokumentieren daraufhin jährlich die Indikatorarten und die Bewirtschaftung der Wiese und geben die Daten auf der Online-Plattform www.biodiversitaetsmonitoring.at ein.

Ein tolles Projekt, dass bereits 700 LandwirtInnen und SchülerInnen begeistert! Mehr Infos dazu findet ihr unter http://www.citizen-science.at/projekte/landwirte.

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