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Was lernen wir aus den weltweit unterschiedlichsten Roadkill Projekten?

CC0 pixabay (https://pixabay.com/de/photos/weg-wald-baum-landschaft-w%C3%A4lder-3793595/)

Gemeinsam mit Kolleg*innen aus den USA, Süd Afrika, Tschechien, Belgien, Großbritannien und Kanada haben wir uns 15 verschiedene Roadkill Projekte angesehen und miteinander verglichen. 

Die Idee dahinter war nicht von rein akademischer Natur, sondern war ganz praktisch veranlagt. So wollten wir wissen, wie die verschiedenen Projekte funktionieren, wer dabei mitmachen kann, welche Daten dabei erhoben werden  und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Basierend auf den Ergebnissen möchten wir versuchen, ob es möglich wäre, all diese Projekte miteinander zu verbinden um zu einem globalen Roadkill Meldesystem zu gelangen. Mit einem derartigen Ansatz könnte man noch deutlicher zeigen, welchen Einfluss der Straßenverkehr auf die Biodiversität hat. 

Wer genauer wissen möchte, welche Empfehlungen für ähnliche Projekte erarbeitet wurden und wie sich die Projekte unterscheiden, die für Behörden entwickelt wurden oder für Straßenmeistereien, kann sich die Tabelle hier im Blog ansehen und auch den Originalartikel lesen, den wir am Ende des Blogs verlinkt haben.

  Designing wildlife-vehicle conflict observation systems to inform ecology and transportation studies

Englisches Original Abstract:

Globally, wildlife-vehicle conflict (WVC) fragments wildlife populations (due to road/traffic-aversion), kills and injures individual animals, can cause wildlife population declines, may eventually contribute to local or total extinction of certain species, and can harm vehicles and drivers. Preventing WVC begins with recording locations of conflict, such as vehicle crashes, animal carcasses (roadkill), or animal behavior around roads, such as avoidance of roads or crossing-behavior. These data are ideally used to inform transportation policy and planning and to retrofit roadways and their structures to reduce WVC. We are collectively involved with or manage eight regional or national systems for reporting WVC in collaboration with volunteers and/or agency staff. In this review, we survey systems for recording WVC by volunteers and agency staff at different geographical scales, based on existing literature and our personal experience. We report the range of data collection methods, data management systems and data visualizations employed as well as discuss the groups and type of volunteers and agencies involved. We use our expertise and the global survey to provide methodological specifications based on current best-practice for collecting and using WVC data to inform transportation and conservation decisions. We conclude with a vision of next steps toward a global network of WVC reporting systems, that have clear and practical applications for improved conservation research as well as guidelines for management of road networks.

Die folgende Tabelle aus der Studie zeigt die Unterschiede der Projekte, welche Ziele verfolgt werden, für wen das Projekt gedacht ist und welche Daten erhoben werden.

  Zugang zum Volltext

Leider konnten wir es uns nicht leisten, die 3000 $ für eine frei zugängliche Publikation zu zahlen, aber wir haben vom Verlag die Erlaubnis bekommen eine sogenannte "pre-print" Version des Artikels zu veröffentlichen. Das bedeutet, unter dem folgenden Link kann eine Version des Artikels gelesen werden, welche zwar noch ein paar kleine Tippfehler enthält, aber ansonsten den selben Inhalt hat, wie der Originalartikel: https://zenodo.org/record/4276898
Projektvorstellungen im Visier
ImkerInnen als Citizen Scientists: den Bienenviren...

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Kommentare 2

Daniel Dörler am Dienstag, 24. November 2020 12:16

Sehr spannend! Wie ist deine Einschätzung zur Frage, ob die verschiedenen Roadkillprojekte bzw. die darin gesammelten Daten miteinander verbunden werden können? Ist das möglich, oder sind die Projekte zu unterschiedlich?

Sehr spannend! Wie ist deine Einschätzung zur Frage, ob die verschiedenen Roadkillprojekte bzw. die darin gesammelten Daten miteinander verbunden werden können? Ist das möglich, oder sind die Projekte zu unterschiedlich?
Florian Heigl am Dienstag, 24. November 2020 21:08

Danke, ich denke es ist möglich die Projekte zu verbinden. Ich gehe aber davon aus, dass dies in erster Linie über die gesammelten Daten passieren wird und nicht über ein vereinheitlichtes Meldesystem, da dabei die Ansprüche der jeweiligen Zielgruppen (NGOs, Polizei, Straßenmeistereien, Citizen Scientists), einfach zu verschieden sind.

Danke, ich denke es ist möglich die Projekte zu verbinden. Ich gehe aber davon aus, dass dies in erster Linie über die gesammelten Daten passieren wird und nicht über ein vereinheitlichtes Meldesystem, da dabei die Ansprüche der jeweiligen Zielgruppen (NGOs, Polizei, Straßenmeistereien, Citizen Scientists), einfach zu verschieden sind.
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