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Call for Proposals: Forum Citizen Science

Vom 26. bis 27. September 2019 findet das diesjährige Forum Citizen Science unter dem Motto „Die Zukunft der Bürgerforschung" in Münster statt. Gemeinsam soll ein Blick auf die Entwicklungen von Citizen Science und 5 Jahre Bürger schaffen Wissen geworfen und gleichzeitig einen Blick in die Zukunft gewagt werden: Wie kann und soll die Zukunft der Bürgerforschung in Deutschland und international aussehen? Welche Themenfelder sollten noch stärker in den Fokus genommen werden? Wie können wir die Einbindung aller Akteure sicherstellen? Welche Rolle kann und soll Citizen Science im Bereich der Wissenschaftskommunikation spielen? Welcher wissenschaftspolitischen Prozesse bedarf es für die Weiterentwicklung des Feldes?

Bürger schaffen Wissen und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster als diesjähriger Kooperationspartner laden Sie herzlich ein, Beiträge einzureichen und so das Forum durch Ihre Expertise und Erfahrungen zu bereichern. In diesem Jahr haben Sie zudem die Möglichkeit im Rahmenprogramm Tutorials anzubieten sowie sich in Format Academic Paper mit einem Kurzbeitrag (englisch oder deutsch) einzubringen. Die Beiträge werden dann gesammelt als digitaler Tagungsband veröffentlicht.

Das Einreichen von Vorschlägen durch Wissenschaftler*innen, Bürgerforscher*innen sowie Wissenschaftskommunikator*innen und weiteren Interessierten ist ausdrücklich erwünscht.

Gewünscht sind Beiträge insbesondere zu folgenden Themen / Schwerpunkten:

  • Erfahrungen aus der Praxis von Citizen Science
  • neue Formate und Weiterentwicklung von Citizen-Science-Projekten
  • Zukunftsperspektiven und Projektideen
  • Erfolgreiche Kommunikation in und zu Citizen-Science-Projekten
  • Formen und Stufen der Partizipation in Citizen-Science-Projekten
  • Aktivitäten und Projekte, die bisher wenig erreichte Zielgruppen erreichen
  • Forschungserkenntnisse und Qualitätssicherung von und über Citizen Science
  • Wissenschaftspolitische Diskussionen rund um Citizen Science

           

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Kooperation zwischen Citizen-Science-Projekten – Was sagen die Projekte dazu?

Ein Bericht zum Workshop „Kooperieren oder nicht kooperieren?“ während der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018

Kooperation ist das Kernstück von Citizen Science. BürgerInnen kooperieren mit ForscherInnen, um wissenschaftliche Fragestellungen in einem Projekt zu beantworten. Derartige Projekte im Bereich Bürgerwissenschaften gibt es viele. Im Vordergrund dieser Projekte steht häufig die Sammlung von Daten, sei es Sichtungen von verschiedenen Tier- oder Pflanzenarten oder die Meldung von Vorkommnissen in der Lebenswelt des Menschen. In manchen Projekten werden auch Meldungen gemacht, die für ein anderes Projekt von Relevanz sein können. Einige Projekte behandeln ein Subthema eines anderen Projekts. So z.B. werden in Projekten, die sich auf eine bestimmte Tier- oder Pflanzenart konzentrieren, auch Daten gesammelt, die für Projekte, die sich mit Biodiversität im Allgemeinen beschäftigen, von Bedeutung sind. Es läge also nahe, derartige Projekte zu kombinieren bzw. eine Kooperation anzubahnen.

Warum sollten Citizen-Science-Projekte kooperieren?

Welche Gründe für oder gegen eine derartige Kooperation zwischen Projekten oder für oder gegen eine Kombination von Projekten sprechen und welche Formen der Kooperation überhaupt möglich sind, standen beim Workshop „‘Kooperieren oder nicht kooperieren?‘ – das ist hier die Frage. Wie kann Zusammenarbeit und Austausch zwischen Citizen-Science-Projekten gelingen?“ während der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 (ÖCSK 2018) im Mittelpunkt.

Workshop zum Thema Zusammenarbeit zwischen Projekten

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Citizen Science: Forschen statt beforscht zu werden

Im Rahmen eines Workshops diskutierten ForscherInnen der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie mit Experten vom Citizen Science Network Austria und der IIASA die Vorteile und Grenzen der Integration von BürgerInnen in Forschungsprojekten. Durchgeführt wurde der Workshop in Kooperation mit der DLE Forschungsservice und Nachwuchsförderung der Universität Wien.

Die Beteiligung von interessierten BürgerInnen am Forschungsprozess eröffnet neue Wege des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft „Daneben ist Citizen Science aber auch als Methode interessant, die bei manchen Fragestellungen – wenn auch nicht bei allen – für die Geowissenschaften, die Geographie und Astronomie Möglichkeiten bietet“, erklärte Dekanin Petra Heinz bei der Eröffnung des Workshops „Exploring Citizen Science“, der am 5. Dezember 2018 an der Fakultät stattfand. Der Workshop ist Teil einer neuen Förderinitiative der Fakultät im Bereich Citizen Science, im Rahmen derer auch drei Vorstudien gefördert werden.

Möglichkeiten und Grenzen

Projektideen für Citizen Science in ihren jeweiligen Forschungsfeldern diskutierten dabei elf WissenschafterInnen der Fakultät mit drei Experten: Daniel Dörler und Florian Heigl vom Citizen Science Network Austria, das an der Universität für Bodenkultur Wien koordiniert wird und in dem die Universität Wien Mitglied ist, sowie Ian McCallum vom Center for Earth Observation and Citizen Science am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA).

Prinzipiell sei Citizen Science als Methode in allen Wissenschaftsbereichen anwendbar, erklärte Daniel Dörler vom Citizen Science Network Austria. „Die Citizens sollten dabei allerdings nicht die Forschungsobjekte sein – also nicht beforscht werden, sondern selber forschen.“ Über die Fördermöglichkeiten von Citizen Science-Projekten informierte Tobias Reckling vom Forschungsservice der Universität Wien.

Diskutiert wurden neben konkreten Projektideen auch die Möglichkeiten, Menschen zu motivieren, an Citizen Science-Projekten teilzunehmen. Dafür sei es zentral zu wissen, wo man seine Zielgruppe findet. Teilweise seien diese bereits in Vereinen oder Vereinigungen organisiert; teilweise seien Medienpartnerschaften eine gute Idee. Auch während des Projektes gelte es, mit den Citizen-Scientists zu kommunizieren: „Um ein Citizen Science Projekt durchzuführen, baut man eine Community auf – und muss auch mit ihr kommunizieren“, betonte Florian Heigl vom Citizen Science Network Austria die Bedeutung von Community Management.

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CSNA Partner: FH Campus Wien

Wir freuen uns in diesem wunderschönen Herbst einen neuen Partner im Citizen Science Network Austria begrüßen zu dürfen. Die FH Campus Wien, welche nun die zweite Fachhochschule in unserem Netzwerk ist, ist die größte Fachhochschule Österreichs. Über 6000 Studierenden bietet die FH Campus Wien verschiedenste Studiengänge in den Bereichen Applied Life Sciences, Technik, Bauen und Gestalten, Public Sector, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft und Soziales an.

Nach einem gemeinsam organisierten erfolgreichen Workshop zu "Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?" und der tollen Organisation der European Researcher's Night, freuen wir uns nun auf die weitere enge Zusammenarbeit im Bereich Citizen Science mit dieser vielfältigen Organisation.

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CSNA Unterstützer: SPOTTERON

Mit SPOTTERON möchten wir heute einen Unterstützer des Citizen Science Network Austria vorstellen, ohne den es Österreich forscht in seiner heutigen Form nicht geben würde.

Ende 2014, als Österreich forscht noch eine selbstgebaute Website war, wurde der Gründer von SPOTTERON darauf aufmerksam. Er verstand unseren Ansatz und wollte ihn unterstützen. Er half uns, die Plattform Österreich forscht in ihre heutige Form zu bringen und die Website für die erste Österreichische Citizen Science Konferenz 2015 zu relaunchen. Seitdem ist SPOTTERON enorm gewachsen: es bietet Apps und Websiten für Citizen Science Projekte an, und einige der Projekte auf Österreich forscht und auch international laufen bereits auf diesem System.

Auch die Konferenzwebsite der ECSA 2018 in Genf oder die Schweizer Citizen Science Plattform Schweiz forscht wurden von SPOTTERON gestaltet und programmiert. Zusätzlich gibt es Videos zu einzelnen Projekten bzw. zu Citizen Science generell. Auch die Clips zu unseren Citizen Science Pub Quizes wurden z.B. von SPOTTERON produziert. Mehr Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

Wir freuen uns sehr, dass wir SPOTTERON als wichtigen Unterstützer gewinnen konnten und freuen uns schon auf die weiterhin gute, zukünftige Zusammenarbeit!

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COST Meeting zu nationalen Citizen Science Strategien

Am 19.3.2018 fand an der Universität Lissabon ein Meeting im Rahmen der COST “Citizen Science to promote creativity, scientific literacy, and innovation throughout Europe” zu nationalen Citizen Science Strategien statt. Citizen Science Akteurinnen und Akteure aus ganz Europa kamen zusammen, um in diesem ganztägigen Workshop herauszufinden, welche Bedingungen es braucht, damit eine nationale Strategie zu Citizen Science entstehen kann. Es waren sowohl Länder vertreten, die bereits eine nationale Strategie besitzen, als auch solche, die noch keine haben bzw. gerade erst eine Strategie entwickeln. In diesem Rahmen nahm ich als Vertreter für das Citizen Science Network Austria und Österreich forscht teil. In diesem Blogbeitrag möchte ich mich vor allem auf die unterschiedlichen Ländersituationen konzentrieren und diese kurz vorstellen: 

In einer ersten Runde wurden in kurzen Präsentationen bereits bestehende Strategien vorgestellt. Katrin Vohland, Vertreterin für die deutsche Plattform Bürger schaffen Wissen, sprach über die Beweggründe des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die Schaffung einer solchen Plattform zu fördern, und was dieser Top-Down Ansatz (also ein Ministerium als Ausgangspunkt für die Organisation der Citizen Science Bewegung in Deutschland) in der konkreten Umsetzung bedeutet. Durch die Positionierung des Ministeriums konnte damit vor allem ein Grünbuch für eine offizielle nationale Strategie für Citizen Science in Deutschland für das Jahr 2020 erreicht werden.

In der nächsten Präsentation konnte ich Österreich forscht als Bottom-Up Initiative von Citizen Science Akteurinnen und Akteuren für Citizen Science Akteurinnen und Akteure dem deutschen Ansatz gegenüberstellen. Während in Deutschland durch vorab definierte Dialogveranstaltungen ein Fahrplan zur Erstellung einer Strategie vorgegeben war, wurde Citizen Science in Österreich vor allem durch die Motivation der einzelnen Mitglieder im Netzwerk geprägt. Durch die Anwendung einer sogenannten Do-ocracy, bei der jedes Mitglied im Netzwerk dieses prägen kann, wenn er bzw. sie bereit ist, Zeit und Arbeit zu investieren, konnte trotz in vielen Bereichen noch fehlender finanzieller Förderung sehr viel erreicht werden. Vor allem die Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte auf Österreich forscht sind ein best-practice Beispiel für die Selbstorganisation dieses Netzwerks. Auch Petra Siegele, Leiterin des Zentrums für Citizen Science, war bei diesem Treffen dabei und konnte vor allem auch Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu offiziellen Positionen des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung beantworten.

Férmin Serrano stellte danach die spanische Bewegung vor, die vor allem durch die Stiftung Ibercivis geprägt wurde. Diese nahm sich schon relative früh dem Thema Citizen Science an. Während in Deutschland und Österreich die Entwicklung hin zu Citizen Science Strategien führte, die unter anderem auch festlegen, was unter dem Begriff Citizen Science verstanden wird, ist in Spanien vor allem die Offenheit für verschiedene Konzepte prägend. Dies ermöglicht es viele Initiativen und Projekte zu versammeln, führt aber auch manchmal zu Schwierigkeiten in der Abgrenzung von Bürgerbewegungen zu Citizen Science.

Christina Luís aus Portugal präsentierte dann auch die Citizen Science Bewegung in einem Land, in dem es keine nationale Strategie und auch kein Citizen Science Netzwerk gibt. In Portugal existieren zwar einige Dutzend Citizen Science Projekte, doch eine Vernetzung zwischen diesen fand bisher noch nicht statt. In einem ersten Projekt konnten verschiedene Stakeholder identifiziert werden, die in Zukunft auch angesprochen werden sollen, wenn es um einen Austausch zu diesem Thema geht. Eine große Hürde für ein solches Netzwerk in Portugal ist vor allem die fehlende Finanzierung. Das portugiesische Wissenschaftssystem leidet sehr unter der Budgetknappheit, die seit der Finanzkrise im ganzen Land herrscht.

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From wood to paper

In den Projekten “Woody Woodpecker” (Sparkling Science) und „Citree“ (Top Citizen Science; citree.net) beschäftigen sich ein Forschungsteam der Universität Innsbruck mit Wachstum, Struktur und Funktion von Holz. Für den Baum erfüllt Holz (unter anderem) wichtige hydraulische Funktionen, weil es den Transport von großen Mengen Wasser aus den Wurzeln bis in die Blätter gewährleistet. In Kooperation mit Vorarlberger Schulen wurde die Struktur und Funktion des Stammholzes entlang von Höhentransekten untersucht und die SchülerInnen dabei in den gesamten wissenschaftlichen Prozess - von Probennahme über Messung bis Datenanalyse - einbezogen.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen, inklusive der mit den SchülerInnen erarbeiteten Datensätze, wurden kürzlich in der peer-reviewten internationalen Fachzeitschrift „Tree Physiology“ unter dem Titel „Robustness of xylem properties in conifers: analyses of tracheid and pit dimensions along elevational transects“ veröffentlicht. In diesem Artikel werden diverse höhenabhängige Veränderungen in der Holzanatomie nachgewiesen. Interessanterweise handelt es sich dabei um Anpassungen an die mit zunehmender Höhenlage geringere  Größe der Bäume und nicht um Effekte der extremeren Umweltbedingungen (z.B. niedrige Temperaturen und kurze Vegetationsperiode). Somit ist auch der Bau des Holzes von Waldgrenzbäumen im Wesentlichen auf eine hydraulische Optimierung ausgerichtet.

 Dieses Beispiel zeigt, dass Citizen Science Ansätze zu relevanten wissenschaftlichen Publikationen – „Tree Physiology“ belegt Rang 2 von 64 gelisteten Zeitschriften im Bereich „Forestry“- führen können. In diesem Fall wurde die notwendige Qualität und Reproduzierbarkeit der durch die SchülerInnen erfassten Daten durch die Definition einer strikten und in jedem Einzelschritt nachprüfbaren Sequenz von Arbeitsschritten sichergestellt. So war es möglich, den gesamten Analysevorgang von der Entnahme von Holzbohrkernen über die Herstellung mikroskopischer Präparate und die Erstellung von Aufnahmen bis zur Durchführung der automatisierter Bildanalyse zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reproduzieren. Für die WissenschaftlerInnen ermöglichte die Beteiligung der SchülerInnen ein Mehr an Proben und Standorten.

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Habichtskauz trifft GeoMaus – Kooperation zwischen Projekten

Blogbeitrag: Habichtskauz trifft GeoMaus – Kooperation zwischen Projekten

Mit einer Spannweite von bis zu 125cm ist der Habichtskauz die größte waldbewohnende Eule in Österreich. Heute sind die Begegnungen mit diesen Eulen ein Glücksfall, denn der Habichtskauz verschwand vor rund 50-70 Jahren aus den österreichischen Wäldern. Neben ungewöhnlich kurzen Fluchtdistanzen und damit einhergehenden Abschüssen, wurde die Intensivierung der Waldbewirtschaftung den Käuzen zum Verhängnis. Durch eine frühere Entnahme der Bäume aus dem Wald verblieben immer weniger uralte Baumriesen mit ausreichend großen Baumhöhlen auf die der Habichtskauz zur Jungenaufzucht angewiesen ist. Im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes am Alpennordrand werden seit dem Jahr 2009 wieder junge Eulen in die österreichischen Wälder entlassen. Mit Erfolg: mehr als 60 Käuze sind bisher im Freiland ausgeflogen.

Heute stehen Eulen und Greifvögel unter Schutz und durch die Montage von rund 400 Nistkästen in Zusammenarbeit mit diversen Grundeigentümern in Wirtschaftswäldern stehen die Chancen auf eine Rückkehr des großen „Urwaldbewohners“ in Österreich gut. Bei der Erfolgskontrolle des Projektes spielen die Nistkästen neben anderen Methoden eine wichtige Rolle. Mittels Seilklettertechnik werden die Kästen in Höhen von 5 bis 25 Metern befestigt. Im Frühjahr werden die Nistkästen mehrmals kontrolliert und die Ergebnisse in einer Datenbank zusammengeführt. Über einen Spiegel, der im Einflugloch des Kastens montiert ist, sind Einblicke in den Nistkasten vom Boden möglich ohne die Brut der Käuze zu stören. Rund 50 Personen helfen als ehrenamtliche Nistkastenbetreuer mit und behalten im Lauf einer Brutsaison einen oder mehrere Standorte im Auge. Ohne die Hilfe dieser Citizen Scientists wäre eine komplette Kontrolle aller Nistkästen nicht mehr möglich.

Bei der zweiten Österreichischen Citizen Science Konferenz 2016 in Lunz am See traf nun das Habichtskauz Team auf Dr. Christine Blatt vom Projekt GeoMaus (www.kleinsaeuger.at). Bekanntlich ist das Verhältnis zwischen Eulen und Kleinsäugern eher angespannt. Die bevorzugte Nahrung der Käuze in Form von Wald- und Rötelmäusen stellt die Verbindung dieser beiden Projekte dar. Unsere Bekanntschaft erwies sich allerdings als sehr produktiv! Bei der Kontrolle der Nistkästen werden unterhalb bzw. in der Nähe oftmals Gewölle gefunden. In diesen von Eulen hochgewürgten unverdaulichen Nahrungsresten finden sich neben Haaren und Federn auch Knochen – diese Knochen lassen sich mit Expertenwissen unterschiedlichen Kleinsäugern zuordnen. Das Team von GeoMaus analysiert nun als Folge dieses Treffens derzeit Gewölle aus dem Habichtskauz Projekt.

Wie profitieren die beiden Projekte von dieser Zusammenarbeit? Wir vom Habichtskauz Projekt freuen uns genauer zu erfahren, wovon sich unsere Käuze ernähren. Das GeoMaus Team erhält verortete Nachweise diverser Mäuse, denn bei jedem Gewölle wird notiert wo es genau gefunden wurde. Natürlich fliegen die Eulen ihre Jagdflüge nicht nur genau dort, wo die Gewölle gefunden werden. Doch allzu weit ist es meistens nicht. Wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse und freuen uns sehr über die Kooperation!

Falls auch Sie interessiert sind, als NistkastenbetreuerIn im Habichtskauzprojekt tätig zu sein, freuen wir uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! über Ihre Anfrage!

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Wildtiere in Wien wird StadtWildTiere.at

Wildtiere in Wien wird StadtWildTiere.at

Der Onlineauftritt des Projektes "Wildtiere in Wien" erfährt heute einen Relaunch. In Kooperation mit "Wiener Wildnis" widmet sich StadtWildTiere.at in einem Schwerpunkt den Füchsen in Wien. Wo halten sich die meisten Füchse in Wien auf? Zu welcher Uhrzeit werden die meisten Füchse beobachtet? Wer begegnet Meister Reineke? Helfen Sie mit diese und weitere Fragen zu klären und melden Sie ihre Begegnung mit dem Rotfuchs in und um Wien!

Generell beschäftigt sich StadtWildTiere.at aber mit allen in Wien vorkommenden Säugetieren und freut sich über jede Meldung! Sie haben ein Wildtier gesehen und möchten mehr über die Art erfahren und Ihre Beobachtung mit anderen teilen? Sie haben ein totes oder verletztes Wildtier gefunden und fragen sich was zu tun ist? Ein Dachs durchwühlt nachts ihren Garten? Dann möchte Sie StadtWildTiere.at informieren, aufklären und dazu einladen Ihre Wildtierbegegnungen zu melden und somit ihr Wissen in ein wissenschaftliches Projekt einzubringen.

Schauen Sie doch noch heute auf der neuen Website vorbei und werden Sie Teil dieses aufregenden Projektes!

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