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Roadkill Citizen Scientists VI – Nikolaus Filek

Roadkill Citizen Scientists VI – Nikolaus Filek pixabay Lizenz tuku (https://bit.ly/2ZhBNg9)

Mein Name ist Nikolaus (Niki) Filek, ich bin Biologe, genauer gesagt Zoologe.

Die letzten 8 Jahre meines Lebens habe ich im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel, einerseits als Exkursionsleiter, andererseits als Projektangestellter verbracht.

Nun werde ich einen neuen Weg einschlagen, doch möchte ich gerne noch einmal rückblickend sinnieren, denn die Natur im Nordburgenland wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.

Es gab erfreuliche und weniger erfreuliche Momente, speziell in Sachen Naturschutz und wie dieser (nicht) angewandt wird. Selbst einem Nationalpark stehen in dieser so wichtigen Angelegenheit oft keine Mittel zur Verfügung und so musste ich schnell erkennen, dass mein eigenes Engagement gefragt ist.

Was konnte also getan werden? Viele Tage in der Woche pendelte ich mit dieser Frage auf der Zunge zwischen Wohnungstür und Arbeitsplatz. Jede Fahrt musste ich trauriger Zeuge unzähliger Todesfälle sein und ich konnte es kaum glauben, aber Feldhasen, Igel, Hamster, Ziesel, Marder, Rehe, unzählige Amphibien & Reptilien und verschiedene Vogelarten habe ich mittlerweile auf meiner langen 'Tier-Parte' stehen, noch ganz zu schweigen von den x-tausend Insekten, die ich durch mein Autofahren selbst auf dem Gewissen habe.

Ich wollte den Tieren etwas zurückgeben und kam so auf die App ‚Roadkill' zurück, von der ich bereits in meiner Universitätslaufbahn Wind bekommen habe. Mein Bestreben galt darin, die täglichen (oder besser nächtlichen) Todesopfer auf der L205 aufzuzeigen!

Der einfache Gedanke war, dass bei mindestens einem Todesopfer pro Tag sich doch eindeutig etwas ändern muss!

Schließlich wurde nach dem tödlichen Unfall zweier menschlicher Verkehrsteilnehmer in kürzester Zeit eine Tempo70 Zone auf der Landstraße erlassen. Die mehr als 250 tödlichen, von mir gemeldetet Unfälle tierischen Ursprung blieben bisher leider ohne Folgen oder Konsequen, doch genau das würde ich mir von dem Projekt erwarten.

Es muss damit möglich sein Tempolimits an gewissen Streckenabschnitte zu installieren!

Ich selbst bin kein besonders langsamer Autofahrer, doch in unserer gehetzten und hastigen Zeit, wäre es vielleicht gar nicht verkehrt, ein wenig Tempo aus unseren Segeln bzw. Autos zu nehmen und anstelle des Bestrebens immer schneller, größer und besser zu sein ein wenig bedachter und behutsamer mit uns und unserer Umwelt umzugehen.

Es wäre mir wichtig, wenn sich durch das beherzte Miteinander unterschiedlichster Akteure mittels dieser tollen App auch Sachverhalte ändern! Die Daten sollen, ja müssen sogar dazu beitragen, dass der Verkehr angepasst wird.

Wir Menschen dürfen uns nie über den Hasen, den Frosch oder den Schmetterling stellen, die wir überfahren…einfach überfahren und tot zurück lassen...

Ich denke das Projekt ‚Roadkill' ist mit all seinen leidenschaftlichen Mitgliedern auf einem sehr guten Weg hier etwas zu ändern, die Welt ein klein wenig besser zu machen. 

CSNA Partner: Alpen-Adria Universität Klagenfurt
Citizen-Science Projekte bei der European Research...

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