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Wildtieren auf der Spur - wer kennt seine „wilden Nachbarn“ genau?

Wiedehopf (C) Frank Vassen / flickr.com (CC BY 2.0)

Die Natur vor der Haustüre ist uns meist gut bekannt. Grünflächen und Wälder, Flüsse und Weiher besuchen wir Menschen so oft es geht, um uns an der Natur und ihren Bewohnern zu erfreuen. Aber kennen wir unsere „wilden Nachbarn" wirklich? Wissen wir, welches Wildtier tagsüber durch die Straßen streift oder des Nachts still und leise unseren Garten erkundet? Viele der „wilden Nachbarn" leben versteckt, sind nachaktiv oder weichen uns Menschen aus. Die Citizen Science - Projekte Wilde Nachbarn und StadtWildTiere der Österreichischen Vogelwarte - Außenstelle Seebarn der Veterinärmedizinischen Universität Wien möchten mit der Unterstützung der Bevölkerung diese heimlichen Siedlungsbewohner sichtbar und erlebbar machen – am Tag und in der Nacht.

Es gibt viel zu entdecken…

Der Großteil der Bevölkerung Österreichs lebt in Städten und deren Ballungsräumen. Die „urbane Natur" mit ihren Wildtieren und Pflanzen bietet im eigenen Garten, auf dem Weg zur Arbeit oder Schule viel Spannendes und Faszinierendes zu entdecken. Menschliche Siedlungen sind für zahlreiche Tiere ein hervorragender Lebensraum mit konstantem Nahrungsangebot, milderem Klima, bester Deckung und wenigen Feinden. 

Rauchschwalbe (C) Ralf Ottman / wikimedia commons (CC BY-SA 3.0)

Ein wichtiges Ziel für das Projektteam ist, die Bevölkerung für die Natur vor ihrer Haustüre zu sensibilisieren und damit ein gutes Zusammenleben zwischen Mensch und Wildtier zu ermöglichen. Natur- und Freiräume spielen für die menschliche Lebensqualität eine wichtige Rolle. Die gesammelten und analysierten Daten der Citizen Scientists ergeben eine Grundlage, um Wildtiere in Städten, Agglomerationen und Dörfern gezielt zu schützen.

Alle Beobachtungen zu Wildtieren, werden über die Projektseiten Wilde Nachbarn und StadtWildTiere gesammelt.

Im Online-Meldeformular können neben dem Fundort und der Tierart folgende Angaben gemacht werden:

  • Grund für die Meldung: z.B. Sichtung des Wildtieres oder eines Todfundes
  • Hinweise zur Beobachtung selbst: z.B. Beobachtung eines Wildtieres, eines Baues/Nestes oder die akustische Wahrnehmung eines Rufes
  • Ergänzende Informationen: z.B. die Fellfarbe eines Eichhörnchens oder die Anzahl besetzter und nicht-besetzter Nester bei Rauchschwalben

Registrierte Citizen Scientists haben zudem die Möglichkeit, Bildmaterial zu ihrer Beobachtung hinzufügen. Dies ermöglicht dem Forscherteam eine eindeutige Artbestimmung und erhöht die Qualität der Daten.

Das Projekt StadtWildTiere wurde von der Arbeitsgemeinschaft SWILD - Stadtökologie, Wildtierforschung und Kommunikation in Zürich/Schweiz entwickelt und am 2. Okt. 2013 dem neu gegründeten Verein StadtNatur übergeben. Als Schwesterprojekt der StadtWildTiere wurde das Projekt Wilde Nachbarn im März 2019 ins Leben gerufen.

Wir wünschen Ihnen viele interessante Wildtierbeobachtungen und freuen uns auf Ihre Beobachtungen über die Projektplattformen Wilde Nachbarn und StadtWildTiere!

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