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Citizen Science im Österreichischen Aktionsplan für den Europäischen Forschungsraum

Citizen Science im Österreichischen Aktionsplan für den Europäischen Forschungsraum Dominik Wiktorowicz, Pixabay Lizenz (https://pixabay.com/de/photos/flagge-europa-union-einheit-6698809/)

Um eine gemeinsame europäische Forschungspolitik zu etablieren und einen Binnenmarkt für Wissen zu schaffen, setzte sich die Europäische Kommission im Jahr 2000 zum Ziel, einen Europäischen Forschungsraum (European Research Area, kurz ERA) zu schaffen. Dies ist seit dem Vertrag von Lissabon 2009 auch im EU-Primärrecht verankert. Ziel des Europäischen Forschungsraumes ist es allgemein, Forschung und Innovation in Europa zu fördern. Dafür wurden in der ERA Policy Agenda 2022-2024 konkrete Aktionen (Maßnahmenpakete) erarbeitet, die durch die EU-Mitgliedsstaaten national umgesetzt werden sollen. 

In Österreich wurde daher ein Österreichischer Aktionsplan für den Europäischen Forschungsraum (ERA-NAP) 2022-2025 vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) sowie weiteren Ressorts und Stakeholdern erarbeitet. Dieser enthält 12 Initiativen zur nationalen Umsetzung der ERA Policy Agenda 2022-2024.

Eine dieser Initiativen ist, das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken und Bürger*innen verstärkt in Wissenschaft und Forschung einzubinden – dies soll durch Citizen Science erreicht werden. Die Umsetzung der Initiative soll durch verschiedene Maßnahmen erfolgen:

  • die Teilnahme am Projekt „Plastic Pirates go Europe", ein Pilotprojekt im Rahmen von Horizon Europe (auf Österreich forscht gelistet und von der Universität für Bodenkultur Wien durchgeführt)*, 
  • die Teilnahme an der „Mutual Learning Exercise" (MLE) zu Citizen Science,
  • die Finanzierung diverser Citizen Science Projekte, sowie
  • die Kofinanzierung der European Citizen Science Association (ECSA) Konferenz 2024.

Diese Maßnahmen sollen unter anderem die transnationale Zusammenarbeit in Citizen Science stärken, den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Erkenntnissen erleichtern und Österreich als Hub für Citizen Science in Europa positionieren. Allgemeines Ziel der Initiative ist, nationale Akteur*innen aufbauend auf bestehenden Netzwerken, wie etwa dem Citizen Science Network Austria, besser zu vernetzen. Als Stakeholder werden im Aktionsplan zudem explizit die Universität für Bodenkultur Wien als Koordinatorin von Österreich forscht sowie das Citizen Science Network Austria angeführt.

Insgesamt ist die Einbindung von Citizen Science in den nationalen ERA-Aktionsplan ein wichtiger Schritt hin zu einer stärkeren Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft in Österreich. Österreich forscht bietet hierbei eine wichtige Plattform, um diese Zusammenarbeit zu fördern und neue Impulse zu setzen. Wir bleiben also gespannt, welche neuen Erkenntnisse und Lösungsansätze in Zukunft durch die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entstehen werden, sowohl österreich- als auch europaweit.

Citizen Science Seminar: SoilPlastic
[Radio] Geburtstagsspecial: Citizen Scientists am ...

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