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PPIE: Ideen gehören in die Box! Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft sammelt ab sofort Ihre Ideen für neue Forschungsprojekte zum Thema Gesundheit

image_collage_Antoni_20210419-141819_1 © LBG OIS Center

Irgendwie forscht jede/r an der eigenen Gesundheit – welcher Tee den Darm beruhigt, bei welchem Blütenstand die Augen tränen, all das versammelt sich zum individuellen Nachschlagewerk für den Ernstfall. Doch was ist mit jenen persönlichen Fragen, auf die es keine Antwort gibt, weder von ÄrztInnen, noch von Dr. Google? Ein ehrgeiziges Projekt der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) schafft hier Abhilfe: Menschen mit ungelösten Gesundheitsproblemen oder auch nur eigenen Beobachtungen sind aufgerufen, sich in der Forschung zu engagieren.

In einem groß angelegten Crowd-Sourcing-Projekt werden ab sofort Fragen zu ungelösten Gesundheitsproblemen, eigenen Krankheitsverläufen, aber auch alltäglichen Gesundheitsproblemen gesammelt. Auf der Website der Ideenbox sind alle Beiträge erlaubt und erwünscht, eine Ideenbox-Knowledge-Map macht alle Eingänge sichtbar. Ab September 2021 sollen sich auch Boxen an frei zugänglichen Orten wie Museen oder Bibliotheken mit Ideen zu Forschungsprojekten füllen.

Die Inhalte der Boxen werden bis zum Frühjahr 2022 von BürgerInnen gemeinsam mit WissenschaflerInnen der LBG in Workshops erfasst, ausgewertet und gewichtet. Netzwerkveranstaltungen mit Institutionen der gewählten Fachgebiete folgen.

Patient and Public Involvement and Engagement (PPIE) ist ein Werkzeug der Open Innovation in Science der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Der Ansatz dazu kommt aus den USA, genauer von der Universität Harvard. BürgerInnen werden bei der Suche nach Antworten auf medizinische Fragen eingebunden. Die LBG hat mit dieser neuartigen Methode bereits eine Kampagne zur psychischen Gesundheit erfolgreich abgewickelt und Fragen und Beobachtungen in institutionelle Forschung gegossen.

Alle Gesundheitsthemen sind in der Ideenbox erlaubt und erwünscht. So können etwa alltägliche Gesundheitsprobleme eingeworfen werden. Beobachtungen an eigenen Krankheitsverläufen, zu denen es unterschiedliche medizinische Bewertungen gibt, können ebenfalls wertvolle Grundlage neuer Lösungsansätze sein.

Die Einbindung von Menschen, die kein akademisches Medizinwissen haben, sich aber für Forschung interessieren, macht Gesundheitsforschung nicht nur demokratischer – sie stellt auch sicher, dass wertvolles Erfahrungswissen nicht verloren geht.

Mehr Informationen zur Ideenbox





Proceedings der Österreichischen Citizen Science K...
naturbeobachtung.at – Faktoren für einen erfolgrei...

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Kommentare 5

Daniel Dörler am Mittwoch, 21. April 2021 07:12

Eine sehr tolle und spannende Idee! Bekomme ich dann auch Rückmeldung, wenn es vielleicht schon eine Antwort auf meine Frage gibt bzw. wenn die Idee schon beforscht wurde?

Eine sehr tolle und spannende Idee! Bekomme ich dann auch Rückmeldung, wenn es vielleicht schon eine Antwort auf meine Frage gibt bzw. wenn die Idee schon beforscht wurde?
Chiara Cardelli am Donnerstag, 22. April 2021 10:35

Es wird ein Feedback in den Workshops geben, aber keine systematische Antwort auf jeden Beitrag für die Bürger*innen, die nicht an den Workshops teilnehmen. Die Ergebnisse auf Open Knowledge Map werden aber von uns in der wissenschaftlichen Community verbreiten, und Wissenschaftler*innen können über eine anonymisierte E-Mail an den Bürger*innen direkt und unabhängig von uns auf einen Beitrag antworten.

Es wird ein Feedback in den Workshops geben, aber keine systematische Antwort auf jeden Beitrag für die Bürger*innen, die nicht an den Workshops teilnehmen. Die Ergebnisse auf Open Knowledge Map werden aber von uns in der wissenschaftlichen Community verbreiten, und Wissenschaftler*innen können über eine anonymisierte E-Mail an den Bürger*innen direkt und unabhängig von uns auf einen Beitrag antworten.
Daniel Dörler am Donnerstag, 22. April 2021 10:41

Ok, vielen Dank für die rasche Antwort!

Ok, vielen Dank für die rasche Antwort! :)
Florian Heigl am Mittwoch, 28. April 2021 14:17

Kann ich auch z.B. ein ganzes Gebiet einsenden, wo ich mir denke, dass es noch viel zu wenig geforscht wurde? Oder vielleicht auch, wo ich weiß, dass es bereits Forschung dazu gibt, aber ich mir wünschen würde, dass die jüngsten Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden?

Kann ich auch z.B. ein ganzes Gebiet einsenden, wo ich mir denke, dass es noch viel zu wenig geforscht wurde? Oder vielleicht auch, wo ich weiß, dass es bereits Forschung dazu gibt, aber ich mir wünschen würde, dass die jüngsten Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden?
Chiara Cardelli am Montag, 03. Mai 2021 11:56

Ja, auch ein ganzes Gebiet kann vorgeschlagen werden, wenn es in Form eines Gesundheitsproblems formuliert wird: welches konkrete Problem von Menschen soll diese fehlende Forschung lösen? Und ja, auch eine Forschung, die nicht angewendet wird: welches Problem könnte ihre Anwendung lösen?

Ja, auch ein ganzes Gebiet kann vorgeschlagen werden, wenn es in Form eines Gesundheitsproblems formuliert wird: welches konkrete Problem von Menschen soll diese fehlende Forschung lösen? Und ja, auch eine Forschung, die nicht angewendet wird: welches Problem könnte ihre Anwendung lösen?
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