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Call for Papers: Inklusion und Exklusion in Citizen Science

Call for Papers: Inklusion und Exklusion in Citizen Science Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/

Für die Konferenz STS Graz 2022 können für unser Panel zum Thema Inklusion und Exklusion in Citizen Science noch Abstracts für Beiträge eingereicht werden. Die Konferenz wird von 2. - 4. Mai 2022 in Graz stattfinden.

Einreichfrist: 21. Januar 2022 31. Jänner 2022

Grundsätzlich ist weitgehend unklar, welche Versprechen der Citizen Science in Bezug auf Inklusion und demokratische Partizipation erfüllt werden können, da trotz ihrer zunehmenden Popularität keine Einigkeit darüber besteht, was der Begriff umfasst. Folgen wir der breiten Auffassung der Europäischen Kommission, kann es sich dabei um Hilfstätigkeiten in wissenschaftlichen Projekten, projektgestützten Schulunterricht, Mitgestaltung von Forschungspolitik, Zurverfügungstellen von Rechenkapazitäten, Amateurwissenschaft und anderes mehr handeln. Bislang gibt es wenig systematische Forschung darüber, wer sich an Citizen-Science-Projekten beteiligt (vgl. 2016, Pandya & Dibner 2018, Burgess et al. 2017), allerdings dürften laut Pandya & Dibner auch in der Citizen Science kumulative Effekte zugunsten von Personen aus der Mittelschicht zu beobachten sein. So gesehen ist es schwierig, die Frage zu beantworten, wie inklusiv Citizen Science ist. Wie können wir also die Versprechen in Bezug auf Inklusion und Partizipation generell überprüfen?
Dieses Panel hat zum Thema den Nexus von Wissenschaftler:innen und Öffentlichkeit in Open Science und Citizen Science. Zu den möglichen Fragen gehören:

  • Wer ist tatsächlich an Citizen Science-Aktivitäten beteiligt? Was charakterisiert diese Teilnehmer:innen?
  • Wer sind die "Bürger:innen"? Können wir Citizen Science, die von Industriegeldern abhängig ist, noch als solche bezeichnen?
  • In welchen Rollen werden die verschiedenen Teilnehmer:innen von den Projektträger:innen dargestellt? Welche Personen werden vorgestellt?
  • Wann ist es bei der Entscheidungsfindung in der Forschung oder beim Agenda-Setting in der Wissenschaftspolitik wünschenswert und wann nicht wünschenswert, dass Bürger:innen beteiligt werden? Wann würde es betroffenen Gruppen eine Stimme geben, wann würde es mächtigen Gruppen erlauben, die Forschung unverhältnismäßig stark zu beeinflussen?

Für das Panel interessant sind Beiträge, die theoretische Perspektiven zu Inklusion und Exklusion in Citizen Science sowie empirische Studien zum Thema des Panels bieten.

Eine etwas ausführlichere Beschreibung des Panels findet sich unter https://stsconf.tugraz.at/calls/sessions-in-open-science/.

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