Florian Heigl - Citizen-Science.at

Citizen Science

Citizen Science wird weltweit unterschiedlich definiert. Einen Überblick der Konzepte und Ideen finden Sie unter "Was ist Citizen Science?"

 

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Florian Heigl

Dienstag, 30 Oktober 2018 10:15

Stadt-Land-Kind

Eine intergenerative Ethnographie zu Sehnsuchtsbildern vom Land

Ausgehend von der europaweit einzigartigen Fotosammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde untersucht das Forschungsprojekt „Stadt-Land-Kind“ den Mythos vom besseren Leben auf dem Land aus einer intergenerativen Perspektive. Im Dialog mit Wissenschaftler_innen erforschen Schüler_innen gängige Stadt-Land-Konstruktionen und entsprechende Bild- und Bedeutungsproduktionen im Austausch mit Groß-/Elterngenerationen. Mit welchen Bildern „schreiben“ wir unsere Geschichte vom Land? Und welche gesellschaftlichen Entwürfe und (Zukunfts-)versprechen werden in diesen Bildern verhandelt? lauten die forschungsleitenden Fragen.

Ziel ist zum einen die Dekonstruktion gängiger Authentizitätsvorstellungen, wie sie sich Tourismus-, Produkt-, und Politikinszenierungen mit Bildern vom Land heute zu Nutze machen. Zum anderen zielt das Projekt auf eine Aktualisierung der Erinnerungen zum ländlichen Österreich durch a) das kritische Hinterfragen historisch und kulturell konstruierter Sehnsuchtsmotive, durch b) das Generieren neuer multi-perspektivischer Bilder sowie durch c) das kollektive Ausstellen und Vermitteln. Der transdisziplinäre kulturwissenschaftliche Ansatz führt Stränge der Visual and Sensory Ethnography, der Design- und Alltagsforschung sowie der Museologie gewinnbringend zusammen. Im ethnographischen Forschungsprozess mit den Schüler_innen kommen Fokusgruppen als intergenerative Bildgespräche, Forschungs-Postkarten und Fotoexpeditionen zur aktiv-reflexiven Bildproduktion zum Einsatz.

Während für die Wissenschaft der Benefit in der Analyse und Aktualisierung der visuellen/materiellen Kulturen mit der Bevölkerung liegt, zeigt sich der bildungspolitische Impetus in der Auseinandersetzung mit einem offenen Heimatbegriff und der Erweiterung von Visual Literacies bei den Schulkindern und deren Familien. Neben begleitenden Expert_innenworkshops findet das Projekt mit einer finalen Ausstellung im Volkskundemuseum Wien seine Öffentlichkeit (5.4. bis 2.6.2019).

„Stadt-Land-Kind“ ist ein Forschungsprojekt der Akademie der bildenden Künste Wien in Kooperation mit dem Labor für empirische Bildwissenschaft der Universität Wien, dem Volkskundemuseum Wien, dem Werkraum Bregenzerwald, der VS Rastenfeld, der NMS Kals am Großglockner und der Werkraumschule Bregenzerwald. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gefördert.

Team:

Martina Fineder, Paul Reiter (Akademie der bildenden Künste Wien)
Luise Reitstätter, Mark Elias Napadenski (Universität Wien)
Herbert Justnik, Astrid Hammer, Katharina Zwerger-Peleska (Volkskundemuseum Wien)
Iris Ranzinger (Fotografie, digitale Bilder, Archive)

Projektlaufzeit:

01.09.2017 – 31.05.2019

Projektpartner:

 CReA Logo logo akademie der bildenden kAnste wien  logo vkm  logo de 72dpi rgb sparkling science 
Donnerstag, 18 Oktober 2018 16:31

CSNA Partner: FH Campus Wien

Wir freuen uns in diesem wunderschönen Herbst einen neuen Partner im Citizen Science Network Austria begrüßen zu dürfen. Die FH Campus Wien, welche nun die zweite Fachhochschule in unserem Netzwerk ist, ist die größte Fachhochschule Österreichs. Über 6000 Studierenden bietet die FH Campus Wien verschiedenste Studiengänge in den Bereichen Applied Life Sciences, Technik, Bauen und Gestalten, Public Sector, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft und Soziales an.

Nach einem gemeinsam organisierten erfolgreichen Workshop zu "Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?" und der tollen Organisation der European Researcher's Night, freuen wir uns nun auf die weitere enge Zusammenarbeit im Bereich Citizen Science mit dieser vielfältigen Organisation.

Donnerstag, 04 Oktober 2018 07:09

peer-review und Citizen Science

Mit zunehmender Informationsmenge, die von Citizen Scientists erzeugt wird, sind bewährte Verfahren erforderlich, die über die Wissenschaftskommunikation hinausgehen und diese Ergebnisse auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft veröffentlichen. Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen bei der Veröffentlichung von Ergebnissen aus Citizen Science-Projekten in peer-reviewed Journalen, wie sie an der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 in einer Vortragsreihe vorgestellt wurden. In diesem Artikel werden die Auswahlkriterien für die Veröffentlichung von Citizen Science-Daten in Open-Access-, Peer-Review- und wissenschaftlichen Zeitschriften sowie Barrieren während des Veröffentlichungsprozesses behandelt. Wir skizzieren auch Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit der Veröffentlichung mit CS-Daten beeinflussen, einschließlich 1) der Finanzierung der Publikationskosten für open access; 2) Qualität, Quantität und wissenschaftliche Neuartigkeit von CS-Daten; 3) Empfehlungen zur Anerkennung der Beiträge von Citizen Scientists in wissenschaftlichen, peer-reviewed Publikationen; 4) Präferenz der Citizen Scientists für die praktische Erfahrung gegenüber der Veröffentlichung und 5) Befangenheit unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für bestimmte Datenquellen und den wissenschaftlichen Fachjargon. Diese Erfahrungen zeigen, dass die Beseitigung der oben genannten Hindernisse die Rate der in wissenschaftlichen Publikationen enthaltenen CS-Daten erheblich erhöhen könnte.

Der Originalartikel ist frei zugänglich unter: https://jcom.sissa.it/archive/17/03/JCOM_1703_2018_L01

 

Dienstag, 25 September 2018 08:16

Tagungsort

Tagungsort

Die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz findet im Rahmen des 350 Jahre Jubiläums der Universität Innsbruck im Universitätszentrum Obergurgl statt.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der Bahn können Sie bis Ötztal Bahnhof fahren, dort steigen Sie um in den Bus Richtung Obergurgl. Das Universitätszentrum Obergurgl liegt ca. 5-7 Gehminuten von der Endstation (Obergurgl Zentrum) des Busses entfernt. Fahrplanauskünfte erhalten Sie bei der ÖBB: www.oebb.at

  • Die Konferenzzeiten sind auf die Anreise mit der Bahn abgestimmt.
  • Anreise von Wien
    Railjet Wien Hauptbahnhof (6:30 Uhr oder 7:30 Uhr) über Ötztal Bahnhof nach Obergurgl Zentrum (13:01/13:41).
  • Abreise von Obergurgl
    (13:45 Uhr) nach Wien Hauptbahnhof (20:30 Uhr).

Umliegende Unterkünfte

Bitte beachten Sie die besondere Lage in Obergurgl. Wir empfehlen ihnen eine Zimmerbuchung in den umliegenden Unterkünften, damit Sie entspannt die Konferenz zu Fuß erreichen können.

Größere Karte anzeigen

Auswahl an Unterkünften

Universitätszentrum Obergurgl

Gaisbergweg 5
6456 Obergurgl

+43 512 507-37201
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www.uz-obergurgl.at

Hotel Garni Schönblick

Gaisbergweg 18
6456 Obergurgl

+43 5256 6251
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www.schoenblick-obergurgl.at

Das Hochegg

Gaisbergweg 12
6456 Obergurgl

+43 5256 6272
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www.hochegg.at

Haus Elisabeth

Gaisbergweg 9
6456 Obergurgl

+43 5256 6257
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www.elisabeth-obergurgl.com

Haus Aktiv

Gaisbergweg 11
6456 Obergurgl

+43 5256 6322
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www.haus-aktiv.com

Montag, 24 September 2018 18:54

Kontakte & Organisation

Die Organisation der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2019 ist in zwei Bereiche gegliedert. Für die Organisation vor Ort ist die Universität Innsbruck hauptverantwortlich, für die wissenschaftliche Qualität der Konferenz garantiert das unten stehende Organisationskommitee.

 

Vor-Ort Organisation in Obergurgl

Florian Westreicher & Isolde Erricher König

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Innrain 52c, Josef-Moeller-Haus, A 6020 Innsbruck

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+43 512 507-32013

Organisationskommittee

  • Daniel Dörler (Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien)
  • Isolde Erricher-König (Universität Innsbruck)
  • Florian Heigl (Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien)
  • Stefan Mayr (Universität Innsbruck)
  • Johannes Rüdisser (Universität Innsbruck)
  • Veronika Schaffer (Universität Innsbruck)
  • Klaus Schallhart (Universität Innsbruck)
  • Petra Siegele (Zentrum für Citizen Science, OEAD)
  • Tiina Stämpfli (Schweiz forscht, Science et cité)
  • Susanne Tönsmann (Partizipative Wissenschaftsakademie an der Universität Zürich und ETH Zürich)
  • Katrin Vohland (Bürger schaffen Wissen, Museum für Naturkunde Berlin)
  • Maike Weißpflug (Bürger schaffen Wissen, Museum für Naturkunde Berlin)
  • Florian Westreicher (Universität Innsbruck)
  • Alexander Zainzinger (Universität Innsbruck)

Kontakt:

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+43 512 507-32013

Die Konferenz wird organisiert durch

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 BsW Logo m Claim 4c 01  Logo Schweiz Forscht RGB d  PWA key visual mit Titel
Montag, 24 September 2018 18:43

Grenzen und Übergänge

Im Sommer 2019 macht die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz in Tirol Station. Die Universität Innsbruck und das Citizen Science Network Austria laden nach Obergurgl, wo sich die Citizen Science Community vom 26.–28. Juni unter dem Motto "Grenzen und Übergänge" auf über 2000m versammelt.

Warum haben wir uns für das Motto “Grenzen und Übergänge” an diesem Tagungsort entschieden?

Kaum ein anderer Ort ist für die Frage nach den Grenzen von Citizen Science so geeignet wie Obergurgl. Durch seine geografische Lage an politischen wie natürlichen Grenzen inspiriert der Ort dazu Citizen Science auszuloten. In und um Obergurgl lassen sich verschiedenste Grenzen und Übergänge finden und man kann den Umgang mit diesen Schnittstellen eingehend kennenlernen. Viele Grenzen sind in Obergurgl präsent, wie die Schneegrenze, die Waldgrenze, eine Staatsgrenze oder auch die Baumgrenze. Wir verstehen diese Grenzräume nicht nur als Begrenzung, sondern auch als Bereiche des Übergangs und des Austausches. In diesem Umfeld möchten wir nun diskutieren wie man die Grenzen und Übergänge in Citizen Science zu anderen Methoden und Disziplinen am besten gestaltet und möglicherweise auch die Grenzspannungen positiv für sich nutzt?

  • Was sind die Grenzen von bzw. in Citizen Science?
  • Darf Citizen Science alles?
  • Wer bestimmt was Citizen Science darf?
  • Was will Citizen Science bzw. was will es nicht?
  • Was kann man TeilnehmerInnen anbieten, was nicht?
  • Welche Beispiele für Grenzen in Citizen Science (Projekten) gibt es?
  • Was sind Übergänge in Citizen Science?
  • Welche Schnittstellen ergeben sich in Citizen Science Projekten?
  • Sind Übergänge Chancen oder Hindernisse und wie können diese genutzt oder überwunden werden?
  • Welche Beispiele für Übergänge gibt es?

Wir freuen uns diese und weitere spannende Fragen mit Ihnen bei der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2019 diskutieren zu dürfen.

Montag, 24 September 2018 18:00

Call for Proposals

Der Call for Proposals endete am 15. November. Sie finden ab 30. November das vollständige Programm unter diesem Link: https://www.citizen-science.at/konferenz/programm

 

 

 

Call for Proposals

Wir freuen uns in diesem einstufigen Call for Proposals auf Ihre Einreichungen für Vorträge, Poster, Workshops, Citizen Science Slams oder eine Citizen Science Action. Bitte finden Sie am Ende dieses Absatzes und nocheinmal am Ende dieser Seite den Link zum Einreichformular. Für die Einreichung werden Sie im Einreichformular gebeten, einen Titel (max. 100 Zeichen inkl. Leerzeichen) und einen Abstract (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen) einzugeben.

Wir bitten Sie Ihren Beitrag und dessen Inhalt einem der folgenden Themen zuzuordnen. Bitte achten Sie darauf, dass Sie auch auf der Konferenz auf das gewählte Thema in Ihrem Beitrag eingehen. Die Einreichung ist bis 15. November möglich. Eine Verlängerung dieser Deadline ist leider nicht möglich.

Hier geht es direkt zur Einreichung: https://webapp.uibk.ac.at/CS2019/

1) Grenzen definieren

Citizen Science boomt. Dies schafft neue wissenschaftliche Möglichkeiten, führt aber gleichzeitig zu großen Herausforderungen. Diese Session beschäftigt sich mit den grundlegenden Fragen wissenschaftlicher Prinzipien, wie Studiendesign, Datenqualität, Datenschutz oder Reproduzierbarkeit sowie dem Spannungsfeld zwischen professioneller Forschung und ehrenamtlichem Engagement.

2) Grenzen überwinden

Eine sich verändernde Welt bedarf neuer Sichtweisen und Lösungsansätze. Citizen Science bietet hier zweifelsohne neue Möglichkeiten, sowohl in methodischer als auch thematischer Hinsicht. Auf der einen Seite haben in den letzten Jahren haben immer mehr Disziplinen Citizen Science für sich entdeckt, und dabei neue Ansätze geschaffen und neue Erkenntnisse gewonnen. Auf der anderen Seite entwickeln sich auch in „klassischen“ Citizen Science Disziplinen ständig neue Konzepte, die neue Fragestellungen und Partizipationsformen zulassen. Wir freuen uns in dieser Session über Beiträge zu modernen Citizen Science Ansätzen und ihrem Beitrag zu Beantwortung aktueller (gesellschaftsrelevanter) Fragen.

3) Übergänge: Wissen schaffen und vermitteln

Ein grundlegendes Verständnis für Wissenschaft ist Basis für eine aufgeklärte Gesellschaft. Es ist auch Basis für die Beteiligung von Citizen Scientists in Forschungsprojekten. Citizen Science Projekte sind deshalb von großer Bedeutung, um die zentrale Rolle der Wissenschaft für die Gesellschaft zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Diese Session beschäftigt sich mit den Übergängen zwischen Wissenschaftskommunikation, wissenschaftlicher Bildung der Citizen Scientists und deren aktiven Beteiligung an Forschung.

4) Darüber hinaus: Offene Session

Citizen Science findet vielen Disziplinen statt und fördert die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit. Diese Session schafft Raum für die Präsentation von Aspekten aus unterschiedlichsten Bereichen.

Hier finden Sie eine Beschreibung der möglichen Formate:

Vortrag:

Ein Vortrag besteht aus 15 Minuten Präsentation und 5 Minuten Diskussion. Bitte beachten Sie, dass eine reine Projektvorstellung ohne Ergebnisse oder neue methodische Ansätze nicht als Vortrag akzeptiert werden kann. Reine Projektvorstellungen können Sie jedoch gerne als Poster einreichen.

Workshop:

Ein Workshop besteht großteils aus interaktiven Elementen. Je nach Raumgröße sind für einen Workshop max 15-30 Personen möglich. Wir weisen darauf hin, dass Workshops nur in 2-Stunden-Einheiten durchgeführt werden können. In jedem Raum befinden sich Flipchart und Beamer. Tische und Sessel können nach Belieben arrangiert werden. Sollten Sie weitere Materialien benötigen, bitten wir Sie diese selbst mitzubringen und nach dem Workshop wieder mit zu nehmen.

Poster:

Poster bitte im Hochformat A0 selbst zur Konferenz mitbringen. Ein Vor-Ort-Ausdruck ist leider nicht möglich.

Citizen Science Slam:

An einem Abend wird der erste und höchstgelegene Citizen Science Slam stattfinden. Nur eine Bühne, Sie und Ihre Requisiten. In 6 Minuten Zeit können Sie pointiert, verständlich und beamerlos ihr Thema / Projekt / ihre Projektidee / ihr Scheitern / ihre Vision dem bunten Publikum vorstellen.

Citizen Science Action:

Sie möchten mit ihrem Citizen Science Projekt beim BürgerInnentag 28.06.2019 von 9:00 bis 12:00 in Obergurgl teilnehmen? Ihr Projekt sollte für BürgerInnen verständlich aufbereitet sein und zum Mitmachen einladen. Alle notwendigen Materialien müssen selbständig nach Obergurl transportiert werden.

 

Wir freuen uns auf Ihre Einreichung unter https://webapp.uibk.ac.at/CS2019/

Projektleiterinnen und Projektleiter sowie Citizen Scientists wünschen sich mehr persönliche Treffen und einen Austausch von Angesicht zu Angesicht. Dieser Wunsch wurde nicht nur beim Forum Citizen Science in Deutschland laut ausgesprochen, sondern manifestierte sich auch in der Session zu Citizen Science in der Ökologie diese Woche.

Von 10. bis 14. September fand in Wien die Jahresversammlung der Gesellschaft für Ökologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Seit mittlerweile vier Jahren organisieren wir in diesem Rahmen eine Session (d.h. einen Themenblock) zu Citizen Science in der Ökologie, in der wir Trends, Ergebnisse und neue Methoden in diesem Bereich vorstellen und Expertise aus ganz Europa in einen Raum bringen.

Dieses Jahr stand die Session ganz unter dem Thema Langzeit Monitoring von Biodiversität durch Citizen Science. Die medial große Wellen schlagende “Krefeld-Studie” (hier ein ausführlicher Bericht dazu von der Wochenzeitung “Die Zeit”) wurde von einem naturkundlichen Verein durchgeführt und hat stark auf das “Insektensterben” in Europa hingewiesen. Auch in unserer Session wurden Ergebnisse aus zwei Citizen Science Projekten zu Schmetterlingen (Schmetterlingsmonitoring Deutschland und Vielfalter), welche über mehrere Jahre durchgeführt wurden, präsentiert. Daneben gaben sechs Projekte zu Vögeln (Mauersegler in Wien, Verhaltensbeobachtungen von Graugänsen und Waldrappen, sowie Brutvogelatlas, Brutvogelmonitoring und ornitho.at von Birdlife Austria und eine Untersuchung zum Verschwinden von insektenfressenden Vögeln) Einblick in erste Ergebnisse und Analysen.

Fast allen gemeinsam war, dass persönliche Treffen zum gegenseitigen Lernen und Austausch als wichtigste Elemente genannt wurden, die einerseits die Datenqualität signifikant erhöhten, andererseits aber auch die Motivation der beteiligten Citizen Scientists steigerten.

Ein sehr gutes Beispiel dafür lieferte Didone Frigerio, die über die Verhaltensbeobachtungen bei Graugänsen und Waldrappen mit Schülerinnen und Schülern berichtete. Dabei wurden mehrere persönliche Treffen zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und den Schülerinnen und Schülern organisiert. Zuerst trafen sie sich in den Schulklassen und erzählten von den Vögeln, z.B. wie man sie erkennt, was sie tun, welche Verhaltensweisen bekannt sind. Bei zwei weiteren Treffen wurden die Tiere dann in einem nahegelegenen Wildpark vor Ort besucht, um das zuvor theoretisch vermittelte Wissen mit der Praxis zu verbinden. Den Kindern wurden vor und nach den Treffen Videos vorgespielt, die das zu beobachtende Verhalten bei den Vögeln zeigten, und die Schülerinnen und Schüler mussten das Verhalten dann klassifizieren. Diese Ergebnisse wurden mit jenen von Expertinnen und Experten verglichen, die sich die gleichen Videos ansahen. Das Ergebnis: die Kinder lernten äußerst schnell, und waren am Ende genauso gut wie die Expertinnen und Experten (92% Übereinstimmung der Daten von Schülerinnen und Schülern mit denen der Expertinnen und Experten). Was noch überraschender war: zwischen zwei Treffen lagen die Sommerferien, und normalerweise verlernen Menschen Dinge, wenn sie länger nicht abgerufen werden. Die Kinder in dieser Untersuchung konnten ihr Wissen jedoch nicht nur halten, sondern sogar noch leicht steigern. Dies war vor allem dadurch möglich, dass das Interesse der Kinder an den Graugänsen zu stark geweckt wurde, dass sie sich auch in ihrer Freizeit mit ihnen beschäftigten.

Dies zeigt sehr eindrucksvoll, welches Potential in persönlichen Treffen liegt. Neben Wissen wird auch Begeisterung vermittelt, und dies ist für Citizen Science Projekte mitunter die wichtigste Eigenschaft, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitbringen können. Denn diese Begeisterung ist in vielerlei Hinsicht für den Erfolg eines Citizen Science Projektes wichtig. So zeigte nicht nur Norbert Teufelbauer, dass diese Begeisterung wichtig ist um eine Teilnahme an Projekten über lange Zeit zu garantieren, sondern auch Johannes Rüdisser konnte durch persönliche Treffen und Trainings einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer so für Schmetterlinge begeistern, dass sie sich eine große Artenkenntnis antrainierten und so zukünftig sogar als Experten zum Projekt beitragen können und Personen, welche neu im Projekt anfangen möchten einschulen können. Diese Beispiele deuten darauf hin, dass Begeisterung einerseits zum nachhaltigen Bestehen eines Projektes beitragen kann und andererseits die Datenqualität erhöht.

Wir können aus diesen gesammelten Erfahrungen daher nur schließen, dass Citizen Science Projekte und auch das Citizen Science Network Austria in Zukunft verstärkt auf persönliche Treffen setzen sollten um Citizen Science in Österreich weiter zu stärken.

Vortragende:

  • Thomas Starkmann (Universität Wien): The common swift survey in Vienna – a citizen science approach
  • Johannes Rüdisser (Universität Innsbruck): Viel-Falter becomes Butterfly Monitoring Tirol
  • Didone Frigerio (Universität Wien – Konrad Lorenz Forschungsstelle): Involving pupils in long-term biological monitoring: lessons learnt and future perspectives
  • Norbert Teufelbauer (BirdLife Österreich): Bird conservation – experiences from the long-lasting work of BirdLife Austria
  • Elisabeth Kühn (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung): Butterfly Monitoring Germany: 13 years of flight – recording the highs and lows of a citizen science project and of butterfly populations
  • Diana Bowler (Senckenberg – Biodiversität und Klima - Forschungszentrum): Species attributes associated with long-term declines of insectivorous birds in Europe

Poster:

  • Silvia Winter (Universität für Bodenkultur Wien): Landscape and local garden management influence hedgehog occurence in Austrian gardens – insights from a citizen science project
  • Thomas Hübner (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik): Nature’s Calendar, a modular phenological smart phone app for collection of phenological observations by citizen scientists

OrganisatorInnen der Session:

  • Florian Heigl und Daniel Dörler (Universität für Bodenkultur Wien)
  • Anett Richter (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit Sitz am Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
Mittwoch, 22 August 2018 06:21

Gesichter der Migration

Gesichter der Migration. Jugendliche aus Tirol erforschen gemeinsam ihre familiale Migrationsgeschichte

Sozialhistorische Studien haben vielfach belegt, dass Migrationen seit jeher zur menschlichen Existenz gehören. Wenn Migrationsbewegungen so alt sind wie die Menschheit selbst, kann die Weltgeschichte als Mobilitätsgeschichte gelesen werden. In der heutigen Zeit sind weltweite Bezüge zur Alltagsnormalität geworden – ob wir einkaufen, in einem Restaurant essen, fernsehen, ins Kino gehen, einen bestimmten Lebensstil pflegen oder politisch handeln. Die Alltagssituationen, in denen wir uns bewegen, in denen wir handeln, unsere Biografien und familialen Bezüge konstruieren, sind also in vielfältiger Weise in Ereignisse involviert, die nicht ausschließlich lokal definierbar sind, auch wenn sie sich lokalspezifisch manifestieren.

Vor diesem Hintergrund erforschen Jugendliche aus Tirol gemeinsam mit ihren (Groß)Eltern, Lehrer*innen und Freund*innen ihre familialen Migrationsgeschichten und suchen nach Spuren der Mobilität in ihrer Umgebung. Sie erfahren dabei eine breite Unterstützung aus dem universitären und zivilgesellschaftlichen Bereich. Zum aktiven Netzwerk des Projektes, welches am Institut für Erziehungswissenschaft im Lehr- und Forschungsbereich Migration und Bildung angesiedelt ist, gehören: 

Ebenso beteiligen sich Bürger*innen aus den Tiroler Forschungsgebieten Innsbruck/Pradl und Fulpmes und schreiben Berichte zur Migrationsgeschichte ihres Wohngebietes oder stellen projektrelevante Dokumente zur Verfügung (z.B. Gegenstände der Migration). 

Migrationserfahrungen der eigenen Familie erforschen

Warum nicht einmal den Blick auf die eigene Familiengeschichte richten? Man kann von familialen Migrationserfahrungen sprechen, wenn beispielsweise ein Onkel beruflich nach Kanada ausgewandert ist, oder wenn die Großeltern durch Binnenmigration aus der Hauptstadt nach Tirol gekommen sind. Unsere Erfahrungsräume sind von weltweiter Reichweite. Auf diese Weise werden mehrere Zugehörigkeiten möglich und dazu gibt es die unterschiedlichsten Beispiele aus dem mehrheimischen Alltagsleben:   

Eine Schülerin aus Tirol trifft sich mit ihrer besten Freundin – per Skype und über Ländergrenzen hinweg. Ein Universitätsassistent pendelt jede Woche zwischen Wohn- und Arbeitsort. Unter der Woche arbeitet er in Wien, am Wochenende verbringt er die Zeit mit seiner Familie in Innsbruck. Die Autofahrt von Tirol nach Serbien ist lang, vor allem dann, wenn die Kinder voller Vorfreude auf Omas Baklava sind. Ein Jugendlicher taucht täglich in mehrere Sprachen ein: mit der Schwester redet er Deutsch, mit der Mama Kurdisch und mit dem besten Freund Dialekt.

In dem Forschungsprojekt sind die Jugendlichen Expert*innen ihrer Lebenspraxis und gestalten den gesamten Forschungsprozess aktiv mit: Sie entwickeln ihre eigenen Forschungsfragen, die sie dann mit Hilfe offener Interviews mit ihren Eltern und Verwandten beantworten. Darüber hinaus suchen die Jugendlichen mittels ethnografischer Feldforschung nach Spuren von Migration in ihrer näheren Umgebung und im Stadtteil.

Was bedeuten familiäre Migrationsgeschichten für mich?

Aus wissenschaftlicher Sicht wird danach gefragt, wie Migrationserfahrungen in den einzelnen Familien wahrgenommen und bewertet werden und ob über Migration ein Wissen bzw. Bewusstsein vorhanden ist. Im Projektunterricht an den Schulen helfen dabei u.a. mitgebrachte Gegenstände der Migration.

Abbildung 2 Azras Schüssel

Gegenstand der Migration: Azras Schüssel

Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse über die familialen und ortbezogenen Migrationsgeschichte organisieren die Jugendlichen eine Abschlussveranstaltung in Innsbruck. Darüber hinaus fließen die Forschungsergebnisse in ein Online-Heft ein, welches sich primär an Schulen und an die allgemeine Öffentlichkeit richtet. Mit diesem Projekt wird somit einerseits ein wichtiger Beitrag zur Erforschung von familialen Migrations- und Stadtgeschichten geleistet werden. Andererseits sollen die Erkenntnisse des Projektes dazu dienen, ein anderes Bewusstsein über Migration und Diversität vor Ort zu schaffen.

Aktuelle Informationen und Ankündigungen finden Sie auf dem Projektblog:

https://www.uibk.ac.at/iezw/migration-bildung/ (21.08.2018)

Bildergalerie:

(Für Vergrößerung bitte auf ein Foto klicken)

Projektleiter:

Prof. Dr. Erol Yildiz und Ass.-Prof. Dr. Marc Hill (Forschungs-Bildungs-Kooperationen), beide Universität Innsbruck, Institut für Erziehungswissenschaft/Migration und Bildung

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wissenschaftliche Projektmitarbeiterinnen: Mag. Miriam Hill, Anita Rotter MA

Studentischer Mitarbeiter: Alexander Böttcher, BA

Projektblog: https://www.uibk.ac.at/iezw/migration-bildung/

Wissenschaftliche Kooperationspartner:

Partner aus der Zivilgesellschaft, Kunst, Kultur und Politik

Beteiligte Schulen:

  • NMS Vorderes Stubai, Fulpmes (Direktion: OSR Josef Wetzinger)
  • UNESCO NMS Gabelsberger, Pradl/Innsbruck (Direktion: Brigitte Winkler-Greimel, MEd BEd)

Projektlaufzeit:

  • 01.07.2017 – 30.06.2019

Fördergeber:

Sparkling Science/BMBWF

Projektpräsentation:

https://www.sparklingscience.at/de/projects/show.html?--typo3_neos_nodetypes-page[id]=1138

Dienstag, 07 August 2018 06:13

SMiLE

SMiLE – Scheidung mit Illustrationen erforschen

Was denken Kinder über Scheidung und Trennung? Wie werden kindliche Konzepte über elterliche Trennung von Volksschulkindern kommuniziert und diskutiert? Wie kann die didaktische Methodik der Concept Cartoons für Forschungen mit Kindern weiterentwickelt werden?

Forschungsziele:

Wir wollen erfahren, was Kinder über elterliche Trennung und Scheidung wissen und was sie sich denken, auch wenn sie nicht selbst davon betroffen sind.

Mit Hilfe von Concept Cartoons, eine didaktische Methode, die erstmals als innovativer, partizipativer Forschungsansatz angewandt wird, diskutieren wir gemeinsam mit 8- bis 10-jährigen Kindern über elterliche Trennung. Diese Cartoons werden partizipativ für das SMiLE-Projekt entwickelt.

Es werden fundierte Informationen weitergegeben und eine nachhaltige Weiterverbreitung dieses Wissens wird durch Erstellung von Informationsmaterialien (Broschüre) und öffentlichen Veranstaltungen gewährleistet.

Wie kann man mitmachen?

Die im Rahmen von mehreren Forschungswerkstätten mit den Kindern entwickelten Materialien werden in öffentlichen Veranstaltungen mit Eltern, Großeltern, Lehrenden und Interessierten diskutiert und damit die Projektaktivitäten auf andere Gruppen und Generationen ausgeweitet.

Auf Basis der Forschungsergebnisse wird eine Broschüre gestaltet und im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung „SMiLE goes public“ in Wien und Tirol präsentiert und verteilt. Zusätzlich erfolgt die Verbreitung über Radio, Printmedien und eine Veranstaltung an der Kinderuni Wien.

Interessierte sind herzlich dazu eingeladen bei einer der Diskussionsveranstaltungen in Wien oder Tirol teilzunehmen und uns ihre Sichtweise zu vermitteln. Aktuelle Termine dazu sind auf der Projekthomepage zu finden.

Team:

Assoz. Prof. Dr. Ulrike Zartler, PD          Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mag. Raphaela Kogler, MA                    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lic. Marlies Zuccato-Doutlik, MA           Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Projektlaufzeit:

01.09.2017 – 31.08.2019

Fördergeber:

Sparkling Science / BMWFW

Projekthomepage:

http://smile.univie.ac.at/ und
http://sparklingscience.at/de/SMILE.html 

Bildergalerie

(für Vergrößerung bitte auf das jeweilige Foto klicken)

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