Florian Heigl - Citizen-Science.at

Citizen Science

Citizen Science wird weltweit unterschiedlich definiert. Einen Überblick der Konzepte und Ideen finden Sie unter "Was ist Citizen Science?"

 

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Florian Heigl

Donnerstag, 07 Februar 2019 14:48

Kremser Skorpion

Partizipative Erforschung des "Kremser" Skorpions (Euscorpius tergestinus) mit SchülerInnen

Der in NÖ vom Aussterben bedrohte Triestiner Skorpion (Euscorpius tergestinus – in der RL Nö noch als E. carpathicus gelistet) existiert als Archäozoon in Krems und bildet einen isolierten nördöstlichen Vorposten des Verbreitungsgebietes. Derzeit gibt es für Wissenschaft und Naturschutz keine gesicherten Daten über den Bestand und die Ausdehnung. Mit SchülerInnen des BRG Krems Ringstraße 33, einer UNESCO-Schule, werden derzeit mit Hilfe der Bevölkerung Sichtungen dieser Tiere erhoben. Das mediale Echo ist enorm (Lokalzeitungen bis hin zu Radiobeiträgen), aktuell sind bereits mehr als 70 Meldungen eingegangen, denen im Frühjahr dann in Kartierungen nachgegangen wird. Sogar ein lebendes Exemplar wurde kürzlich in der Schule abgeliefert! Über die Fragen der SchülerInnen an die Bevölkerung kommen nicht nur Fundmeldungen, sondern darüber hinaus auch sehr viele Geschichten, die sich an die Begegnungen mit den Tieren knüpfen. Durch das partizipative Vorgehen werden so nicht nur Verbreitungsdaten gesammelt, sondern es kann auch ein Stimmungsbild über die Einstellungen der Menschen zu diesem Tier skizziert werden.

 

Projektpartner:

Logo Hochschule groß  BRG Logo  NHM Logo 3Zoologie linksb 4c 
Mittwoch, 19 Dezember 2018 12:55

Nan-O-Style

Wer steckt hinter Nan-O-Style?

Nan-O-Style ist ein Forschungs- und Bildungsprojekt der Universität Salzburg, Fachbereich Biowissenschaften.

Woran forscht Nan-O-Style?

Nan-O-Style forscht am komplexen Thema der Nanotechnologie. Gemeinsam mit österreichischen Schulen wollen wir neue, bisher unbekannte Wechselwirkungen zwischen modern lifestyle-Produkten und Nanomaterialien aufdecken. Gibt es ungewollte Wechselwirkungen und ändern sich dadurch die Eigenschaften der Produkte? Auch begegnet Nanotechnologie jedem von uns im Alltag! Doch wie informiert ist die Bevölkerung darüber?  ̶  Das alles wollen wir mit Nan-O-Style herausfinden!

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Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule!

Neue, junge Ideen und wissenschaftliche Forschung treffen aufeinander. Durch Kooperationen mit internationalen Bildungspartnern werden über die Forschungsarbeit hinaus interaktive Materialien für den fächerübergreifenden Naturwissenschaftsunterricht entwickelt.

Was wollen wir von dir wissen?

Nanotechnologie kommt bereits in vielen Alltagsprodukten vor. Doch was weißt du darüber? Wurde Nanotechnologie bereits in deiner Ausbildung thematisiert? Möchtest du besser über Nanotechnologie informiert sein?

Wie kannst du mitmachen?

In einer online-Umfrage werden Fragen zu Nanotechnologie und zu deiner persönlichen Einstellung dazu erhoben. Besuche uns auf unserer Website www.uni-salzburg.at/Nan-O-Style, gehe direkt zur Umfrage unter https://de.surveymonkey.com/r/VGWZ8SL oder scanne den QR-Code weiter unten und mache bei der Umfrage mit!

Umfrage A1 final

Wo kannst du dich mehr über Nanotechnologie informieren?

In Salzburg findet am Di, 26. Februar 2019 der Open NanoScience Congress, ein öffentlicher Kongress zum Thema Nanotechnologie statt. SchülerInnen aus dem Sparkling Science Projekt „Nan-O-Style“ wirken an dem Kongress aktiv mit und präsentieren ihre Arbeiten in einer chaired poster session mit dem Titel „Nano-Research Spotlights“. Dazu gibt es keynote lectures von eingeladenen ExpertInnen und Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte an der Universität Salzburg. Eine Nano-Ausstellung mit hands-on Stationen und einem Analysegerät zur Vermessung von Nanopartikeln runden den ONSC ab. Interessierte und Schulklassen sind herzlich willkommen. Programm und Anmeldung unter www.uni-salzburg.at/ONSC.

Im WWW: Forschungsergebnisse zu Nanomaterialien und deren Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt werden auf der Internetplattform www.nanopartikel.info der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Internetplattform hat zum Ziel, die aktuellen Forschungsergebnisse für Interessierte verständlich aufzubereiten.

Wer ist am Projekt beteiligt?

Der Fachbereich Biowissenschaften der Universität Salzburg arbeitet mit vielen Partnern in diesem Projekt zusammen.

Beteiligte Schulen sind: BRG Lerchenfeld (K), BRG Schloss Wagrain (OÖ), BRG Solar City (OÖ), Gymnasium Ort (OÖ), HLW St. Veit (K), HLBLA St. Florian (OÖ), Multi Augustinum (S), HTL LMT (OÖ), PdC BORG Radstadt (S). Das Schulnetzwerk wird von DNA Consult Sciencetainment, Mag. Reinhard Nestelbacher betreut.

Nan-O-Style wird zudem von internationalen Partnern, wie dem ORT Moshinsky Forschungs- und Entwicklungszentrum in Tel Aviv, dem deutschen Verein cc-NanoBioNet und einem Bildungspartner in Barcelona (Nanoeduca) zusammen.

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Sparkling Science Projekt SPA 06/270 mit Unterstützung durch das BMBWF. Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 31. Dezember 2019.

 

Hintergrund

Rotfüchse (Vulpes vulpes L.) sind in den letzten Jahren zu erfolgreichen Bewohnern von Stadtgebieten geworden. Unser Wissen über das Vorkommen, die Verteilung und den Zusammenhang mit der Landnutzung dieser städtischen Füchse ist jedoch schlecht, zum Teil weil viele der bevorzugten Lebensräume auf Privatbesitz liegen und daher für Wissenschaftler kaum zugänglich sind. Wir gingen davon aus, dass Citizen Science es den Forschern ermöglichen könnte, diese Informationslücke zu schließen. Wir analysierten 1179 Fuchs-Sichtungen in der Stadt Wien, welche über Citizen Science Projekte gemeldet wurden, um die Beziehungen zwischen Füchsen und den umliegenden Landnutzungsklassen sowie soziodemografischen Parametern zu untersuchen.

Ergebnisse

In Gärten, Gebieten mit geringer Bebauungsdichte, Parks oder Plätzen waren die Wahrscheinlichkeiten für die Begegnung mit Füchsen wesentlich höher als in landwirtschaftlichen Gebieten, Industriegebieten oder Wäldern. Modellanalysen zeigten, dass soziodemographische Parameter wie Bildungsniveau, Bezirksfläche, Bevölkerungsdichte und durchschnittliches Haushaltseinkommen die Vorhersagbarkeit von Fuchssichtungen zusätzlich verbesserten.

Schlussfolgerungen

Berichte über Fuchsbeobachtungen durch Citizen Scientists könnten dazu beitragen, die Etablierung von Wildtiermanagement in Städten zu unterstützen. Darüber hinaus könnten diese Daten verwendet werden, um Fragen der öffentlichen Gesundheit im Zusammenhang mit Rotfüchsen zu behandeln, da sie Zoonosen tragen können, die auch für den Menschen gefährlich sind.

Der Originalartikel ist unter diesem Link frei zugänglich: https://bmcecol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12898-018-0207-7#Abs1

Dienstag, 30 Oktober 2018 10:15

Stadt-Land-Kind

Eine intergenerative Ethnographie zu Sehnsuchtsbildern vom Land

Ausgehend von der europaweit einzigartigen Fotosammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde untersucht das Forschungsprojekt „Stadt-Land-Kind“ den Mythos vom besseren Leben auf dem Land aus einer intergenerativen Perspektive. Im Dialog mit Wissenschaftler_innen erforschen Schüler_innen gängige Stadt-Land-Konstruktionen und entsprechende Bild- und Bedeutungsproduktionen im Austausch mit Groß-/Elterngenerationen. Mit welchen Bildern „schreiben“ wir unsere Geschichte vom Land? Und welche gesellschaftlichen Entwürfe und (Zukunfts-)versprechen werden in diesen Bildern verhandelt? lauten die forschungsleitenden Fragen.

Ziel ist zum einen die Dekonstruktion gängiger Authentizitätsvorstellungen, wie sie sich Tourismus-, Produkt-, und Politikinszenierungen mit Bildern vom Land heute zu Nutze machen. Zum anderen zielt das Projekt auf eine Aktualisierung der Erinnerungen zum ländlichen Österreich durch a) das kritische Hinterfragen historisch und kulturell konstruierter Sehnsuchtsmotive, durch b) das Generieren neuer multi-perspektivischer Bilder sowie durch c) das kollektive Ausstellen und Vermitteln. Der transdisziplinäre kulturwissenschaftliche Ansatz führt Stränge der Visual and Sensory Ethnography, der Design- und Alltagsforschung sowie der Museologie gewinnbringend zusammen. Im ethnographischen Forschungsprozess mit den Schüler_innen kommen Fokusgruppen als intergenerative Bildgespräche, Forschungs-Postkarten und Fotoexpeditionen zur aktiv-reflexiven Bildproduktion zum Einsatz.

Während für die Wissenschaft der Benefit in der Analyse und Aktualisierung der visuellen/materiellen Kulturen mit der Bevölkerung liegt, zeigt sich der bildungspolitische Impetus in der Auseinandersetzung mit einem offenen Heimatbegriff und der Erweiterung von Visual Literacies bei den Schulkindern und deren Familien. Neben begleitenden Expert_innenworkshops findet das Projekt mit einer finalen Ausstellung im Volkskundemuseum Wien seine Öffentlichkeit (5.4. bis 2.6.2019).

„Stadt-Land-Kind“ ist ein Forschungsprojekt der Akademie der bildenden Künste Wien in Kooperation mit dem Labor für empirische Bildwissenschaft der Universität Wien, dem Volkskundemuseum Wien, dem Werkraum Bregenzerwald, der VS Rastenfeld, der NMS Kals am Großglockner und der Werkraumschule Bregenzerwald. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gefördert.

Team:

Martina Fineder, Paul Reiter (Akademie der bildenden Künste Wien)
Luise Reitstätter, Mark Elias Napadenski (Universität Wien)
Herbert Justnik, Astrid Hammer, Katharina Zwerger-Peleska (Volkskundemuseum Wien)
Iris Ranzinger (Fotografie, digitale Bilder, Archive)

Projektlaufzeit:

01.09.2017 – 31.05.2019

Projektpartner:

 CReA Logo logo akademie der bildenden kAnste wien  logo vkm  logo de 72dpi rgb sparkling science 
Donnerstag, 18 Oktober 2018 16:31

CSNA Partner: FH Campus Wien

Wir freuen uns in diesem wunderschönen Herbst einen neuen Partner im Citizen Science Network Austria begrüßen zu dürfen. Die FH Campus Wien, welche nun die zweite Fachhochschule in unserem Netzwerk ist, ist die größte Fachhochschule Österreichs. Über 6000 Studierenden bietet die FH Campus Wien verschiedenste Studiengänge in den Bereichen Applied Life Sciences, Technik, Bauen und Gestalten, Public Sector, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft und Soziales an.

Nach einem gemeinsam organisierten erfolgreichen Workshop zu "Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?" und der tollen Organisation der European Researcher's Night, freuen wir uns nun auf die weitere enge Zusammenarbeit im Bereich Citizen Science mit dieser vielfältigen Organisation.

Donnerstag, 04 Oktober 2018 07:09

peer-review und Citizen Science

Mit zunehmender Informationsmenge, die von Citizen Scientists erzeugt wird, sind bewährte Verfahren erforderlich, die über die Wissenschaftskommunikation hinausgehen und diese Ergebnisse auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft veröffentlichen. Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen bei der Veröffentlichung von Ergebnissen aus Citizen Science-Projekten in peer-reviewed Journalen, wie sie an der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 in einer Vortragsreihe vorgestellt wurden. In diesem Artikel werden die Auswahlkriterien für die Veröffentlichung von Citizen Science-Daten in Open-Access-, Peer-Review- und wissenschaftlichen Zeitschriften sowie Barrieren während des Veröffentlichungsprozesses behandelt. Wir skizzieren auch Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit der Veröffentlichung mit CS-Daten beeinflussen, einschließlich 1) der Finanzierung der Publikationskosten für open access; 2) Qualität, Quantität und wissenschaftliche Neuartigkeit von CS-Daten; 3) Empfehlungen zur Anerkennung der Beiträge von Citizen Scientists in wissenschaftlichen, peer-reviewed Publikationen; 4) Präferenz der Citizen Scientists für die praktische Erfahrung gegenüber der Veröffentlichung und 5) Befangenheit unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für bestimmte Datenquellen und den wissenschaftlichen Fachjargon. Diese Erfahrungen zeigen, dass die Beseitigung der oben genannten Hindernisse die Rate der in wissenschaftlichen Publikationen enthaltenen CS-Daten erheblich erhöhen könnte.

Der Originalartikel ist frei zugänglich unter: https://jcom.sissa.it/archive/17/03/JCOM_1703_2018_L01

 

Dienstag, 25 September 2018 08:16

Tagungsort

Tagungsort

Die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz findet im Rahmen des 350 Jahre Jubiläums der Universität Innsbruck im Universitätszentrum Obergurgl statt.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der Bahn können Sie bis Ötztal Bahnhof fahren, dort steigen Sie um in den Bus Richtung Obergurgl. Das Universitätszentrum Obergurgl liegt ca. 5-7 Gehminuten von der Endstation (Obergurgl Zentrum) des Busses entfernt. Fahrplanauskünfte erhalten Sie bei der ÖBB: www.oebb.at

  • Die Konferenzzeiten sind auf die Anreise mit der Bahn abgestimmt.
  • Anreise von Wien
    Railjet Wien Hauptbahnhof (6:30 Uhr oder 7:30 Uhr) über Ötztal Bahnhof nach Obergurgl Zentrum (13:01/13:41).
  • Abreise von Obergurgl
    (13:45 Uhr) nach Wien Hauptbahnhof (20:30 Uhr).

Umliegende Unterkünfte

Bitte beachten Sie die besondere Lage in Obergurgl. Wir empfehlen ihnen eine Zimmerbuchung in den umliegenden Unterkünften, damit Sie entspannt die Konferenz zu Fuß erreichen können.

Größere Karte anzeigen

Auswahl an Unterkünften

Universitätszentrum Obergurgl

Gaisbergweg 5
6456 Obergurgl

+43 512 507-37201
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.uz-obergurgl.at

Hotel Garni Schönblick

Gaisbergweg 18
6456 Obergurgl

+43 5256 6251
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.schoenblick-obergurgl.at

Das Hochegg

Gaisbergweg 12
6456 Obergurgl

+43 5256 6272
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hochegg.at

Haus Elisabeth

Gaisbergweg 9
6456 Obergurgl

+43 5256 6257
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.elisabeth-obergurgl.com

Haus Aktiv

Gaisbergweg 11
6456 Obergurgl

+43 5256 6322
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.haus-aktiv.com

Montag, 24 September 2018 18:54

Kontakte & Organisation

Die Organisation der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2019 ist in zwei Bereiche gegliedert. Für die Organisation vor Ort ist die Universität Innsbruck hauptverantwortlich, für die wissenschaftliche Qualität der Konferenz garantiert das unten stehende Organisationskommitee.

 

Vor-Ort Organisation in Obergurgl

Florian Westreicher & Isolde Erricher König

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Innrain 52c, Josef-Moeller-Haus, A 6020 Innsbruck

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+43 512 507-32013

Organisationskommittee

  • Daniel Dörler (Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien)
  • Isolde Erricher-König (Universität Innsbruck)
  • Florian Heigl (Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien)
  • Stefan Mayr (Universität Innsbruck)
  • Johannes Rüdisser (Universität Innsbruck)
  • Veronika Schaffer (Universität Innsbruck)
  • Klaus Schallhart (Universität Innsbruck)
  • Petra Siegele (Zentrum für Citizen Science, OEAD)
  • Tiina Stämpfli (Schweiz forscht, Science et cité)
  • Susanne Tönsmann (Partizipative Wissenschaftsakademie an der Universität Zürich und ETH Zürich)
  • Katrin Vohland (Bürger schaffen Wissen, Museum für Naturkunde Berlin)
  • Maike Weißpflug (Bürger schaffen Wissen, Museum für Naturkunde Berlin)
  • Florian Westreicher (Universität Innsbruck)
  • Alexander Zainzinger (Universität Innsbruck)

Kontakt:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+43 512 507-32013

Die Konferenz wird organisiert durch

 Logo 2017 fin01 RGBhighres  universitaet innsbruck logo rgb farbe ZfSC Logo rgb 
 BsW Logo m Claim 4c 01  Logo Schweiz Forscht RGB d  PWA key visual mit Titel
Montag, 24 September 2018 18:43

Grenzen und Übergänge

Im Sommer 2019 macht die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz in Tirol Station. Die Universität Innsbruck und das Citizen Science Network Austria laden nach Obergurgl, wo sich die Citizen Science Community vom 26.–28. Juni unter dem Motto "Grenzen und Übergänge" auf über 2000m versammelt.

Warum haben wir uns für das Motto “Grenzen und Übergänge” an diesem Tagungsort entschieden?

Kaum ein anderer Ort ist für die Frage nach den Grenzen von Citizen Science so geeignet wie Obergurgl. Durch seine geografische Lage an politischen wie natürlichen Grenzen inspiriert der Ort dazu Citizen Science auszuloten. In und um Obergurgl lassen sich verschiedenste Grenzen und Übergänge finden und man kann den Umgang mit diesen Schnittstellen eingehend kennenlernen. Viele Grenzen sind in Obergurgl präsent, wie die Schneegrenze, die Waldgrenze, eine Staatsgrenze oder auch die Baumgrenze. Wir verstehen diese Grenzräume nicht nur als Begrenzung, sondern auch als Bereiche des Übergangs und des Austausches. In diesem Umfeld möchten wir nun diskutieren wie man die Grenzen und Übergänge in Citizen Science zu anderen Methoden und Disziplinen am besten gestaltet und möglicherweise auch die Grenzspannungen positiv für sich nutzt?

  • Was sind die Grenzen von bzw. in Citizen Science?
  • Darf Citizen Science alles?
  • Wer bestimmt was Citizen Science darf?
  • Was will Citizen Science bzw. was will es nicht?
  • Was kann man TeilnehmerInnen anbieten, was nicht?
  • Welche Beispiele für Grenzen in Citizen Science (Projekten) gibt es?
  • Was sind Übergänge in Citizen Science?
  • Welche Schnittstellen ergeben sich in Citizen Science Projekten?
  • Sind Übergänge Chancen oder Hindernisse und wie können diese genutzt oder überwunden werden?
  • Welche Beispiele für Übergänge gibt es?

Wir freuen uns diese und weitere spannende Fragen mit Ihnen bei der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2019 diskutieren zu dürfen.

Projektleiterinnen und Projektleiter sowie Citizen Scientists wünschen sich mehr persönliche Treffen und einen Austausch von Angesicht zu Angesicht. Dieser Wunsch wurde nicht nur beim Forum Citizen Science in Deutschland laut ausgesprochen, sondern manifestierte sich auch in der Session zu Citizen Science in der Ökologie diese Woche.

Von 10. bis 14. September fand in Wien die Jahresversammlung der Gesellschaft für Ökologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Seit mittlerweile vier Jahren organisieren wir in diesem Rahmen eine Session (d.h. einen Themenblock) zu Citizen Science in der Ökologie, in der wir Trends, Ergebnisse und neue Methoden in diesem Bereich vorstellen und Expertise aus ganz Europa in einen Raum bringen.

Dieses Jahr stand die Session ganz unter dem Thema Langzeit Monitoring von Biodiversität durch Citizen Science. Die medial große Wellen schlagende “Krefeld-Studie” (hier ein ausführlicher Bericht dazu von der Wochenzeitung “Die Zeit”) wurde von einem naturkundlichen Verein durchgeführt und hat stark auf das “Insektensterben” in Europa hingewiesen. Auch in unserer Session wurden Ergebnisse aus zwei Citizen Science Projekten zu Schmetterlingen (Schmetterlingsmonitoring Deutschland und Vielfalter), welche über mehrere Jahre durchgeführt wurden, präsentiert. Daneben gaben sechs Projekte zu Vögeln (Mauersegler in Wien, Verhaltensbeobachtungen von Graugänsen und Waldrappen, sowie Brutvogelatlas, Brutvogelmonitoring und ornitho.at von Birdlife Austria und eine Untersuchung zum Verschwinden von insektenfressenden Vögeln) Einblick in erste Ergebnisse und Analysen.

Fast allen gemeinsam war, dass persönliche Treffen zum gegenseitigen Lernen und Austausch als wichtigste Elemente genannt wurden, die einerseits die Datenqualität signifikant erhöhten, andererseits aber auch die Motivation der beteiligten Citizen Scientists steigerten.

Ein sehr gutes Beispiel dafür lieferte Didone Frigerio, die über die Verhaltensbeobachtungen bei Graugänsen und Waldrappen mit Schülerinnen und Schülern berichtete. Dabei wurden mehrere persönliche Treffen zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und den Schülerinnen und Schülern organisiert. Zuerst trafen sie sich in den Schulklassen und erzählten von den Vögeln, z.B. wie man sie erkennt, was sie tun, welche Verhaltensweisen bekannt sind. Bei zwei weiteren Treffen wurden die Tiere dann in einem nahegelegenen Wildpark vor Ort besucht, um das zuvor theoretisch vermittelte Wissen mit der Praxis zu verbinden. Den Kindern wurden vor und nach den Treffen Videos vorgespielt, die das zu beobachtende Verhalten bei den Vögeln zeigten, und die Schülerinnen und Schüler mussten das Verhalten dann klassifizieren. Diese Ergebnisse wurden mit jenen von Expertinnen und Experten verglichen, die sich die gleichen Videos ansahen. Das Ergebnis: die Kinder lernten äußerst schnell, und waren am Ende genauso gut wie die Expertinnen und Experten (92% Übereinstimmung der Daten von Schülerinnen und Schülern mit denen der Expertinnen und Experten). Was noch überraschender war: zwischen zwei Treffen lagen die Sommerferien, und normalerweise verlernen Menschen Dinge, wenn sie länger nicht abgerufen werden. Die Kinder in dieser Untersuchung konnten ihr Wissen jedoch nicht nur halten, sondern sogar noch leicht steigern. Dies war vor allem dadurch möglich, dass das Interesse der Kinder an den Graugänsen zu stark geweckt wurde, dass sie sich auch in ihrer Freizeit mit ihnen beschäftigten.

Dies zeigt sehr eindrucksvoll, welches Potential in persönlichen Treffen liegt. Neben Wissen wird auch Begeisterung vermittelt, und dies ist für Citizen Science Projekte mitunter die wichtigste Eigenschaft, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitbringen können. Denn diese Begeisterung ist in vielerlei Hinsicht für den Erfolg eines Citizen Science Projektes wichtig. So zeigte nicht nur Norbert Teufelbauer, dass diese Begeisterung wichtig ist um eine Teilnahme an Projekten über lange Zeit zu garantieren, sondern auch Johannes Rüdisser konnte durch persönliche Treffen und Trainings einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer so für Schmetterlinge begeistern, dass sie sich eine große Artenkenntnis antrainierten und so zukünftig sogar als Experten zum Projekt beitragen können und Personen, welche neu im Projekt anfangen möchten einschulen können. Diese Beispiele deuten darauf hin, dass Begeisterung einerseits zum nachhaltigen Bestehen eines Projektes beitragen kann und andererseits die Datenqualität erhöht.

Wir können aus diesen gesammelten Erfahrungen daher nur schließen, dass Citizen Science Projekte und auch das Citizen Science Network Austria in Zukunft verstärkt auf persönliche Treffen setzen sollten um Citizen Science in Österreich weiter zu stärken.

Vortragende:

  • Thomas Starkmann (Universität Wien): The common swift survey in Vienna – a citizen science approach
  • Johannes Rüdisser (Universität Innsbruck): Viel-Falter becomes Butterfly Monitoring Tirol
  • Didone Frigerio (Universität Wien – Konrad Lorenz Forschungsstelle): Involving pupils in long-term biological monitoring: lessons learnt and future perspectives
  • Norbert Teufelbauer (BirdLife Österreich): Bird conservation – experiences from the long-lasting work of BirdLife Austria
  • Elisabeth Kühn (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung): Butterfly Monitoring Germany: 13 years of flight – recording the highs and lows of a citizen science project and of butterfly populations
  • Diana Bowler (Senckenberg – Biodiversität und Klima - Forschungszentrum): Species attributes associated with long-term declines of insectivorous birds in Europe

Poster:

  • Silvia Winter (Universität für Bodenkultur Wien): Landscape and local garden management influence hedgehog occurence in Austrian gardens – insights from a citizen science project
  • Thomas Hübner (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik): Nature’s Calendar, a modular phenological smart phone app for collection of phenological observations by citizen scientists

OrganisatorInnen der Session:

  • Florian Heigl und Daniel Dörler (Universität für Bodenkultur Wien)
  • Anett Richter (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit Sitz am Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
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