Der 2024 erschienene Österreichische Brutvogelatlas 2013–2018 ist die aktuellste und umfassendste Wissensquelle über das Vorkommen der Brutvögel in Österreich und über Veränderungen ihrer Verbreitungen während der letzten Jahrzehnte.
Was ist der Brutvogelatlas?
Der Brutvogelatlas stellt auf 680 Seiten die Verbreitungen aller 235 Vogelarten dar, die im Zeitraum 2013–2018 in Österreich gebrütet haben, und vergleicht diese Ergebnisse mit dem ersten österreichischen Brutvogelatlas (1981–1985). Während der sechs Felderhebungsjahre haben über 2.300 Citizen Scientists mehr als 2,1 Millionen Datensätze für dieses Projekt erhoben. Über die folgenden Jahre wurden die Daten geprüft und ausgewertet – es wurden Verbreitungskarten, Modellkarten, Höhendiagramme und vergleichende Analysen mit dem ersten Brutvogelatlas erstellt. Über 50 Autor*innen waren an der Erstellung der Arttexte beteiligt und über 40 Fotograf*innen haben ihre Bilder kostenfrei zur Verfügung gestellt. Durch all diese Beiträge ist nach 30 Jahren ein neues Standardwerk der Ornithologie entstanden.
Das Projekt wurde im Rahmen der Ländlichen Entwicklung 2014–2020 vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen, Wasserwirtschaft und vom Bundesministerium für Klimaschutz unterstützt.
Der Österreichische Brutvogelatlas 2013–2018 ist im Verlag Naturhistorisches Museum Wien erschienen und kann zum Preis von EUR 95.- unter:

Mitmachen
Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen und eine Teilnahme leider nicht mehr möglich.
Aufgaben und Rollen im Projekt
- Zähler*innen: Haben in ihrer Freizeit nach der vorgegebenen Methode die Vögel erhoben.
- Quadranten-Vergabe: Bundesland-spezifische Vergabe der zu bearbeitenden Quadranten an die Zähler*innen, gezielte Ansprache von Mitarbeiter*innen zum Schließen von Kartierungslücken, Ausgabe der Kartierungsunterlagen, erste Anlaufstelle für Rückfragen und Probleme
- Organisation („Atlas-Team“): Organisation aller für die Kartierungen notwendigen Arbeitsschritte, Information und Fortbildung der Zähler*innen, Organisation von Methoden-Workshops für neue Zähler*innen, Organisation von Atlastagungen in schlecht bearbeiteten Gebieten usw., Datenprüfung, Durchführung von Auswertung und Publikation
- Planung: Kleines Expert*innengremium, das die grundlegende Vorarbeit zur Zählmethode durchführte – Ausarbeitung verschiedener Varianten, Diskussion von Vor- und Nachteilen usw.
- Methodengruppe: Weiter gefasstes Expert*innengremium, das die verschiedenen Zählmethoden diskutierte und Vorschlag der letztlich durchgeführten Methode machte
- Steuerungsgruppe BirdLife: Beratung zu organisatorischen Fragen zu den Kartierungen, insbesondere bezüglich der regionalen Situation in den einzelnen Bundesländern
- Projektsteuerungsgruppe: Komplette Projektabwicklung
- Projektbeirat: Beratendes Gremium, besetzt mit Vertreter*innen wichtiger Stakeholder und mit beratender Funktion für die Steuerungsgruppe
Citizen Science Seminar
Der Projektleiter Norbert Teufelbauer hielt im Herbst 2023 im Rahmen der Vortragsreihe "Citizen Science Seminar" an der Universität für Bodenkultur Wien einen Vortrag über den Brutvogelatlas.
BirdLife auf Social Media



Dieses Projekt erfüllte Version 1.1 der Qualitätskriterien für Citizen Science-Projekte auf Österreich forscht.
