Goldschakal (c) Jennifer Hatlauf
Institution: (IWJ) Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft Universität für Bodenkultur Wien
Projektleitung: Jennifer Hatlauf

(IWJ) Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor Mendel Straße 33
1180 Wien

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Telefon: +43 (650) 500 21 58

Goldschakal

Nachdem der Goldschakal (Canis aureus) für Österreich als nicht heimisch galt, kam der erste Goldschakalnachweis im Jahr 1987. Es folgten vereinzelte Nachweise über einige Bundesländer verstreut und 2007 dokumentierte man den ersten Reproduktionsnachweis im Nationalpark „Neusiedler See-Seewinkel“. Seither lassen in erster Linie Gerüchte über Kamerafallen-Bilder, Fallwild und die eine oder andere Sichtung eine Anwesenheit dieser heimlich lebenden Tiere in einigen Gebieten Österreichs vermuten. Im Rahmen des laufenden Forschungsprojektes “Der Goldschakal in Österreich” konnten seit Oktober 2015 weitere Nachweise gesammelt werden. Mittels akustischer Stimulation in passenden Lebensräumen führen wir aktives Monitoring durch und suchen nach Losung und Spuren.

Wenn Sie glauben, einen Goldschakal gesehen zu haben, oder ein Hundeartiges Tier auf Ihrer der Wildkamera finden, melden Sie uns bitte Ihren Hinweis auf: www.goldschakal.at, über das Meldeformular oder per E-Mail an die Koordinations- und Meldestelle Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Informationen über den Goldschakal

Der Goldschakal ist ein sehr scheues Tier und lebt sehr versteckt, auf einen ersten und nur flüchtigen Blick ist die Unterscheidung zu Fuchs oder Wolf manchmal nicht so einfach – doch bei genauerer Betrachtung gibt es ein paar eindeutige Merkmale.

Mit einer Schulterhöhe von bis zu 50 cm, einem Körpergewicht von 10-13 kg und einer Körperlänge von etwa 100 cm zählt der Goldschakal zum mittelgroßen Raubwild. Damit ist er größer und auch langbeiniger als der Fuchs, aber deutlich kleiner als der Wolf. Erkennungsmerkmale des Goldschakals sind unter anderem die zusammengewachsenen Ballen der beiden Mittelzehen und die im Verhältnis zum Körper (mit 20-30 cm) eher kurze Rute. Sein Fell ist gelblich-grau (bis rötlich), im Bereich des Rückens und der Schwanzspitze dunkel und seitlich sowie an den Beinen goldfarben. Seine braune Gesichtsmaske wird von einer weißen Zeichnung um den Fang und am Hals geprägt.

Auf Straßen getötete Goldschakale können Sie auch beim Projekt Roadkill eintragen.

Jennifer Hatlauf ist DOC-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Das Projekt Goldschakal wird unterstützt durch eine bilaterale WTZ-Förderung.

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Gelesen 18578 mal| Letzte Änderung am Montag, 03 August 2020 16:56