Florian Heigl

Florian Heigl

Dienstag, 18 Mai 2021 08:56

Blog Abo

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Dienstag, 11 Mai 2021 20:25

Ideenbox

Die Ideenbox sammelt Probleme von Bürger*nnen und Patient*nnen rund um das Thema Gesundheit (zum Beispiel physische oder psychische Erkrankungen, soziale Auswirkungen, Versorgung, Gesundheitsprävention ...), zu denen in weiterer Folge Lösungsansätze mit Bürger*innen, Stakeholdern und der Forschung erarbeitet werden sollen. Welches Problem zum Thema Gesundheit soll die Forschung lösen? Wer soll bei der Lösungsfindung eingebunden werden? Schicken Sie uns Ihr Gesundheitsproblem, das die Forschung aufgreifen soll, mit diesem einfachen Online-Fragebogen. Der Beitrag muss keine Lösung enthalten, sondern nur das Problem selbst oder ein generelles/gesellschaftliches Anliegen. 

click on button DE

Sehen Sie im Video unten ein Beispiel für eine Problemstellung. In unserer Youtube Playlist finden Sie weitere Beispielvideos.

mehr videos button

Warum sind die Gesundheitserfahrungen der Bürger*innen für die Forschung wichtig? 

Irgendwie forschen wir alle an der eigenen Gesundheit: welcher Tee den Darm beruhigt, bei welchem Blütenstand die Augen tränen; all das versammelt sich zum individuellen Nachschlagewerk für den Ernstfall. Unser Ziel ist es, dieses Wissen von Menschen in die Forschung einzubinden. Das macht die Gesundheitsforschung nicht nur demokratischer – es stellt auch sicher, dass wertvolles Erfahrungswissen nicht verloren geht. 

Warum sollte ich mitmachen?

Weil Sie etwas zu sagen haben und Sie etwas wissen, was Expert*innen potentiell nicht wissen. Sie haben selbst Erfahrungen und Beobachtungen gemacht, die für die Forschung extrem wertvoll sind. Die Ideenbox gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Beobachtungen an Expert*innen weiterzugeben, um relevante Handlungsempfehlungen und neue Forschungsthemen zu erarbeiten.

Was passiert mit meinem eingereichten Gesundheitsproblem?

Mit Ihrer Zustimmung werden wir Ihren Beitrag ab Herbst 2021 auf der Plattform Open Knowledge Map veröffentlichen und die Beiträge so sichtbar machen. Außerdem werden wir die so veröffentlichten Beiträge auch aktiv in einer größeren Community aus unterschiedlichen Stakeholdern bewerben. Daneben bieten wir Ihnen optional die Möglichkeit an, Ihre Kontaktdaten in pseudonymisierter Form auf der Ideenbox Knowledge Map zu veröffentlichen. Das ermöglicht Forscher*innen und anderen Stakeholdern, Sie zu kontaktieren (z. B. um mehr über Ihr Problem zu erfahren), ohne dass diese zunächst Ihre Kontaktdaten erhalten oder Ihre Identität feststellen können. Interessierte Personen erhalten nur Ihre Kontaktdaten, wenn Sie auf deren Anfrage reagieren. Weitere Details zum Datenschutz finden Sie auf unserer Projektwebsite. Bei Fragen zum Datenschutz oder anderen Themen können Sie uns an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben.

Die gesammelten Probleme werden dann mit Bürger*innen gemeinsam mit Wissenschafler*innen aufbereitet, um in Workshops Lösungen für die Probleme zu finden (geplant Frühjahr 2022). Alle relevanten Stakeholder (je nach Problemstellung z. B. Mediziner*innen, Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen etc.) werden ebenfalls in diesen Prozess eingebunden.  Wenn Sie Ihren Beitrag einreichen, haben Sie daher die Möglichkeit, Ihre Kontaktdaten zu hinterlassen, damit wir Sie über die Ideenbox auf dem Laufenden halten und Sie zu den Workshops einladen können. Dies soll die Vernetzung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft ermöglichen.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Das Projekt wird vom Open Innovation in Science Center (OIS Center) der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) geleitet. Die LBG ist eine anerkannte außeruniversitäre österreichische Forschungseinrichtung, die 20 Institute mit thematischen Schwerpunkten in der Medizin, den Life Sciences sowie den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften betreibt. Die LBG stößt gezielt neue Forschungsthemen in Österreich an und entwickelt und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und nicht-wissenschaftlichen Akteur*innen wie dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft. 

Das OIS Center fungiert als Kompetenzzentrum für diesen Ansatz. Das Zentrum hat bereits erfolgreich eine Kampagne zur psychischen Gesundheit mit der Einbindung von Patient*innen und Bürger*innen durchgeführt und deren Probleme in institutionelle Forschung gegossen.

Donnerstag, 22 April 2021 17:05

Findet die Schlüsselblume

Dieses Frühjahr laden Wissenschaftler*innen naturinteressierte Bürger*innen in ganz Europa dazu ein, an der größten Schlüsselblumen-Beobachtung „Findet die Schlüsselblume“ teilzunehmen. Die Idee ist simpel: Man geht raus in die Natur, sucht und findet die Echte Schlüsselblume (Primula veris), schaut in die Blüten, sucht nach bestimmten Merkmalen und sendet die Beobachtungen und optional ein paar Fotos über die Internetseite www.cowslip.science zu Wissenschaftler*innen. Dadurch möchten wir das Verhältnis von verschiedenen Blütentypen der Echten Schlüsselblume in ihren Beständen in ganz Europa untersuchen. Wir haben dieses Citizen Science Projekt unter „Looking for Cowslips“ („Findet die Schlüsselblume“) bereits 2019 und 2020 in Estland und Lettland durchgeführt. Durch engagierte Citizen Scientists konnten dort im ersten Jahr > 200 000 Pflanzen und im zweiten Jahr > 155 000 Pflanzen der Echten Schlüsselblume auf ihre Blütentypen untersucht werden. Die resultierenden Daten geben aufschlussreiche und wertvolle Informationen über den Einfluss von Landschaftsveränderung und -verlust auf die Verhältnisse der verschiedenen Blütentypen und dadurch auf den Zustand der Bestände der Echten Schlüsselblume.

Das Ziel des Projektes ist generell, die Auswirkungen von Landschaftsveränderungen, wie zum Beispiel der Verlust traditionell bewirtschafteter Grasländer, auf das Verhältnis von Pflanzen der Echten Schlüsselblume mit bestimmten Blütentypen zu analysieren. Genetisch bedingt hat etwa die Hälfte der Pflanzen der Echten Schlüsselblume Blüten mit einem kurzen weiblichen Blütenorgan (diese nennt man S-Typen, vom Englischen „short-styled“), während die andere Hälfte Blüten mit einem langen weiblichen Blütenorgan hat (L-Typen, „long-styled“). Die Art kann sich nur erfolgreich fortpflanzen, wenn Pollen zwischen S- und L-Typen ausgetauscht wird. Das dient insbesondere dazu, Inzucht innerhalb der Art zu vermeiden. Aufgrund veränderter Landnutzung hat der Verlust und die Veränderungen von Graslandhabitaten (dem bevorzugten Habitat der Echten Schlüsselblume) in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Neue Studien zeigen nun, dass der Verlust von Grasländern das Gleichgewicht der verschiedenen Blütentypen erschüttern kann. Das führt dazu, dass es schwieriger für Pflanzen der Art wird, geeignete Fortpflanzungspartner zu finden, was Konsequenzen für das Überleben der Echten Schlüsselblume haben kann.

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Die ersten Daten des Projektes, die in Estland mit Hilfe von Bürger*innen erhoben wurden, zeigen, dass aufgrund des Habitatverslustes besonders kleine Bestände der Echten Schlüsselblume ein Ungleichgewicht in den Blütentypen aufweisen. Im Extremfall kann dies zum vollständigen Verlust eines der beiden Blütentypen in einem Bestand führen.

Mit der Hilfe interessierter Bürger*innen möchten wir solche potentiellen Veränderungen nun auch im großflächigen Verbreitungsgebiet der Art, Europa, aufspüren und analysieren. Die Beobachtung, also die Datenaufnahme, sollte nicht länger als 30 Minuten dauern. Sofern möglich sollten 100 Pflanzen der Echten Schlüsselblume pro Bestand angesehen werden. Von diesen wird der einfach identifizierbare Blütentyp bestimmt: der S-Typ, man sieht nur die männlichen Staubblätter, wenn man auf die Blüte schaut, oder der L-Typ, man sieht einen kleinen Grünen Punkt in der Mitte der Blüte, das weibliche Blütenorgan (Griffel mit Narbe). Gerade jetzt im Frühling macht es Freude, in die Natur zu gehen, frische Luft und Energie zu tanken und nebenbei auch noch Wissenschaftler*innen und Naturforscher*innen bei ihrer Arbeit zu unterstützen!

Mehr Informationen gibt es auf der Projektwebsite: www.cowslip.science (bzw. www.nurmenukk.ee/de

Ergebnisse des Projektes aus 2019 sind bereits in einer wissenschaftlichen Zeitschrift für jede*n zugänglich  veröffentlicht: https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/1365-2745.13488.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, aber Sie haben noch Fragen? Dann können Sie uns gerne anschreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Dienstag, 06 April 2021 15:19

Publizieren macht Spaß

Publizieren macht Spass - ein Citizen Scientist berichtet über seine erste Publikationserfahrung im aktuellen Blogbeitrag: https://www.citizen-science.at/blog/publizieren-macht-spass-ein-citizen-scientist-berichtet-ueber-seine-erste-publikationserfahrung

Montag, 22 März 2021 15:44

Practical Robotics Institute Austria

Das Practical Robotics Institute Austria, kurz PRIA, dient der Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses durch Robotik und IKT, sowie der applikationsnahen Forschung in aktuellen Themengebieten der Robotik, Automation, und IKT. Hinsichtlich Pädagogik und Bildung arbeitet PRIA an der Steigerung des Interesses von Kindern und Jugendlichen an Forschung, Technologie und Innovation. Dies wird beispielsweise über die Einbindung von Schüler*innen in komplexe Projekte und Problemlösungsprozesse erreicht. In diesem Rahmen entwickelt PRIA neue Lernmodelle, die einerseits zum Lernen und Experimentieren anregen und andererseits zur Umsetzung eigener Ideen bewegen. Im Bereich der Industriellen Forschung fokussiert PRIA auf die Entwicklung von innovativen Steuerungsarchitekturen für die Robotik und Automation sowie die Umsetzung von flexiblen Industrieprozessen.

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Freitag, 19 März 2021 15:33

Donau-Universität Krems

Die Universität für Weiterbildung Krems ist spezialisiert auf berufsbegleitende Weiterbildung. Als öffentliche Universität für Weiterbildung arbeitet sie mit ihrer Expertise in Lehre und Forschung an der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen und richtet ihr Studienprogramm danach aus. Sie wendet sich mit ihren Master-Lehrgängen und Kurzprogrammen in neun thematischen Feldern insbesondere an Berufstätige. Mit rund 8.000 Studierenden aus rund 85 Ländern verbindet die Donau-Universität Krems langjährige Erfahrung in wissenschaftlicher Weiterbildung mit Innovation und höchsten Qualitätsstandards in Forschung und Lehre. 

Eine Stärke der Universität für Weiterbildung Krems ist ihre anwendungsnahe Forschung mit hoher Transdisziplinarität. Eines der Citizen-Science-Projekte, an denen die Universität mitwirkte, ist beispielsweise die City Nature Challenge, die vom 2017 eingerichteten Biodiversitäts-Hub durchgeführt wurde.

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Dienstag, 23 Februar 2021 13:16

Mentoringprogramm

Seit Februar 2018 muss jedes Projekt, das auf Österreich forscht gelistet ist, die Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte erfüllen. Zahlreiche Projektleiter*innen haben seither Erfahrungen in der Umsetzung dieser Kriterien gesammelt. Diese Erfahrungen sollen in diesem Mentoringprogramm an neue Citizen Science Projektleiter*innen weitergegegeben werden.

Ziel dieses Mentoringprogramms ist es, das umfangreiche Wissen zur Implementierung der Qualitätskriterien zu bündeln und weiterzugeben. Die hier gelisteten Mentor*innen bringen die Bereitschaft mit, Zeit für eine Beratung von Kolleg*innen aufzuwenden und haben selbst Erfahrung in der Anwendung der Qualitätskriterien oder waren in die Erstellung der Qualitätskriterien involviert. Konkret bedeutet dies, dass die hier gelisteten Mentor*innen bereits selbst erfolgreich Projekte auf Österreich forscht haben oder umfangreiches Wissen in Citizen Science besitzen und zukünftige Projektleiter*innen gerne dabei unterstützen, die Qualitätskriterien mit ihrem Projekt zu erfüllen und somit ein Projekt auf Österreich forscht listen zu können. 

Wenn Sie also ein Projekt auf Österreich forscht listen und sich dabei unterstützen lassen möchten, schreiben Sie bitte eine/n Mentor*in an, welche*r am besten zu Ihren Fragen passt.

Die Mentor*innen

Raphaela Kaisler

Raphaela Kaiser

Bereich: Ich unterstütze Bürger*innen und Forschende gerne bei der Planung von partizipativen Forschungsvorhaben und transdisziplinärer Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit und Medizin.

Hintergrund: Ich habe einen fachlichen Hintergrund in Psychologie, Molekularbiologie und Wissenschaftskommunikation. Derzeit koordiniere ich das ‘Public and Patient Involvement and Engagement’ (PPIE)-Programm am Open Innovation in Science Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und beschäftige mich mit Formaten zur Bürger*innen-Beteiligung in Forschung. Dabei unterstützte ich Forschende und Bürger*innen methodisch und inhaltlich bei der Umsetzung dieser Vorhaben, um eine Mitgestaltung von gesellschaftlich relevanter Forschung zu ermöglichen. 

Kontakt:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Pamela Bartar

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Bereich: Gerne unterstütze ich Bürgerwissenschafter*innen in der Startphase ihres Projekts bei allen Fragen, die bei einer Umsetzung auftreten können und freue mich v. a. auf transdisziplinäre Projekte, die unterschiedliche Themen und alle Disziplinen zur Problemlösung inkludieren können -- und über das Sammeln von Daten oder Artefakten hinausgehen! Darüberhinaus möchte ich zu neuen kollaborativ/partizipativen Projekten in der Kulturwissenschaft, aus der Kunst-basierten Forschung (art-based research), oder dem spekulativem Design (speculative design) und/oder Wissenschaftskommunikation anregen!

Hintergrund: Ich arbeite an der Schnittstelle von Wissenschaftskommunikation und den Sozial und Geisteswissenschaften. Darüber hinaus verfolge ich einen (forschenden) Schwerpunkt im Bereich Kunst und Design, die/das sich mit gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Fragen auseinandersetzt. 
Ich bin Teammitglied des Zentrum für Soziale Innovation in Wien (www.zsi.at). An der Universität für Angewandte Kunst Wien biete ich ein Experimentierlabor zum Thema Bürgerwissenschaft, Kunst und Design an, das auch extern Studierenden offensteht.

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Theresa Walter

VUW Theresa WalterBereiche: Ökologie, Kommunikation

Hintergrund: Wildtierökologin an der Vetmeduni Vienna mit Schwerpunkt Mensch-Wildtier-Interaktionen. Langjährige Mitarbeit in den Citizen Science Projekten StadtWildTiere/Wilde Nachbarn sowie bei der Habichtskauz-Wiederansiedelung. Derzeit Mitarbeiterin im Projekt LIFE WolfAlps EU und im WWTF Projekt "Urbanization of a top predator: are wolves and humans adapting to life in close proximity?".

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Marlene Ernst

Marlene ErnstBereich: Geisteswissenschaften

Hintergrund: Dr.in der Geschichte und langjährige Mitarbeiterin der Universität Salzburg. Die persönlichen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Ernährungsgeschichte, Digital Humanities, Citizen Science sowie Mittelalterrezeption.

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Silke Schweiger

Silke SchweigerBereich: Zoologie

Hintergrund: Herpetologin am Naturhistorischen Museum Wien (NHM). Ich betreue seit mehreren Jahren das Citizen Science Projekt „Amphibien und Reptilien in Österreich unter Beobachtung“. Mitarbeit bei der Erstellung einer Citizen Science Strategie für das NHM. Seit zwei Jahren im Team der Citizen Science Kontaktstelle des NHM.

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Florian Heigl

Heigl F

Bereich: Ökologie, Open Access

Hintergrund: Ich arbeite als Senior Scientist an der Universität für Bodenkultur Wien, koordiniere hier die Plattform Österreich forscht und betreibe das Citizen Science Projekt Roadkill, in dem wir gemeinsam mit der Bevölkerung Daten zu überfahrenen Tieren sammeln.

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Daniel Dörler

Doerler D

Bereich: Ökologie

Hintergrund: Ich bin Senior Scientist an der Universität für Bodenkultur Wien und einer der Koordinatoren der Plattform Österreich forscht. Ich habe selbst ein Projekt zu invasiven Schnecken durchgeführt (bereits abgeschlossen) und bin jetzt Projektmitarbeiter beim Projekt Roadkill (www.roadkill.at).

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Donnerstag, 28 Januar 2021 15:30

PolliDiversity

Das Citizen Science Projekt „PolliDiversity“ beschäftigt sich mit folgender Frage: „Welche Bestäuber, insbesondere Wildbienen und Honigbienen, bevorzugen die vier ausgewählten Pflanzenarten – Wiesenklee (Trifolium pratense), Kornblume (Cyanus segetum), Klatschmohn (Papaver rhoeas) und Leindotter (Camelina sativa) – in unterschiedlich strukturierten Landschaften als Futterquelle und wie groß ist der Anteil an beobachteten Honigbienen (Apis mellifera)?“

Diese vier Pflanzenarten wurden gewählt, da sie unterschiedliche Blütenformen aufweisen und unterschiedlichen Familien zuzuordnen sind. 

Der Wiesenklee (Trifolium pratense) zählt zur Familie der Schmetterlingsblütler, besitzt einen ährigen Blütenstand aus vielen kleinen Blüten, die verwachsene Kron- und Kelchblätter aufweisen und zählt zu den nektarführenden Blütenpflanzen. Die rot- und blau- reflektierenden Blüten – Bienen können davon nur den Blauanteil wahrnehmen – weisen eine Röhrenlänge von ca. 9 mm auf, sodass der Nektar nur langrüsseligen Hummeln zugänglich ist, die ihn auch in der Regel bestäuben. Honigbienen können an Wiesenklee nur Pollen sammeln. 

Die Kornblume (Cyanus segetum) gehört zur Familie der Korbblütler und weist somit einen Blütenkorb auf, der aus vielen Röhrenblüten besteht. Die Blütenblätter reflektieren durchgehend im Blaubereich, zusätzlich außen mit UV, sodass für UV-wahrnehmende Insekten wie Bienen ein deutlicher Rand-Mitte-Kontrast entsteht. Das Nektarangebot ist bei einer Corollalänge von ca. 3 mm auch für kurzrüsselige Bienen und manche Fliegen zugänglich, Pollen für alle Blütenbesucher.

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) zählt zur Familie der Mohngewächse und wurde ausgewählt, da er eine offene rot- und UV-reflektierende Blüte besitzt. Der Klatschmohn besitzt keinen Nektar, ist aber sehr pollenreich und wird von Honigbienen und Hummeln vor allem am Vormittag sehr intensiv besucht.

Der Leindotter (Camelina sativa) zählt zu den Kreuzblütengewächsen, reflektiert im Gelb-, Rot- und UV-Bereich und hat ein reiches Angebot von Nektar und Pollen, weshalb er von diversen Bestäubern gerne besucht wird (vgl. Flügel, 2018).

Versuchsaufbau: 

Citizen Scientists erhalten Saatgut für ca. 4 m² Fläche (im eigenen Garten oder am Balkon in Töpfen) zur Aussaat der vier Pflanzenarten: Wiesenklee (Trifolium pratense), Kornblume (Cyanus segetum), Klatschmohn (Papaver rhoeas) und Leindotter (Camelina sativa). Die Aussaat sollte im besten Fall schon Ende März 2021 (sobald die ersten Frühblüher sichtbar werden), aber bis spätestens Ende April 2021 erfolgen. 

Versuchsvorbereitungen

Um den Citizen Scientists eine Bestimmung und eine Projektteilnahme zu ermöglichen, werden folgende Materialien mit der fachlichen Unterstützung von Wildbienenexperten Dr. Johann Neumayer erstellt und digitalisiert bereitgestellt: 

  • Einführender Workshop via Zoom
  • Informationsmappe: 
    • Versuchsanleitung
    • Informationsmaterialien zum Thema Bestäuber
  • Einfacher Bestimmungsschlüssel für ausgewählte Bestäuberarten (Wildbienen, Hummeln – 6 häufigste Arten, häufige Tagfalter, Schwebfliegen, häufige blütenbesuchende Käfergruppen)

Die Materialien werden in unterschiedlicher fachlicher Tiefe erstellt und fachdidaktisch an unterschiedliche Altersgruppen angepasst. 

Versuchsdurchführung:

Die Aufgabe der Citizen Scientists ist es, an mehreren Tagen von Mai bis Ende Juli (abhängig von der Blütezeit der Pflanzen) zu ermitteln, welche Pflanzenart von bestimmten Bestäubern bevorzugt als Futterquelle angeflogen wird. 

Da die Strukturen der Landschaft in der Umgebung in einem Umkreis von bis zu 150 m ausschlaggebend für das Vorkommen von Bestäubern sind, sollen Teilnehmer*innen zu Beginn des Monitorings eine Standortanalyse durchführen. Eine Anleitung, wie diese durchzuführen ist, wird ebenfalls im Workshop und in der Versuchsanleitung thematisiert; eine Vorlage wird bereitgestellt. Bei der Standortanalyse soll vor allem darauf geachtet werden, ob es Waldränder oder (Feld-)hecken mit Totholz gibt und ob Streuobstwiesen, Magerwiesen, staudenreiche Gewässerränder oder andere Blühflächen vorhanden sind. Auch das Vorhandensein von trockenen hohlen Pflanzenstängeln, Totholz, vegetationsfreien Bodenstellen oder Insektenhotels sollte dokumentiert werden. 

Das Monitoring sollte an möglichst vielen Tagen an drei unterschiedlichen Tageszeiten bei Tageslicht durchgeführt werden. Auch das Wetter spielt eine Rolle, da viele Wildbienen wie die meisten anderen Blütenbesucher bei sonnigem Wetter häufiger anzutreffen sind, dagegen bei Regen oder starkem Wind aber kaum. Daher werden Wetterdaten von den Standorten begleitend ausgewertet. 

Preise werden in zwei unterschiedlichen Kategorien vergeben: Schulklassen und Privatpersonen. In beiden Kategorien werden die Preise unter den fünf besten Teilnahmen mit den meisten qualitativ hochwertigen Meldungen (gut dokumentierte Beobachtungen mit Bildbeweisen) verlost. 

In der Kategorie "Schulklassen" gibt es Geldpreise für die Klassenkasse zu gewinnen: 1. Platz: 1000 Euro, 2. Platz: 750 Euro, 3. Platz: 500 Euro

In der Kategorie "Privatpersonen" gibt es tolle Sachpreise zu gewinnen, wie zum Beispiel eine Systemkamera und Kurzurlaube am Bauernhof. 

Montag, 14 Dezember 2020 15:52

AG Strategie

Leiter: Florian Heigl, Daniel Dörler und Ronald Würflinger

Ziel: Entwicklung einer Strategie inklusive Maßnahmenplan für die Entwicklung des Citizen Science Network Austria und der dazugehörigen Plattform Österreich forscht bis 2025.

Im Rahmen des Plattformtreffens am 03. Dezember 2020 wurde von allen anwesenden Partner*innen beschlossen, diese Arbeitsgruppe zu gründen, um das oben genannte Ziel zu erreichen.

Die Arbeitsgruppe versteht sich als offener Zusammenschluss von Partner*innen im Citizen Science Network Austria, d. h. jede*r im Netzwerk ist willkommen, in der AG mitzuarbeiten und so die kommenden 5 Jahre des Citizen Science Network Austria maßgeblich zu gestalten. Es sollen die wichtigsten Handlungsfelder für Netzwerk und Plattform diskutiert und festgelegt werden, auf denen der Fokus der Arbeit bis 2025 liegen soll. Gleichzeitig soll eine Struktur etabliert werden, die aufzeigt, welche Arbeiten Teil des Netzwerks sein sollen, aber auch, welche Arbeiten nicht Aufgabe des Netzwerks sind. 

Die handelnden Akteur*innen, welche die Strategie entwickeln, wie auch den Maßnahmenplan umsetzen, sollen dabei eine möglichst große und diverse Gruppe an Partner*innen im Netzwerk einschließen. 

Wenn auch Sie Interesse an der AG haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Dienstag, 06 Oktober 2020 14:05

umfrage

Wie soll sich Citizen Science in Österreich, Deutschland und der Schweiz weiterentwickeln? Jetzt an der Umfrage teilnehmen: https://www.citizen-science.at/blog/umfrage-zum-status-von-citizen-science-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz

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Short News

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    Dienstag, 18 Mai 2021
  • Nächste Woche findet bereits der letzte Vortrag zum Projekt Asiatische Mörtelbiene in unserer Citizen Science Vortragsreihe statt. Im aktuellen Blogbeitrag finden Sie nähere Informationen und den Link zur Anmeldung.

    Dienstag, 11 Mai 2021
  • "10 Jahre senseBox" ist der Titel des nächsten Vortrages in unserer Citizen-Science-Vortragsreihe. Im aktuellen Blogbeitrag finden Sie alle Infos darüber und natürlich den Link zur Anmeldung. Wir freuen uns auf Sie!

    Dienstag, 04 Mai 2021

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