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Citizen Science

Citizen Science wird weltweit unterschiedlich definiert. Einen Überblick der Konzepte und Ideen finden Sie unter "Was ist Citizen Science?"

 

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News

Neuigkeiten rund um Citizen Science in Österreich und der Welt
CC0 by pixabay (https://bit.ly/2IAoT4Y)

Mittwoch, 13 November 2019

CSNA Partner: FH Kärnten

Wir freuen uns sehr, mit der FH Kärnten einen neuen Partner im Citizen Science Network Austria (CSNA) begrüßen zu dürfen! Die Fachhochschule Kärnten ist eine dynamische und dialogorientierte Hochschule für angewandte Wissenschaften mit regionaler Verwurzelung und internationaler Ausrichtung. Sie ist in den Schwerpunktfeldern Gesundheit und Soziales, Technik und Wirtschaft tätig. Ihre Kernaufgaben liegen in den Bereichen Studium und Lehre, angewandte Forschung, Wissenstransfer und Weiterbildung. Die Studien‐, Weiterbildungs‐ und Dienstleistungsangebote sowie die Forschungsthemen orientieren sich an den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft. Die FH Kärnten entwickelt Wissen methodisch weiter, um zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen der Gesellschaft beizutragen.

Im Rahmen der 4. IARA Jahrestagung Mitte Oktober zum Thema "Gemeinsam sind wir Forschung?! Mit Citizen Science zu mehr Lebensqualität im Alter" wurde das unterzeichnete Memorandum of Understanding des CSNA feierlich überreicht und wir freuen uns sehr, dass die FH Kärnten das Netzwerk seit diesem Tag mit ihrer Expertise bereichert.

Freitag, 08 November 2019

Blog: Citizen Science Hackathon 2019

Die Idee, einen Hackathon zu veranstalten ging uns seit geraumer Zeit durch den Kopf.

Im Hinblick auf die näher rückenden Feiertage erschien es für uns ideal solch ein Event noch dieses Jahr ins Leben zu rufen. Zusammen mit meinen Kollegen (Artemii Novoselov & Florian Fuchs) und der gesamten Unterstützung des Instituts für Geophysik und Meteorologie organisieren wir unseren ersten Citizen Science Hackathon, welcher am Nikolauswochenende (06-08.12) stattfinden wird!

Im Folgenden will ich kurz erklären worum es da eigentlich gehen soll:

Was ist ein Hackathon?

  • Hackathons sind Events, bei denen in einem relativ kurzen Zeitraum (von 1-3 Tagen) Probleme gelöst werden oder Prototypen (Apps, Webseiten) für neue Produkte entwickelt werden
  • sie stellen eine gute Möglichkeit dar sich mit anderen Technikbegeisterten und kreativen zu vernetzen und gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten
  • so wird gemeinsam in einem spielerischen Format und ohne Druck nach Lösungen gesucht, die eventuell auch einen Mehrwert für die Gesellschaft haben
  • sie stellen sozusagen einen Spielplatz für Innovationen dar
  • Teilnehmer gehen nach solchen Events häufig energetisiert und motiviert heraus und so ist im Anschluss schon so manches StartUp gegründet worden

Was haben wir vor?

Gefragt wird nach Leuten, die bereits Ideen haben, aber sonst oder in ihrem Kontext noch keine Möglichkeit hatten an diesen kleinen Projekten zu arbeiten. Ebenfalls ein großer Bestandteil sind häufig Entwickler oder einfach Menschen mit Erfahrung im Bereich Programmierung, die auch Vertraut mit der Auswertung von Daten sind. Außerdem sind im allgemeinen kreative Köpfe dazu aufgerufen daran teilzunehmen. Jeder, der interesse daran hat herauszufinden wie so ein Event aussehen kann und was man dabei lernen kann ist eingeladen!

Als Geophysiker und Seismologen arbeiten wir an unserem Institut hauptsächlich mit seismischen Daten. Was dieses Event aber keinesfalls auf das Gebiet beschränken soll! Es hängt auch vom Interesse der Teilnehmer ab, ob es einen Workshop zum Thema:

"How to access freely available seismic data and what can I do with it?"

geben wird.

Bei dem offenen Format wie wir den Hackathon abhalten wollen gibt es drei Kategorien von Teilnehmern:

  • Idea Founder: Jemand, der bereits mit einer Idee oder einem offenen Projekt zu uns kommt an dem er mit seinem Team arbeiten wird
  • Person of Action: die Task Force, die sich einem Idea Founder anschließt und mit ihrem Wissen dazu beiträgt die Aufgabe zu bestreiten
  • Volunteers: sind allgemein Interessierte und all diejenigen, die mit ihrer guten Laune und für eine gute Atmosphäre sorgen

Was sind die Projekte?

Es gibt bereits ein paar Vorschläge zu Projekten, welche zugegebenerweise durch unseren Fokus etwas eingefärbt sind:

  • In einem Projekt soll es darum gehen eine App zu entwickeln mithilfe der es möglich sein soll die Position von Felsstürzen zu melden und so möglicherweise zu einer Verbesserung der Gefahrenabschätzung beitragen.
  • In einem anderen Projekt werden die seismischen Signale von U Bahnen der Wiener Linien analysiert und mittels machine learning Methoden geschaut, ob sich diese eindeutig zuordnen lassen.

Thematisch kann es auch ganz anders aussehen und dem Ideen Spielraum sollen hier keine Grenzen gesetzt sein. Je mehr Ideen, desto besser!

An wen richtet sich unser Event?

Im Prinzip an jeden, der Lust hat auf eine Wochenende voller Spaß und in spielerischer Umgebung Probleme zu lösen. Technikbegeisterte, Studenten, Kreative, von Anfänger bis Domain Experte. Es schadet nicht, wenn man sich etwas mit Programmierung auskennt, aber es ist auch kein Muss.

Für Verpflegung wird gesorgt. Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos! Also macht mit und seid dabei! Wir freuen uns auf euch!

Die Fakts in Kürze:

Wann: 06.-08. Dezember 2019
Wo: Althanstraße 14, 1090 Wien (genauer Raum wird noch bekannt gegeben)
Anmeldung und weitere Infos unter: https://www.eventbrite.com/e/citizen-science-hackathon-tickets-77983056421?aff=CSG 

Dienstag, 05 November 2019

Blog: Fragen über Fragen - Was brennt Jugendlichen unter den Nägeln?

Was und wie wollen wir gemeinsam Forschen? - Jugendliche geben Antworten: Auswertung des Science Cafés im Rahmen des 1. Junior Biologicum 2019 in Grünau im Almtal

Autorinnen: Anett Richter, Gudrun Gegendorfer und Didone Frigerio

Hintergrund

Am Donnerstag, den 03.10.2019 fand in Grünau im Almtal in Österreich das 1. Junior Biologicum statt. Über 150 OberstufenschülerInnen aus neun Schulen aus drei österreichischen Bundesländern sind der Einladung der Konrad Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien gefolgt, um aus erster Hand Einblicke in aktuelle Forschungsbereiche  zu erhalten. Nach der Eröffnung des Junior Biologicums durch die Bürgermeister und VertreterInnen der Forschungseinrichtungen stellten zehn WissenschaftlerInnen aus Österreich, Deutschland und Israel ihre Forschung aus den Gebieten Verhaltensbiologie, Paleogenetik, Epigenetik, Citizen Science und  Phänologie in kurzen Impulsvorträgen (10 Minuten) vor. 

Nach einer kulinarischen Stärkung zu Mittag folgte das Science Café, bei dem die SchülerInnen in 4 x 30 Minuten in Kleingruppen (max. 17 Personen) mit den Vortragenden ins Gespräch kommen konnten.  

Was ist ein Science Café?

Science Cafés sind interaktive Veranstaltungen die den direkten Austausch zwischen WissenschaftlerInnen und der Öffentlichkeit ermöglichen. Zu einem bestimmten Thema stimmen geladene ExpertInnen mit kurzen Vorträgen ein. Anschließend stellen die TeilnehmerInnen in großer Runde oder an einzelnen Tischen Fragen und eine lebhafte Diskussion kann entstehen.

Wie wurde das Science Café im Rahmen des Junior Biologicums durchgeführt?

Im Science Café erhielten die SchülerInnen die Möglichkeit, sich mit WissenschaftlerInnen in einen gemeinsamen Austauschprozess zu begeben. Fragen der SchülerInnen wurden direkt an die Forschenden adressiert und gemeinsam wurde nach Antworten gesucht. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit auch Fragen der Jugendlichen aufzugreifen, die sie an die Wissenschaft allgemein richten und als besonders wichtig erachten.

Dr. Anett Richter, Wissenschaftlerin am Thünen Institute in Braunschweig, ist in ihren vier Science Café Runden zum Thema Citizen Science gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Suche nach Motiven und Themen der Jugendlichen gegangen. In insgesamt vier moderierten Runden von jeweils 25 bis 30 Minuten wurden die SchülerInnen ermuntert, Motive für die Beteiligung an Forschung und Themen für die Forschung zu formulieren und vorzustellen.

Motive von Jugendlichen gemeinsam zu forschen

Die offene Diskussionsrunde zu den Motiven der Jugendlichen an einer Beteiligung an Forschungsphasen zeigte, dass ein hohes Bewusstsein über die Bedeutung von Datenerhebung bei den Jugendlichen vorliegt. Datenerfassung durch Jugendliche sei besonders wichtig, da die Generierung von Daten ein wichtiger Beitrag der Jugendlichen sein kann, um gegenwärtige globale Probleme zu lösen. Ein weiteres Motiv von Jugendlichen sich an einer wissenschaftlichen Fragestellung zu beteiligen, ist der Wunsch und die Hoffnung einen Diskurs entlang der Disziplinen zu führen. So wurde vielfach erwähnt, dass gemeinsames Forschen das Zusammenführen von Argumenten aus unterschiedlichen Disziplinen und Forschungsbereichen beinhaltet (z.B. Religion vs. Evolution). Hierzu besteht bei den Jugendlichen ein großes Interesse, welches vielfach im schulischen Kontext nicht erfüllt wird.

Welche Fragen stellen Jugendliche?

Insgesamt 36 Fragen haben die Jugendlichen formuliert und mit der Gruppe geteilt. Wir haben die Fragen in 4 Fragenkomplexe (Abb. 1) eingeteilt:

  • Im ersten Komplex vereinen sich Fragen der Kategorie „Wie funktioniere ich?“. Fragen dieser Kategorie basieren auf einem genuinen Bedürfnis der Jugendlichen nach mehr Wissen über physiologische und psychologische Funktionsweisen des eigenen Körpers (z.B. Alterungsprozesse im Menschen, Interaktionen mit der Umwelt, Gedanken und Gefühle, Stärken und Schwächen).
  • Im zweiten Komplex vereinen sich Fragen der Jugendlichen in der Kategorie „Woher komme und wohin gehe ich?“. Diese Kategorie an Fragen ist durch eine stark philosophische und theologische Betrachtung und Herangehensweise gekennzeichnet. So wurde von den Jugendlichen zum Ausdruck gebracht, dass sie sich bei Forschung über das „Wer bin ich, woher komme ich und welchen Ursprung des Lebens gibt es“ einbringen möchten (z.B. Existenz von ewigem Leben, Entstehung von Leben). Dieser Fragenkomplex enthält Fragen, die sich mit den Vorstellungen von richtig und falsch auseinandersetzen und zur Meinungsbildung der Jugendlichen beitragen.
  • Im dritten Fragenkomplex sind Fragen zusammengefasst, die sich mit „Warum wissen wir so wenig?“ beschäftigen. Persönliche Betroffenheit über ein Defizit an Wissen stellt die Basis dieser Kategorie dar. Fragen wie z.B. „Warum gibt es noch keine Maßnahmen gegen Krebserkrankungen, … kein Wohl für alle, …wenig Verwendung von pflanzlichen Stoffen, …warum und wie entsteht Rassismus“ stehen stellvertretend für diese Kategorie.
  • Der vierte Fragenkomplex bündelt Fragen, die sich auf die Beobachtungen von natur- und sozialwissenschaftlichen Phänomenen aus der näheren Um- und Lebenswelt der Jugendlichen beziehen. Die Jugendlichen sind interessiert gemeinsam mit Forschenden den Fragen nach den Zusammenhängen zwischen Menschen und Sprachentwicklung, Mensch und Klimawandel oder Mensch und Weltraum zu beschäftigen.

Abb.12

Abbildung 1: Fragenkomplex auf der Grundlage aller gestellten Fragen der Jugendlichen auf dem 1. Junior Biologicum in Grünau im Almtal in Österreich. Icon made by Freepik from www.flaticon.com

 

Insgesamt stellten wir fest, dass die Jugendlichen ein breites Fragenspektrum aufwiesen, welches sie gerne gemeinsam mit Forschenden beantworten würden. Vielfach wurde erwähnt, dass im schulischen Alltag wenige Möglichkeiten bestehen, interdisziplinäre Herangehensweisen zu nutzen und Fragen der Jugendlichen zu adressieren. Neue Formate, wie z.B. Citizen Science oder Co-Learning (https://colearning.at/) können hier ansetzen, um gemeinsam die Entwicklung von Forschungsfragen und Forschungsdesign bis hin zur Auswertung und Kommunikation von Forschungsergebnissen umzusetzen und neue Lernstrategien auszuprobieren.

Übereinstimmungen mit der Agenda 2030

Die von den Jugendlichen erfassten Fragen und Anliegen decken sich mit den Forderungen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet die Agenda 2030 umzusetzen und auf die 17 nachhaltigen Entwicklungszielen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 hinzuarbeiten.  Ziele wie die Beseitigung extremer Armut, die Bekämpfung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit, Maßnahmen zum Klimaschutz und hochwertige Bildung sind angeführt und wurden ebenso von den Jugendlichen als wichtige Fragen formuliert. Die Methode Citizen Science, in der Anwendung im schulischen und außerschulischen Bereich, kann somit auch einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 Ziele darstellen.

Reflexion: Science-Cafés und Junior Biologicum 2019

Das Science- Café war ein erfolgreiches Format (Abb. 2), in welchem sich ExpertInnen und SchülerInnen auf Augenhöhe begegnen konnten. Die SchülerInnen interessierten sich für Forschung und wünschen verstärkt den gemeinsamen Austausch mit den Forschenden. Jugendliche haben vielfältige Fragen(komplexe) und wünschten sich mehr Disziplinenvielfalt im Unterricht. Entgegen den Erwartungen haben sich in den moderierten Gesprächsrunden zahlreiche Dialoge ergeben, was unter dem Aspekt, dass sich die SchülerInnen teilweise untereinander nicht kannten, als ein besonderer Erfolg des Formates gesehen werden kann. Es wäre wünschenswert, wenn die Fragen der SchülerInnen verstärkt zur Diskussion und zur Beantwortung im schulischen Kontext aufgegriffen werden und auch Forschende sich den Fragen der Jugendlichen annehmen und gemeinsame Formate wählen, um sie zu beantworten. Das Junior Biologicum 2019 hat hierzu initiale Impulse für gemeinsames Forschen gegeben.

Abb.2

Abbildung 2: Feedbackrunde des 1. Junior Biologicums durch eine menti.com Abfrage mit dem Ergebnis, dass die Veranstaltung spannend, lehrreich, interessant und informativ gewesen ist.

 

 

Danksagung

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Organisationsteam der Konrad Lorenz Forschungsstelle bedanken. Ohne die finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Bildung Wissenschaft und Forschung (Programm Sparkling Science) und vom Land Oberösterreich wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Besonderer Dank geht auch an die Volksschule Grünau im Almtal, die uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Für das leibliche Wohl haben Christian K. und sein Team gesorgt.

Mittwoch, 30 Oktober 2019

Blog: Citizen Science-Projekte für den Citizen Science Award 2020 anmelden

Bis 25. November 2019 können sich Forschungsprojekte für die Teilnahme am Citizen Science Award 2020 anmelden. Worum geht es dabei? Der Citizen Science Award ist ein Forschungswettbewerb, der Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen motivieren soll bei ausgewählten Projekten mitzuarbeiten. Die engagiertesten Schulklassen und Einzelpersonen werden im Herbst 2020 im Rahmen einer Festveranstaltung mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet.

Wer kann einreichen und wie?

Citizen Science- und wissenschaftlich ausgerichtete Open Innovation-Projekte, die von österreichischen Forschungseinrichtungen geleitet werden, sind herzlich eingeladen, sich für eine Teilnahme am Citizen Science Award 2020 über ein Online-Formular zu bewerben. Welche Voraussetzungen interessierte Projekte bei der Einreichung erfüllen sollten, können in den Informationen zur Teilnahme eines Projektes am Citizen Science Award 2020 nachgelesen werden. Deadline ist am 25. November 2019.

Warum einreichen?

Für Projekte ergeben sich durch eine Teilnahme am Citizen Science Award neben dem Gewinn motivierter Citizen Scientists noch weitere Vorteile wie z.B.

  • Generierung von neuen Daten und Forschungsbeiträgen
  • Umfassende Bewerbung des Awards und der teilnehmenden Projekte durch das Zentrum für Citizen Science und dadurch Erreichung eines breiteren Personenkreises (Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, Einzelpersonen) in Österreich
  • Know-how-Aufbau durch Workshops sowie Vernetzung und Erfahrungsaustausch mit anderen Citizen Science-Projekten
  • Möglichkeit der persönlichen Kontaktaufnahme mit Citizen Scientists z.B. beim Wiener Forschungsfest oder beim Citizen Science Award-Tag
  • Organisation einer feierlichen Festveranstaltung zur Verleihung der Awards durch das Zentrum für Citizen Science, die eine schöne Bühne für das Projekt bietet

Auswahl der Citizen Science Award-Projekte

Das BMBWF wählt gemeinsam mit dem Zentrum für Citizen Science die Projekte für die Teilnahme am Citizen Science Award 2020 aus. Ziel ist es, interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine möglichst bunte Palette an wissenschaftlichen Projekten anzubieten, welche auch unterschiedliche Formen des Engagements ermöglichen.

Zeitplan

Ende der Anmeldefrist

25. November 2019

Bekanntgabe der Entscheidung bzgl. Projektauswahl

Dezember 2019

Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Zentrum für Citizen Science unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder kontaktieren Sie Marika Cieslinski unter +43 1 53408-437.

Donnerstag, 17 Oktober 2019

Veranstaltung: wissenschaft braucht menschen

Die Umsetzung von wissenschaftlichen Projekten in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern wird immer beliebter. Die interessierten „Citizen Scientists“ formulieren Forschungsfragen, melden Beobachtungen, führen Messungen durch, werten Daten aus oder verfassen Publikationen. Dies ermöglicht nicht nur neue wissenschaftliche Projekte und neue Erkenntnisse, sondern auch einen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, wie er sonst nicht oder nur sehr schwer möglich ist. Doch was ist „Citizen Science“ eigentlich, wie kann die Kooperation zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Bürgerinnen und Bürgern funktionieren, was ist das Ziel und wo finde ich Projekte zum Mitforschen?

Diese und viele weitere Fragen wollen wir bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Stadtbibliothek Innsbruck am 5. November 2019 beanworten. Neben unserem Vortrag wird es für alle Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit geben, Tiroler Citizen Science Projekte auszuprobieren und auch kennenzulernen. Wir freuen uns schon sehr auf diese Veranstaltung und hoffen, viele begeisterte Citizen Scientists und solche, die es noch werden wollen, in Innsbruck begrüßen zu dürfen.

Montag, 07 Oktober 2019

Call for Proposals ÖCSK 2020

Der Call for Proposals für die 6. Österreichische Citizen Science Konferenz im Mai 2020 ist online! Unter dem Motto “Citizen Science: Anspruch und Bedeutung” wird die Österreichische Citizen Science Konferenz 2020 der Frage nachgehen, welche Erwartungen an diese Methode herangetragen werden, wie Citizen Science interpretiert wird - und was Citizen Science am Ende zu leisten vermag.

Die Popularität von Citizen Science hat in den letzten Jahren weltweit zugenommen. Die steigende Anzahl an Publikationen, Projekten und (inter)nationalen Netzwerken belegt dies eindrucksvoll. War der Begriff vor 10 Jahren im deutschsprachigen Raum noch kaum jemandem geläufig, so findet er sich heute in vielen Dokumenten forschungspolitischer Entscheidungsträger und Organisationen wie z.B. der Europäischen Kommission oder auch in Publikationen der Vereinten Nationen. Parallel zur steigenden Popularität von Citizen Science erhöhen sich allerdings auch die an diese wissenschaftliche Methode herangetragenen Erwartungen. So wird im forschungspolitischen Kontext Citizen Science gerne als wissenschaftlicher Ansatz präsentiert, deren Ergebnisse über die Forschung hinauswirken (sollen). Statt nur wissenschaftlich valide Daten und Analysen zu liefern, soll Citizen Science auch das gesellschaftliche Verständnis für Wissenschaft und Forschung erhöhen und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob Citizen Science diesen unterschiedlichen Erwartungen tatsächlich gerecht werden kann bzw. soll und auch, welche Bedeutung Citizen Science in der Wissenschaft zukommt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Einträge!

Freitag, 04 Oktober 2019

CSNA Partner: inatura

Mit großer Freude begrüßen wir unser neuesten und gleichzeitig westlichstes Mitglied im Citizen Science Network Austria: die inatura in Dornbirn. Die inatura ist nicht nur ein interaktiver Ausstellungsraum, wo die Besucherinnen und Besucher alles über die Natur Vorarlbergs erfahren können, sie bietet darüberhinaus auch noch Weiterbildungskurse, Fachberatungen und ist gleichzeitig eine Forschungsstätte. Als eine multifunktionale Institution ist der inatura natürlich auch Citizen Science nicht fremd: sie sieht sich als Drehscheibe für Citizen Science in Vorarlberg und informiert die Vorarlberger Bevölkerung über Citizen Science Projekte, die in der Region durchgeführt werden.

Es freut uns sehr, dass die inatura nun Teil des Netzwerkes ist und wir in Zukunft eng im Bereich Citizen Science zusammenarbeiten werden.

Dienstag, 24 September 2019

Blog: Einladung zum #BioCulturalDiversity Buchsprint: in 2 Tagen zum Manifest

Durch den Verlust von Lebensräumen, Artenvielfalt und den Klimawandel verschmelzen immer mehr Lebensräume miteinander. Die Umweltzerstörung bedroht dabei nicht nur die regionalen Lebensgrundlagen, sondern auch die kulturelle und sprachliche Vielfalt auf der Erde. Welchen Einfluss hat eine globale Konzentration von Sprache und Kultur auf die Fähigkeit menschlicher Gemeinschaften nachhaltig und im Einklang mit der Umwelt zu leben?

Die Vereinten Nationen haben sich 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt (UN Sustainable Development Goals, SDGs), unter anderem für Wohlstand, Frieden und Gerechtigkeit. Um das biokulturelle Erbe mit seinem lokalen sprachlichen und ökologischen Wissen zu schützen sowie alternative wirtschaftliche Praktiken, sind jedoch zusätzliche Anstrengungen nötig.

Der Allgemeinen Erklärung zur kulturellen Vielfalt der UNESCO folgend, rufen wir daher zur Teilnahme an unserem Buchsprint zum Thema #BioCulturalDiversity auf. Gemeinsam verfassen wir im exploration space des Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) einen Beitrag zum Thema Biodiversität in Verbindung mit sprachlicher und kultureller Vielfalt und “sprinten” dabei in zwei Tagen zu einem Manifest. Ziel ist es, in einem gemeinschaftlichen Schreibprozess einen Text zu entwickeln, der später Teil eines Buches sein wird, frei geteilt und online diskutiert werden kann.

Unabhängig von einer Teilnahme am Buchsprint sind alle Schreibfreudigen ebenfalls herzlich dazu eingeladen, einen eigenständigen Text zu unserem Buch Biodiversity in Connection with Linguistic and Cultural Diversity beizutragen - je größer die Vielfalt und Perspektiven umso besser!

Sendet dazu bitte bis Ende September einen kurzen Abriss über euer Thema an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sprinttermine: 23. und 24. Oktober 2019

Ort: Wien (genauer Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben)

Wer kann teilnehmen: Alle Interessierten, die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos

Nähere Informationen und Anmeldung unter: https://www.oeaw.ac.at/acdh/detail/event/workshop-biodiversity-in-connection-with-linguistic-and-cultural-diversity/

 

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Mittwoch, 11 September 2019

Blog: Session zu Citizen Science und Datenqualität auf der GFÖ in Münster

Seit mittlerweile fünf Jahren organisieren wir auf der Jahresversammlung der Gesellschaft für Ökologie Deutschland, Österreich und der Schweiz (GfÖ) eine Session zu Citizen Science in der Ökologie. In diesen Session wird jedes mal ein ausgewählter Schwerpunkt aus diesem Themenbereich präsentiert. In diesem Jahr war der Schwerpunkt auf Bedenken zu Datenqualität und Methoden und Lösungen um diesen Bedenken zu begegnen. Denn die Zuverlässigkeit und Qualität der Daten ist ein wichtiger Aspekt jedes wissenschaftlichen Projekts. Basierend auf den in einem Projekt gesammelten Daten erstellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Modelle, Analysen und Interpretationen, die sowohl politische und gesellschaftliche Entscheidungen als auch den wissenschaftlichen Fortschritt beeinflussen können.  Daher müssen von Anfang an gründliche Qualitätskontroll- und Managementsysteme vorhanden sein, um falsche Annahmen auf der Grundlage fehlerhafter Daten zu vermeiden. In Citizen Science Projekten, in denen Freiwillige an mindestens einem Schritt des wissenschaftlichen Prozesses beteiligt sind, sind solche Qualitätskontrollmechanismen äußerst wichtig, insbesondere wenn wir an Massenbeteiligungsprojekte denken, in denen Tausende von Teilnehmerinnen und Teilnehmer Daten sammeln. Daher wollten wir in dieser Session unter anderem folgende Fragen diskutieren: Wie können wir sicherstellen, dass Daten auf wissenschaftlich korrekte Weise erhoben werden? Welche Best-Practice Beispiele für das Datenqualitätsmanagement gibt es in ökologischen Citizen Science Projekten? Welche Voraussetzungen und Einschränkungen gibt es für die Datenqualität in Citizen Science Projekten?

Am 11. September zeigten schließlich fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihren Vorträgen Ansätze um die oben beschriebenen Fragen zu beantworten. So zeigte zum Beispiel Diane Bowler eine Modellierung von Libellenvorkommen in Deutschland, welche komplett auf Citizen Science Daten beruht. Diese Modellierung zeigte, unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte wie die aufgewandte Zeit von Citizen Scientists, dass die Daten eine sehr robuste Aussage über die Populationstrends von 77 Libellenarten in Deutschland zulassen. Trotzdem wurde geschlussfolgert, dass eine standardisierte Datenerhebung besser wäre. 

Ein weiterer Vortrag gab Einblick in die Datenerhebung zu Vogel-Zugstrecken mit Citizen Science in Ost-Asien basierend auf dem Projekt ebird. Dort wird die Vogelbeobachtung derzeit zum Trend, wobei Beobachter natürlich in dichter besiedelten Gebieten wie Peking weitaus häufiger sind, als am Land, was immer wieder zu einer Verzerrung der Datenlage führt. Wieland Heim zeigte jedoch, wie man durch einen Vergleich mit anderen Datensätzen dieser Verzerrung begegnen kann.

Moira McKee wählte einen komplett anderen Zugang zur Thematik der Session und zeigte, wie man bereits in der Ausbildung zukünftiger Ökologinnen und Ökologen ansetzen kann um diese nicht nur auf eine akademische Karriere vorzubereiten, sondern auch in Karrieren außerhalb der Universität wie Naturschutzvereinen oder ähnliches. Ein starker Fokus wurde hier auf angewandtes Lernen gelegt.

Wer kennt es nicht, man steht auf einer Wiese oder in einem Wald und würde gerne wissen, welche Pflanze vor einem wächst. Alice Deggelmann und ihr Team möchten dieser Wissenslücke mit einer App begegnen. Dazu sollen Millionen Fotos von Pflanzen und Pflanzenteilen gesammelt werden, um diese durch Expertinnen und Experten bestimmen zu lassen und damit Algorithmen beizubringen, diese Erkennung automatisch durchzuführen. So soll in Zukunft diese App anhand eines Fotos einer Pflanze sagen können, um welche Art es sich handelt. Der Aufruf zur Fotosammlung funktionierte so gut, dass die Gruppe bereits über 25.000 Einsendungen bekommen und bestimmt hat.

Im letzten Vortrag von Rainer Krug ging es um Metadaten. Warum uns diese eher trockene Thematik interessieren sollte, wurde eindrücklich bewiesen indem er das Publikum gleich zu Beginn fragte, wer sich noch daran erinnert wo die Daten der eigenen Masterarbeit liegen und ob man noch weiß, was die einzelnen Spaltenbeschriftungen bedeuten. Da es den meisten Personen im Publikum schwer fiel hier positiv zu antworten, war schnell klar, es braucht Informationen zu den gespeicherten Daten, die leicht verständlich und leicht auffindbar sind, damit erhobene Daten  wiederverwendet werden können. Und genau das liefern Metadaten.

Auch ein Poster wurde in unsere Session präsentiert. In diesem Poster wurde das in Österreich beheimatete Projekt “Ein Frosch im Wassertropfen” vorgestellt, in welchem mittels eDNA bestimmt werden kann, welche Amphibienarten in einem bestimmten Gewässer vorkommen oder vor kurzem vorhanden waren.

Das Interesse an unserer Session ist auch nach fünf Jahren ungebrochen groß. So waren ungefähr 100 Personen im Saal, die sich durch ihre Fragen während der Diskussion äußerst interessiert an der Methode Citizen Science gezeigt haben.

Wir freuen uns natürlich sehr über dieses Interesse,  welches uns gleichzeitig motiviert auch nächstes Jahr wieder eine derartige Session auf der GFÖ2020 zu organisieren.

Montag, 09 September 2019

Call: Geschichte(n) der Citizen Science in Österreich

Geschichte(n) der Citizen Science avant la lettre in Österreich, 1850 bis 1950

Citizen Science hat sich in den letzten Jahren als neuer Sammelbegriff für wissenschaftliche Projekte etabliert, bei denen professionelle ForscherInnen mit „Laien“ zusammenarbeiten und gemeinsam – und in manchen Fällen sogar ohne die Hilfe von ForscherInnen – für neue Erkenntnisse sorgen. Solche Aktivitäten haben nicht zuletzt durch neue technische Möglichkeiten (insbesondere dank Smartphone und Applikationen) einen starken Schub erfahren. Längst haben sich eigene Plattformen und Netzwerke für Citizen Science etabliert – in Österreich etwa Citizen-Science.at mit rund 50 Projekten. Parallel existieren spezialisierte Fachjournale zu Citizen Science (z.B. Citizen Science: Theory and Practice) sowie eigene Konferenzen (z.B. Österreichische Citizen Science-Konferenz).

Was in der mittlerweile umfangreichen Fachliteratur zum Teil aber noch fehlt, sind Arbeiten zu historischen Citizen Science-Projekten – also zu einschlägigen Projekten mit BürgerInnen-Beteiligung, die durchgeführt wurden, bevor der Begriff Citizen Science noch geläufig war. Tatsächlich entspricht einiges von dem, was früher als Amateurwissenschaft bezeichnet wurde, den gängigen Kriterien von Citizen Science, also der Einbindung von „Laien“ in den wissenschaftlichen Forschungsprozess.

Für einen geplanten Sammelband zur Geschichte von Citizen Science in Österreich bzw. den Ländern der ehemaligen k.k. Monarchie sollen dabei die Jahre ab etwa 1850 im besonderen Fokus stehen, als die Institutionalisierung akademischer Forschung (etwa die Gründung von Akademien, wissenschaftlichen Fachgesellschaften, staatlichen Forschungsinstitutionen etc.) bereits begonnen hat. Beispiele für Citizen Science avant la lettre wären in Österreich bzw. Mitteleuropa etwa die Meteorologie mit der Einrichtung eines Netzwerks an Beobachtungsstationen unter Einbindung von Laien, die auch Grundlage für Pionierarbeiten in der frühen Klimaforschung waren. Ähnliches gilt für die Seismologie. (Für beide Bereiche vgl. die rezenten Arbeiten von Deborah Coen.)

Es existieren aber natürlich auch noch viele andere Bereiche und Disziplinen, in denen die Einbindung von Laien zum Teil bis heute üblich ist: Neben frühen ökologischen Forschungen gibt es Citizen Science in der Astronomie, aber auch in etlichen Sozial- und Geisteswissenschaften. Ein Beispiel für Letztere wäre die Erstellung von Mundartenlexika, zu denen sehr oft Laien zur Datengewinnung herangezogen wurden.

Für den ins Auge gefassten Sammelband zur Geschichte von Citizen Science in Österreich und Mitteleuropa, dessen Untersuchungszeitraum bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gehen soll, suchen wir Beiträge auf Deutsch oder Englisch, die exemplarische Projekte (oder auch zeitgenössische Diskussionen) früher „BürgerInnenwissenschaft“ quer durch alle Wissenschaftsbereiche aufarbeiten. Neben Fallstudien zu konkreten Projekten aus verschiedenen Disziplinen können auch spezielle Institutionalisierungen von Citizen Science (etwa in Form von wissenschaftlich ambitionierten Fachgruppen an den frühen Volkshochschulen oder spezielle Vereine wie die der frühen Aquarianer) untersucht werden.

Wichtig bei all dem sind zwei Kriterien: Erstens soll es um Laienbeteiligung in der Wissenschaftsproduktion gehen und nicht um Laien als Zielgruppe der Wissenschaftsvermittlung; zweitens sollten diese Laien im Kollektiv an dieser Erkenntnisgewinnung beteiligt gewesen sein und nicht als einzelne AmateurforscherInnen.

Abstracts in der Länge von bis zu 3.000 Zeichen und alle Anfragen zum Thema nimmt Klaus Taschwer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bis 31.12.2019 gerne entgegen. Die endgültigen Beiträge sollten bis Herbst 2020 vorliegen und sollten nicht länger als 30.000 Zeichen sein. Ein erster Workshop mit Beiträgen zum Thema ist bei der nächsten Österreichischen Citizen Science-Konferenz am 6. und 7. Mai 2019 in Wien geplant. Weitere Tagungen und zumindest ein Sammelband mit Veröffentlichungen zum Thema sind im Anschluss daran geplant.

Herausgeber: Klaus Taschwer, Daniel Dörler und Florian Heigl

 

---english version---

History of Citizen Science avant la lettre in Austria, 1850 to 1950

In recent years Citizen Science has established itself as a new term for scientific projects in which professional researchers collaborate with "lay people" and create new knowledge together – and in some cases even without the help of researchers. Such activities have received a strong boost thanks to new technical possibilities such as smartphones and applications in particular. Citizen science platforms and networks have been established - in Austria, for example, Citizen-Science.at with around 50 projects. At the same time there have emerged journals on citizen science (e.g. Citizen Science: Theory and Practice) as well as own conferences (e.g. Austrian Citizen Science Conference).

What is still missing in the extensive literature, however, are works on historical citizen science projects - i.e. on relevant projects with citizen participation that were carried out before the term citizen science was established. In fact, some of what used to be called amateur science corresponds to the common criteria of citizen science, i.e. the involvement of "lay people" in the scientific research process.

For an anthology on the history of citizen science in Austria and in the countries of the former Habsburg Monarchy, the years from about 1850 onwards should be a special focus, when the institutionalization of academic research (such as the founding of academies, scientific societies, state research institutions, etc) has already been underway. Examples of citizen science avant la lettre in Austria and Central Europe would be meteorology with the establishment of a network of observation stations with the involvement of lay people, who were also the basis for pioneering work in early climate research. The same also applies to seismology, for both see e.g. the publications by Deborah Coen. 

Of course, there are also many other areas and disciplines in which the involvement of laypersons is still common today: In addition to early ecological research, there is citizen science in astronomy, but also in many social sciences and the humanities. An example of the latter would be the production of dialect encyclopedias, in which lay people were very often consulted for data collection.

For the envisaged anthology on the history of citizen science in Austria and Central Europe until the middle of the 20th century, we are looking for contributions in German or English that deal with exemplary projects (or contemporary discussions) of “early citizen science" across all fields of science and the humanities. In addition to case studies on concrete projects from various disciplines, special institutionalizations of citizen science (e.g. in the form of scientifically ambitious specialist groups at early adult education centers or special associations such as those of early aquarists) can also be investigated.

Two criteria are important in all of this: Firstly, it should be about lay participation in science production and not about lay participation as a target group of science mediation; secondly, these lay people should have been collectively involved in this acquisition of knowledge and not as individual amateur researchers.

Klaus Taschwer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) will be happy to receive abstracts up to 3,000 characters long and all inquiries on the topic until 31 December 2019. The final contributions should be available by autumn 2020 and should not be longer than 30,000 characters. A first workshop with contributions on the topic is planned for the next Austrian Citizen Science Conference on 6 and 7 May 2020 in Vienna. Further conferences and at least one anthology with publications on the topic are planned to follow.

Editors: Klaus Taschwer, Daniel Dörler and Florian Heigl

Montag, 09 September 2019

Blog: CROWDFUNDERS’ HUB 2019

Zum bereits dritten Mal wird in Wien ein kostenloses Trainingsprogramm für Crowdfunding angeboten. Initiiert wird dieser Kurs vom Wissenstransferzentrum Ost, einer Plattform für Wissenstransfer, Wissensverwertung und Wissenschaftskommunikation aller österreichischen Universitäten und Fachhochschulen. Um eine Teilnahme bewerben können sich Absolvent_innen, Forscher_innen und Studierende in der Abschlussphase aller österreichischen Hochschulen – bis 25. September 2019.

www.bit.ly/crowdcall19

Ihr seid zum Beispiel ein interdisziplinäres Team (z.B. BOKU Absolvent_innen und Grafik Designer_innen) und wollt eine Agentur für Beratung und Vermittlung von Themenstellungen rund um die Sustainable Development Goals (SDGs) betreiben. Die Crowdfunding Kampagne hilft euch dabei, ein Portfolio für die ersten Zielgruppen aufzubauen und einen Webauftritt für die Agentur zu finanzieren.

Ihr seid ein Team aus Sozialarbeiter_innen, Architekt_innen und Genderforscher_innen und entwickelt mobile Wohneinheiten für Obdachlose und Katastrophenopfer. Die Crowdfunding-Kampagne soll als erster Schritt zur Aufbereitung der Inhalte und zur Markterschließung genutzt werden.

Eine Lebensmittellogistikerin an der Fachhochschule und ein Doktorand im Bereich Kommunikationswissenschaften erarbeiten neuartige Konzepte um „Food Waste“ zu verringern. Mit der Crowdfunding-Kampagne werden erste Konzepte getestet und einzelne Projekte via einer Onlineplattform entwickelt und umgesetzt.

All diese und noch viele weitere Ideen können im Workshop umgesetzt werden!

Freitag, 06 September 2019

Blog: Wir suchen die schönsten Bilder rund um das Thema Citizen Science!

Wir suchen die schönsten Bilder rund um das Thema Citizen Science!

Citizen-Science Fotochallenge im Rahmen der European Researchers‘ Night

Am 27. September findet die European Researchers‘ Night europaweit statt. Unter dem Titel „Forschung für uns alle“ wird diese auch in Wien abgehalten. Im Vorfeld dieser Veranstaltung laden wir Sie ein, Ihre besten Fotos zum Thema Citizen Science einzureichen und tolle Preise zu gewinnen (z.B ein Reisegutschein im Wert von bis zu 150€). Schickt uns euer Foto, welches zeigt, wie ihr euch bei einem Citizen Science-Projekt beteiligt, eure schönste oder skurrilste Entdeckung, euren Aha-Moment oder ähnliches. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt ;-)

So funktioniert‘s:
Ladet euer bestes Foto auf der Facebook-Seite der European Researchers‘ Night (https://www.facebook.com/sci4all.eu/) mit einer kurzen Bildbeschreibung und dem Hashtag #citizensciencechallenge bis zum 26. September 2019 hoc–h.
Die Gewinner mit den schönsten Bildern werden durch eine Jury bestimmt. Die Anzahl der Likes für die Bilder auf der Facebookseite der European Researchers‘ Night fließt in die Jurybewertung mit ein.
So oder ähnlich kann eure Einsendung aussehen:

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Mit der Einsendung erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Bild honorarfrei und unter Nennung eures Namens in den Userfotos und auf den Social-Media-Kanälen des Sci4All-Konsortiums veröffentlicht werden darf.

European Researchers‘ Night
27.09.2019, 15:00 – 24:00
Universität für angewandte Kunst, Vordere Zollamtstraße 7, 1030
Weitere Details zur European Researchers’ Night in Wien findet ihr hier: sci4all.eu

Freitag, 06 September 2019

CSNA Partner: Alpen-Adria Universität Klagenfurt

Die Universität Klagenfurt hat sich seit ihrer Gründung 1970 als tragende Stimme im Kanon der österreichischen Universitäten, als global vernetzte Forschungsinstitution und als Drehscheibe für Wissenserwerb, Wissensaustausch und Wissenstransfer in der gesamten Alpen-Adria-Region etabliert. Gemeinsam mit den Universitäten Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien gehört sie zu den sechs staatlichen Universitäten mit breitem Fächerspektrum.

Die Forschungsleistungen der Universität Klagenfurt entfalten nationale und internationale Sichtbarkeit. Die Universität Klagenfurt leistet ihren Beitrag zur Lösung der großen gegenwärtigen Probleme durch Bündelung und Stärkung von verschiedenen Forschungsfeldern. Die Etablierung der profilbildenden Forschungscluster Energiemanagement & -technik, Nachhaltigkeit, Selbstorganisierende Systeme und Visuelle Kultur erlaubt ganzheitliche Ansätze und bringt exzellente Forschungsergebnisse. Die Projekte der Universität Klagenfurt sind wichtige Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Kärnten. 

Schon sehr früh waren Projekte der Universität Klagenfurt teil von Österreich forscht. Vor allem Projekte aus dem Bereich Gesundheit und Pflege, sowie immaterielles Kulturerbe gehören dazu. Deshalb freut es uns ganz besonders, dass nun auch die Universität Klagenfurt teil des Citizen Science Network Austria ist und wir heißen sie herzlich willkommen!

Mittwoch, 28 August 2019

Citizen-Science Projekte bei der European Researchers‘ Night 2019

Am Freitag, 27. September gibt es bei der European Researchers‘ Night in Wien „Forschung für uns alle“. Über 60 verschiedene Aussteller präsentieren auf der Universität für angewandte Kunst ihre wissenschaftlichen Themen und Innovationen, die von 3D-Druck und DNA-Forschung bis hin zu „Future Foods“ und Sprachwissenschaften reichen. Auch einige der Projekte von Citizen Science Austria werden teilnehmen, Interessierte informieren und zum Mitmachen und Forschen auffordern.

Die European Researchers‘ Night wird nicht nur in Wien, sondern zeitgleich europaweit abgehalten. Durch die Unterstützung aus Fördergeldern der EU können in insgesamt 371 Städten Projekte und öffentliche Veranstaltungen realisiert werden. Diese sollen Forschung und Öffentlichkeit näher zusammenbringen, die vielfältigen Möglichkeiten der Wissenschaft aufzeigen und besonders den Einfluss auf unser tägliches Leben sichtbar machen. Österreichs Beitrag will mit wissenschaftlichen Stationen, verschiedenen Workshops, und einer Forschungsrallye besonders junge Menschen begeistern zu Forschen und Wissenschaft mit eigenen Händen zu begreifen. Am 27. September haben Interessierte unter anderem die Möglichkeit Roboter zu bauen und zu programmieren, „Future Foods“ wie Grashüpfer zu probieren und können herausfinden was in einem Teilchenbeschleuniger passiert. Besonders Frauen sind eingeladen, die Angebote an den technischen und naturwissenschaftlichen Stationen auszuprobieren und Neues kennenzulernen.
Auch Citizen-Science Projekte sind bei der European Researchers‘ Night vertreten. Die Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal wird ihre Citizen-Science-Apps vorstellen, und mit Spielen und Rätseln ihre Forschungsarbeit begreifbar machen. Biochar lädt ein vor Ort ein, ein eigenes Experiment mit Biokohle und Bohnen zu starten, am Roadkill-Stand wird gerätselt und natürlich ist auch Österreich forscht dabei! Bei unserem Stand könnt ihr Citizen Science in Österreich kennenlernen und in alle Projekte eintauchen!
Neben den spannenden Wissenschaftsstationen dürfen sich Besucher in Wien auch auf ein buntes Rahmenprogramm freuen: Science Slams, Experimente mit dem Physiker Werner Gruber und drei (rockige) musikalische Beiträge laden zum Verweilen und Zuhören ein.

European Researchers‘ Night
27.09.2019, 15:00 – 24:00
Universität für angewandte Kunst, Vordere Zollamtstraße 7, 1030

Weitere Details zur European Researchers’ Night findet ihr hier:
Für Wien: sci4all.eu
Europa: https://ec.europa.eu/research/mariecurieactions/actions/european-researchers-night_en

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Mittwoch, 07 August 2019

Blog: EEF-Conference in Lissabon

Im wunderschönen Lissabon fand die diesjährige Konferenz der European Ecological Federation (EEF) statt, der wir Ende Juli einen Besuch abstatteten. Die EEF hat das Ziel, die Zusammenarbeit in Europa im Bereich Ökologie zu stärken und zu fördern. Dazu arbeiten 18 verschiedene ökologische Gesellschaften (darunter auch die Gesellschaft für Ökologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz) in der EEF zusammen. Ähnlich wie die Österreichische Citizen Science Konferenz, veranstaltet auch bei der EEF ein Mitglied die Konferenz, wie es dieses Jahr die Portugiesische Ökologische Gesellschaft (SPECO) getan hat.

Das übergreifende Thema dieser Konferenz, Embedding Ecology in Sustainable Development Goals, sollte Diskussionen und Interaktionen darüber fördern, wie Grundlagen- und angewandte ökologische Forschung und ihre transdisziplinären Auswirkungen für die effektive Umsetzung der UN Sustainable Development Goals integriert werden können. Forscherinnen und Forscher und verschiedene Interessengruppen hatten die Möglichkeit, Ergebnisse und innovative Lösungen unter anderem in Debatten, Roundtables und Symposien auszutauschen. Das Treffen stand allen offen: Studentierenden, Forscherinnen und Forschern aus dem öffentlichen und privaten Sektor sowie Interessengruppen, die in den Bereichen Ökologie und Naturschutz, Evolution, Genetik, Umweltwissenschaften, Klimawandel, Agroforstwirtschaft, Sozialökologie, Wirtschaft, Manager und verwandten Fachgebieten tätig sind.

In vielen verschiedenen Session und Keynotes wurden unterschiedlichste Aspekte ökologischer Forschung diskutiert. Dabei stellte sich schnell heraus, dass ökologische Forschung alle Aspekte des Lebens betrifft: vom klassischen Naturschutz, über Gesundheit, Wirtschaft und auch Politik. In einer Session zu Wissenschaftskommunikation und Citizen Science konnten wir unsere Ergebnisse aus Österreich in Form von Postern präsentieren. Dabei stellte sich schnell heraus, dass zumindest bei dieser Konferenz Citizen Science ein eher weniger beachtetes Thema war. Die meisten Beiträge drehten sich um Wissenschaftskommunikation und neben uns gab es nur noch ein weiteres Citizen Science-Projekt, das sich dem interessierten Fachpublikum präsentierte.

Natürlich nutzten wir die Gelegenheit auch, um unsere Citizen Science-Kolleginnen aus Portugal, die selber nicht an der Konferenz teilnehmen konnten, zu treffen und uns mit ihnen über Citizen Science in Portugal auszutauschen. Auch dort ist gerade eine Plattform ähnlich zu Österreich forscht und eine Konferenz im Entstehen, und so konnten wir über unsere Erfahrungen in Österreich berichten. Wir sind schon sehr gespannt auf die Entwicklungen Portugal und hoffen, dass wir bald mehr über Citizen Science In Portugal berichten können.

Obwohl wir leider nur knapp zwei Tage bleiben konnten, haben wir sehr viel neue Eindrücke mitnehmen können und freuen uns sehr, dass wir die Entwicklungen von Citizen Science in Portugal vielleich ein bißchen mitprägen konnten.

Donnerstag, 25 Juli 2019

Konsultation zum neuen EU-Förderprogramm

Was sind Ihrer Meinung nach die dringendsten Herausforderungen, denen sich die von der EU finanzierte Forschung stellen sollte? Welche sind die wichtigsten Auswirkungen - wissenschaftliche, technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche -, die von der EU finanzierte Forschung anstreben sollte? Jetzt können Sie Ihre Ansichten mit der Europäischen Kommission teilen.

Die Kommission bereitet die Umsetzung von Horizon Europe, dem nächsten und ehrgeizigsten Forschungs- und Innovationsprogramm der EU (2021-2027) mit einem vorgeschlagenen Budget von 100 Milliarden Euro, in einem intensiven Co-Design-Prozess vor. Der Prozess wird dazu beitragen, die europäischen Forschungs- und Innovationsinvestitionen in den kommenden Jahren zu gestalten. Im Rahmen dieses Prozesses hat die Kommission eine Online-Konsultation eingeleitet.

Im Rahmen der Konsultation werden Beiträge aus ganz Europa und darüber hinaus eingeholt. Die eingegangenen Beiträge dienen als Grundlage für die Arbeit zur Erstellung eines "Strategischen Plans" für Horizon Europe, der dann die Arbeitsprogramme und Calls zur Einreichung von Forschungsanträgen für die ersten vier Jahre von Horizon Europe (2021-2024) leitet. Insgesamt wird die Konsultation dazu beitragen Auswirkungen zu ermitteln, Diskussionen und neue Ideen anzuregen. Ein wichtiges Ereignis in diesem Co-Design-Prozess sind die Europäischen Forschungs- und Innovationstage vom 24. bis 26. September 2019 in Brüssel.

Der Co-Design-Prozess stellt sicher, dass Horizon Europe auf das Wesentliche ausgerichtet ist, unser tägliches Leben dadurch verbessert wird und große gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel in Innovationsmöglichkeiten und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft verwandelt wird.

Die Kommission lädt alle Interessierten, die an den künftigen Forschungs- und Innovationsprioritäten der EU interessiert sind, ein, an der Konsultation teilzunehmen. Deadline dafür ist am 8. September 2019. Den Zugang zur Konsultation finden Sie hier: https://ec.europa.eu/info/news/have-your-say-future-objectives-eu-funded-research-and-innovation-2019-jun-28_de

Freitag, 19 Juli 2019

Frontiers for Young Minds

SchülerInnen unterschiedlicher Altersgruppen werden oft in Citizen Science Projekte miteinbezogen. Eine kindgerechte Kommunikation ist Voraussetzung für den Erfolg. Diese schafft Begeisterung und fördert nachhaltig Verständnis und Leidenschaft für die Naturwissenschaften. Im Journal Frontiers for Young Minds werden wissenschaftliche Artikel explizit für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren publiziert. Diese sind online frei zugänglich und befassen sich mit neuesten Erkenntnissen zu verschiedenen Themen. Es stellt offensichtlich eine Herausforderung dar, seine Entdeckungen so zu formulieren, dass sie für Menschen in dem jungen Alter bereits nachvollziehbar sind, verglichen mit der Art des Beschreibens, wie man sie in wissenschaftlicher Form gewohnt ist. Es ist allerdings in keinem Fall verschwendete Energie, sich mit einer solchen Formulierung genauer auseinanderzusetzen. Denn das eröffnet die Chance, eine interessierte Jugend für den eigenen Wissenschaftsbereich zu begeistern.

Link: https://blog.univie.ac.at/eine-open-access-zeitschrift-fuer-kinder-die-ueber-die-aktuellste-wissenschaft-berichtet/

Freitag, 05 Juli 2019

Blog: 5. Österreichische Citizen Science Konferenz

Vom 26.-28. Juni 2019 fand im wunderschönen Obergurgl die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz in wildromantischer Alpenidylle statt. Auf fast 2000m Seehöhe versammelten sich ca. 150 Citizen Science Akteurinnen und Akteure hauptsächlich aus Österreich, Deutschland und der Schweiz um gemeinsam über Citizen Science  und das Motto “Grenzen und Übergänge” zu diskutieren. 

Das Citizen Science Network Austria bewies wieder einmal, dass es mehr ist als nur die Summe seiner Teile. Das Organisationskommittee bestand aus Vertretern der Universität Innsbruck, der Universität für Bodenkultur Wien, dem Zentrum für Citizen Science am OEAD, Schweiz forscht (CH), Bürger schaffen Wissen (D) und Partizipative Wissenschaftsakademie an der Universität Zürich und ETH Zürich. Dementsprechend vielfältig waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die wissenschaftlichen Beiträge. So kamen Vertreter von Universitäten, Fachhochschulen, Vereinen, Museen, Förderorganisationen und vielen mehr um sich disziplinenübergreifend auszutauschen.

Kaum ein anderer Ort ist für die Frage nach den Grenzen von Citizen Science so geeignet wie Obergurgl. Durch seine geografische Lage an politischen wie natürlichen Grenzen inspirierte der Ort dazu Citizen Science auszuloten. In und um Obergurgl ließen sich verschiedenste Grenzen und Übergänge finden und man konnte den Umgang mit diesen Schnittstellen eingehend kennenlernen. Viele Grenzen sind in Obergurgl präsent, wie die Schneegrenze, die Waldgrenze, eine Staatsgrenze oder auch die Baumgrenze. Diese Grenzräume konnten nicht nur als Begrenzung, sondern auch als Bereiche des Übergangs und des Austausches kennengelernt werden. In diesem Umfeld wurde nun diskutiert wie man die Grenzen und Übergänge in Citizen Science zu anderen Methoden und Disziplinen am besten gestaltet und möglicherweise auch die Grenzspannungen positiv für sich nutzen kann.

Viele verschiedene Aspekte und Blickwinkel wurden rund um das Konferenzmotto in angeregter und wertschätzender Weise diskutiert. Bei diesen Diskussionen war vor allem die Diversität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz sehr vorteilhaft, weil dadurch sehr oft neue Perspektiven ein bestimmtes Thema neu beleuchteten, und so neue kritische Fragestellungen ermöglichten. Vor allem die Figur des Wissenschaftlers Hans, welche durch die erste Keynote Susanne Hecker zum Beginn der Konferenz eingeführt wurde, wurde immer wieder diskutiert. Bei Hans handelt es sich um einen Wissenschaftler, der durch äußere Umstände auf das Thema Citizen Science gebracht wurde, dieses spannend fand und sich dachte: so schwer kann das ja nicht sein. Wo dann die Grenzen von Citizen Science sind, und welche Übergänge es zu anderen Bereichen wie z.B. Wissenschaftskommunikation, Bildung und Ermächtigung von Bürgerinnen und Bürgern gibt, war ein sich durch die Konferenz ziehendes Thema. 

Generell war die Konferenz von vielen Highlights gekennzeichnet: So gab es den höchst gelegenen und zudem den ersten Citizen Science Slam, welchen zwei Maturanten aus Lienz mit einem Lied und einem Gedicht über ihre Vorwissenschaftliche Arbeit gewannen. Das Conference Dinner wurde mit einer unglaublichen Torte zum fünfjährigen Jubiläum der Konferenz versüßt und das Gruppenfoto wurde gleich zu einem ganzen Video durch eine Drohne ausgebaut. Ein Höhepunkt für viele war sicher auch die Speed-Postersession, welche in äußerst kurzer Zeit zu höchst anregenden und fruchtbaren Diskussionen geführt hat. Diese Session wurde von der Stiftung Blühendes Österreich unterstützt und trug so besonders zur hervorragenden Stimmung auf der Konferenz bei. 

Für uns als Citizen Science Network Austria zeichnet die jährlich stattfindende Konferenz vor allem aus, dass Citizen Science Akteurinnen und -Akteure, aus verschiedensten Fachrichtungen und Institutionen an einem Ort zusammenkommen und jedes Jahr ein fachlich höchst anspruchsvolles Programm in einem fast freundschaftlichen Umfeld kreieren. So ist diese Konferenz schon zu einer Tradition geworden, die außergewöhnliches in sich vereint.  Hier möchten wir uns für den unermüdlichen Einsatz aller Menschen bedanken, die es ermöglicht haben, dass wir die Konferenz nun schon fünf Jahre als Ort der Begegnung und des Austauschs erleben dürfen und das an verschiedensten Orten Österreichs. 

Die nächste Konferenz findet übrigens vom 05.-08. Mai 2020 in Wien statt. Mehr Informationen dazu finden Sie in den nächsten Monaten natürlich auf Österreich forscht.

Blogbeiträge zur 5. Österreichischen Citizen Science Konferenz

Wissenschaft im Dialog: https://www.wissenschaft-im-dialog.de/blog/blogartikel/beitrag/grenzen-und-uebergaenge-eindruecke-von-der-5-oesterreichischen-citizen-science-konferenz/

Monica Peters:

https://monicalogues.com/2019/07/03/oecsk2019-blog-1-borders-frontiers-citsci-definitions-benefits/

https://monicalogues.com/2019/07/03/oecsk2019-blog-2-citscinz-biodiversity-monitoring-co-design/

https://monicalogues.com/2019/07/04/5th-austrian-citizenscience-conference-funding-open-science-socio-cultural-citsci-gamification/

Zentrum für Citizen Science: https://www.zentrumfuercitizenscience.at/de/read-story/id-5-oesterreichische-citizen-science-konferenz-2019

Pressespiegel:

https://www.dolomitenstadt.at/2019/07/06/gymnasiasten-punkten-mit-slam-zum-thema-garten/

https://www.krone.at/1951994

Fotogallerie

(um Fotos zu vergrößern bitte auf das jeweilige Foto klicken)

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https://www.citizen-science.at/news#sigProId9a0f75e26a

Mittwoch, 19 Juni 2019

Blog: Einladung zum Junior Biologicum

Das Junior Biologicum-forsche Jugend diskutiert

Die Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Uni Wien veranstaltet heuer zum ersten Mal ein Junior Biologicum für SchülerInnen ab der 9. Schulstufe:
Alles dreht sich an diesem Donnerstag um die Themen Evolution und Citizen Science, was übersetzt so viel heißt, wie Bürgerwissenschaft. Du erfährst, wie Du dich als „BürgerIn“ direkt an der Wissenschaft beteiligen kannst und wie du es damit Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie nachmachst.
Über den Tag verteilt erzählen Dir TOP WissenschaftlerInnen, was es an der Evolutionstheorie noch zu erforschen gilt, wie sie wissenschaftlich arbeiten und wie sie persönlich an die Themen herangehen. So bekommst Du direkt aus erster Hand einen Einblick in die moderne Wissenschaft.
Im Science Cafe hast Du danach die Möglichkeit, dich in kleinstem Rahmen mit den WissenschaftlerInnen zu unterhalten, nachzuhaken und zu diskutieren. Das Junior Biologicum soll dir ermöglichen, die heutige Wissenschaft kennenzulernen und dir Wege zeigen, wie du auch in Deinem Alltag mitforschen kannst.

Termin: Do. 3. Oktober 2019; von 10 bis 16 Uhr;
Registrierung ab 9 Uhr
Ort: Veranstaltungszentrum Pfarrhof Grünau
Wer kann teilnehmen: SchülerInnen ab der 9. Schulstufe
Kosten: 35€ (Mittagessen inklusive)

Nähere Informationen und Anmeldung unter:
https://biologicum-almtal.univie.ac.at/junior-biologicum/
Bitte schreib uns bei der Anmeldung in ein paar Sätzen, warum Du gerne beim Junior Biologicum dabei wärst!

Montag, 17 Juni 2019

NEU: Pilzfinder

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt auf Östereich forscht willkommen heißen zu dürfen! Im Rahmen des Projektes "Pilzfinder" erheben Citizen Scientists pilzfloristische und phänologische Daten. Über Pilzfinder werden die wissenschaftlich fundierten Daten in die Datenbank der Pilze Österreichs der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft beim jeweils nächsten update übernommen. Das Projekt Pilzfinder hat zum Ziel, das Vorkommen und die Verbreitung der Pilze in Österreich und darüber hinaus umfassend zu dokumentieren und die verfügbaren Daten darzustellen und auszuwerten. Beim Vergleich der Verbreitungsdaten können Zusammenhänge zwischen Temperaturverlauf und Auftreten der Pilzarten erforscht und so Auswirkungen der Klimaänderung analysiert werden.

Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier: https://www.citizen-science.at/aktuelleprojekte/item/449-pilzfinder

Montag, 17 Juni 2019

NEU: Virenmonitoring

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt auf Österreich forscht begrüßen zu dürfen: beim Virenmonitoring stehen Bienenerkrankungen im Fokus. Welches sind die häufigsten Bienenviren in Österreich und stehen diese Viren in Verbindung mit Winterverlusten heimischer Bienenvölker? Zur Beantwortung dieser Fragen arbeiten 200 Imkerinnen und Imker aus ganz Österreich als Citizen Scientists drei Jahre lang im „Virenmonitoring“ mit (2018-2020). Dabei sammeln sie im September jedes Jahres Bienen aus fünf ihrer Bienenvölker und schicken diese an die AGES, Abteilung Bienenkunde und Bienenschutz. Zusätzlich übermitteln sie die Winterverluste ihrer Völker. Die Proben werden auf acht wichtige Bienenviren analysiert und es wird überprüft, ob das Auftreten und die Stärke der Virusinfektionen mit Winterverlusten in Zusammenhang stehen. Die Imkerinnen und Imker bekommen die Virusanalysen ihrer Völker zur Verfügung gestellt und erfahren so mehr über die Gesundheit ihrer Bienenvölker.

Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier: https://www.citizen-science.at/aktuelleprojekte/item/448-virenmonitoring

Mittwoch, 22 Mai 2019

Blog: Einladung zum öffentlichen Abschlussfest des Projekts SMiLE

Beim Abschlussfest zum Projekt `SMiLE- Scheidung mit Illustrationen erforschen´ im Festsaal der Volksschule Kolonitzgasse 15 (1030 Wien) am 03.06.2019 von 15:30-18:00 Uhr werden die Ergebnisse aus zwei gemeinsamen Forschungsjahren in einer Ausstellung präsentiert. Unter dem Motto „Partizipative Forschung mit Kindern zum Thema Trennung und Scheidung“ werden die erstellten Comics, Bilder, Spiele und weiteres Material gemeinsam mit den Kindern und Lehrerinnen gezeigt. Es kann an einigen Tischen auch selbst noch etwas zum Thema erstellt werden. Das Projektteam des Instituts für Soziologie der Universität Wien (Ulrike Zartler, Raphaela Kogler, Marlies Zuccato-Doutlik) freut sich auf Ihr Kommen.

Mittwoch, 22 Mai 2019

Blog: Weichtiere, Wolken und Räume: Exploring Citizen Science

Drei Pilotprojekte erkunden Möglichkeiten der Beteiligung von BürgerInnen an Forschungsprojekten der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie. Die Ergebnisse der Vorstudien aus der Meteorologie, Paläontologie sowie Geographie werden Ende 2019 im Rahmen einer Infoveranstaltung präsentiert.

„Mit unserer Fakultätsinitiative ,Exploring Citizen Science‘ wollen wir die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von Citizen Science in den verschiedenen Forschungsfeldern ausloten“, erklärt Dekanin Petra Heinz, „und zudem die Vernetzung interessierter WissenschafterInnen fördern“. Bis Februar 2019 konnten Forschende dafür Projektskizzen einreichen. „Da gab es durchwegs gute Ideen, die Auswahl ist uns nicht leicht gefallen“, so Heinz. Drei der eingereichten Pilotstudien wird die Fakultät nun mit jeweils 5.000 Euro unterstützen: Ein Projekt zur Entwicklung von Forschungsprotokollen im Biodiversitätsbereich von Paolo Albano und Martin Zuschin (Paläontologie), „Hydrometeors View“ von Manfred Dorninger und Thomas Aistleitner (Meteorologie und Geophysik) sowie die Studie „Revealing Donau City’s landcape through photo-elicitation“ von Sandra Guinand und Yvonne Franz (Geographie und Regionalforschung).

„Brauchen großes Sample in der Biodiversitätsforschung“

Paolo Albano und Martin Zuschin möchten im Rahmen ihrer Pilotstudie ein gemeinsames Forschungsprotokoll entwickeln, um BürgerInnen verstärkt in das Sortieren von Proben einbinden zu können. Konkret untersuchen sie das Verschwinden einheimischer Mollusken – Weichtiere – im südöstlichen Mittelmeer. Durch invasive Arten, die über den Suezkanal eindringen, und den Klimawandel seien viele Arten unter Druck. „Gerade in der Biodiversitätsforschung brauchen wir aber oft eine große Menge an Proben, um die Muster und zugrundeliegenden Prozesse erfassen zu können“, erklärt Paolo Albano. Gleichzeitig fehlt es an professionellen TaxonomInnen: „Taxonomie wird immer weniger unterrichtet – zudem braucht es Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, um sich das Wissen aufzubauen, um Arten zuverlässig bestimmen zu können“, so der Paläontologe. Es gebe nur wenige Fachleute, „obwohl wir gerade angesichts des derzeitigen großen Artenschwundes diese Phänomene genau verfolgen müssten und die Vielfalt beschreiben, bevor sie unwiederbringlich verloren geht“, sagt Albano.

Eine Lösung sei es, Citizen Scientist in Projekte mit einzubeziehen: „Diese beweisen oft großes Interesse, haben ein gutes taxonomisches Wissen und engagieren sich stark, um große Mengen an Arten zu sammeln, untersuchen und zu bestimmen“, erklärt Albano. Gleichzeitig würden sie aber gezielt seltene Arten und gut erhaltene Proben sammeln, statt wie die WissenschafterInnen streng zufallsbasiert vorzugehen. Im Rahmen der nun von der Fakultät geförderten Vorstudie entwickeln daher die Wissenschafter gemeinsam mit Citizen Scientists ausführliche Forschungsprotokolle, in denen jeder Schritt genau beschrieben wird. Auf dieser Basis könne eine breitere Studie angedacht werden, so Zuschin und Albano.

Wolken-Fotos von Citizen Scientists

Manfred Dorninger und Thomas Aistleitner vom Institut für Meteorologie und Geophysik führen eine Pilotstudie im Bereich der Wolkenbeobachtung durch: Sie untersuchen Hydrometeore, also flüssige oder feste Partikel in der Atmosphäre wie Wolken, Nebel, Regen, Schnee oder Hagel. „Früher haben gut ausgebildete Wetterbeobachter die Wolkentypen, die Größe, Wolkenhöhe oder den Niederschlagstyp erfasst – und stellten diese Informationen im sogenannten SYNOP-Report weltweit zur Verfügung“, erklärt Manfred Dorninger. Dadurch erhielten die Prognostiker wichtige Grunddaten und Informationen, wo derzeit mit Schnee, Regen oder Hagel zu rechnen sei. Doch die Wetterbeobachtung wird vielerorts eingespart: „Heute gibt es jedoch nur noch wenige Wetterbeobachter“, so der Meteorologe Dorninger. Zwar hätte man heute auch Daten von Satelliten und Bodeninstrumenten, doch es fehlen Parameter, die nur durch die Augenbeobachtung gewonnen werden können.

„Wir wollen in unserem Projekt ausprobieren, inwieweit Smartphone-Fotos von Wolken und Niederschlag, die von Citizen Scientists gemacht werden, integriert werden können und wie diese automatisiert oder teilautomatisiert ausgewertet werden können“, erklärt Thomas Aistleitner. Gemeinsam mit Studierenden - vornehmlich aber nicht notwendigerweise ausschließlich aus dem Bereich der Meteorologie - soll im Rahmen des Pilotprojekts eine Maske für die Dateneingabe erarbeitet und eine Datenbasis erstellt werden.

Foto-Walks und fotografische Interviews

Im Projekt der Stadtgeographinnen Sandra Guinand und Yvonne Franz geht es hingegen um die Produktion von Raum: „Am Beispiel der Donau-City in Kaisermühlen soll untersucht werden, wie Raum hergestellt und reproduziert wird“, erklärt Sandra Guinand. Dabei seien einerseits Governance- und Verhandlungsprozesse wesentlich, aber auf der anderen Seite auch die Rezeption des Raumes: „Und besonders die Rezeption möchten wir in unserem Projekt mit Hilfe von Citizen Scientists erforschen“, so die die Stadtgeographin und Stadtplanerin Guinand.

Mithilfe von Fotowanderungen und fotografischen Interviews sollen die BewohnerInnen und NutzerInnen der Donau City erforschen, welche Emotionen, Erfahrungen und Erinnerungen mit diesen Räumen verknüpft werden. „Fotos eignen sich dabei besonders gut – als Anker und Anknüpfungspunkte, aber auch, um Emotionen bildlich reflektieren zu können und somit Bedeutungen zu offenbaren“, sagt Yvonne Franz vom Institut für Geographie und Regionalforschung.

 

Initiative "Exploring Citizen Science"

Die Ergebnisse und Erfahrungen der drei Pilotstudien werden im Rahmen eines Fakultäts-Events „First Steps“ voraussichtlich Ende 2019 präsentiert. In den Jahren 2018-19 realisiert die Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie – the „Faculty for Exploration“ – im Einklang mit dem Entwicklungsplan „Universität Wien 2025“ erstmals ihre Initiative „Exploring Citizen Science“. Im Rahmen der Initiative wurde im Dezember 2018 ein erfolgreicher Coaching-Workshop realisiert (Nachbericht); weiters werden drei Pilotstudien mit jeweils max. 5.000 Euro gefördert, deren Ergebnisse Ende des Jahres im Rahmen eines Info-Events präsentiert werden. Zur Initiative "Exploring Citizen Science"
 

Donnerstag, 09 Mai 2019

NEU: Categories to come

In diesem Projekt geht es um die schönste Nebensache der Welt, und wie wir darüber sprechen. Jede*r ist nicht nur dazu eingeladen die eigene Sexualität in Worte zu fassen, sondern auch neue Worte und Fantasien zu schaffen. Ziel des Projektes ist es, eine Plattform und Ressourcen zu schaffen, die bisher unbenannte Themengebiete der Sexualität im interdisziplinären Kontext besprech- und erforschbar machen. Bürger*innen gestalten aktiv das künftige sexualsprachliche Vokabular mit und geben der Forschung wichtige Impulse. Bürger*innen können eigene Begriffe & Beschreibungen für intime Handlungen & eigenes sexuelles Verlangen aufschreiben. Außerdem können sie Stellen aus Liedern, Büchern oder Filmen, die sexuell erregend sind, sammeln und benennen. Sie können Filme & Fotos und andere kulturelle Werke anschauen und be­schreiben, was dort zu sehen ist und diese verschlagworten.

Das Projekt Categories to Come hilft dabei eine neue Ressource für die Erforschung von Sexualität in verschiedenen Disziplinen aufzubauen. Dies basierend auf zwei Annahmen, nämlich dass 1) das bestehende sexualsprachliche Vokabular nur in Teilen erfasst ist und 2) durch die gesellschaftliche Visualität und der im Erfahrungsraum angesiedelten Sexualität (und somit häufig fehlenden Sprachlichkeit), viele Handlungen und Fantasien noch nicht dem Versuch unterzogen wurden, sie in Worte zu fassen. Künstlerische Forschung verbindet dabei künstlerisches und wissenschaftliches Erkenntnisinteresse miteinander.

Wenn Sie mehr zu diesem spannenden Projekt erfahren möchten, dann schauen Sie unter https://www.citizen-science.at/component/k2/item/444-categories-to-come vorbei!

 

Dienstag, 23 April 2019

GFÖ 2019: Citizen Science in der Ökologie

Auch dieses Jahr organisieren wir wieder eine Session zu Citizen Science in der Ökologie bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie Deutschland, Österreich und Schweiz, die heuer an der Universität Münster stattfindet. Von 09.-13. September versammeln sich Ökologinnen und Ökologen aus den deutschsprachigen Ländern (und darüber hinaus), um über aktuelle Themen im Bereich Biologie, Ökologie und Biodiversität unter dem Motto "Science meets Practice" zu diskutieren. In unserer Session dreht sich alles um das Thema Daten und Datenqualität. Was heißt Datenqualität überhaupt? Wie wird diese gewährleistet? Gibt es überhaupt DIE Datenqualität? Was beeinflusst Datenqualität? Und wie geht Citizen Science mit diesem Thema um? Diese und weitere Fragen sollen in unserer Session thematisiert und diskutiert werden.

Neben unserer Session gibt es auch noch eine weitere Session zum Thema Citizen Science: auch bei "Data for Biodiversity Change Assessment" spielt Citizen Science eine wichtige Rolle. Gerade in Citizen Science Projekten werden oft über große Zeit- und geographische Räume Daten zur Verbreitung von Organismen gesammelt. Daneben gibt es noch viele andere Projekte, welche die Biodiversität in bestimmten Gebieten und/oder Zeiträumen erhoben haben. Es sollen Ergebnisse vorgestellt werden, wie sich die Biodiversität in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert hat, und wie solche Änderungen durch das Zusammenlegen verschiedener Daten aus unterschiedlichen Quellen erfassbar werden.

Wenn Sie mehr über diese beiden Sessions erfahren möchten, dann finden Sie hier weitere Informationen dazu. Zu beiden Sessions können übrigens bis 31. Mai Abstracts eingereicht werden.

Donnerstag, 18 April 2019

Blog: Citizen Science auf der EGU

Am 12. April 2019 hatten wir das Vergnügen eine Session zu "Citizen Science and Open Science: bridging the science-society-gap by finding emerging environmental issues and empowering citizens" (Citizen Science und Open Science: Überbrückung der Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft durch die Suche nach sich abzeichnenden Umweltproblemen und die Stärkung der Bürger) auf der Jahresversammlung der EGU (European Geosciences Union) in Wien durchzuführen.

Übersetzung der EGU Website:

Die EGU, die Europäische Geowissenschaftsunion, ist Europas führende geowissenschaftliche Union, die sich dem Streben nach Exzellenz in den Erd-, Planeten- und Weltraumwissenschaften zum Wohle der Menschheit weltweit widmet. Sie wurde im September 2002 als Zusammenschluss der European Geophysical Society (EGS) und der European Union of Geosciences (EUG) mit Sitz in München gegründet.

Die EGU ist eine gemeinnützige internationale Vereinigung von Wissenschaftlern mit rund 17.000 Mitgliedern aus der ganzen Welt. Die Mitgliedschaft steht Einzelpersonen offen, die sich beruflich mit Geowissenschaften, Planeten- und Raumwissenschaften und verwandten Studien befassen oder damit in Verbindung stehen, einschließlich Studenten und älteren Menschen im Ruhestand.

Die jährliche Generalversammlung der EGU ist die größte und bedeutendste geowissenschaftliche Veranstaltung Europas und zog in den letzten Jahren über 14.000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt an. Die Sitzungen des Treffens decken ein breites Themenspektrum ab, darunter Vulkanologie, Planetenerkundung, die innere Struktur und Atmosphäre der Erde, Klima sowie Energie und Ressourcen.

So kamen auch heuer über 16.000 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus 113 Ländern zusammen um über 6.000 Vorträge zu halten und fast 10.000 wissenschaftliche Poster zu präsentieren. Eine Konferenz der superlative und eine großartige Umgebung um sich Citizen Science zu widmen und sich darüber auszutauschen. So freut es uns, dass wir (Daniel Dörler und Florian Heigl) diese Session gemeinsam mit Taru Sanden (AGES - Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), Steffen Fritz (IIASA), Amanda Whitehurst (NASA - Earth Science Programs) und Martin Hammitzsch (GFZ Potsdam) organisieren durften.

Die 14 Vorträge und 29 Poster in unserer Session spannten sich über vielschichtige Themen und Länder. So wurden unter anderem neue Anwendungen zum Datenaustausch vorgestellt, es wurde gezeigt, wie gut die Datenerhebung zu 3D Landschaftsparametern mit Drohnen funktioniert, ein Projekt zu Geruchsbelästigung auf europäischer Ebene wurde beschrieben oder auch die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in unterschiedlichsten Projekten von Hagelmonitoring in der Schweiz oder in Landwirtschaft in Indonesien wurde gezeigt. Die unheimlich große Fülle an Eindrücken wurde von Menschen aus Deutschland, Schweiz, Nepal, Indonesien, Mexiko und vielen weiteren Ländern aufgezeigt. Alle Zusammenfassungen der Beiträge können online eingesehen werden: https://meetingorganizer.copernicus.org/EGU2019/session/30778

Eindrücke von der EGU2019:

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https://www.citizen-science.at/news#sigProId56c8977dda

Donnerstag, 18 April 2019

Blog: ECSA General Assembly 2019

Am 02. April 2019 fand die Generalversammlung der European Citizen Science Association (ECSA) in Brüssel statt. Auch wir von Österreich forscht waren wieder dabei, und möchten in diesem Blogbeitrag einen kurzen Einblick in diese Versammlung bieten.

Die ECSA mit Sitz am Museum für Naturkunde in Berlin ist ein Verein deutschen Rechts mit Mitgliedern aus ganz Europa. Das Ziel dieses Vereins ist es, die Citizen Science Akteurinnen und Akteure in Europa zu vernetzen und die Methode Citizen Science in Arbeitsgruppen weiterzuentwickeln. Jedes Jahr findet eine Generalversammlung an einem anderen Ort statt (2017 war sie beispielsweise an der Universität für Bodenkultur Wien) und bietet neben einem Formalakt auch die Möglichkeit, bei einer Reihe von Workshops teilzunehmen. Diese Workshops werden von Arbeitsgruppen innerhalb der ECSA organisiert. Dieses Jahr wurden Workshops zu Luftqualität, BioBlitzes, Empowerment, Lernen und Bildung, Daten und Technologien und Infrastrukturen und Best Practices geboten. Auch eine neue Arbeitsgruppe, geleitet von uns selbst, wurde in Brüssel ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe “Citizen Science Networks” möchte die verschiedenen Citizen Science Plattformen und Netzwerke, die (oft auf nationaler Ebene) Citizen Science Projekte für eine interessierte Öffentlichkeit präsentieren und die mittlerweile in mehreren europäischen Ländern entstanden sind, miteinander verbinden und gemeinsame Herausforderungen angehen. In einem ersten Workshop wurde das Ziel der AG Citizen Science Networks definiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops kamen aus Deutschland, England, Belgien, Tschechien, Dänemark, Portugal, Italien und Österreich. In einer kleinen Vorabumfrage wurden verschiedene Ziele der Arbeitsgruppe vorgeschlagen, und die zwei Ziele mit den meisten Stimmen wurden in der Arbeitsgruppe diskutiert.

Das erste Ziel war es, Minimumstandards für Citizen Science Projekte auf den verschiedenen Plattformen zu etablieren, um Projekte vergleichbar und auch zwischen verschiedenen Netzwerken austauschbar zu machen. Bisher ist es so, dass Projekte jeweils unterschiedliche Aufnahmekriterien durchlaufen müssen, wenn sie auf mehreren Plattformen gelistet werden wollen. Dieser Prozess soll in Zukunft durch gemeinsame Minimumstandards erleichtert und beschleunigt werden. Dadurch wird auch die Zusammenarbeit zwischen den Netzwerken erhöht und gestärkt. Als zweites Ziel sollte ein Policy Brief formuliert werden, der die Vorteile von nationalen Citizen Science Netzwerken beleuchten sollte, um gerade für jene Länder, in denen noch keine Netzwerke vorhanden sind oder diese nicht etabliert sind, eine Unterstützung auch auf politischer Ebene zu ermöglichen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppe stimmten einstimming dafür, zuerst das erste Ziel (Minimumstandards), und das zweite Ziel (Policy Brief) zu einem späteren Zeitpunkt zu verfolgen, anstatt beide simultan zu bearbeiten. In der Generalversammlung wurde dem Plenum die neue Arbeitsgruppe dann von uns vorgestellt. Das Plenum stimmte ebenfalls einstimmig dafür, diese Arbeitsgruppe auch formal in die ECSA aufzunehmen. Damit kann nun ganz offiziell die Arbeit aufgenommen werden.

Neben dieser für uns sehr wichtigen Abstimmung wurden auch die Budgetpläne der ECSA vorgestellt, Berichte aus den bereits bestehenden Arbeitsgruppen abgesegnet und auch zwei neue Chairs wurden gewählt, nachdem die bisherige Vorsitzende Lucy Robinson in Karenz geht. Mit Muki Haklay und Luigi Ceccaroni wurden zwei Personen mit langer Citizen Science- und ECSA-Erfahrung gewählt.

Wir freuen uns nun schon auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa in unserer neuen europäischen Arbeitsgruppe und sind schon sehr gespannt, welche Schwerpunkte die beiden neuen ECSA-Chairs in Zukunft setzen werden. Wir wünschen beiden viel Erfolg!

Freitag, 29 März 2019

EVENT: Citizen Science und Recht, Teil 2

Wem gehört ein Bild und was darf ich rechtlich einwandfrei damit machen?

Citizen Science lebt von der Zusammenarbeit zwischen einer Vielzahl von Beteiligten, die viele Erfahrungen und unterschiedlichstes Know-how mit sich bringen. Unter Einbeziehung der Potentiale und des Wissens der Beteiligten werden Projekte ermöglicht, die sonst nicht denkbar wären. Die Zusammenarbeit von verschiedensten Personen in einem Forschungsprojekt geht mit einer großen Verantwortung in Bezug auf Datenschutz und der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen einher. Neben den Bestimmungen der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) müssen auch andere Regelungen, wie etwa Urheberrechte (z.B. bei der Erstellung von Texten oder Bildern) oder Lizenzrechte (z.B. bei der Verwendung von Texten oder Bildern) eingehalten werden.

In einer gemeinsamen Veranstaltung laden das Zentrum für Citizen Science, Citizen Science Network Austria  und das Open Science Network Austria (OANA), sowie das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung Projektleiterinnen und -leiter ein, sich u.a. über die „Rechte am Bild“, Urheber- und Lizenzrechte in Citizen Science-Projekten, zu informieren und gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu diskutieren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: https://www.zentrumfuercitizenscience.at/de/e/citizen-science-recht-ii

Donnerstag, 28 März 2019

NEU: NestCams

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt auf Österreich forscht begrüßen zu dürfen. Mit NestCams ist bereits das vierte Citizen Science Projekt der Konrad-Lorzenz-Forschungsstelle der Universität Wien auf unserer Plattform vertreten. Mit diesem Projekt werden die Zusammenhänge zwischen den Verhaltensmustern und dem Bruterfolg bei zwei Vogelarten (Graugänse, Waldrappe) untersucht. Gemeinsam mit Citizen Scientists wird erforscht, warum es innerhalb einer Schar bzw. Kolonie Paare gibt, die bei der Brut und der Aufzucht der Jungtiere erfolgreich sind und welche, die keinen Erfolg haben.

Wenn auch Sie wissen möchten, wie genau man bei diesem spannenden Projekt mitmachen kann, dann schauen Sie vorbei unter https://www.citizen-science.at/aktuelleprojekte/item/435-nestcams

Donnerstag, 28 März 2019

CSNA Partner: Die Wiener Volkshochschulen

Wir freuen uns sehr, mit den Wiener Volkshochschulen (VHS) einen neuen Partner im Citizen Science Network Austria begrüßen zu dürfen. Die Wiener Volkshochschulen bieten für Kurse zu den verschiedensten Themen für ein interessiertes Publikum an. Diese Kurse sind über das ganze Stadtgebiet verteilt und bieten für jeden Geschmack den passenden Kurs. Als größte Erwachsenenbildungseinrichtung im deutschsprachigen Raum bieten die Wiener Volkshochschulen Bildungsmöglichkeiten, die Menschen darin unterstützen, ihre Situation aus eigener Kraft zu verbessern.

Durch dieses breite Bildungsangebot stellen die Wiener Volkshochschulen einen sehr wertvollen Partner dar, der das Netzwerk durch seine Kompetenzen im Bildungsbereich hervorragend ergänzen kann. Mehr Informationen zu den Wiener Volkshochschulen finden Sie hier: https://www.vhs.at/de

Mittwoch, 20 März 2019

Blogbeitrag: EU-Citizen.Science, eine europäische Plattform für Citizen Science

Citizen Science europaweit zu stützen und weiter zu bringen – das ist das Ziel des neuen Projekts EU-Citizen.Science. Es soll zur zentralen europäischen Anlaufstelle für Citizen Science AkteurInnen werden – eine Plattform als Ort des Austausches, wo man Anweisungen, Erfahrungen, Werkzeuge, Best Practice Beispiele und Trainingsmaterial findet, sowie Zugang zu einem großen Netzwerk an Citizen Science AkteurInnen, Initiativen und Portalen. Aus Österreich sind das Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) und IIASA Partner im Projekt und auch Österreich forscht wird in Zukunft auf der Plattform zu finden sein.

Das Projekt wird von der europäischen Kommission im Programm Science with and for Society (SwafS) in Horizon 2020 gefördert und startete im Januar 2019 mit einer Laufzeit von 3 Jahre. Koordiniert wird das Projekt vom Museum für Naturkunde und ECSA, der European Citizen Science Association. Im Februar 2019 fand das Kick-off meeting statt, das von Johannes Vogel, dem Direktor des Museums, eröffnet wurde. Er betonte die Rolle des Projekts in Hinblick auf die europäische Ratspräsidentschaft Deutschlands in 2020 und die Möglichkeit Citizen Science mittels verschiedenster Aktivitäten den BürgerInnen sowie den politisch Verantwortlichen näher zu bringen.   

Linden Farrer von der Europäischen Kommission, DG RTD, gab eine gute Übersicht über derzeit gefördertet Citizen Science Projekte in Horizon 2020 und betonte, dass Citizen Science weiterhin einen sehr wichtigen Stellenwert in der europäischen Forschungslandschaft hat und es eine wachsende Anzahl an Projekten gibt, die Citizen Science als wissenschaftliche Methode einsetzen. Nur die Projekte, die vom ERC dem European Research Council, gefördert werden, setzten bisher Citizen Science noch nicht ein. Colombe Warin, die für EU-Citizen.Science zuständige Project Officerin, betonte die Wichtigkeit der Kommunikation des Projekts an die verschiedenen Zielgruppen. Hilfreich war ihre Darstellung, was die europäische Kommission als Dissemination und was als Communication verstanden wird.

Katrin Vohland, die Koordinatorin des Projekts, verwies auf die Komplexität von Citizen Science, die verschiedenen Einbindungsmöglichkeiten, Ausrichtungen und methodische Herangehensweisen.

 

Autorinnen: Barbara Kieslinger und Teresa Schäfer

Dienstag, 19 März 2019

NEU: Deutsch in Österreich

Wir freuen uns sehr, wieder ein neues Projekt auf Österreich forscht willkommen heißen zu dürfen. Ziel des Citizen Science-Projekts „In aller Munde und aller Köpfe – Deutsch in Österreich“ (IamDiÖ) der Universität Wien ist es, jedermann und jedefrau zur Auseinandersetzung mit dem (eigenen) Gebrauch und mit der (eigenen) Wahrnehmung der deutschen Sprache in Österreich sowie zur Forschung in diesem Bereich zu animieren. So soll ein Austausch zwischen interessierter Öffentlichkeit und Wissenschaft gefördert werden und Wissenschaft durch Citizen Science (be)greifbar werden. Die Wissenschaft wiederum kann durch die Beteiligung der Öffentlichkeit neue Einblicke und Ansätze gewinnen.

Wenn auch Sie sich bei diesem spannenden Projekt beteiligen möchten, dann machen Sie mit unter https://www.citizen-science.at/component/k2/item/433-deutsch-in-oesterreich!

Freitag, 15 März 2019

Blogbeitrag: Open Nanoscience Congress

OPEN NANOSCIENCE CONGRESS

Was kann die Nanotechnologie?

Zu diesem Thema tauschten sich am 26. Februar 2019 über 450 internationale ExpertInnen und SchülerInnen aus Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und Bayern beim Open NanoScience Congress (ONSC) im Unipark Nonntal in Salzburg aus. Auch die breite Öffentlichkeit wurde dazu eingeladen am Kongress und der Nano-Ausstellung teilzunehmen. SchülerInnen aus dem Sparkling Science Projekt „Nan-O-Style“ wirkten aktiv mit und präsentierten ihre Arbeiten in Form von Postern, Experimenten und einem kurzen Theaterstück. Organisiert wurde dieses Event vom FB Biowissenschaften und dem Citizen Science Büro der Universität Salzburg.

Der ONSC wurde nach Grußworten von Landesrätin Mag. Andrea Klambauer und Bürgermeister-Stellvertreterin Mag. Anja Hagenauer von Dekan Prof. Arne Bathke eröffnet.

Zuerst sprachen zwei „keynote speaker“ Prof. Albert Duschl (Uni Salzburg) und Dr. Nira Shimoni-Ayal (ORT Moshinsky R&D, Tel Aviv) über „Nanotechnik: Physik und Biologiebegegnen sich auf Augenhöhe” bzw. „Nanomimicry - What we learn from nature”.

Danach stellten die SchülerInnen des Gymnasium Ort/Gmunden und des PdC BORG Radstadt ihre Aktivitäten im Rahmen der Internationalen Peer Teaching-Initiative vor. Hier gestalteten SchülerInnen aus Österreich und Israel gemeinsamen Unterricht zu Nanotechnologie.

Vier wissenschaftliche Kurzvorträge behandelten aktuelle Forschungsthemen der Uni Salzburg:

  • Dr. Mark Geppert – Nanotechnologie <-> modern Lifestyle
  • Dipl.- Ing. Norbert Hofstätter – Nanoaerosole in Umwelt & Lunge
  • Sara Michelini, MSc – Are Gold nanparticles anti-inflammatory?
  • Milena Schenck, MSc – Nano-Glasperlen in Impfstoffen? Silica-Nanopartikel als Trägermaterial

In der moderierten Postersession gaben SchülerInnen Einblick in NanoResearch Spotlights:

  • Nanotechnologie in Süßigkeiten - Michael Staudinger, BRG Schloss Wagrain, Vöcklabruck
  • Nicht nur sauber, sondern rein! - Hiwa Aydin, Maria-Ward-Gymnasium, Altötting
  • Nanomedizin - Lina Winkler, BRG Solarcity, Linz
  • Nano-Chip für Krebsdiagnostik - Larisa & Loreta Manaj, BRG Schloss Wagrain und BG Vöcklabruck
  • Gold und Silber – aber sicher!? - Nick Parak, BG/BRG Lerchenfeld, Klagenfurt
  • Toxizität von Azofarbstoffen in Kombination mit Titandioxid-Nanopartikeln - Maximilian Kroath, BRG Schloss Wagrain, Vöcklabruck
  • „Drug targeting" in der Krebstherapie - Lukas Nys, Gymnasium Ort, Gmunden
  • Aktives Drug Targeting - Johanna Erian & Lois-Marie Vince, HLW St. Veit an der Glan
  • Nanoparticle Tracking-Analyse - Hannah Peneder, BRG Schloss Wagrain, Vöcklabruck
  • NanoBio-Interaktionen - Ramona Reichenfelser, BRG Schloss Wagrain, Vöcklabruck

In die Nano-Ausstellung erklärten SchülerInnen und ForscherInnen in angewandter Weise Wissenswertes und neue Trends zum Thema Nano:

Nanomaschinen sind überall!

  • Experiment: Katalase - eine natürlich vorkommende Nanomaschine
  • Video: Gymnasium Ort meets Israel
  • Video: Die Nano-Socke

Experimentelle Nanotechnologie

  • Experimente zur Nanotechnologie
  • Superhydrophobics - Der Lotuseffekt
  • Solarroboter „ROLL E”
  • pantomimisches Stück: Nanovision  
  • Video - BORG Radstadt meets Israel

Nano- Solarzellen: die grüne Energieversorgung?

  • Demonstration einer selbstgebauten Nano-Solarzelle (Grätzelzelle) durch die HLBLA St. Florian

Mehr zum Projekt finden sie unter www.uni-salzburg.at/Nan-O-Style

Aktuell ist auch eine Citizen Science-NanoUmfrage im Laufen (links unten):

https://de.surveymonkey.com/r/VGWZ8SL

https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=210664

 

Mittwoch, 13 März 2019

Call for Proposals: Forum Citizen Science

Vom 26. bis 27. September 2019 findet das diesjährige Forum Citizen Science unter dem Motto „Die Zukunft der Bürgerforschung" in Münster statt. Gemeinsam soll ein Blick auf die Entwicklungen von Citizen Science und 5 Jahre Bürger schaffen Wissen geworfen und gleichzeitig einen Blick in die Zukunft gewagt werden: Wie kann und soll die Zukunft der Bürgerforschung in Deutschland und international aussehen? Welche Themenfelder sollten noch stärker in den Fokus genommen werden? Wie können wir die Einbindung aller Akteure sicherstellen? Welche Rolle kann und soll Citizen Science im Bereich der Wissenschaftskommunikation spielen? Welcher wissenschaftspolitischen Prozesse bedarf es für die Weiterentwicklung des Feldes?

Bürger schaffen Wissen und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster als diesjähriger Kooperationspartner laden Sie herzlich ein, Beiträge einzureichen und so das Forum durch Ihre Expertise und Erfahrungen zu bereichern. In diesem Jahr haben Sie zudem die Möglichkeit im Rahmenprogramm Tutorials anzubieten sowie sich in Format Academic Paper mit einem Kurzbeitrag (englisch oder deutsch) einzubringen. Die Beiträge werden dann gesammelt als digitaler Tagungsband veröffentlicht.

Das Einreichen von Vorschlägen durch Wissenschaftler*innen, Bürgerforscher*innen sowie Wissenschaftskommunikator*innen und weiteren Interessierten ist ausdrücklich erwünscht.

Gewünscht sind Beiträge insbesondere zu folgenden Themen / Schwerpunkten:

  • Erfahrungen aus der Praxis von Citizen Science
  • neue Formate und Weiterentwicklung von Citizen-Science-Projekten
  • Zukunftsperspektiven und Projektideen
  • Erfolgreiche Kommunikation in und zu Citizen-Science-Projekten
  • Formen und Stufen der Partizipation in Citizen-Science-Projekten
  • Aktivitäten und Projekte, die bisher wenig erreichte Zielgruppen erreichen
  • Forschungserkenntnisse und Qualitätssicherung von und über Citizen Science
  • Wissenschaftspolitische Diskussionen rund um Citizen Science

           

DIE FORMATE IM ÜBERBLICK     

  • Projektvorstellung: Kurzpräsentationen von Projekten oder Ergebnissen
  • Interaktives Format: Workshops, World Café o.ä. zur intensiven Bearbeitung eines Themas
  • Panel-/ Diskussionsrunde: Diskussion aus unterschiedlichen Perspektiven und mit aktiver Einbeziehung der Forumsteilnehmenden
  • Tutorials: lernorientiertes Format zur Vermittlung relevanter Skills in Citizen-Science-Projekten (Seminar- oder Computerraum)
  • Academic Paper: Kurzbeiträge (englisch oder deutsch) zwischen 2000-3000 Wörter in einem offenen Begutachtungsprozess auf Basis des Open Science Framework

Einreichungsfrist ist Sonntag, der 5. Mai 2019.

Bürger schaffen Wissen und die Universität Münster freuen sich über Ihre Einreichung sowie über die Weiterleitung an interessierte Personen.

Hier geht es zum Call for Proposals!

Das Forum Citizen Science 2019 ist eine gemeinsame Veranstaltung von Wissenschaft im Dialog, dem Museum für Naturkunde Berlin und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Mittwoch, 06 März 2019

Science Interview mit Eva: Steffen Fritz

In dieser neuen Interviewserie blicken wir hinter die Kulissen und stellen die Personen hinter den einzelnen Citizen-Science-Projekten und ihre Motivation zu Forschen vor. Die Interviewerin Eva Lirsch sprach mit Steffen Fritz, der für das Projekt "FotoQuest Go" verantwortlich ist. Den Einstieg in das Interview bildet ein Science Wordrap.

 

Mein Berufswunsch als Kind war:

Ich wollte einmal Erfinder werden, denn das hat mich so gereizt, etwas Neues zu entdecken. Ich habe immer experimentiert. Ich habe auch bei "Jugend forscht" mitgemacht und hatte die Idee der automatischen Drehung der Solarzellen zur Sonne, weil bei dieser Ausrichtung zur Sonne ist ja die Ausbeute maximal. Es hat aber niemand realisiert.

Wissenschaft ist für mich:

das Erforschen von neuen Dingen.

Am spannendsten an meinem Fachgebiet finde ich:

Neue Erkenntnisse zu finden, speziell zur Landnutzung und neue innovative Methoden zu nutzen, um Landnutzung  und Veränderung der Landnutzung zu dokumentieren. So macht zum Beispiel Google Earth jetzt Fotos aus dem Weltall von der Erde.

Wenn ich eine Sache auf der Welt verändern könnte, würde ich:

Wir arbeiten daran, dass Datensätze ausgetauscht werden können, dass man sozusagen auch hier die gleiche Sprache spricht. Aber ich entdecke, dass was human intercompability betrifft, sehr wichtig ist und häufig Missverständnisse in der Kommunikation auftreten, auch in der Forschung, wenn Leute über etwas anderes reden, als sie wirklich meinen, oder wenn sie nicht genau die gleiche Sprache gelernt haben. Vor allem, wenn man multidisziplinär arbeitet, ist es ganz wichtig, dass man zuerst festlegt, worüber man redet und was man damit meint. Auch der Behavioural Change immer wichtiger, es ist wichtig, zu wissen, dass es mit dem Jobwachstum nicht einfach ewig weitergeht, oder dass es zum Beispiel in Richtung einer Shared Economy oder eine Ecological oder Circular Economy geht.

Spaß an der Arbeit macht mir:

Sich mit Menschen auszutauschen, die ähnliche Interessen haben und neue Ideen zu entwickeln und an gemeinsam zu brainstormen, um neue Wege aufzuzeigen.

Diese Personen finde ich am faszinierendsten:

den Theologen Eugen Drewermann. Er hat alles naturwissenschaftlich hinterfragt und Theologie und Forschung zusammengebracht. Er hat Bücher über Bewusstsein, Natur und Umwelt geschrieben. 1992 ist ihm die Lehrerlaubnis entzogen worden von der katholischen Kirche.

 

Persönlicher Hintergrund

Sie haben gesagt, dass Sie ursprünglich Erfinder werden wollten. Gab es da ein Schlüsselerlebnis?

Früher habe ich immer gerne gebastelt und da mit Elektronik gearbeitet, und etwas Neues zu entwickeln, hat immer Spaß gemacht. Eine Zweitklingel habe ich mal gebaut, damit es auch oben in unserem Wohnhaus läutet. Außerdem habe ich ein Gerät entwickelt, das einen sehr hohen Ton produziert, um Gelsen zu verscheuchen. Das hätte es zumindest sollen, aber ich weiß nicht mehr, ob es funktioniert hat. Das waren Elektronik-Bausätze, die verschiedene Funktionen erfüllt haben, auch den Fernseher habe ich auseinandergenommen.

Das hat Ihrer Familie sicher nicht so gut gefallen..

Das stimmt (lacht). Ich hatte überhaupt ein ganzes Elektronik-Labor. Die Hälfte hat funktioniert, die andere nicht.

Was würden Sie jemandem sagen, der sich überlegt, die Forschungslaufbahn einzuschlagen?

Er soll es machen, Forschung wird mehr und mehr gebraucht werden. Es gibt Jobs, die auch zukunftsfähig sind. Momentan gilt der Data Scientist als "most sexy job". Vor allem gibt es da zu wenig Frauen, wir können es ihnen empfehlen!

 

Zum Projekt Fotoquest Go

Wie sind Sie zum ersten Mal mit Citizen Science in Berührung gekommen, war das im Zuge dieses Projektes oder schon vorher?

Das Interessante ist, dass wir 2008 schon Citizen Science gemacht haben, aber wir haben das damals einfach "Crowd- Sourcing" genannt. Damals haben wir das Geo-Wiki aufgebaut und es wurde ziemlich erfolgreich. Es dient dazu, dass jeder die geologische Situation klassifizieren kann: Ist das jetzt ein Wald? Was hat der Wald für Charakteristiken: gibt es vielleicht eine Straße im Wald, sieht man irgendwelche Einflüsse vom Menschen oder sieht man nichts? Diese Interpretation von Satellitenbilder, auch durch Laien, haben wir angefangen.

Haben viele mitgemacht?

Es haben ausreichend Leute mitgemacht, auch Studierenden. Unser Traum war, dass wir so ein Spiel zu machen wie "Pokemon Go".

Was sind die Vorteile von Citizen Science?

Es geht um einen Bewusstseinswandel. Wenn man Daten sammelt, ist man sich des Problems eher bewusst wie die Veränderung der Landschaft und des Wertes von Naturschutz. Aber es besteht nicht nur aus dem Daten sammeln, sondern die Leute sollen allumfassend das Problem verstehen und sich aktiv beteiligen, zum Beispiel scheinen die, die viele Daten beitragen, auch bei den Publikationen und als Co-Autoren bei den Papers auf. Sie können die Kommentare lesen und sich aktiv beteiligen. Auch die Kommentare fließen in die Publikationen ein.

Was sind denn die Ziele des Projektes "FotoQuest Go"?

Wir haben ja viel Daten gesammelt bezüglich Landnutzung über die Google Earth Applikation "Geo-Wiki". Durch diese kann man viel beantworten, aber nicht alles. Da ist es dann wichtig, hinauszugehen, zu diesen Punkten, und vor Ort nachzusehen. Wenn man erforschen will, welche Feldfrüchte wo angebaut werden, kann man das über Satellit nicht mehr genau sehen. Eurostat erhebt alle 3 Jahre die Landnutzung in Europa, das sind über 200 000 Punkte, die europaweit gesammelt werden, um statistisch zu erfassen, wie sich die Landnutzung über die Jahre verändert hat. An den bestimmten, definierten Punkten wird jeweils festgehalten, welche Landnutzung dort stattfindet. Den bezahlten DatenerheberInnen werden bestimmte Gebiete zugeteilt und die müssen dann zu dem Datenpunkt fahren. Die Idee war, kann man das ergänzen durch BürgerInnen, was können diese erheben, wofür sind sie geeignet, wenn man das vergleicht mit den offiziellen Daten, die alle drei Jahre von EUROSTAT erhoben werden? Wo ist die Qualität gut, wo kann man die Daten der BürgerInnen zur Ergänzung heranziehen? Wir haben schon das Ergebnis, dass BürgerInnen zum Beispiel gut erkennen können, ob das Land versiegelt ist, und ob es landwirtschaftliche Flächen sind. Beim Erkennen vom bestimmten Baumarten oder Feldfrüchten wird es schon schwieriger. Inwieweit kann man sie dazu bringen, das so gut zu machen, wie ein Offizieller? Wir haben eine App entwickelt wie "Pokemon Go". Man sieht dabei den Punkt in der Landschaft und kann diesem folgen. Grüne Punkte bedeuten, diese wurden bereits besucht, blaue Punkte noch nicht. Man sieht auf der Karte, wie weit man weg ist, und wie man am besten hinkommt. Wenn man am Punkt ist, wird man gefragt: Ist die Landschaft künstlich oder natürlich? Man sieht jeweils Bilder dazu und kann auswählen. Wenn die Landschaft künstlich ist, wird man gefragt, ob da Gebäude sind, oder landwirtschaftliche Flächen, dann ob Feldfrüchte oder Weideland  sichtbar sind? Es gibt da immer einen Entscheidungsbaum. So kann man die Erhebung vereinfachen, aber relevante Daten bekommen.

Wie erreicht ihr denn die Leute?

Wir haben in Österreich einen ORF Beitrag in "Konkret" gehabt. Hier haben es viele Leute gesehen, und 130 Leute mitgemacht. Es waren auch ältere Leute, die sich beteiligt haben. Wir sind noch dabei, die Auswertung über die Altersverteilung zu machen. In Zukunft können wir uns vorstellen, auch jüngere Zielgruppen wie SchülerInnen verstärkt einzubinden.

Wie bringt ihr die Leute dazu, mitzumachen?

Fotoquest ist eine App von "CrowdLand". Wir haben viele visuelle Interpretation gemacht, auch eine App "Picture Pile": da kann man Bilder sortieren. Man wird gefragt, gibt es hier Landwirtschaft: ja/nein? Alles war gamifiziert. Wir haben da einige Apps gemacht und verschiedene Anreize getestet: Preise, Punkte oder kleine Mikro-Beträge. Mit den Mikro-Payments bekommen wir eine viel bessere Verteilung, mit kleinen Anreizen (hier 1 € pro Punkt) beteiligen sich mehr Leute daran. Die Kampagnen waren meist im Sommer, und zuletzt hat die dritte Kampagne stattgefunden. Wir denken, das 50% der Beiträge so gut sind wie die offizielle Erhebung. Wir sehen das Bild und die Beschreibung, und ob die Person wirklich zu dem Punkt gekommen ist anhand der GPS-Daten. Wir geben dann zeitnahes Feedback an die Leute. Wir möchten sie dazu bringen, noch besser zu werden, um die Qualität zu erhöhen. Wir kommunizieren ihnen zum Beispiel, das war gut, aber du könntest dies und jenes noch besser machen.

Was war die größte Herausforderung bei diesem Projekt?

Das war, an die Menschen heranzukommen, das Projekt gut zu kommunizieren. Es gibt viel Konkurrenz, Fernsehen, Videospiele. Die Leute rauszukriegen in die Natur und das zu tun, ist nicht einfach. Die größte Motivation an der Teilnahme, war, etwas zur Forschung beitragen zu können und an zweiter Stelle, dass sie dafür auch noch eine kleine Belohnung bekommen.

Herzlichen Dank für das Interview!

Mehr Informationen zum Projekt FotoQuest Go: https://www.citizen-science.at/projekte/fotoquest-go

Rückfragehinweis:

Steffen Fritz
EOCS Center Head and Deputy Program Director
Ecosystems Services and Management
+43(0) 2236 807 353
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Freitag, 22 Februar 2019

EVENT: ERN-Pre-Workshop: Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?

Der Workshop "Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?" ist ein Pre-Event zur European Researchers’ Night und findet am 27.3.2019 von 14:00-18:00 Uhr statt. Sie können sich ab sofort bis zum 20. März 2019 für den Workshop registrieren. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 30 Personen begrenzt.

Citizen Science ist eine Methode, die sich deutlich von Forschung im konventionellen Sinn unterscheidet: Projektleiter*innen setzen sich bereits vor Projektbeginn mit Themen wie Kommunikation mit den Projektteilnehmer*innen, Motivation der Projektteilnehmer*innen, Datenqualität und Datenintegrität auseinander. Für Wissenschafter*innen, die mit Citizen Science noch nicht vertraut sind, kann dies eine große Herausforderung sein.

Im Workshop stellen wir verschiedene Ansätze vor, wie man die Öffentlichkeit in ein Forschungsprojekt einbinden kann und welche Herausforderungen dieses Engagement mit sich bringt. Zudem wird auch Wissenschaftskommunikation im Allgemeinen thematisiert.

Die halbtägige Veranstaltung wird von den Koordinatoren des Citizen Science Network Austria in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Citizen Science organisiert und ist gleichzeitig auch ein Networking-Event.

Zur Registrierung gelangen Sie hier: https://integration_citizen_science.eventbrite.de

Vortragende:
Daniel Dörler und Florian Heigl, Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien. 
Marika Cieslinski, Zentrum für Citizen Science, OeaD.

Programm:

14:00 Uhr Vortrag: Was ist Citizen Science?
  Workshopteil: Konzeptionierung eines CS-Projekts
15:00 Uhr Vortrag: Einbindung von Bürger*innen: Datenqualität und Kommunikation
  Workshopteil: Mechanismen für Qualitätssicherung
16:00 Uhr Workshopteil: Kommunikationsplan für CS-Projekte
  Vortrag: Publizieren mit Citizen Science
16:45 Uhr Vortrag: Fördermöglichkeiten für Citizen Science
17:00 Uhr Networking
18:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Donnerstag, 21 Februar 2019

Ausstellungsankündigung "Gesicher der Migration"

Im Rahmen des Sparkling Science-Projektes mit dem Titel „Gesichter der Migration. Jugendliche aus Tirol erforschen gemeinsam ihre familiale Migrationsgesichte“ haben Jugendliche aus zwei Tiroler Mittelschulen sich über zwei Jahre hinweg mit den Themen Migration, Mobilität, Familie und Biografie beschäftigt. Das Forschungsprojekt zielte darauf, dass die Schülerinnen und Schüler als Expertinnen und Experten ihrer Lebenspraxis wahrgenommen und in den gesamten Forschungsprozess aktiv miteinbezogen werden. Begleitet wurden die Jugendlichen von einem Forschungsteam der Universität Innsbruck (Institut für Erziehungswissenschaften) und von Projektpartnerinnen und -partnern aus den Bereichen Kunst, Gesellschaft und Museumspädagogik.

Die aktuelle Sparkling Science-Projektausstellung dient als Abschlussveranstaltung und soll den Charakter des angewandten und partizipativen Forschens sichtbar machen. Hierbei werden vor allem Exponate präsentiert, welche von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet wurden. Die Ausstellung zielt darauf, den Prozess des gemeinsamen Forschens einem erweiterem Publikum vorzustellen.

Für weitere Informationen finden Sie unten den Ausstellungsfolder. Das gesamte Projektteam von "Gesichter der Migration" freut sich über zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Mittwoch, 20 Februar 2019

EVENT: Finden und gefunden werden: ein Workshop zu wissenschaftlicher Literatursuche

Als Forscher kennen Sie diese Situation wahrscheinlich: Sie müssen sich einen Überblick über ein unbekanntes Forschungsgebiet verschaffen - und das schnell.

Traditionell war dies eine gewaltige Aufgabe. In diesem Workshop werden wir Fragen rund um die Suche nach wissenschaftlicher Literatur diskutieren und darüber, wie innovative Tools auf Basis von Open Content helfen können, diese Probleme zu lösen. Konkret werden wir uns Open Knowledge Maps, eine visuelle Schnittstelle zu wissenschaftlichem Wissen, genauer ansehen. Suchmaschinen und Entdeckungswerkzeuge sind auch eine Möglichkeit für andere Menschen, Ihre Forschung zu finden.Sie werden mehr darüber erfahren, wie diese Tools funktionieren und wie Sie dieses Wissen zu Ihrem Vorteil nutzen können. Dr. Peter Kraker wird praktische Tipps geben, um endlich die Frage zu beantworten: Wie bringe ich meine Forschung dazu, in Suchmaschinen und Discovery-Tools aufzutauchen?

Der Workshop wird interaktiv und praxisnah sein. Das Thema wissenschaftliche Literatursuche wird diskutiert und in Form einen rasanten und lustigen Spieles werden Ihnen die Open Knowledge Maps näher gebracht. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren eigenen Laptop mitzubringen. Veranstaltungsort ist der Lesesaal der Österreichischen Zentralbibliothek für Physik. Stattfinden wird der Workshop am 26. April von 10:00-12:30 Uhr.

Die Anmeldung zu diesem Workshop und weitere Infos finden Sie hier: https://openknowledgemaps.eventbrite.de

 

Montag, 18 Februar 2019

Blogbeitrag: Kooperation zwischen Citizen-Science-Projekten – Was sagen die Projekte dazu?

Ein Bericht zum Workshop „Kooperieren oder nicht kooperieren?“ während der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018

Kooperation ist das Kernstück von Citizen Science. BürgerInnen kooperieren mit ForscherInnen, um wissenschaftliche Fragestellungen in einem Projekt zu beantworten. Derartige Projekte im Bereich Bürgerwissenschaften gibt es viele. Im Vordergrund dieser Projekte steht häufig die Sammlung von Daten, sei es Sichtungen von verschiedenen Tier- oder Pflanzenarten oder die Meldung von Vorkommnissen in der Lebenswelt des Menschen. In manchen Projekten werden auch Meldungen gemacht, die für ein anderes Projekt von Relevanz sein können. Einige Projekte behandeln ein Subthema eines anderen Projekts. So z.B. werden in Projekten, die sich auf eine bestimmte Tier- oder Pflanzenart konzentrieren, auch Daten gesammelt, die für Projekte, die sich mit Biodiversität im Allgemeinen beschäftigen, von Bedeutung sind. Es läge also nahe, derartige Projekte zu kombinieren bzw. eine Kooperation anzubahnen.

Warum sollten Citizen-Science-Projekte kooperieren?

Welche Gründe für oder gegen eine derartige Kooperation zwischen Projekten oder für oder gegen eine Kombination von Projekten sprechen und welche Formen der Kooperation überhaupt möglich sind, standen beim Workshop „‘Kooperieren oder nicht kooperieren?‘ – das ist hier die Frage. Wie kann Zusammenarbeit und Austausch zwischen Citizen-Science-Projekten gelingen?“ während der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 (ÖCSK 2018) im Mittelpunkt.

Workshop zum Thema Zusammenarbeit zwischen Projekten

An dem Workshop im Rahmen der ÖCSK 2018 nahmen ca. 20 Personen teil. Die Anwesenden stammten überwiegend aus Österreich. Vertreten waren auch ForscherInnen aus Deutschland und der Schweiz. Obwohl die überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen als ProjektleiterInnen oder -mitarbeiterInnen in naturwissenschaftlichen Citizen-Science-Projekten tätig war, so gab es auch einige sozial- und geisteswissenschaftliche Projekte. An fünf Tischen wurden die Formen der Kooperation, Schnittstellen zwischen Projekten, Vor- und Nachteile der Kooperation, mögliche Hinderungsgründe, Plattformen zum Austausch sowie die Rahmenbedingungen der Kooperation zwischen Citizen-Science-Projekten diskutiert.

Im Zentrum sämtlicher Diskussionen stand die Frage: „Wie kann die Kooperation zwischen Citizen-Science-Projekten gelingen?“

Kooperationsformen sowie Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit

Es wurden diverse Formen der Kooperation erkannt, z.B. der Austausch von Best Practices, Daten oder Software, die Beantragung von gemeinsamen Projekten, sowie das gemeinsame Anwerben von TeilnehmerInnen.

Zu den genannten Vorteilen zählten u.a. sich ergänzende Kompetenzen und Blickwinkel, die Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur, eine höhere Sichtbarkeit der Einzelprojekte und damit eine größere Reichweite und Relevanz der Projekte. Allerdings können diese Vorteile laut der TeilnehmerInnen auch zu Nachteilen werden. Denn unterschiedliche Perspektiven und andere Wissenshintergründe der ProjektmitarbeiterInnen können auch zu Kommunikationsschwierigkeiten, schwer erreichbaren Kompromissen, Verlust der Flexibilität und mehr administrativem Aufwand führen. Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, dass die Projekte auch in ständiger Konkurrenz zueinanderstehen. Interessant war auch, dass manche Anwesenden die Zusammenarbeit mit anderen Citizen-Science-Projekten deswegen kritisch sehen, weil sie sich damit selbst als WissenschafterIn wegrationalisieren, d.h. ihre eigene Stelle als ForscherIn gefährden würden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass für die WorkshopteilnehmerInnen Kooperation vor allem in Form des Erfahrungsaustausches und des Aufzeigens von guten Beispielen im Bereich Citizen Science gewünscht ist. Dies kann über Plattformen, Arbeitsgruppen, Stammtische, Konferenzen oder wissenschaftliche Partnerbörsen erfolgen.

Durch den Workshop konnten erste Anhaltspunkte für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Citizen-Science-Projekten gewonnen werden, die mögliche strategische Maßnahmen im Bereich der Kooperation zwischen Projekten unterstützen können.

Zwei der anwesenden Personen hatten noch nachträgliche Ergänzungen zu diesem Workshopbericht. Der gemeinsame Nenner dieser Anmerkungen ist die untergeordnete Rolle von Citizen Scientists in von WissenschafterInnen geleiteten Projekten.

So bemerkte Gotthard Weiß, Diplom-Biersommelier und Initiator von ScienceGoesBeer, dass Citizen Science derzeit überwiegend aus Sicht der Universitäten bzw. der ForscherInnen betrachtet wird. Citizen Scientists werden oftmals nur als Mittel zum Zweck und nicht als gleichwertige Forschungspartner angesehen. Um die Rolle der Citizen Scientists zu stärken, könnten BürgerwissenschafterInnen auch die Funktion der Projektleitung übernehmen. Außerdem wird häufig außer Acht gelassen, dass BürgerInnen bereits selbst jahrelang Forschungsfragen unter Einhaltung der wissenschaftlichen Methodik nachgegangen sein können, manchmal besser und manchmal schlechter. Darüber hinaus könnten Citizen-Science-Projekte über Spenden, Crowd-Funding oder Konsumentenvereine finanziert werden. Es besteht laut Gotthard Weiß noch Ausbaubedarf bei der Akzeptanz von BürgerInnen in Citizen-Science-Projekten.

Thomas Palfinger von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bemerkte wiederum, dass das Ziel von Citizen Science maßgeblich dafür ist, welche Best Practices zur Anwendung kommen können. Unterschiedliche Ziele erfordern (gänzlich) andere Best Practices: Was soll Citizen Science bewirken? Steht die Methode oder die Partizipation im Vordergrund? Gelten andere ethische Standards im Bereich Citizen Science? Thomas Palfinger führte aus, dass ein gemeinsames Problemverständnis bzw. die Definition eines gemeinsamen Ziels von Citizen Science unabdingbar sei. Eine Kooperation zwischen Citizen-Science-Projekten wäre vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Crowd und Methode erforderlich. Citizen Science würde es auch zulassen, aus der aktuellen Projekt- und Förderlogik auszubrechen. BürgerInnen sollte es daher ermöglicht werden, in den Forschungsprozess eingebunden zu werden und das Projekt nach Projektende auf freiwilliger Basis fortzuführen. Das bedeutet, den Top-Down-Ansatz aufzubrechen und der Bringschuld der Wissenschaft gegenüber den BürgerInnen gerecht zu werden. Diese Bringschuld umfasst nicht nur die verständliche Aufbereitung von Ergebnissen, sondern auch von Daten. Außerdem könnte Citizen Science das Denken in Disziplinen aufheben. In vielen Projekten ginge es schließlich um das Sammeln von Daten (mittels einer App) und der Annotation dieser Daten, meinte Thomas Palfinger. All diese Projekte könnten dieselbe Infrastruktur, eine gemeinsame Crowd und ein ähnliches Methodenrepertoire nutzen. Nur so kann Partnerschaft auf Augenhöhe gelingen.

Freitag, 15 Februar 2019

Blogbeitrag: City and Citizen Science

Am 7. Februar fand in Barcelona (Spanien) ein Workshop der Citizen Science COST-Action zum Thema “City & Citizen Science” statt. Das Ziel des Workshops war es, Antworten auf die Fragen, wie Citizen Science in Städten angewandt wird, welchen Einfluss es auf Stadtpolitik haben kann und in welchen Wissenschaftsbereichen Citizen Science verbreitet ist, zu finden.

Eingeleitet wurde der Tag durch eine inspirierende Rede von LeeAnne Walters, der Gründerin der Flint Water Initiative. Sie wurde weltweit bekannt durch den Kampf für sauberes Trinkwasser in Flint, Michigan (USA). In ihrer Rede berichtete sie über die Hürden, die ihr von Behörden gestellt wurden, und von der Zusammenarbeit besorgter Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht einschüchtern ließen, und gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern erfolgreich für sauberes Wasser mit Hilfe eines eigens dafür aufgestellten Citizen Science Projektes kämpften.

Im ersten Teil des Workshops wurden drei Beispiele im Bereich Stadtökologie aus Barcelona (Spanien), Wien (Österreich) und Bogota (Kolumbien) vorgestellt. In Barcelona arbeitet das Gesundheitsamt gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern um die invasive Tigermoskito zu monitoren und zu kontrollieren, um die Ausbreitung von Krankheiten wie Nestwilvirus oder Malaria zu verhindern. Aus Wien wurden die Projekte StadtWildTiere und Wiener Gebäudebrüter vorgestellt, die einerseits das Zusammentreffen von Füchsen mit Menschen in der Stadt untersuchen, andererseits Nistplätze von Mauerseglern beobachten und schützen. Aus Bogota wurde ein Projekt zur Wasserqualität dargestellt, das gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung durchgeführt wurde.

Im zweiten Teil ging es um Gesundheitsprojekte in Städten. Den Beginn machte ein Beispiel aus London (England). Das Institut Mapping for Change erstellt Projekte gemeinsam mit besorgten Bürgerinnen und Bürgern zu verschiedensten Gesundheitsthemen, z.B. Luftqualität. Zwei konkrete Beispiele zu Projekten zum Thema Luftqualität aus London (England) und Kampala (Uganda) zeigten, wie diese Umsetzung konkret funktionierte. Im folgenden Beitrag aus Budapest (Ungarn) wurde Invisible Citizen Science erörtert, also warum Citizen Science dort nicht sichtbar ist. Projekte bezeichnen sich in Ungarn oft nicht als Citizen Science, oder die Teilnahme von Bürgerinnen und Bürgern wird verschwiegen. Im vorgestellten Projekt járókelö können Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt verbessern, indem sie z.B. Schlaglöcher oder Müllansammlungen melden. Diese Probleme werden dann gemeinsam mit den lokalen Behörden gelöst. Das Projekt hat auch gezeigt, dass die Menschen ihr Verhalten durch die Teilnahme verändert haben. Sie schlagen proaktiv Lösungen vor, und melden nicht mehr nur Probleme, sondern werden Teil der Lösung. Dennoch läuft das Projekt nicht unter dem Stichwort Citizen Science. Auch aus Oslo (Norwegen) wurde ein Projekt zur Luftqualität präsentiert. Dieses Projekt konnte zeigen, dass auch mit vergleichsweise günstigen Sensoren durch die Masse an teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern eine Datenqualität erreicht werden konnte, die auch von Behörden verwendet werden kann. Auch ein europäisches Projekt names D-Noses aus Spanien präsentierte sich beim Workshop. In diesem Projekt, das gerade erst begonnen hat, geht es um Geruchsbelästigung in neun Ländern (Spanien, UK, Österreich, Griechenland, Portugal, Deutschland, Italien, Bulgarien und Chile).

Im Teil „Citizen Science and the Civic Movement“ wurde über das Public Lab (USA) berichtet, welches erfolgreich zeigte, dass die in Projekten verwendete Methodik immer den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angepasst werden muss. Startpunkt für die Arbeit des Public Labs war die Deep Water Horizon Katastrophe im Golf von Mexiko. Public Lab benutzt Open Source Tools oder entwickelt sie selbst, um Daten zu sammeln, und um Communities bei der Durchführung eigener Projekte zu unterstützen. Im nächsten Projekt, beepath (Barcelona), zeichneten Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Schulwege mit einer App auf und analysierten diese. Diese Analysen wurden an die lokalen Behörden weitergeben, damit diese die Mobilitätsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger im entsprechenden Stadtviertel verbessern konnten. Im nächsten Projekt ging es um psychische Gesundheit in Katalonien. In diesem Projekt wurde ein Gamification-Ansatz gewählt, um die Einstellung verschiedener Gruppen (Patienten, Pflegende, Freunde) zu verschiedenen Themen rund um psychische Gesundheit herauszufinden. Als nächstes Projekt wurde Captor vorgestellt, das auch in Österreich durchgeführt wird. In Captor geht es um Ozonmessungen in verschiedenen Städten Europas (u.a. Barcelona und Wien). Bürgerinnen und Bürger führen mit selbstgebauten Sensoren Ozonmessungen durch.

Neben den hier kurz vorgestellten Projekten gab es noch zahlreiche weitere Vorträge zu anderen Projekten. Man kann schon alleine durch die hier besprochenen Projekte erkennen, dass gerade in Städten die Vielfalt von Citizen Science Projekten sehr groß ist, und dass sie auf unterschiedlichste Weisen in die Stadtpolitik wirken.

Donnerstag, 14 Februar 2019

CSNA Partner: Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

Wir freuen uns sehr, einen neuen Partner im Citizen Science Network Austria begrüßen zu dürfen. Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Ober St. Veit ist Österreichs einzige Ausbildungsstätte für Agrar- und Umweltpädagogen und -pädagoginnen, Lehrkräfte aus dem landwirtschaftlichen Schulwesen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des landwirtschaftlichen Beratungs- und Förderungsdienstes. Neben der Ausbildung forscht die Hochschule auch wissenschaftlich fundiert im Sinne des forschenden Lehrens und Lernens.

Wir freuen uns sehr, mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik die erste pädagogische Hochschule im Citizen Science Network Austria zu haben und sind überzeugt, dass das Netzwerk durch diese neue Expertise sehr profitieren kann. Mehr Informationen zur Hochschule finden Sie hier: http://www.agrarumweltpaedagogik.ac.at/

Mittwoch, 13 Februar 2019

NEU: Kremser Skorpion

Wir freuen uns sehr das mittlerweile 60. aktive Citizen Science Projekt auf Österreich forscht willkommen heißen zu dürfen! Im Projekt "Kremser Skorpion" der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik wird die Verbreitung des Triestiner Skorpions in Krems, der in Krems sein nördlichstes (und isoliertes) Vorkommen hat, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern untersucht. Der Skorpion ist für den Menschen ungefährlich und wurde vermutlich im Mittelalter über Handelswege eingeschleppt. Viele Fragen sind allerdings noch offen: Ist der Skorpion nur auf das Kremser Stadtgebiet beschränkt, oder kommt er auch im Umland vor? Was gefällt ihm am Stadtklima? Gibt es Ausbreitungsbarrieren, die eine weitere Ausbreitung über Krems hinaus verhindern? Diese und andere Fragen sollen mit dem Projekt beantwortet werden.

Finden Sie mehr über dieses Projekt auf der Projektseite unter https://www.citizen-science.at/component/k2/item/422-kremser-skorpion heraus!

Montag, 14 Januar 2019

Leistungsbericht 2018 ist online!

Der Leistungsbericht des Citizen Science Network Austria (CSNA) 2018 ist online! In diesem Bericht finden Sie Informationen zu den Tätigkeiten und Leistungen des CSNA, Eckdaten zu den Entwicklungen des Netzwerks und Einblicke in die Arbeit von Österreichs größtem Netzwerk zu Citizen Science!

2018 war wieder ein sehr aufregendes Jahr für Citizen Science in Österreich. Neben der Erweiterung des Netzwerks und einer abermaligen Steigerung in der Zahl von Citizen Science Projekten auf Österreich forscht, ist es vor allem auch geprägt durch die Verstetigung des CSNA, möglich gemacht durch die Unterstützung der Universität für Bodenkultur Wien! Auf 59 Seiten findet sich alle Details diesem für das CSNA äußerst spannendem Jahr. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Montag, 14 Januar 2019

NEU: Nan-O-Style

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt der Universität Salzburg auf Österreich forscht begrüßen zu dürfen. Im Projekt Nan-O-Style werden mögliche Wechselwirkungen von Nanomaterialien in Lifestyleprodukten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern erforscht. Daneben möchten die Projektleiterinnen und -leiter herausfinden, wie informiert die österreichische Bevölkerung über Nanoprodukte ist. Neben der Forschung entstehen im Projekt auch moderne, interaktive Bildungsmaterialien für fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zusätzlich findet in Salzburg am Di, 26. Februar 2019 der Open NanoScience Congress (ONSC), ein öffentlicher Kongress zum Thema Nanotechnologie statt. Schülerinnen und Schüler aus dem Projekt Nan-O-Style wirken an dem Kongress aktiv mit und präsentieren ihre Arbeiten. Dazu gibt es Vorträge von eingeladenen Expertinnen und Experten und Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte an der Universität Salzburg. Eine Nano-Ausstellung mit hands-on Stationen und einem Analysegerät zur Vermessung von Nanopartikeln runden den ONSC ab. Interessierte und Schulklassen sind herzlich willkommen.

Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier: https://www.citizen-science.at/component/k2/item/418-nan-o-style

Dienstag, 18 Dezember 2018

Das Programm zur ÖCSK 2019 ist online!

Es freut uns sehr, dass nun das Programm für die Österreichische Citizen Science Konferenz 2019 in Obergurgl fertig erstellt und online unter https://www.citizen-science.at/konferenz/programm abrufbar ist. Das wissenschaftliche Konferenzkommittee stand vor der Herausforderung, aus den mehr als 80 Einreichungen ein Programm zu erstellen, das die ganze Bandbreite von Citizen Science abdeckt. Das Programm zeichnet sich vor allem durch eben jene Bandbreite aus: es gibt Beiträge aus den Natur-, den Geistes- und den Sozialwissenschaften, und heuer erstmals auch aus den Kunst- und Kulturwissenschaften. In Workshops und Vorträgen werden Grenzen von Citizen Science ausgelotet, Übergänge zwischen Wissenschaftsfeldern erforscht und vor allem, sehr viel Wissen zur Anwendung von Citizen Science in den unterschiedlichsten Bereichen geteilt.

In Workshops werden Fähigkeiten in Hands-On-Formaten vermittelt, die wichtig für die Arbeit im Bereich Citizen Science sind, z.B. wie mache ich Daten FAIR, wie nutze ich Videos um meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erreichen oder wie gestalte ich MOOCS? In Science Slams werden Projekte auf unterhaltsame Art und Weise vorgestellt, und bei der Speedpostersession werden wissenschaftliche Inhalte äußerst rasant in nur 1 Minute an ein interessiertes Publikum gebracht.

Die Highlights im Programm sind sicherlich auch unsere beiden Keynotes, Susanne Hecker und Monica Peters, die uns einen Einblick in Entwicklungen aus dem Citizen Science Bereich auf europäischer Ebene und in Neuseeland gewähren werden. Wir möchten uns bei unseren Partnerinnen und Partnern von der Universität Innsbruck, dem Zentrum für Citizen Science, Büger schaffen Wissen, Schweiz forscht und der Partizipativen Wissenschaftsakademie von Uni Zürich und ETH Zürich herzlich bedanken, die uns bei der Erstellung dieses Programms intensiv unterstützt haben.

Dienstag, 18 Dezember 2018

Blogbeitrag: Citizen Science: Forschen statt beforscht zu werden

Im Rahmen eines Workshops diskutierten ForscherInnen der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie mit Experten vom Citizen Science Network Austria und der IIASA die Vorteile und Grenzen der Integration von BürgerInnen in Forschungsprojekten. Durchgeführt wurde der Workshop in Kooperation mit der DLE Forschungsservice und Nachwuchsförderung der Universität Wien.

Die Beteiligung von interessierten BürgerInnen am Forschungsprozess eröffnet neue Wege des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft „Daneben ist Citizen Science aber auch als Methode interessant, die bei manchen Fragestellungen – wenn auch nicht bei allen – für die Geowissenschaften, die Geographie und Astronomie Möglichkeiten bietet“, erklärte Dekanin Petra Heinz bei der Eröffnung des Workshops „Exploring Citizen Science“, der am 5. Dezember 2018 an der Fakultät stattfand. Der Workshop ist Teil einer neuen Förderinitiative der Fakultät im Bereich Citizen Science, im Rahmen derer auch drei Vorstudien gefördert werden.

Möglichkeiten und Grenzen

Projektideen für Citizen Science in ihren jeweiligen Forschungsfeldern diskutierten dabei elf WissenschafterInnen der Fakultät mit drei Experten: Daniel Dörler und Florian Heigl vom Citizen Science Network Austria, das an der Universität für Bodenkultur Wien koordiniert wird und in dem die Universität Wien Mitglied ist, sowie Ian McCallum vom Center for Earth Observation and Citizen Science am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA).

Prinzipiell sei Citizen Science als Methode in allen Wissenschaftsbereichen anwendbar, erklärte Daniel Dörler vom Citizen Science Network Austria. „Die Citizens sollten dabei allerdings nicht die Forschungsobjekte sein – also nicht beforscht werden, sondern selber forschen.“ Über die Fördermöglichkeiten von Citizen Science-Projekten informierte Tobias Reckling vom Forschungsservice der Universität Wien.

Diskutiert wurden neben konkreten Projektideen auch die Möglichkeiten, Menschen zu motivieren, an Citizen Science-Projekten teilzunehmen. Dafür sei es zentral zu wissen, wo man seine Zielgruppe findet. Teilweise seien diese bereits in Vereinen oder Vereinigungen organisiert; teilweise seien Medienpartnerschaften eine gute Idee. Auch während des Projektes gelte es, mit den Citizen-Scientists zu kommunizieren: „Um ein Citizen Science Projekt durchzuführen, baut man eine Community auf – und muss auch mit ihr kommunizieren“, betonte Florian Heigl vom Citizen Science Network Austria die Bedeutung von Community Management.

Die „heavy user“ pflegen und schulen

Vor allem die sehr engagierten Citizen Scientists sollten gezielt motiviert und betreut werden, so Daniel Dörler vom Citizen Science Network Austria, „häufig gilt nämlich die 1:99 Regel: Diese deutet an, dass 99 von 100 TeilnehmerInnen nur hin und wieder Daten melden und ein/e TeilnehmerIn sehr engagiert meldet.“ Diese „heavy user“ gelte es dann auch zu pflegen – und zu schulen, um die Qualität der Daten zu erhöhen, sagte Dörler.

Wichtig sei es auch, Anreize für die Mitarbeit zu setzen – beispielsweise würden häufig die aktivsten Citizen Scientist bei Publikationen als MitautorInnen genannt werden, erklärte Ian MacCallum von der IIASA; aber auch die Vernetzung mit anderen Steinesammlern oder Astronomiebegeisterten sei manchmal schon Anreiz genug.

Montag, 10 Dezember 2018

CSNA Partner: FH Salzburg

Mit der Fachhochschule Salzburg ist nun bereits die dritte FH Teil des Citizen Science Network Austria. Mit 2700 Studierenden in den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Design, Medien und Kunst und Gesundheitswissenschaften bietet die FH Salzburg praxisnahe Ausbildung und angewandte Forschung. In ihrer Vision steht die Gesellschaft im Mittelpunkt, und damit ist die FH Salzburg auch ein wertvoller Partner im Citizen Science Network Austria.

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der FH Salzburg im Netzwerk und sind schon gespannt auf gemeinsame Projekte in der Zukunft.

Donnerstag, 06 Dezember 2018

Blog: Summer School 2018: Citizen Science in Theorie und Praxis

Vom 15. bis 19. Oktober 2018 fand in Grünau im Almtal (Oberösterreich) eine Summer School zum Thema "Citizen Science in Theorie und Praxis" statt. Die Veranstaltung wurde von 2 Doktorandinnen und 1 Doktoranden der Vienna Doctoral School CoBeNe der Universität Wien organisiert: Lara Iaiza und Verena Pühringer-Sturmayr untersuchen das Sozialverhalten von Graugänsen und Waldrappen an der Core Facility Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie in Grünau im Almtal, während Arno Cimadom am Department für Verhaltensbiologie in Wien an der Ökologie der Darwinfinken arbeitet.

Insgesamt 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 16 Ländern (4 Kontinente!) und 26 verschiedenen Institutionen (von Universitäten über Nationalparks bis hin zu NGOs) nahmen an der Summer School teil. Nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zahlreich und mit vielfältigen Interessen, auch das Programm bot umfassende verschiedene Ansätze und Phasen eines Citizen Science-Projekts. Insgesamt bot die Summer School ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern 15 Präsentationen, 4 Workshops und 2 Rundgespräche.

Citizen Science ist ein wachsender Ansatz in der Wissenschaft, der Laien in den Forschungsprozess miteinbezieht. Citizen Science kann in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, von der Erfassung der Biodiversität bis hin zu den Sozialwissenschaften. Ziel dieser Summer School war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das grundlegende Verständnis der Methode und die notwendigen Werkzeuge für die Entwicklung eines eigenen Projekts von der Datenerhebung bis zur Veröffentlichung zu vermitteln.

Die 8 geladenen Referentinnen und Referenten (aus 4 Ländern und 7 Institutionen) diskutierten die folgenden Themen:

  • Peter BROWN von der Anglia Ruskin University (Cambridge) sprach über Citizen Science in den Bereichen Biodiversitätserfassung sowie Datenvalidierung, Verifizierung und Qualitätskontrolle. Darüber hinaus diskutierte er mit uns das Thema Citizen Science und begutachtete Publikationen.

  • Daniel DÖRLER und Florian HEIGL von der Universität für Bodenkultur (Wien) stellten nationale und internationale Fördermöglichkeiten, Forschungsdesign in der Praxis, die Praxis der Durchführung eines Citizen Science Projekts und die Plattform Österreich forscht sowie die Projekte Roadkill und BOKUArion vor.

  • Didone FRIGERIO von der Core Facility Konrad Lorenz Forschungsstelle (Universität Wien, Grünau im Almtal) führte uns in das Thema Citizen Science ein, indem sie über Wissenschaft mit und für die Gesellschaftsforschung sprach. Sie organisierte auch einen Workshop über die Gestaltung eines eigenen Citizen Science Projekts. Am letzten Tag sprach sie auch über Vorteile und Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Schulen und stellte die Citizen Science Projekte, die derzeit an der Konrad Lorenz Forschungsstelle laufen, vor. Darüber hinaus diskutierte sie mit uns das Thema Citizen Science und begutachtete Publikationen.

  • Philipp HUMMER von SPOTTERON Citizen Science (Wien) stellte uns SPOTTERON vor und sprach über die Verwendung von Apps, die Erwartungen der Bürger an eine App, Herausforderungen bei der Nutzung von Apps und warum Design wichtig ist.

  • Coleman KRAWCZYK von der University of Portsmouth (Portsmouth) gab uns eine Einführung in die Plattform Zooniverse. Darüber hinaus leitete er auch einen Workshop, in dem er über Datenanalyse und den Aufbau eines Projekts mit den Tools von Zooniverse sprach.

  • Tina PHILLIPS vom Cornell Lab of Ornithology (Ithaca) sprach darüber, wie man ein Citizen Science Projekt gestaltet, um die Projektziele zu erreichen. Ein weiteres Thema von ihr war, wie man sich mit der Rolle von Interesse und Motivation und anderen Dimensionen des Engagements auseinandersetzt. Sie stellte uns außerdem die Citizen Science Projekte des Cornell Labs of Ornithology vor - insbesondere ihre Strategien für Wissenschaft, Bildung und Naturschutz - und wie wir die Datenqualität anhand von Beispielen aus allen Bereichen sicherstellen können.

  • Anett RICHTER vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (Leipzig) stellte mögliche Herausforderungen für Citizen Science Daten von der Theorie bis zur Praxis vor und diskutierte mit uns das Thema Citizen Science und begutachtete Publikationen.

Die Summer School war auch eine Möglichkeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Referentinnen und Referenten, sich zu vernetzen, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen aufzubauen. Drei sehr erfolgreiche gesellschaftliche Veranstaltungen waren dabei sehr hilfreich, um dieses Ziel zu erreichen: (1) Begrüßungsdrinks am ersten Abend, (2) ein gemeinsames Abendessen am vierten Abend und (3) eine Wanderung am letzten Tag. Da alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Referentinnen und Referenten im JUFA Hotel Almtal übernachteten und aufgrund von Gruppenaktivitäten am ersten Tag (z.B. Kennenlernen, Cocktailbar), war die Atmosphäre in der Gruppe sehr entspannt und ungezwungen. Ein erstaunliches Herbstwetter tat den Rest.

Die Organisatoren danken Didone Frigerio für die Inspiration und Unterstützung die Idee einer Summer School über Citizen Science umzusetzen sowie Petra Pesak, Sarah Deventer und Sigrid Hager von der Vienna Doctoral School CoBeNe für die logistische Unterstützung in organisatorischen Fragen.

Wir denken, dass es noch Potenzial für nächste Themen und weitere Vernetzungen gibt. Die sehr guten Vorträge der eingeladenen Referentinnen und Referenten und die Zufriedenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Organisation und dem Rahmen der Summer School - hinsichtlich der Vielfalt der Länder und Hintergründe der Teilnehmer sowie des Programms, der Vielfalt und Qualität der Referentinnen und Referenten und der Gruppenworkshops - machten diese Veranstaltung zu einem Erfolg. Insgesamt waren sich alle Teilnehmer einig, dass es eine schöne Erfahrung war und sie würden gerne wieder an einer Summer School über Citizen Science teilnehmen.

Donnerstag, 29 November 2018

Science Interview mit Eva: Ulrike Zartler und Raphaela Kogler

In dieser neuen Interviewserie blicken wir hinter die Kulissen und stellen die Personen hinter den einzelnen Citizen-Science-Projekten und ihre Motivation zu Forschen vor. Die Interviewerin Eva Lirsch sprach mit Ulrike Zartler und Raphaela Kogler, die zusammen mit Marlies Zuccato-Doutlik für das Projekt "SMILE" verantwortlich sind. Den Einstieg in das Interview bildet ein Science Wordrap.

 

Mein Berufswunsch als Kind war:

Ulrike Zartler (lacht): Kinderpsychologin.

Raphaela Kogler: Meiner auch! Psychologin zumindest.

Ulrike Zartler: Ich habe immer die Erziehungsratgeber meiner Mutter gelesen und immer ein schlechtes Gewissen gehabt, weil ich mir gedacht habe, so was dürfen Kinder sicher nicht lesen. Da habe ich mir gedacht, super, das ist interessant. Das möchte ich werden.

Raphaela Kogler: Bei mir war es der Zusammenhang zwischen den Gefühlen und dem rationalen Denken, wie das zusammenspielt.

Wissenschaft ist für mich:

Ulrike Zartler: Neue Welten entdecken.

Raphaela Kogler: Eine Herausforderung, um das Wissen auch wieder in die Gesellschaft zurückzuspiegeln.

Am spannendsten an meinem Fachgebiet finde ich:

Raphaela Kogler: Die Arbeit im Feld, also mit den Kindern in dem Projekt, mit Jugendlichen, Familien zu arbeiten.

Ulrike Zartler: Da kann ich mich nur anschließen.

Wenn ich eine Sache auf der Welt verändern könnte, würde ich:

Ulrike Zartler: Kinderarmut abschaffen.

Raphaela Kogler: Gleichberechtigung auf vielen Ebenen erzielen: zwischen Kindern und Erwachsenen, Armen und Reichen, also auf mehreren Ebenen.

Spaß an der Arbeit bedeutet für mich:

Ulrike Zartler: Was das Projekt betrifft: in die Klassen gehen und von den Kindern dort herzlich empfangen werden. Die Kinder freuen sich immer sehr, wenn wir kommen.

Raphaela Kogler: Auch Spaß und Freude an neuen, unerwarteten Ergebnissen.

Diese Personen finde ich am faszinierendsten:

Ulrike Zartler: Astrid Lindgren, weil ich ihren Zugang zu Kindern großartig finde. Sie ist so ganz anders als die pädagogische Zeigefinger-Literatur, die vorgegeben hat, Kinder unterhalten zu wollen, aber sie eigentlich erziehen wollte. Astrid Lindgren war da eine wohltuende Ausnahme.

Raphaela Kogler: So eine schwierige Frage: in den Sozialwissenschaften finde ich zum Beispiel Erving Goffmann sehr faszinierend, weil er versuchte, hinter Interaktionen zu blicken und er uns quasi eine Anleitung gibt, wie wir das tun können.

 

Persönlicher Hintergrund

Wann wussten Sie, dass Sie Wissenschaftlerin werden wollen?

Raphaela Kogler: Ich wusste es nicht gleich. Durch das sozial- und bildungswissenschaftliche Studium wusste ich, dass die WissenschaftlerInnen, die die Grundlagen schaffen, großartig sind. Zuerst also durchs Studium, dann durch erste Forschungs- und Lehrererfahrung. Ich wusste, dass ich auf jedem Fall in dem Kinderbereich bleiben und forschen möchte.

Gab es da ein Schlüsselerlebnis?

Raphaela Kogler: Im Studium zu sehen, wie SozialwissenschaftlerInnen für ihre Arbeit brennen, hat bei mir abgefärbt, natürlich aber nicht an einem Tag, sondern das waren auch viele verschiedene Personen.

Ulrike Zartler: Der Wunsch, in die Wissenschaft zu gehen, kam bei mir während des Studiums. Schlüsselerlebnisse hatte ich zwei, aber teilweise bereits viel früher: einerseits, als ich von einer Nachbarin befragt worden bin, die Psychologie studiert hat. Ich fand das super und dachte, so etwas will auch gerne machen! Das war so ein ganz klassischer Fragebogen, den man heute wahrscheinlich kritisieren würde. Aber ich habe das faszinierend gefunden, wie das strukturiert war und dass es interessant ist für sie, was ich dazu zu sagen habe. Das zweite war tatsächlich an der Uni ein bestimmtes Seminar, wo ich gedacht habe, einfach großartig! Kinder- und Jugendsoziologie gab es damals nicht an der Uni. Ich war im ersten Familiensoziologie-Seminar, das an der Universität stattgefunden hat und ich habe gedacht, ich würde da gern zu jedem Thema dort ein eigenes Seminar machen.

Was würden Sie jemandem sagen, der sich überlegt, die Forschungslaufbahn einzuschlagen?

Ulrike Zartler: Ich würde sagen, dass es faszinierend ist, und mit sehr viel Freiheiten verbunden. Ich glaube, das ist ein unglaubliches Privileg, sich den Forschungsbereich aussuchen zu können und zu den Themen zu arbeiten, die einen wirklich interessieren und die man als gesellschaftlich und wissenschaftlich relevant betrachtet. Natürlich gibt es auch in der Wissenschaft Zwänge, was die Arbeitsverhältnisse betrifft. Wer ab dem ersten Job eine unbefristete Vollzeit-Anstellung haben will, der hat es in der Wissenschaft schwierig.

Raphaela Kogler: Ich finde, er/sie soll es tun, weil es gibt noch so viel zu erforschen, gerade in den Sozialwissenschaften. Man soll es tun und probieren, aber man muss es sich auch trauen. Man muss da auch ein bisschen reinwachsen und dafür brennen, und den untypischen Arbeitsprozessen Zeit geben.

 

Zum Projekt

Wie sind Sie zum ersten Mal mit Citizen Science-Projekten in Berührung gekommen, war das im Zuge dieses Projektes oder schon vorher?

Ulrike Zartler: Früher hat das nicht Citizen Science geheißen, aber für mich war das schon immer etwas, das ich in meinen Projekten berücksichtigt habe. Ich habe noch nie ein Faible gehabt für Forschung im Elfenbeinturm. Ich habe immer versucht, Anknüpfungspunkte zu finden, wo die gesellschaftliche Relevanz des Themas liegt: Welche Personen haben etwas davon? Ich habe immer den Kontakten gesucht zu unterschiedlichen Stakeholdern. Es ist auch ein forschungspolitischer Aspekt von Wissenschaft: wenn man öffentliche Gelder dafür verwendet, um die eigene Forschung zu machen, dann ist es wichtig, auch etwas davon zurückzugeben, was auch abseits von einem Fachpublikum verstanden wird und Relevanz hat.

Raphaela Kogler: Ich sehe es ähnlich. In den Sozialwissenschaften ist es ganz selten nur eine Forschung über jemanden, sondern immer auch für jemanden. Man will den Leuten auch etwas zurückgeben und sie nicht allein lassen mit wissenschaftlichen Ergebnissen, die nicht übersetzt sind und die ihnen nichts bringen. Das können Handlungsempfehlungen sein in manchen Projekten oder Broschüren für jene, um die es geht.

Was sind denn die Ziele des Projektes „Smile“?

Ulrike Zartler: "Smile" steht für "Scheidung mit Illustrationen erforschen". Ausgangspunkt war der Gedanke, dass Scheidung ein Thema ist, das prinzipiell alle Kinder in irgendeiner Form betrifft, selbst wenn es nicht die eigenen Eltern sind, die sich scheiden lassen, sondern etwa die Eltern der besten Freundin bzw. des besten Freundes. Gleichzeitig ist dieses Thema mit sozialwissenschaftlichen Methoden schwierig zu erforschen, weil es eine sensible Thematik ist, über die nicht viel gesprochen wird. Unser Interesse war, wird das Thema unter Kindern thematisiert und in welcher Form? Die Frage war auch: Wie machen wir das Thema besprechbar? Wir haben dazu eine neue Methode für die Sozialwissenschaften adaptiert: Von uns wurden Concept-Cartoons gemeinsam mit den Kindern entwickelt und eingesetzt. Diese dienten ursprünglich dazu, um naturwissenschaftliche Phänomene mit Kindern im Rahmen des Unterrichts zu diskutieren, und wir wollten sehen, ob das auch mit einem sozialwissenschaftlichen Thema funktioniert.

Raphaela Kogler: Ein Ziel des Projekts ist auch, Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema zu erstellen,  die dann öffentlich über die Sparkling Science Website und unsere Website zugänglich sein sollen und dort open source zum Download zur Verfügung stehen.

Wie lange ist das Projekt insgesamt geplant?

Ulrike Zartler: Bis 31.8.2019. Dann muss alles fertig sein, inklusive Unterrichtsmaterialien. Wir arbeiten seit einem Jahr an dem Projekt und machen sogenannte "Forschungswerkstätten" mit den Kindern  von vier Volksschulklassen - zwei in Wien, zwei in Tirol - somit in einem Gebiet mit der österreichweit höchsten Scheidungsrate und in einem mit der niedrigsten Scheidungsrate. Der Anspruch war, die Unterlagen partizipativ mit den Kindern zu entwickeln, und diesen so die Möglichkeit zu bieten, sich aktiv einzubringen.

Wie erreichen Sie die Zielgruppen Ihres Projektes?

Ulrike Zartler: Hauptgruppe sind die Kinder, aber neben diesen Forschungswerkstätten in den Schulen gibt es die öffentlichen Diskussionswerkstätten in Wien und Tirol. Dort sind vor allem LehrerInnen und Eltern adressiert: LehrerInnen, weil wir in Schulen forschen und die Eltern, weil die interessiert, was die Kinder da erfahren und erarbeiten. im Prinzip sind die Veranstaltungen für alle Interessierten offen.

Was ist die größte Herausforderung bei diesem Projekt?

Ulrike Zartler: Begonnen hat das Projekt am 1. September 2017. Schon am 4. September gab es die erste Diskussionswerkstatt in der Schule und wir haben uns mit allen LehrerInnen und Eltern getroffen, um das Projekt vorzustellen.  Da haben wir schon alle Materialien gebraucht, um darzustellen, was wir mit dem Projekt erreichen wollen, und die Eltern zu bitten, dass die Kinder mitmachen dürfen. Das war schon eine Herausforderung. Normalerweise fängt das Projekt an, und man hat Zeit für Teambuilding und eine erste gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema. Diesen Prozess haben wir sehr abgekürzt.  

Raphaela Kogler: Ja, das war eine Riesen-Herausforderung mit dem Projekt-Start, auch der generell kurze Zeitraum mit einem sehr dichten Programm. Wir betreiben einerseits Wissenschaft und produzieren wissenschaftliche Ergebnisse. Auf der anderen Seite kommt noch das Rückspielen an die Öffentlichkeit und an die Interessierten in Form der Unterrichtsmaterialien für die Schulen, die Kinder und die LehrerInnen dazu. Stichwort Citizen Science, was noch eine Herausforderung bei öffentlichen Diskussionen ist: man weiß nie, wer kommt, kann sich also nicht auf diese vorbereiten, möchte aber eine gute Diskussionsgrundlage bieten.

Wo kann man etwas über die Projektergebnisse erfahren?

Raphaela Kogler: Im Februar wird es in Wien noch eine Diskussionsveranstaltung geben, wo wir dann erste Ergebnisse zurückspiegeln und die ersten Unterrichtsmaterialien und die Broschüre herzeigen, und dann fragen: "Wie sehen Sie das, was fehlt Ihnen da vielleicht noch?" Wir hoffen natürlich auch auf Feedback von ExpertInnen aus der Didaktik und Pädagogik für das Unterrichtsmaterial. Sowohl  in Wien als auch in Tirol ist eine große öffentliche Schlussveranstaltung geplant, die sogenannte "Smile goes public". In Wien findet sie am 18. Juni statt, in Tirol im Mai, da steht der genaue Termin noch nicht fest. Dort werden nicht nur Projektergebnisse präsentiert, sondern auch der Output in Form einer Broschüre, die mit den Kindern gestaltet wurde. Außerdem werden auch Teile des Projektes ausgestellt, die partizipativ von den Kindern mitgestaltet wurden.

In welchen Medien erfahren Interessierte Näheres zu den Veranstaltungen?

Ulrike Zartler: Auf unserer Projekt-Website der Uni Wien, auf der Österreich forscht-Website, auch über das Institut werden wir die Informationen verbreiten und über die Schulen. Die LehrerInnen werden persönlich eingeladen und die Eltern über das Mitteilungsheft informiert.

 

Rückfragehinweis:

Ulrike Zartler
Institut für Soziologie
Universität Wien
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
T: +43-1-4277-48244
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Freitag, 16 November 2018

NEU: Stadt-Land-Kind

Ein neues Projekt ist auf Österreich forscht zu finden: Stadt-Land-Kind erforscht gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern und deren Verwandten und Freunden Sehnsuchtsbilder vom Land damals und heute. Es soll den Fragen nachgegangen werden, wie solche Bilder entstehen und welche Versprechen sie transportieren. Dabei setzen die Projektleiterinnen und -leiter auf das kritische Hinterfragen dieser Bilder im Dialog von Kinder mit der Eltern- bzw. Großelterngeneration. Diese ethnografische Studie wird von einem Team bestehend aus Personen der Akademie der bildenden Künste Wien, der Universität Wien, dem Volkskundemuseum Wien, dem Werkraum Bregenzerwald, der VS Rastenfeld, der NMS Kals am Großglockner und der Werkraumschule Bregenzerwald durchgeführt.

Wenn Sie mehr über dieses spannende Projekt erfahren möchten, dann finden Sie hier weitere Informationen zum Projekt: https://www.citizen-science.at/component/k2/item/407-stadt-land-kind

Mittwoch, 31 Oktober 2018

Call for Abstracts für EGU-Jahresversammlung

Auch im kommenden Jahr sind wir wieder mit einer Session zu Citizen Science bei der Jahresversammlung der European Geosciences Union dabei, und zwar mit der Session "Citizen Science: Bridging the science-society-gap by finding emerging environmental issues and empowering citizens".

Citizen Science (die Beteiligung der Öffentlichkeit an wissenschaftlichen Prozessen) gewinnt in einer Disziplin nach der anderen an Dynamik, wodurch immer mehr Daten über Biodiversität, Erdbeben, Wetter, Klima, Gesundheitsfragen u.a. auf verschiedenen Ebenen gesammelt werden. Erfolgreiche Citizen Science Projekte können dazu beitragen umweltpolitische Strategien und Maßnahmen (wie beispielsweise die europäischen Erdbeobachtungssystemen) zu verbessern. Glaubwürdige Beiträge zur Wissenschaft können die Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzen, sich aktiv an umweltpolitischen Entscheidungen zu beteiligen, das Bewusstsein für Umweltfragen zu schärfen und die Lücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu schließen.
In unserer Session suchen wir nach erfolgreichen Ansätzen für die Zusammenarbeit, um die Lücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu schließen. Wir wollen zu folgenden Fragen Antworten finden:

  • Welche Citizen Science-Ansätze können in den Erd-, Planeten- und Raumwissenschaften eingesetzt werden?
  • Was sind die größten Herausforderungen und wie kann man sie bewältigen?
  • Welche Strategien zur Beteiligung von Citizen Scientists gibt es?
  • Wie kann man die Transparenz der Projektergebnisse und Analysen sicherstellen?
  • Wie kann man eine erfolgreiche Überbrückung der Lücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bewerten?

Unsere Session zielt darauf ab, ein breites Publikum zu erreichen, einschließlich der aktuellen Citizen Science-Praktikerinnen und -Praktiker der Erdwissenschaften. Auf diese Weise soll die Kommunikation zwischen verschiedenen Zielgruppen und Ansätzen erleichtert werden.

Eingereicht werden kann ab sofort bis 10. Jänner 2018. Mehr Informationen zur EGU und den Einreichlink finden Sie hier: https://www.citizen-science.at/allgemeines/offene-calls

Donnerstag, 18 Oktober 2018

CSNA Partner: FH Campus Wien

Wir freuen uns in diesem wunderschönen Herbst einen neuen Partner im Citizen Science Network Austria begrüßen zu dürfen. Die FH Campus Wien, welche nun die zweite Fachhochschule in unserem Netzwerk ist, ist die größte Fachhochschule Österreichs. Über 6000 Studierenden bietet die FH Campus Wien verschiedenste Studiengänge in den Bereichen Applied Life Sciences, Technik, Bauen und Gestalten, Public Sector, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft und Soziales an.

Nach einem gemeinsam organisierten erfolgreichen Workshop zu "Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?" und der tollen Organisation der European Researcher's Night, freuen wir uns nun auf die weitere enge Zusammenarbeit im Bereich Citizen Science mit dieser vielfältigen Organisation.

Freitag, 12 Oktober 2018

Eingekauft, ausgepackt, aufgegessen? Ihr Lebensmitteltagebuch unterstützt unsere Forschung!

Klimawandel, Wasser- und Bodenbelastungen, sowie steigender Konsum und damit einhergehende Rohstoffverknappung bewirken lokale und globale Umweltveränderungen. Diesen müssen wir mit einer umsichtigen Nutzung unserer Ressourcen und einer vorsorgenden Abfallwirtschaft begegnen. Nachhaltige Lösungen in der Abfallwirtschaft erfordern eine interdisziplinäre, systemische Betrachtung über den gesamten Lebensweg unserer Produkte.

Entsprechend dem Drei-Säulen-Prinzip der BOKU (Verbindung von Technik, Naturwissenschaften und Wirtschafts-, Sozial- und Rechtwissenschaften) entwickelt das Institut für Abfallwirtschaft innovative Konzepte, Methoden und Verfahren zur Planung und Evaluierung von Abfallvermeidungsmaßnahmen, zur Schließung von natürlichen und anthropogenen Stoffkreiskäufen sowie zur emissionsarmen Abfallbehandlung und Nachsorge von Deponien und Altablagerungen. Lebensmittelabfälle stellen seit mehr als 15 Jahren einen Forschungsschwerpunkt am Institut für Abfallwirtschaft dar. Dabei konnten auf verschiedenen Ebenen der Wertschöpfungskette erstmals Daten erhoben sowie Vermeidungsmaßnahmen umgesetzt und getestet werden.Wussten Sie, dass jährlich mehr als 200.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle im österreichischen Rest- und Biomüll landen? Lebensmittelverschwendung ist derzeit in aller Munde – bestimmt sind auch Sie bereits mit dem Thema in Berührung gekommen. Um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, müssen alle an einem Strang ziehen – ProduzentInnen sowie KonsumentInnen.

Das Branchenprojekt „Stop Waste – Save Food“ untersucht erstmalig in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten den Schutz und die Haltbarkeit von Lebensmitteln durch optimierte Verpackung und innovative Verpackungslösungen zu verbessern, um dadurch Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Unklar ist allerdings, wie Sie als KonsumentIn die Bemühungen seitens des Handels wahrnehmen und in weiterer Folge mit den Lebensmitteln zuhause umgehen. Nehmen Sie die Lebensmittel aus der Verpackung? Wie, wo und wie lange lagern Sie die gekauften Lebensmittel? Welche Lebensmittel verderben häufiger? Mit Hilfe von Lebensmitteltagebüchern sollen diese Fragen beantwortet werden. Wir freuen uns, wenn Sie daran teilnehmen – und mit etwas Glück können Sie auch Gutscheine für den Interspar Onlineshop gewinnen! Hier geht es zum Tagebuch.

PS: Lassen Sie sich nicht abschrecken von der vermeintlichen Länge des Tagebuches – uns ist auch geholfen, wenn Sie beispielsweise nur zwei Produkte vom Kauf bis zur Verwertung bzw. Entsorgung beobachten. Eine Teilnahme ist bis Mitte November möglich!

Bei Rückfragen kontaktieren Sie bitte:

Dipl. Ing. Sandra Schwödt
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Abfallwirtschaft, Universität für Bodenkultur
+43 1 3189900-320
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Mittwoch, 10 Oktober 2018

Ergebnisse der Umfrage auf Österreich forscht

Von Juni bis Juli 2018 haben wir eine kleine Umfrage unter allen Leiterinnen und Leitern von Projekten auf Österreich forscht gemacht. Wir wollten einerseits wissen, wie sie die Arbeit des Citizen Science Network Austria und der dazugehörigen Plattform Österreich forscht bewerten, und was es im Sinne des Community Building innerhalb des Netzwerks ihrer Meinung nach noch brauchen würde. Die Ergebnisse dieser kurzen Umfrage sind nun da und wir freuen uns hier eine kurze Zusammenfassung präsentieren zu können:

41% der Projektleiterinnen und -leiter von auf Österreich forscht gelisteten Projekten nahmen an dieser Umfrage Teil. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden mit einer ähnlichen Umfrage aus dem Jahr 2016 verglichen, bei der 58% der damals auf Österreich forscht vertretenen Projektleiterinnen und -leiter teilnahmen. Die generelle Zufriedenheit stieg im Vergleichszeitraum deutlich. Es zeigte sich auch, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage den Eindruck haben, dass die ihnen wichtigen Themen (z.B. Förderung der Qualität von Citizen Science, Organisation von Weiterbildungsangeboten) des CSNA nun besser umgesetzt werden als noch vor 2 Jahren.

Die Kommunikation innerhalb des Citizen Science Network Austria wird gleich bewertet wie 2016. Auffallend war, dass jene Kommunikationskanäle, die 2018 zum ersten Mal abgefragt wurden (wie z.B. das Plattformtreffen) durchwegs als sehr wichtig empfunden wurden. Bei der Zusammenarbeit im Netzwerk empfinden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage vor allem die Kooperation zwischen den Projekten als ausbaufähigen und wichtigen Bereich, während Hilfestellung bei der Erstellung von Finanzierungsanträgen als unwichtig empfunden wurde.

Verbesserungsvorschläge für die Arbeit des Netzwerks und der Plattform Österreich forscht betreffen vor allem den Einblick in die tägliche Arbeit des Netzwerks. Daneben soll es den Projekten ermöglicht werden, über den vierteljährlichen Newsletter Projektupdates auszuschicken. Zusätzlich sollte das CSNA einen Überblick über Citizen Science Aktivitäten im nicht-deutschsprachigen Raum bieten und die Arbeit rund um die Qualitätskriterien weiter vorangetrieben werden sollte.

Daher werden vor allem folgende Schwerpunkte in nächster Zeit auf Basis dieser Ergebnisse von uns umgesetzt werden:

  • Das Angebot von persönlichen Treffen zum Austausch, zur Vernetzung und zur verstärkten Kooperation soll erhöht werden.
  • Die Arbeitsgruppen als Rahmen für Kooperationen sollen gestärkt werden.
  • Der Newsletter soll um Projektupdates ausgeweitet werden.
  • Die finanzielle Basis des CSNA soll gesichert werden.
  • Veranstaltungen für die Öffentlichkeit werden organisiert (z.B. European Researchers Night)

Den gesamten Bericht zur Umfrage finden Sie hier:

Montag, 01 Oktober 2018

Blog: Citizen Science an der Konrad Lorenz Forschungsstelle

Forschen mit Hilfe interessierter Bürgerinnen und Bürger? Das ist gerade ein heißes Thema an der Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF; seit 2012 eine Core Facility der Universität Wien) in Grünau im Almtal (Oberösterreich). Die KLF wurde 1973 vom Nobelpreisträger – aber zuallererst Zoologen, Ethologen und Ornithologen – Konrad Lorenz (damaliger Direktor des Deutschen Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie in Seewiesen) gegründet. Zu dieser Zeit trat der damals 70-jährige seinen Ruhestand an und suchte einen Platz, an dem er die Forschung an seinen über 100 Graugänsen fortsetzen konnte. Das alte Mühlengebäude in Grünau im Almtal war der geeignete Ort dafür, da es nicht weit vom Cumberland Wildpark gelegen ist, welcher vom Herzog von Cumberland gegründet wurde. Allerdings musste zuerst das Gebäude umgebaut und Teiche gegraben werden, bevor die Graugänse von Seewiesen nach Grünau gebracht werden konnten. Seither wird an der KLF Verhaltensforschung betrieben. Allerdings haben sich die Methoden der Verhaltensbiologie seit damals verändert und weiterentwickelt. Ein brandneues Thema ist es zum Beispiel, Bürgerinnen und Bürger in die Forschung mit einzubeziehen und ihnen diese näher zu bringen – die sogenannte Bürgerwissenschaft bzw. Citizen Science. Vor kurzem wurde ein Review über die Stärken und Herausforderungen von Citizen Science in der Wildbiologie in der Zeitschrift Ethology veröffentlicht. Der Artikel präsentiert mehrere Fallstudien, die zeigen, dass Citizen Science erfolgreich auf Forschungsprojekte im Bereich der Wildbiologie angewendet werden kann (hier zum Nachlesen). Die internationale Vernetzung mit Wissenschaftlern, welche Citizen Science als Forschungsmethode verwenden, machte es Dr. Didone Frigerio möglich, das Department Ökosystemleistungen in Leipzig mit einem COST Action-Stipendium zu besuchen, um im Rahmen eines 10-tägigen Workshops die Bedeutung des Geschichtenerzählens für Citizen Science genauer zu untersuchen (hier zum Nachlesen).

Ein Höhepunkt ist auch die diesjährige Summer School zum Thema „Citizen Science in Theory and Practice“, welche vom 15. bis 19. Oktober in Grünau im Almtal abgehalten wird. Diese wird von PhD Kandidaten der Core Facility KLF, des Departments für Verhaltensbiologie der Universität Wien und der Vienna Doctoral School CoBeNe organisiert und von Letzterer finanziell unterstützt. Wir freuen uns das die Summer School ein großes internationales Interesse geweckt hat (Teilnehmer aus 16 Ländern) und diese bereits ausgebucht ist. Uns erwarten 5 Tage voller interessanter Vorträge, Workshops und Diskussionen.

Derzeit beschäftigt sich die KLF Arbeitsgruppe „GreyBis4socs“ (Team bestehend aus Post Docs, PhD Kandidaten und Forschungsassistentinnen) mit drei Citizen Science Projekten: „Visible Science“, „NBI goes Citizen Science“ und dem Sparkling Science Projekt „GRASS – Graugänse als Tiermodell für soziale Systeme“. Die beiden erstgenannten Forschungsprojekte werden mittels einer App („Forschen im Almtal“ und „WaldrApp“, downloadbar für Android und Apple: (1) Visible Science – Android, Apple (2) NBI goes Citizen Science – Android, Apple) unterstützt, in denen Citizen Scientists ihre Beobachtungen „spotten“ können. Das Projekt „Visible Science – Citizen Science als Interface zwischen Top-Verhaltensforschung und einem Tierpark“ beschäftigt sich mit dem Vergleich von Brut, Aufzucht und Betreuung von Jungtieren bei drei Modell-Vogelarten (Graugänsen, Kolkraben und Waldrappen). Dabei wird eng mit dem Cumberland Wildpark Grünau zusammengearbeitet. Anhand der App werden Verhaltensbeobachtungen sowie Sichtmeldungen über die individuell markierten Vögel ermöglicht und Informationen über die Qualität der Paarbindung, sowie über lokale Traditionen betreffend Rast- und Nahrungsplätze erworben. Im Rahmen des heurigen Citizen Science Awards (Preisverleihung am 12.11.2018) des Zentrums für Citizen Science nahmen im Mai und Juni Schulklassen und andere interessierte Wildparkbesucher an diesem Citizen Science Projekt teil. Mehr als 1400 Sichtmeldungen wurden bis 31.08.2018 bereits mit Hilfe der App gemeldet. Das Projekt „NBI goes Citizen Science – Wissen schaffende Bürgerinnen und Bürger“ untersucht, welche Eigenschaften die Nahrungsgebiete der Waldrappe aufweisen. Anhand der App könnt ihr Informationen über den Verbleib der Waldrappe und die ökologischen Eigenschaften der besuchten Areale aufnehmen. Das Sparkling Science Projekt „GRASS – Graugänse als Tiermodell für soziale Systeme. Die Modulation circannualer Aktivitätsmuster im sozialen Kontext: Das Modell Graugans (Anser anser)“ beschäftigt sich mit der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Aktivitätsmustern, Verdauungseffizienz und Sozialverhalten, also die Modulation der Rhythmen durch den sozialen Status bzw. die Rangordnung bei einem hoch-sozialen und langlebigen Wirbeltier, der Graugans.

Haben wir euer Interesse geweckt? Dann schaut rein und forscht mit!

 

Autoren: Verena Pühringer-Sturmayr, Didone Frigerio

Mittwoch, 26 September 2018

Rückblick: EyesOnAlz-Catchathon 2018

Der von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, der Universität Salzburg, Alzheimer Austria und von Österreich forscht organisierte EyesOnAlz-Catchathon in Österreich war wieder ein voller Erfolg. Insgesamt spielten 158 Spielerinnen und Spieler aus Österreich um den ersten Platz, analysierten knapp 3500 Videos und erreichten damit eine Forschungsleistung von 82 (!) Stunden. Das gesamte Organisationsteam ist beeindruckt von dieser Leistung!

Jedes Jahr zum Weltalzheimertag ruft das Projekt EyesOnAlz dazu auf, bei einem weltweiten Wettbewerb Gehirnscans von Mäusen zu analysieren, auf denen in kurzen Videosequenzen sogenannte Stalls, also Verschlüsse in Blutgefäßen, aufzuspüren. Die amerikanischen Forscherinnen und Forscher erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse im Kampf gegen Alzheimer. 2018 wird sicherlich als sehr erfolgreiches Jahr in die Geschichte eingehen. Wir haben hier ein paar Kennzahlen für Sie:

Die drei Länder mit den meisten Spielerinnen und Spielern waren die USA (213), Österreich (158) und Nigeria ex aequo mit Litauen (je 49). Die meisten Videosequenzen wurden von den USA (12571, entspricht ca. 299 Stunden Forschungsleistung), Österreich (3447, entspricht ca. 82 Stunden Forschungsleistung) und Litauen (2783, entspricht etwa 66 Stunden Forschungsleistung) analysiert. Jedes Land konnte über den ganzen Tag verteilt spielen, oder sich in nur 1 Stunde, der sogenannten Golden Hour, konzentriert ans Werk machen. Bei dieser Wertung liegt Österreich auf dem ersten Platz (1785 analysierte Sequenzen), gefolgt von den USA (1447 Sequenzen) und Frankreich (289 Sequenzen). Bei den Top Teams liegt das Team Austria auf Platz 10 mit 818 analysierten Sequenzen. Der beste Spieler/die beste Spielerin hatte den Namen caprarom und analysierte alleine 3745 Sequenzen (das entspricht unglaublichen 89 Stunden Forschungsleistung). Einen ausführlichen Blogbeitrag von EyesOnAlz in Englisch finden Sie auch hier: https://blog.eyesonalz.com/catchathon-2018-final-and-country-leaderboards/

Das gesamte österreichische Organisationsteam möchte sich an dieser Stelle nochmal bei allen Spielerinnen und Spielern aus Österreich bedanken! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Dienstag, 18 September 2018

Beobachten und Kartieren von Landschaftsdynamiken durch BürgerInnen

Bei dem Projekt citizenMorph handelt es sich um ein Citizen Science Projekt, das an das Projekt Morph anknüpft. Das Projekt CitizenMorph beschäftigt sich mit der Erfassung und dem Verstehen geomorphologischer Phänomene, also mit den Formen unserer festen Erdoberfläche (… von Sandrippeln bis hin zum Bergsturz). Die Beschäftigung mit Geomorphologie und geomorphologischen Fragestellungen gewinnt insbesondere an Bedeutung, da wir alle den Klimawandel mittlerweile in unserem täglichen Leben spüren. So gibt es unter anderem auch vermehrt Bergstürze und Murenabgänge. Um solche Ereignisse besser verstehen und vorhersagen zu können, ist es wichtig, möglichst viele Daten darüber zu sammeln und zu analysieren.

Grundsätzlich können mit Hilfe von Fernerkundungsdaten (z.B. Satellitenbildern) geomorphologische Phänomene und Veränderungen in der Landschaft erkannt werden. Allerdings ist es schwer, diese Veränderungen nur anhand von Satellitenbildern zu untersuchen. Für das Überprüfen von Fernerkundungsdaten, brauchen wir die Hilfe von BürgerInnen vor Ort. Hierfür soll BürgerInnen eine App zur Verfügung gestellt werden, mit der Landschaftsveränderungen leicht und ohne großen Aufwand kartiert werden können. Die durch die BürgerInnen bereitgestellten Daten unterstützen WissenschaftlerInnen so wesentlich bei ihrer Arbeit.

Die App soll für BürgerInnen leicht zu nutzen und auf deren digitale Kompetenzen eingehen. Genau aus diesem Grund ist für uns die Zusammenarbeit mit BürgerInnen bereits bei der Entwicklung der App sehr wichtig: BürgerInnen werden in die verschiedenen Schritt der App-Entwicklung miteinbezogen, sodass unsere App für alle Interessierten gut nutzbar ist und (weiteres) Interesse an Geomorphologie und Citizen Science weckt.

Damit wir einen ersten Einblick in die Anforderungen und Wünsche der BürgerInnen erhalten, wurde ein kurzer und kompakter Online Fragebogen erstellt:

https://de.surveymonkey.com/r/citizenMorph

Bitte unterstützen Sie uns und das citizenMorph Projekt indem Sie diesen Fragenbogen ausfüllen. Vielen Dank!

Autoren des Textes: M. Jenewein und A. Traun

 

Durchführende Organisation: Fachbereich Geoinformatik –Z_GIS/ Universität Salzburg

Fördergeber: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) – Top Citizen Science (TCS)

Dienstag, 11 September 2018

GFÖ Session: Zeit für persönliche Treffen in Citizen Science Projekten

Projektleiterinnen und Projektleiter sowie Citizen Scientists wünschen sich mehr persönliche Treffen und einen Austausch von Angesicht zu Angesicht. Dieser Wunsch wurde nicht nur beim Forum Citizen Science in Deutschland laut ausgesprochen, sondern manifestierte sich auch in der Session zu Citizen Science in der Ökologie diese Woche.

Von 10. bis 14. September fand in Wien die Jahresversammlung der Gesellschaft für Ökologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Seit mittlerweile vier Jahren organisieren wir in diesem Rahmen eine Session (d.h. einen Themenblock) zu Citizen Science in der Ökologie, in der wir Trends, Ergebnisse und neue Methoden in diesem Bereich vorstellen und Expertise aus ganz Europa in einen Raum bringen.

Dieses Jahr stand die Session ganz unter dem Thema Langzeit Monitoring von Biodiversität durch Citizen Science. Die medial große Wellen schlagende “Krefeld-Studie” (hier ein ausführlicher Bericht dazu von der Wochenzeitung “Die Zeit”) wurde von einem naturkundlichen Verein durchgeführt und hat stark auf das “Insektensterben” in Europa hingewiesen. Auch in unserer Session wurden Ergebnisse aus zwei Citizen Science Projekten zu Schmetterlingen (Schmetterlingsmonitoring Deutschland und Vielfalter), welche über mehrere Jahre durchgeführt wurden, präsentiert. Daneben gaben sechs Projekte zu Vögeln (Mauersegler in Wien, Verhaltensbeobachtungen von Graugänsen und Waldrappen, sowie Brutvogelatlas, Brutvogelmonitoring und ornitho.at von Birdlife Austria und eine Untersuchung zum Verschwinden von insektenfressenden Vögeln) Einblick in erste Ergebnisse und Analysen.

Fast allen gemeinsam war, dass persönliche Treffen zum gegenseitigen Lernen und Austausch als wichtigste Elemente genannt wurden, die einerseits die Datenqualität signifikant erhöhten, andererseits aber auch die Motivation der beteiligten Citizen Scientists steigerten.

Ein sehr gutes Beispiel dafür lieferte Didone Frigerio, die über die Verhaltensbeobachtungen bei Graugänsen und Waldrappen mit Schülerinnen und Schülern berichtete. Dabei wurden mehrere persönliche Treffen zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und den Schülerinnen und Schülern organisiert. Zuerst trafen sie sich in den Schulklassen und erzählten von den Vögeln, z.B. wie man sie erkennt, was sie tun, welche Verhaltensweisen bekannt sind. Bei zwei weiteren Treffen wurden die Tiere dann in einem nahegelegenen Wildpark vor Ort besucht, um das zuvor theoretisch vermittelte Wissen mit der Praxis zu verbinden. Den Kindern wurden vor und nach den Treffen Videos vorgespielt, die das zu beobachtende Verhalten bei den Vögeln zeigten, und die Schülerinnen und Schüler mussten das Verhalten dann klassifizieren. Diese Ergebnisse wurden mit jenen von Expertinnen und Experten verglichen, die sich die gleichen Videos ansahen. Das Ergebnis: die Kinder lernten äußerst schnell, und waren am Ende genauso gut wie die Expertinnen und Experten (92% Übereinstimmung der Daten von Schülerinnen und Schülern mit denen der Expertinnen und Experten). Was noch überraschender war: zwischen zwei Treffen lagen die Sommerferien, und normalerweise verlernen Menschen Dinge, wenn sie länger nicht abgerufen werden. Die Kinder in dieser Untersuchung konnten ihr Wissen jedoch nicht nur halten, sondern sogar noch leicht steigern. Dies war vor allem dadurch möglich, dass das Interesse der Kinder an den Graugänsen zu stark geweckt wurde, dass sie sich auch in ihrer Freizeit mit ihnen beschäftigten.

Dies zeigt sehr eindrucksvoll, welches Potential in persönlichen Treffen liegt. Neben Wissen wird auch Begeisterung vermittelt, und dies ist für Citizen Science Projekte mitunter die wichtigste Eigenschaft, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitbringen können. Denn diese Begeisterung ist in vielerlei Hinsicht für den Erfolg eines Citizen Science Projektes wichtig. So zeigte nicht nur Norbert Teufelbauer, dass diese Begeisterung wichtig ist um eine Teilnahme an Projekten über lange Zeit zu garantieren, sondern auch Johannes Rüdisser konnte durch persönliche Treffen und Trainings einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer so für Schmetterlinge begeistern, dass sie sich eine große Artenkenntnis antrainierten und so zukünftig sogar als Experten zum Projekt beitragen können und Personen, welche neu im Projekt anfangen möchten einschulen können. Diese Beispiele deuten darauf hin, dass Begeisterung einerseits zum nachhaltigen Bestehen eines Projektes beitragen kann und andererseits die Datenqualität erhöht.

Wir können aus diesen gesammelten Erfahrungen daher nur schließen, dass Citizen Science Projekte und auch das Citizen Science Network Austria in Zukunft verstärkt auf persönliche Treffen setzen sollten um Citizen Science in Österreich weiter zu stärken.

Vortragende:

  • Thomas Starkmann (Universität Wien): The common swift survey in Vienna – a citizen science approach
  • Johannes Rüdisser (Universität Innsbruck): Viel-Falter becomes Butterfly Monitoring Tirol
  • Didone Frigerio (Universität Wien – Konrad Lorenz Forschungsstelle): Involving pupils in long-term biological monitoring: lessons learnt and future perspectives
  • Norbert Teufelbauer (BirdLife Österreich): Bird conservation – experiences from the long-lasting work of BirdLife Austria
  • Elisabeth Kühn (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung): Butterfly Monitoring Germany: 13 years of flight – recording the highs and lows of a citizen science project and of butterfly populations
  • Diana Bowler (Senckenberg – Biodiversität und Klima - Forschungszentrum): Species attributes associated with long-term declines of insectivorous birds in Europe

Poster:

  • Silvia Winter (Universität für Bodenkultur Wien): Landscape and local garden management influence hedgehog occurence in Austrian gardens – insights from a citizen science project
  • Thomas Hübner (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik): Nature’s Calendar, a modular phenological smart phone app for collection of phenological observations by citizen scientists

OrganisatorInnen der Session:

  • Florian Heigl und Daniel Dörler (Universität für Bodenkultur Wien)
  • Anett Richter (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit Sitz am Deutschen Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
Dienstag, 11 September 2018

Forum Citizen Science 2018: Citizen Science in Deutschland

Vom 06.-07. September fand in Frankfurt am Main das Forum Citizen Science, organisiert von Bürger schaffen Wissen und der Senckenberg Gesellschaft, unter dem Motto “Gemeinsam mehr erreichen” statt. Das Forum Citizen Science ist das Pendant zur Österreichischen Citizen Science Konferenz, mit mehreren Sessions und Workshops zu verschiedenen Themen rund um Citizen Science, sowie einem Treffen der Partner von Bürger schaffen Wissen, ähnlich unserem Plattformtreffen.

Auch wir von Österreich forscht nahmen dieses Jahr daran teil und präsentierten Auszüge aus dem Community Building von Österreich forscht. In diesem Bericht möchten wir aber vor allem über die deutsche Citizen Science Landschaft schreiben, wie sie sich uns im Rahmen des Forums präsentierte.

Warum ist Citizen Science wichtig? Dies war die zentrale Frage, um die sich das Forum Citizen Science drehte. Mehrere Präsentationen drehten sich vor allem um die Wirkung von Citizen Science auf die Forschung, auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, und auf die Gesellschaft. Ohne Citizen Science wären vor allem langfristige Trends in Tier- und Pflanzenbeständen nicht möglich, so der oft gehörte Tenor der Vortragenden. Rote Listen bestehen zu einem großen Teil aus Daten, die von Citizen Scientists erhoben werden. Ohne sie wüssten wir deutlich weniger über Bestandsentwicklungen.

Citizen Science schafft damit nicht nur Bewusstsein für die Natur, sondern auch Fakten, die dem Naturschutz helfen. Doch warum machen Menschen bei Projekten mit? Wer sind die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die über Jahre und Jahrzehnte Daten zu Schmetterlingen, Glühwürmchen oder Vögeln sammeln? Oft sind es ältere Menschen, die in ihrer Pension einem Hobby, einer Leidenschaft nachgehen. “Citizen Science macht glücklich”, war ein dazu passender und prägender Satz während des Forums. Diese Personen eignen sich ein enormes Wissen an, werden zu Experten und publizieren gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder auch alleine ihre Erkenntnisse und Daten, und unterstützen mit ihren Funden Belegsammlungen. Doch in der großen Anzahl an Pensionistinnen und Pensionisten liegt auch eine Gefahr: Nachwuchs ist oft kaum vorhanden, und mit der Zeit verschwinden diese Expertinnen und Experten.

Mit neuen Ansätzen und neuen Ideen sollen nun auch wieder junge Menschen angesprochen werden. Warum nicht Kunst und Wissenschaft miteinander verbinden? Der “Forschungsfall Nachtigall” aus Berlin ist dafür ein sehr schönes Beispiel, der Forschung rund um die Nachtigall in Berlin mit Vorlesungen aus literarischen Texten über die Nachtigall und Liederabende mit der Wissenschaft verbindet und damit sehr erfolgreich ist.

Kann Citizen Science vielleicht auch etwas von anderen Ansätzen aus der Wissenschaft lernen? Klar ist, dass Wissenschaftskommunikation und Citizen Science Hand in Hand miteinander gehen müssen. Aber wie sieht es mit transdisziplinärer Forschung aus? Dieser Forschungszweig beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Partizipation von Betroffenen in Forschungsprojekten, und ist damit ganz nah an gesellschaftlichen Bedürfnissen. Die Überschneidungen zwischen transdisziplinärer Forschung und Citizen Science sind in der Tat nicht zu übersehen, und vor allem in der Frage, welche Wirkung Citizen Science haben kann, könnten Methoden aus der transdisziplinären Forschung helfen, wie Martina Schäfer von der TU Berlin in ihrer Keynote betont.

Neben dieser ganz grundlegenden Frage beschäftigte sich das Forum Citizen Science aber vor allem auch mit Methoden der Wissenschaftskommunikation, mit der Wiederverwendbarkeit von Software in Citizen Science Projekten und mit Fragen des Datenschutzes. Weitere Themen und Diskussionen können auch auf Twitter unter #forumcs nachgelesen werden.

Wie auch bei der Österreichischen Citizen Science Konferenz war die Stimmung beim Forum Citizen Science sehr offen und kollegial. Das Forum war geprägt vom Willen, miteinander Citizen Science zu stärken und gemeinsam zu zeigen, was Citizen Science alles erreichen kann. Dies wurde auch dadurch bestätigt, dass alle drei großen deutschsprachigen Plattformen, nämlich Bürger schaffen Wissen, Schweiz forscht und Österreich forscht sich in Zukunft noch regelmäßiger und enger austauschen und abstimmen möchten als bisher, um das große Potential einer gemeinsamen Sprache in allen drei Ländern noch besser nutzen zu können.

Einen tollen Videoeindruck vom Forum Citizen Science (von SPOTTERON Citizen Science) finden Sie übrigens hier: https://www.youtube.com/watch?v=uDYoe73G098

Montag, 03 September 2018

NEU: Gesichter der Migration

Der Mensch ist ein mobiles Wesen. Menschen sind schon immer umher gewandert, haben neue Länder entdeckt, eine neue Heimat gesucht und sich mit neuen Kulturen ausgetauscht. Viele Familien haben daher einen Migrationshintergrund, auch wenn dieser manchmal nicht offensichtlich ist. Die Oma kommt aus Italien, der Onkel aus Italien, und der Cousin ist nach Frankreich ausgewandert. Diesen familialen Migrationshintergrund untersucht das neueste Projekt auf Österreich forscht namens "Gesichter der Migration". Jugendliche aus Tirol untersuchen gemeinsam mit ihren (Groß)Eltern, Lehrer*innen und Freund*innen ihre familialen Migrationsgeschichten und suchen nach Spuren der Mobilität in ihrer Umgebung.

In dem Forschungsprojekt sind die Jugendlichen Expert*innen ihrer Lebenspraxis und gestalten den gesamten Forschungsprozess aktiv mit: Sie entwickeln ihre eigenen Forschungsfragen, die sie dann mit Hilfe offener Interviews mit ihren Eltern und Verwandten beantworten. Darüber hinaus suchen die Jugendlichen mittels ethnografischer Feldforschung nach Spuren von Migration in ihrer näheren Umgebung und im Stadtteil.

Erfahren Sie mehr über dieses spannende Projekt unter https://www.citizen-science.at/component/k2/item/389-gesichter-der-migration.

Donnerstag, 30 August 2018

Science Interview mit Eva: Prof. Dr. Klement Tockner

In dieser neuen Interviewserie blicken wir hinter die Kulissen und stellen die Personen hinter den einzelnen Citizen-Science-Projekten und ihre Motivation zu Forschen vor. Die Interviewerin Eva Lirsch sprach mit Prof. Dr. Klement Tockner, dem Präsidenten des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF). Den Einstieg in das Interview bildet ein Science Wordrap.

Mein Berufswunsch als Kind war:

Prof. Dr. Klement Tockner: Weltreisender, Entdecker von unerforschten Landstrichen, den Südpol zu erreichen.

Wissenschaft ist für mich:

Prof. Dr. Klement Tockner: Neugierde und Durchhaltevermögen.

Am spannendsten an meiner jetzigen Tätigkeit finde ich:

Prof. Dr. Klement Tockner: Dass man viele kluge Personen trifft und was weiterbringen kann.

Wenn ich eine Sache auf der Welt verändern könnte, würde ich:

Prof. Dr. Klement Tockner: Das „Konzept“ Europa – diese Vielfalt und Internationalität – in die ganze Welt exportieren. Wenn wir die Vereinigten Staaten der Welt hätten, das wäre richtig großartig.

Spaß an der Arbeit bedeutet für mich:                                

Prof. Dr. Klement Tockner: Dass es anregend ist, dass einem nach einer Stunde reden der Kopf raucht, dass es herausfordernd ist. Man muss gestalten können! Das Gegenteil von Spaß an der Arbeit ist, wenn man Zeit verschwendet für unnötige Sachen.

Diese Person finde ich am faszinierendsten:

Prof. Dr. Klement Tockner: Leute wie Nelson Mandela, aus einem einfachen Grund: Wie kann man 20 Jahre im Gefängnis stecken und nicht verbittert sein, sondern ein Optimist und so eine offene, weitblickende Einstellung haben, das ist einfach bewundernswert und inspirierend! Eine mentale Größe zu haben, eine Persönlichkeit zu sein, wo es nicht in erster Linie um die eigene Person geht, sondern wo es einfach um die Sache geht und man dabei große Visionen wagt.

 

Persönlicher Hintergrund

Sie sind studierter Biologe, Gewässerökologe. Wann wussten Sie, dass Sie Wissenschaftler werden wollten?

Prof. Dr. Klement Tockner: Da waren die Personen, die ich getroffen habe während der Ausbildung. Da war einmal mein Doktoratsbetreuer, der ein sehr spannender Mensch war: Gerhard Bretschko, der Leiter der Biologischen Station in Lunz. Er hatte etwas Spielerisches, leider auch etwas Schlampiges an sich gehabt und daher oft etwas nicht zu Ende gemacht. Man kann einerseits spielerisch sein, aber es braucht gleichermaßen Rigorosität und Durchhaltevermögen. Überhaupt sollte man nicht alles zu persönlich nehmen. Das ist ja eine österreichische Eigenheit, dass die Leute schnell beleidigt sind. Man braucht einen gewissen Abstand zu sich selber. Eine professionelle Einstellung mit dem Spielerischen kombinieren, das ist die Kunst.

Hatten Sie da Vorbilder?

Prof. Dr. Klement Tockner: Ich habe immer Mentoren gehabt, und ich habe auch jetzt noch welche, die spielen eine ganz große Rolle. Das sind Leute, die einem zuhören, kein Eigeninteresse und viel Erfahrung haben. Sie haben die Aufgabe, in erster Linie etwas anzuregen. Also ich habe auch mehrere Mentoren gehabt, wo ich dann auch das Gegenteil gemacht habe von dem, was sie mir geraten haben. Weil ich erst durch die gemeinsame Diskussion draufgekommen bin, das ist nicht das, was ich möchte. Dazu eine Geschichte: Mein Vorgesetzter in der Schweiz, der mich damals geholt hat, hat gesagt: „Mit Kindern kannst du deine Karriere vergessen.“ Ich war aber völlig überzeugt, dass das verbindbar und machbar ist. Ich habe ihm dann beim zweiten Kind gesagt: „Meine besten Entscheidungen in meinem ganzen Leben heißen Fanny und Lilly“. Oder, ich war ein aquatischer Ökologe und habe später begonnen, auch terrestrische Systeme zu erforschen. Davon wurde mir auch abgeraten: „Schau lieber, dass du in deinem Bereich bleibst“! Manchmal ist es auch der Widerstand, der einen antreibt. Man benötigt diesen Diskurs mit Leuten, die unbequeme Fragen stellen und einem richtig auf den Zahn fühlen.

Also für Innovation ist die Diskussion wichtig in der Wissenschaft?

Prof. Dr. Klement Tockner: Die Diskussion ist wichtig, und man muss etwas wagen. Und wenn du am besten an der Ostsee nachdenken kannst, dann fahre halt für zwei Tage dorthin. Die Wissenschaft bietet ja viel mehr Freiraum, als wir nutzen. Das ist ein Dilemma der Wissenschaft: wir sind nicht mutig genug, wir sind nicht unbequem genug, wir nutzen die Freiheit nicht genug. Die größte Verantwortung liegt eigentlich bei denen, die das Privileg einer permanenten Stelle in der Wissenschaft besitzen. Die müssen groß denken, langfristige Projekte starten und sich beispielhaft für die Gemeinschaft einsetzen.

Ist das spezifisch für die österreichische Forschungslandschaft?

Prof. Dr. Klement Tockner: Ich glaube, das ist jetzt nicht ein österreichisches Phänomen, aber was in Österreich doch verbreitet ist, dass wir Meister im Schönreden sind. Ich kann mich an intensive Diskussionen mit Kollegen erinnern, da hat dann ein hochrangiger Wissenschaftler, der dabei war, gesagt, ihr habt ja richtig gestritten! Dabei haben wir überhaupt nicht gestritten, sondern aus meiner Sicht war die Diskussion unglaublich anregend. Wir sind Konsensleute, wir müssen uns wohlfühlen, wir tun dem anderen nicht weh, das ist schon eine österreichische Eigenart. Es ist ja fast wieder eine eigene Form der Kreativität, zu überlegen, was jemand vielleicht tatsächlich gedacht hat – im Vergleich zum Gesagten.

Was würden Sie jemandem sagen, der sich überlegt, die Forschungslaufbahn einzuschlagen in Österreich?

Prof. Dr. Klement Tockner: Raus in die Welt gehen! Trau dich, etwas Neues zu beginnen! Es gibt keine Garantie für eine Forschungskarriere, aber es gibt dann die Möglichkeit, auch ganz andere spannende Wege einzuschlagen. Karriere ist nicht planbar, und man steht hin und wieder an einer Kreuzung, wo man entscheiden muss, oder wo entschieden wird, ob man rechts, links oder gerade oder gar in eine andere Richtung geht. Jede Kreuzung bietet auch eine Chance. Und es gibt ja auch den Spruch, nur die Dummen lernen aus den eigenen Fehlern, die Gescheiten lernen aus den Fehlern der anderen.

Das heißt, das muss man auch zulassen, sich darauf einlassen, in eine ganz andere Richtung zu kommen, als ursprünglich geplant?

Prof. Dr. Klement Tockner: Man muss ja nicht ein „Freikletterer“ sein. Aber es ist auch nicht notwendig, dass man sich in einem Hochsicherheitstrakt bewegt, wo nichts Unerwartetes passieren kann. Von einer Vollkasko-Mentalität sollte man sich jedenfalls verabschieden, weil dann kann man nicht Forscher werden, das widerspricht sich grundsätzlich.

Das ist wahrscheinlich gerade in Österreich typisch, dieses Sicherheitsdenken.

Prof. Dr. Klement Tockner: Ja, ein Beispiel: Ich war kürzlich in Holland, da ist der Wettbewerb deutlich stärker. Da müssen die Leute viel mehr im Wettbewerb die nötigen Ressourcen einholen (30 % Grundfinanzierung, 70 % wird im Wettbewerb vergeben). Der Prozess ist aber fair und transparent; man weiß genau, was die Kriterien sind, um diese Mittel zu bekommen. Es ist vergleichbar mit einem Marathonläufer. Wenn der an 40. Stelle landet, würde er in Holland sagen: „Ich habe nicht genügend trainiert und es sind einfach 39, die noch besser sind“. In Österreich würde man dagegen sagen: „Die anderen haben bessere Schuhe, die bekamen die größeren Bananen bei der Versorgungsstation, und warum ich nur 40. geworden bin, ist daher nicht nur mein Fehler“. Grauzonen führen ja zur Unzufriedenheit. Gibt es hingegen einen fairen, transparenten Wettbewerb, dann liegt es an einem selber und nicht an den anderen, wenn man etwas weiterbringt oder auch nicht.

Derzeit sind Sie Präsident des Österreichischen Wissenschaftsfonds. Vermissen Sie es, selber zu forschen?

Prof. Dr. Klement Tockner: Das ist die Frage, wie man Forschen definiert. Ich sehe mich jetzt mehr als Stimulierer, obwohl ich noch in internationalen Forschungsprogrammen involviert bin und dort die eigene Forschung vorantreibe, was jedoch eine Abend- oder Wochenendbeschäftigung ist. Warum mache ich noch aktiv Forschung? Erstens, um nicht abhängig zu werden von einer Position und dann nicht mehr zurück zu können in den Forschungsbetrieb, und zweitens, um immer zwischen diesen beiden Welten zu wandern und die Forschungsförderung somit laufend auch aus der Sicht des Forschenden zu sehen. Das Schlimmste wäre, wenn jemand zu mir sagen würde: „Lieber Herr Tockner, Sie sind jetzt ein richtiger Funktionär“. Dann weiß ich, jetzt wäre es Zeit zu gehen – oder eventuell bereits zu spät hierfür.

Wie stehen Sie zur Forschungsstrategie der Bundesregierung? Da gibt es die Strategie 2020, die die Innovation in Österreich ankurbeln und die Forschung und Entwicklung in Österreich fördern soll. Für wie realistisch halten Sie die?

Prof. Dr. Klement Tockner: Im neuen Regierungsprogramm findet sich viel Ambitioniertes, es sind große Ziele formuliert. Es wird sich jetzt zeigen, ob auch der Mut da ist, diese umzusetzen. Außerdem wird Innovation zu stark mit wirtschaftlicher Umsetzung vertauscht. Aber Innovation entsteht in erster Linie in einer unabhängigen Grundlagenforschung und dann häufig an deren Rändern. Wenn man ein wirkliches Innovationsland sein will – und nicht nur ein Zulieferer-Land, dann muss man in unabhängige Grundlagenforschung und in die Spitzenforschung massiv investieren, wobei Exzellenz sich nur im internationalen Vergleich messen lässt. Wir wollen keine Alpen-Exzellenz, sondern zumindest europäische Spitzenforschung.

Sehen Sie da Anzeichen, dass das wirklich umgesetzt und jetzt tatsächlich in die Grundlagenforschung investiert wird?

Prof. Dr. Klement Tockner: Am Papier existieren diese bereits, jetzt müssen sie umgesetzt und Realität werden. Dafür braucht es eine langfristige, solide und zugleich ausgesprochen ambitionierte und international ausgerichtete Forschungsstrategie.

 

Citizen Science

Gehen wir kurz zu dem Thema Citizen Science. Für wie wichtig halten Sie Citizen Science bzw. wie sehen Sie die Zukunft von Citizen Science?

Prof. Dr. Klement Tockner: Es ist ein populäres und tolles Konzept. Man hat versucht ein paar „low hanging fruits“ abzuernten und Aufmerksamkeit zu generieren. Jetzt verebbt das wieder ein bisschen. Wir müssen Acht geben, dass das nicht nur ein Hype war.

Sie meinen, das war ein Trend und geht jetzt wieder zurück?

Prof. Dr. Klement Tockner: Citizen Science, also bürgerbeteiligte Wissenschaft, hat ein großes Möglichkeitspotenzial, um Wissenschaft voranzutreiben, und bietet auch die einmalige Chance, die Wissenschaft verstärkt in die Gesellschaft zu tragen. Citizen Science muss natürlich wissensbasiert und erkenntnisgetrieben sein. Das heißt, die Wissenschaft und der Erkenntnisgewinn müssen im Zentrum stehen. Wir haben vom FWF eine Reihe an Top-Citizen-Science-Projekten gefördert. Hier bildet jeweils ein Wissenschaftsprojekt die Basis, d. h. die Qualität ist grundsätzlich gegeben. Dann hat man als Modul diesen Citizen Science Aspekt. Citizen Science ist ein Ansatz, aber es ist nicht der Ansatz der Wissenschaft. Es hat ein großes, aber zumeist noch nicht genügend genutztes Potenzial.

Ist geplant, dass Citizen-Science-Projekte vom FWF weiterhin mittelfristig gefördert werden?

Prof. Dr. Klement Tockner: Wir planen, dass wir das Programm weiterführen. Wir werden erst einmal eine kurze Reflexion durchführen, was wir aus diesen ersten drei Ausschreibungen gelernt haben. Man sieht, dass relativ viel Aufwand dahinter steckt, um das Programm durchzuführen. Die Deutschen nehmen das Top-Citizen-Science-Programm des FWF und des ÖAD als Vorbild. Insofern haben wir auch etwas erreicht, nämlich dass wir Standards setzen und Beispiel sein können für andere Länder. Es wird vermehrt auch auf europäischer Ebene Ausschreibungen im Bereich Citizen Science geben.

 

BE OPEN - Science & Society Festival:

Jetzt kommen wir zu dem großen Wissenschafts-Event, das vom FWF veranstaltet wird: dem BE OPEN – Science & Society Festival. Wie sind Sie auf den Namen gekommen?

Prof. Dr. Klement Tockner: Die Idee war: BE OPEN im Sinne von „Sei neugierig“, BE OPEN im Sinne einer offenen Wissenschaft (Open Data, Open Science) sowie last but not least das Konzept selbst: ein Open-Air-Wissenschaftsfestival, bei dem der Austausch mit der Gesellschaft im Vordergrund steht. Wir wollen gezielt in den öffentlichen Raum hineingehen und sagen: „Österreich ist ein Forschungsland und wir sind stolz darauf!“ Das möchten wir vermitteln, weil diese Leier, dass in Österreich kein Interesse an der Forschung besteht, das hat etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Das muss man durchbrechen. Jeder ist neugierig, jeder von uns ist ein Wissenschaftler in gewissem Sinne und die Erziehung und Schule haben leider dazu beigetragen, uns diese Neugierde auszutreiben.

Was ist die Hauptzielgruppe für das Event?

Pressesprecher Marc Seumenicht: Wir haben BE OPEN bewusst so gestaltet, dass es von Jung bis Alt funktioniert, quasi für die ganze Familie. Das Einstiegsalter liegt in etwa im frühen Volksschulalter, die Themenstationen sind aber so konzipiert, dass selbst ein 80, 90 Jähriger, der das Fest besucht, genauso die Faszination, die von der Grundlagenforschung ausgeht, mitnehmen kann. Für jeden ist etwas dabei. Für die ganz Kleinen haben wir einen Mini-Kids-Klub am Wochenende eingerichtet.

Was kann man am Festival alles erleben?

Pressesprecher Marc Seumenicht:. Wir bieten ein buntes Programm an Spitzenforschung „made in Austria, funded by FWF“. Die insgesamt 18 Themenstationen laden zum Entdecken, Mitmachen und Mitreden ein. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein Wissenschaftsrätsel. Parallel zu den Pavillons veranstalten wir ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm in der FWF-Arena. Jede Session des Rahmenprogramms läuft in Kooperation mit diversen Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft. Das zeigt auch die Strahlkraft, die von diesem Festival ausgeht. Das gab es noch nie in der Größenordnung.

Wie ist das BE OPEN-Festival im Vergleich zur Langen Nacht der Forschung zu sehen?

Pressesprecher Marc Seumenicht: Jede Veranstaltung, die Wissenschaft kommuniziert und Begeisterung in der Bevölkerung weckt, ist wichtig und gut. Die Lange Nacht der Forschung hat einen relativ starken Fokus auf Kinder, zudem ist sie auf viele Standorte verstreut. Wir bringen tatsächlich Spitzenforschung für Jung bis Alt an einem Ort [Anmerkung: am Maria Theresienplatz in Wien] zusammen, und das über fünf Tage. Neben den Themenstationen als „Garten des Wissens“ gibt es das erwähnte Rahmenprogramm, wo man ganz bewusst mitdiskutieren soll. Und auch bei den Pavillons kann und soll man mit den Wissenschaftlern in Kontakt treten und fragen. Es sind Mitmach-Stationen, die bewusst interaktiv und partizipativ gestaltet sind. Diese Interaktion begleitet das ganze Festival.

Sind Sie eigentlich dann vor Ort?

Prof. Dr. Klement Tockner: Die ganze Woche. Ich bin in zig Veranstaltungen drin. Mich interessiert der Dialog, mit all den Leuten zu reden kann so stimulierend sein. In erster Linie ist das ein Auftakt, wir wollen damit vermitteln, wir sind nicht nur ein Kultur- und ein Skifahrer-Land, wir sind auch ein Wissenschaftsland. Es geht somit auch um die Nachhaltigkeit des Festivals selber, dass man dann nicht nach Hause geht und sagt, das waren jetzt fünf Tage, schön war es, sondern dass da etwas in Gang gesetzt wird durch dieses Festival! Ein langfristiger Dialog zwischen der Wissenschaft und der Gesellschaft.

Auf welchen Programmpunkt freuen Sie sich persönlich besonders?

Prof. Dr. Klement Tockner: Die Verleihung der START- und Wittgenstein-Preise. Es ist ein festlicher Anlass, man hat auf der einen Seite die Wittgenstein-Preisträgerinnen und -Preisträger. Das ist quasi das Hochamt der Wissenschaft. Und dann hat man da die herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die, die wir auszeichnen, sind ganz großartige Talente. Es ist aber auch wichtig, dass man nicht nur die ehrt, die den Preis bekommen haben, sondern auch die, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, die es gewagt haben, den Kopf rauszuhalten und zu sich sagen: ich stelle mich diesem Wettbewerb. Ich freue mich auch auf die 50 Schulklassen, die zum BE OPEN-Festival kommen werden. Wahrscheinlich leuchten dann die Augen der Wissenschaftlerinnen und – wissenschaftler genauso wie die der Kinder, wenn die durchgehen. Da kommen sicher Fragen, wo du sagst, an das hätte ich nie gedacht. Wichtig ist: Das ist kein Fest des FWF in dem Sinn, das ist kein Sich-Selbst-Feiern. Es ist keine Jubiläumsfeier mit Lobreden auf den FWF, sondern es geht uns um die Wissenschaft und deren zentrale Rolle in einer aufgeklärten Gesellschaft.

Ich denke, das war ein schöner Schlusssatz für das Interview. Herr Tockner, herzlichen Dank für das Interview!

Von 8. – 12. September findet das BE OPEN Science & Society Festival am Wiener Maria Theresien-Platz statt. 18 wissenschaftliche Pop-up-Pavillons bieten faszinierende Einblicke in die Welt der Grundlagenforschung und die Möglichkeit, mit ForscherInnen persönlich in Kontakt zu treten und zu diskutieren.

 

Informationen und Programm:

Festival-Programm
www.facebook.com/BEOPENfestival/

Rückfragehinweis FWF:

Marc Seumenicht
Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation

Tel.: 0043-1 505 67 40 – 8111
Email:
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Dienstag, 21 August 2018

Alzheimer Catchathon

Schätzungen zufolge wird sich die Anzahl an Personen mit Demenzerkrankung in den nächsten 35 Jahren weltweit verdoppeln. In Österreich leiden heute ca. 100.000 ÖsterreicherInnen daran: die Forschung zu Alzheimer steht an und wir brauchen neue Impulse! Deshalb organisieren die Ludwig Boltzmann Gesellschaft, Österreich forscht, die Universität Salzburg und Alzheimer Austria gemeinsam den österreichischen Catchathon zu Stallcatchers, dem Onlinespiel des Projektes EyesOnAlz, dessen Ergebnisse der Alzheimerforschung dienen.

WAS?
Das Spiel StallCatchers 1 Stunde lang spielen und damit Forschungsdaten analysieren: https://bit.ly/2B5SDCW

WANN?
Am Welt-Alzheimertag (21. September 2018) von 10 - 11 Uhr.

WIE?
Das Spiel ist sehr einfach. Richtig gut zu sein ist aber durchaus anspruchsvoll. Man braucht keine wissenschaftlichen Vorkenntnisse, alles was man braucht ist einen PCoder ein mobiles Endgerät (Handy, Tablet, Laptop).
Los gehts: https://stallcatchers.com

ORGANISATIONSTEAM
Dr. Benjamin Missbach (Ludwig Boltzmann Gesellschaft)
Mag. Daniel Dörler (Österreich forscht)
Vera Christina Strasser (Universität Salzburg)
Antonia Croy (Alzheimer Austria)

KONTAKT
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+43 660 6136430

Dienstag, 21 August 2018

European Researchers' Night

Die European Researchers' Night (ERN), die jedes Jahr in vielen Städten der Europäischen Union zeitgleich ausgetragen wird, findet heuer am 28. September von 15:00-24:00 Uhr statt. Sie steht heuer ganz im Zeichen von Citizen Science! Neben zahlreichen interaktiven Stationen und Infostände für die ganze Familie, bietet die ERN auch einer Citizen Science Challenge, bei der man schon jetzt bei 6 verschiedenen Projekten mitmachen kann:

  • TeaTime4Schools
  • Topothek
  • Forschen im Almtal
  • Projekt Roadkill
  • GRASS
  • Feinstaubmessen in Mikroklimazonen

Eine der wichtigsten Rollen bei dieser Veranstaltung spielt die Interdisziplinarität. Unser Ziel ist es zu zeigen, wie Innovation und Forschung mehrere Domänen und Kompetenzen integrieren. Das vorläufige Programm umfasst die folgenden Forschungsbereiche: Informatik, Konstruktion, Physik, Gesundheit, Robotik, Bildung, Mathematik, Mobilität, Geophysik, Chemie, Fertigung, Mechatronik, Technologiebewertung, Energie, Elektronik, Biologie, Automation.

Veranstaltungsort ist das Technologische Gewerbemuseum in Wien. Der Eintritt ist frei!

Dienstag, 21 August 2018

Vienna Knowledge Exchange

Ziel dieser Konferenz ist es, die aktuellen und zukünftigen internationalen Trends im weiten Feld des Wissensaustausches und Technologietransfers zu reflektieren. Die Konferenz wird internationale und regionale Experten zusammenbringen, um bewährte Verfahren im Bereich Wissens- und Technologietransfer zu diskutieren. Die Zielgruppe sind Fachleute für den Wissensaustausch im akademischen Bereich. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, die Konferenzsprache Englisch.

Besonders hervorheben möchten wir folgende Sessions:

  • Public Engagement & Citizen Science: Wissensaustausch wurde in der Vergangenheit vor allem als Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen gesehen. In jüngerer Zeit haben jedoch sowohl Fachleute als auch Forscher andere Formen des Transfers von akademischem Wissen in die Gesellschaft hervorgehoben. Vor diesem Hintergrund werden in dieser Sitzung aktuelle Entwicklungen und Best Practices in Public Engagement und Citizen Science als alternative Formen des Wissensaustausches diskutiert.

  • Open Innovation: Open Innovation wird in der EU häufig als der vielversprechendste Ansatz zur Überwindung der Innovationslücke zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Forschung gefördert. Österreich war der erste Mitgliedstaat der Europäischen Union, der eine offene Innovationsstrategie verabschiedet hat. Sowohl Praktiker*innen als auch Forscher*innen stehen jedoch immer noch vor zahlreichen Herausforderungen und Hindernissen, wenn es darum geht, offene Innovationen in die Praxis umzusetzen und handhabbare Strategien zu entwickeln. In dieser Sitzung werden aktuelle Entwicklungen und praktische Anwendungen von Open Innovation diskutiert.

  • Open Knowledge Transfer & Society: In dieser Session geht es um "Offenes Wissen" als wesentliche Form des Austauschs und der Wissensproduktion und -verbreitung. Auf diese Weise wird "Offenheit" mit verschiedenen zeitgenössischen Bewegungen wie Open Access, Open Innovation, Open Science oder Open Design in Verbindung gebracht. Offenes Wissen in diesem Sinne bedeutet die Entwicklung von Transfermöglichkeiten und Infrastrukturen, die zu kollaborativen Rahmenbedingungen führen, die die Partizipationsmöglichkeiten größerer Gruppen und Individuen in der Gesellschaft erhöhen. Getrieben von diesen neuen Möglichkeiten der Partizipation, Interaktion und Kooperation, unterstützt durch computer- und netzwerkbasierte Medientechnologien, haben diese Entwicklungen die Art und Weise, wie wir Wissen und Wissensproduktion definieren, grundlegend verändert. Insbesondere die Konzeption, Entwicklung und Implementierung dieser neuen Strukturen in bestehende Organisationen der Wissensproduktion ist eine Herausforderung. Neben der Anwendung von Know-how und dem Bedarf an Capacity Building um diese entstehenden Handlungsfelder müssen neue Reputations- und Wirkungsnarrative entwickelt, angewendet, trainiert und iteriert werden. Die Aufrechterhaltung bestehender Praktiken und die Umsetzung neuer Wege des offenen Wissenstransfers hat ein großes Potenzial, wenn größere Gruppen und Gemeinschaften angesprochen und aktiv werden können. Die Referenten werden verschiedene Themen und Themen im Rahmen eines offenen Wissensaustausches behandeln. Verschiedene Säulen wie die Bewertung der Wirkung in offenen Kooperationsformen, die offene Designbewegung, eine gemeinsame Wirtschaft und offene Wissensinfrastrukturen und Netzwerke werden vorgestellt und diskutiert. Fragen zum geistigen Eigentum, zur Weisheit von Menschenmassen und wie eine kollaborative und offene Gesellschaft aussehen kann, werden angesprochen und diskutiert.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.wtz-ost.at/conference/

Dienstag, 21 August 2018

ERN Pre-Event: Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?

Der Workshop "Wie kann ich Citizen Science in meine Forschung integrieren?" ist ein Pre-Event zur European Researchers’ Night. Sie können sich ab sofort für den Workshop registrieren. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf max. 33 Personen begrenzt.

Citizen Science ist eine Methode, die sich deutlich von Forschung im konventionellen Sinn unterscheidet: Projektleiter*innen setzen sich bereits vor Projektbeginn mit Themen wie Kommunikation mit den Projektteilnehmer*innen, Motivation der Projektteilnehmer*innen, Datenqualität und Datenintegrität auseinander. Für Wissenschafter*innen, die mit Citizen Science noch nicht vertraut sind, kann dies eine große Herausforderung sein. Im Workshop stellen wir verschiedene Ansätze vor, wie man die Öffentlichkeit in ein Forschungsprojekt einbinden kann und welche Herausforderungen dieses Engagement mit sich bringt. Zudem wird auch Wissenschaftskommunikation im Allgemeinen thematisiert.

Die halbtägige Veranstaltung wird von den Koordinatoren des Citizen Science Network Austria in Zusammenarbeit mit der FH Campus Wien organisiert und ist gleichzeitig auch ein Networking-Event.

Datum: 13. September 2018
Dauer: 14:00 - 18:00 Uhr
Ort: FH Campus Wien, Raum A.-1.04

14:00 Uhr Vortrag: Was ist Citizen Science?
  Workshopteil: Konzeptionierung eines CS-Projekts
15:00 Uhr Vortrag: Einbindung von Bürger*innen: Datenqualität und Kommunikation
  Workshopteil: Mechanismen für Qualitätssicherung
16:00 Uhr Workshopteil: Kommunikationsplan für CS-Projekte
  Vortrag: Publizieren mit Citizen Science
16:50 Uhr Vortrag: Vorstellung Zentrum für Citizen Science
17:00 Uhr Networking
18:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Vortragende: Daniel Dörler und Florian Heigl, Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien. Das Zentrum für Citizen Science wird vorgestellt von Marika Cieslinski.

Link zur Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/wie-kann-ich-citizen-science-in-meine-forschung-integrieren-tickets-49282976710

Dienstag, 21 August 2018

Be Open Science and Society Festival

Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) feiert dieses Jahr sein 50 jähriges bestehen. Zu diesem Anlass organisiert der FWF das Be Open Science & Society Festival am Maria Theresien Platz in Wien. Vom 8.-12. September kann man sich zu zahlreichen Forschungsprojekten und den Tätigkeiten des FWF informieren, an Diskussionen teilnehmen und Vorträge hören. Auch Citizen Science wird ein wichtiger Bestandteil in diesem Festival sein. Neben Projekten, die sich vorstellen werden, gibt es auch zwei Diskussionen, die wir allen empfehlen möchten, die sich für Citizen Science interessieren:

  • Wem vertrauen? Forschung zwischen Glaubwürdigkeit und Instrumentalisierung. Vertrauen in die Forschung schafft Wissen, Wissen ist Macht und Macht kann auch missbraucht werden. Politik und Gesellschaft kommen nicht ohne seriöse Expertise aus, Wissenschaft ist keine unpolitische Veranstaltung. Ob in Nachrichten, Talkshows, in Parlamenten oder in Ministerien – Wissenschaft ist omnipräsent. Ihre Erkenntnisse beschäftigen die Öffentlichkeit und führen zu hitzigen Debatten. Studien können Mehrheiten beeinflussen, Meinungen bestätigen oder Vorurteile entzaubern, besorgen aber bisweilen auch das Geschäft zweifelhafter Auftraggeber. Wer erzeugt robustes Wissen? Eine schwierige Frage, zumal Forschung ja nicht dazu da ist, endgültige Wahrheiten zu verkünden, sondern erst aus Ungewissheit, Neugier und dem Beschreiten unorthodoxer Wege Fortschritt entsteht.

  • Wissenschaft auf dem Weg aus dem Elfenbeinturm. Wissenschaft und Forschung sind kompliziert, vielschichtig und komplex. Ergebnisse und visionäre Ideen lassen sich kaum in zwei knappe, fernsehtaugliche Sätze zusammenfassen. Aber gerade weil es für viele im digitalen Zeitalter immer schwieriger wird, zwischen Fakten, Erfahrungen und subjektiver Meinung zu unterscheiden, stellen sich für die Wissenschaft entscheidende Fragen: Wie können Wissenschaftler/innen die Kluft zwischen komplexer Expertise und allgemeiner Verständlichkeit schließen? Wie können sie mit rationalen Argumenten den Weg zum Publikum finden? Wie unbequem müssen sie sein? Kann sich Wissenschaft in der Kakofonie überbordender digitaler Informationen überhaupt durchsetzen? Und welche Rolle spielen öffentlich-rechtliche Medien dabei?

  • Inklusive Wissenschaft: zum Für und Wider von Open Science und Citizen Science. Der 2018 erstmals stattfindende Universitätsdiskurs Austria der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) schafft Raum für den wissenschaftlichen Dialog zu gesellschaftlich relevanten Themen. Open Science erlangt durch neue Möglichkeiten, Daten und Forschungsergebnisse zu sammeln und zu teilen, zunehmende Wichtigkeit in der wissenschaftlichen Community. Besonders Citizen Science gewinnt nicht zuletzt methodisch an Bedeutung. Zugänge, wie z.B. die Einbindung des Wissens von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen durch Crowdsourcing, spielen eine immer größere Rolle in der wissenschaftlichen Praxis des 21. Jahrhunderts. Welchen Nutzen bringt Open Science der wissenschaftlichen Community und der Gesellschaft und vor welche Herausforderungen stellt sie die „Wissenschaft als Beruf“? Die Panelteilnehmer/innen repräsentieren ein breites Spektrum in der Thematik um Open Science und Citizen Science und ermöglichen dadurch eine kritische Auseinandersetzung aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex rundet das Nachmittagsprogramm ab.

Mehr Informationen zum Festival und das ganze Programm finden Sie unter https://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/be-open-science-society-festival/

Dienstag, 14 August 2018

NEU: SMiLE

Mit SMiLE dürfen wir ein neues Projekt der Universität Wien auf Österreich forscht herzlich willkommen heißen. Im Projekt werden Scheidungen mit Illustrationen aus der Sicht der Kinder erforscht. Was denken Kinder über Scheidung und Trennung? Wie werden kindliche Konzepte über elterliche Trennung von Volksschulkindern kommuniziert und diskutiert? Wie kann die didaktische Methodik der Concept Cartoons für Forschungen mit Kindern weiterentwickelt werden? Diese und weitere Fragen möchte das Projekt SMiLE beantworten.

Die im Rahmen von mehreren Forschungswerkstätten mit den Kindern entwickelten Materialien werden in öffentlichen Veranstaltungen mit Eltern, Großeltern, Lehrenden und Interessierten diskutiert und damit die Projektaktivitäten auf andere Gruppen und Generationen ausgeweitet. Auf Basis der Forschungsergebnisse wird eine Broschüre gestaltet und im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung „SMiLE goes public“ in Wien und Tirol präsentiert und verteilt. Zusätzlich erfolgt die Verbreitung über Radio, Printmedien und eine Veranstaltung an der Kinderuni Wien.

Wenn auch Sie bei diesem spannenden Projekt mitmachen möchten, dann informieren Sie sich unter https://www.citizen-science.at/component/k2/item/382-smile.

Montag, 30 Juli 2018

NEU: Homegrown

Im neuesten Projekt auf Österreich forscht geht es um bäuerliche Hausgärten. Diese stellen mit ihrer Vielfalt an genutzten Pflanzenarten sowie dem damit verknüpften Erfahrungswissen der Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen einen integralen Bestandteil der Kulturlandschaft des Bezirkes Lienz in Osttirol dar. Gemeinsam mit Schülern & Schülerinnen des BG/BRG Lienz untersuchen Wissenschaftler & Wissenschaftlerinnen in bäuerlichen Hausgärten u.a. das Pflanzenarteninventar und die Nutzung der Pflanzen. Diese Ergebnisse werden mit vor 20 Jahren durchgeführten Erhebungen in denselben Gärten verglichen und helfen Veränderungen der Gärten und ihrer Bewirtschaftung zu identifizieren. Zusätzlich wird die lokale Bevölkerung von Osttirol und des Oberen Drautal eingebunden. Das Modul spricht GärtnerInnen an, die Interesse haben in ihren Gärten – nach methodischer Anleitung und in Begleitung in ihren Gärten - Erhebungen durchzuführen, die die materiellen und immateriellen Ökosystemdienstleistungen von Gärten sichtbar machen. Diese GärtnerInnen und die mitwirkenden Jugendlichen werden dafür in einfache quantitative und qualitative Erhebungsmethoden eingeschult.

Wenn Sie ebenfalls Interesse an der Gärtnerei haben, vielleicht einen eigenen Garten besitzen und vielleicht in Osttirol beheimatet sind, dann informieren Sie sich hier genauer zum Projekt.

Montag, 23 Juli 2018

Blogbeitrag: Die Zukunft der Bürgerforschung mitgestalten

Einladung zum Forum Citizen Science 2018 vom 6.-7.September in Frankfurt am Main
Autoren: Bürger schaffen Wissen-Team

Das Forum Citizen Science bietet alljährlich der Citizen-Science-Community eine Plattform für Diskussion, Erfahrungsaustausch und Vernetzung. Wir laden alle Vertreter*innen aus Gesellschaft, Wissenschaft und Politik ein, hier gemeinsam die Zukunft der Bürgerforschung in Deutschland mit uns zu gestalten. Das diesjährige Forum Citizen Science findet vom 6. – 7. September 2018 in Frankfurt am Main unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“ statt.

Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer (TU Berlin, Zentrum für Technik und Gesellschaft) und Herrn Dr. Matthias Nuss (Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden) für zwei spannende Keynotes gewinnen konnten. Darüber hinaus erwartet die Teilnehmenden an den zwei Tagen ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Neben einer Vielzahl von spannenden Projektvorstellungen aus der Welt der Bürgerforschung können sich Teilnehmende beispielsweise zum Workshop “Citizen Science with Cultural Probes? - Kreative Methodenentwicklung am Beispiel des Projekts Repara/kul/tur” oder zu einem Panel über Citizen Science und Bildung anmelden. Abgerundet wird das Programm mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Donnerstagabend von Seiten der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung. Am Freitagnachmittag haben alle Interessierten zudem die Möglichkeit, an einer Führung durch das Senckenberg-Museum teilzunehmen. Natürlich wird es darüber hinaus auch ausreichend Zeit und Raum geben, sich mit anderen Akteur*innen zu vernetzen und auszutauschen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am Forum Citizen Science 2018 vom 6.-7. September 2018 in Frankfurt am Main!

Hier geht es zum Programm / zur Anmeldung!

Bürger schaffen Wissen ist ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das diesjährige Forum Citizen Science ist eine gemeinsame Veranstaltung von Bürger schaffen Wissen und der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung.

Dienstag, 10 Juli 2018

CSNA Partner: ZAMG

Seit kurzem ist auch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Partner im Citizen Science Network Austria. Die 1851 gegründete ZAMG ist der staatliche meteorologische und geophysikalische Dienst Österreichs.

Die Partnerschaft freut uns ganz besonders, beheimatet doch die ZAMG das am längsten durchgeführte Citizen Science Projekt in Österreich überhaupt, das Projekt Phenowatch. Dieses Projekt startete 1851, indem per Breif Beobachtungen zur ersten Blüte verschiedener Pflanzen oder das Eintreffen von Zugvögeln an die ZAMG geschickt wurden. Seit dem hat sich das Projekt ständig an den aktuellsten Stand der Technik angepasst.

Aber nicht nur Beobachtungen zu Pflanzen und Tieren können an die ZAMG gemeldet werden. So laufen an der ZAMG zahlreiche Projekte mit Bürgerbeteiligung, so gibt es zum Beispiel auch eine eigene Ausbildung für Bürgerinnen und Bürger durch das Trusted Spotter Network Austria um bei Unwetterereignissen und Schäden durch Extremwetter wichtige Informationen in Echtzeit an den Wetterdienst weiterleiten zu können.

Wie der Name der Institution bereits verrät, werden an der ZAMG nicht nur Wetterphänomene erforscht, so kann man auch melden, wenn man in Österreich ein Erdbeben spürt oder sogar Schäden durch Erdbeben beobachten konnte.

Wir freuen uns sehr, dass eine Organisation mit so viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern in der Forschung nun Partner in unserem Netzwerk ist.

Dienstag, 03 Juli 2018

GitHub für Newbies

Sie wollten schon immer mal GitHub lernen, haben sich aber alleine nicht drüber getraut? Sie haben keinerlei Programmier-Erfahrungen, würden aber möglichst viel Ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit anderen teilen? Oder Sie würden gerne erfahren, wie Sie GitHub für Ihr wissenschaftliches Projekt nutzen und so mit anderen kollaborieren können?

Im Rahmen der Wissens- und Technologietransferzentrum Ost (WTZ Ost) organisiert die OANA — Open Science Network Austria einen Workshop zum Thema: GitHub Workshop für Newbies — mit Fokus auf die Nutzung in der Wissenschaft.

Wann?
25.10.2018, 15:00-17:00 Uhr

Wo?
DLE Forschungsservice und Nachwuchsförderung der Universität Wien,
Seminarraum 2, 2. Stock
Berggasse 7
1090 Wien

Wer?
Stefan Kasberger führt durch den Workshop.

Der 2-stündige Workshop richtet sich speziell an WissenschaftlerInnen und StudentInnen ohne technischen Programmier-Hintergrund, egal aus welchen Disziplinen (kein Vorwissen notwendig).

Sprache: Deutsch. Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt.
 

Bei Rückfragen, gerne Kontakt aufnehmen

Daniel Dörler (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Benjamin Missbach (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Donnerstag, 28 Juni 2018

Rückblick: Veranstaltung "Citizen Science und Recht"

Am 27. Juni 2018 fand im Palais Harrach eine Veranstaltung zum Thema "Citizen Science und Recht" statt, welche die Arbeitsgruppe für juristische Aspekte des Citizen Science Network Austria zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Universität Wien und dem Zentrum für Citizen Science organisierte. Bei dieser Veranstaltung wurden vor allem die Auswirkungen der einen Monat zuvor in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auf Citizen Science Projekte beleuchtet.

Die DSGVO hat in diesem Jahr schon große Wellen geschlagen. Im Kern steht sie für eine Stärkung der Rechte von Userinnen und Usern und ist damit sehr zu begrüßen. Im Detail gestaltet sich die Umsetzung für viele Beteilgte als kompliziert und undurchschaubar. Da Citizen Science ebenfalls von Bestimmungen der DSGVO betroffen ist, wurde im Citizen Science Network Austria 2017 eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit den Auswirkungen dieser neuen Verordnung auf Citizen Science Projekte beschäftigt hat. Daraus entstanden sind Beispieltexte, die frei verfügbar auf Österreich forscht zu finden sind, und die als Anregung verstanden werden sollen, wie eine Datenschutzerklärung oder eine Einverständniserklärung formuliert sein können bzw. welche Dinge in FAQs stehen könnten. Geleitet wurde diese Arbeitsgruppe von Tobias Reckling von der Uni Wien.

Zu der Veranstaltung wurde eine Referentin geladen, die sich intensiv mit dem Thema DSGVO und Citizen Science auseinandergesetzt hat: Dipl. Ing. Annemarie Hofer, die an der Universität für Bodenkultur Wien Umwelt- und Bioressourcenmanagement studiert und im Rahmen ihrer Masterarbeit das Thema Datenschutzgrundverordnung und Citizen Science aufgearbeitet hat. Sie hat sich nicht nur eine Auswahl an derzeit aktiven Citizen Science Projekten in Hinblick auf die DSGVO angesehen, sondern auch ganz konkret für ein Top Citizen Science Projekt Empfehlungen erarbeitet. In einem 45-minütigen Vortrag berichtete sie über die wichtigsten Aspekte, die man als Projektleiterin oder -leiter beachten muss, wenn man das eigene Projekte DSGVO-konform aufsetzen möchte. Diese Präsentation können Sie nun ab sofort ebenfalls frei verfügbar hier herunterladen. Daneben finden Sie in diesem Bereich noch Beispiele, wie eine Datenschutzerklärung, eine Einverständniserklärung sowie FAQs formuliert werden können.

Freitag, 15 Juni 2018

Science Interview mit Eva: Dr. Richard Zink und Theresa Walter, MSc

In dieser neuen Interviewserie blicken wir hinter die Kulissen und stellen die Personen hinter den einzelnen Citizen-Science-Projekten und ihre Motivation zu Forschen vor. Interviewerin Eva Lirsch sprach mit Theresa Walter und Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte an der Vetmeduni Vienna.

Den Einstieg in das Interview bildet ein Science Wordrap.

Mein Berufswunsch als Kind war:

Richard Zink: Biologe und Zoologe zu werden.

Theresa Walter: Ich hatte keinen definitiven Berufswunsch, aber Tiere haben mich schon immer fasziniert.

Wissenschaft ist für mich:

Richard Zink: spannend, aufregend, anstrengend.

Theresa Walter: neugierig sein, Zusammenhänge erkennen und Wissen vermitteln.

Am spannendsten an meinem Fachgebiet finde ich:

Richard Zink: die Komplexität unserer Ökosysteme und die Vermittlung dieser Komplexität auf einfache Art und Weise.

Theresa Walter: Für mich sind es auch die großen Zusammenhänge in unserer Umwelt, und dass es noch immer Dinge gibt, die wir nicht verstehen.

Wenn ich eine Sache auf der Welt verändern könnte, würde ich:

Richard Zink (lacht): die Nutzung der fossilen Brennstoffe abschaffen? Im Ernst: wenn ich eine Sache auf dieser Welt verändern könnte, dann würde ich versuchen, dass Menschen mehr Zeit in die Erziehung ihrer eigenen Kinder investieren.

Theresa Walter: Eine Sache ist schwierig. Ich würde mir wünschen, dass mehr Umweltpädagogik betrieben wird und die Leute nachhaltiger handeln.

Spaß an der Arbeit bedeutet für mich:

Richard Zink: auf jeden Fall das Abwechslungsreiche! Es gibt in der Biologie so viele unterschiedliche Aufgabengebiete: von der Vermittlung für ein gutes Miteinander, bis zu den aufregenden Momenten, wo man Tiere im Freiland beobachten kann.

Theresa Walter: Ich kann mich dem nur anschließen, plus, dass ich es wertvoll finde, in einem Team zu arbeiten.

Diese Tiere finde ich am faszinierendsten:

Richard Zink: Mich fasziniert Geschwindigkeit und die schnellen Tiere wie zum Beispiel die Mauersegler, die durch die Luft fliegen wie die Kanonen oder die Falken, die vom Himmel stürzen. Weiters gibt es auch Vögel, die so weit rund um den Globus ziehen, oder aber auch Greifvögel, die in ihrem eigenen Revier schon unglaublich große Strecken zurücklegen, Stichwort Bartgeier, der in der Früh im Schweizer Wallis aufsteigt und am Abend irgendwo in den österreichischen Alpen landet.

Theresa Walter: Mich faszinieren Füchse, da sie unheimlich intelligent und vielseitig sind und überall zurechtkommen. Der Fuchs kommt zum Beispiel von Finnland bis Australien vor. Oder auch andere intelligente Tiere, wie zum Beispiel die Krähen: diese nutzen das menschliche Verhalten um an Futter zu kommen.

Persönlicher Hintergrund

Wann wusstest ihr, dass ihr Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerin werden wollt?

Richard Zink: Erst sehr spät. Das hat sich mehr oder weniger ergeben. Für mich war die Natur immer im Fokus, aber es hätte vielleicht auch passieren können, dass ich Förster werde, oder etwas anderes, wo ich viel mit Natur zu tun habe.

Gab es da ein Schlüsselerlebnis?

Richard Zink: Mein Steckenpferd ist ja die Vogelkunde, und da gab es sehr wohl ein Schlüsselerlebnis: Das war ein Waldkauz, der jeden Tag punktgenau um dieselbe Zeit über unseren Garten gesegelt ist und ich als Kind diesen Vogel vom Fenster aus beobachtet habe. So ein Waldkauz hat eine Spannweite von über einem Meter, fliegt absolut lautlos und ist dann genauso schnell wie er aufgetaucht ist, in einem hohlen Baum verschwunden und dieses Überraschende, Lautlose und die Größe dazu haben mich sehr fasziniert.

Theresa Walter: Bei mir hat es sich die Arbeit als Wissenschaftlerin über meine Masterarbeit ergeben, die ich zur Beobachtbarkeit von Füchsen in der Stadt Wien anhand von Citizen Science Daten verfasst hab.

Was würdet ihr jemandem sagen, der sich überlegt, die Forschungslaufbahn einzuschlagen?

Richard Zink: Rechtzeitig Geldreserven anlegen (lacht). Im Ernst, es ist die Forschungslandschaft momentan sehr hart, weil die Finanzen zurzeit überall sehr knapp sind. Ich bin mir nicht sicher, ob ich derzeit jemandem empfehlen würde, Wissenschaftler zu werden.

Theresa Walter: Ich glaube, es braucht Durchhaltevermögen und extrem gute Ideen, aber auch Glück, weil es heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist, dass man dann auf der Uni angestellt wird und einen unbefristeten Vertrag bekommt. Man muss sich in den meisten Fällen selbst finanzieren und dafür braucht man die oben genannten Eigenschaften.

Was war die beste berufliche Entscheidung in eurer Laufbahn?

Richard Zink: Dass ich mich letzten Endes für die Wildbiologie und da für die Vogelkunde entschieden habe, weil das ein Fachgebiet ist, wo sich Naturinhalte der breiten Bevölkerung gegenüber anschaulich vermitteln lassen. Es ist leichter, ein singendes Rotkehlchen herzuzeigen, als einen nachtaktiven Biber oder Marder.

Theresa Walter: Meine Berufslaufbahn ist noch nicht so lange (lacht). Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, meine Masterarbeit zu den Füchsen in Wien zu schreiben, weil unter anderem aufgrund dieser Masterarbeit das Projekt "StadtWildTiere" entstanden ist.

Wie seid ihr zum ersten Mal mit Citizen Science in Berührung gekommen, war das im Zuge dieses Projektes oder schon vorher?

Richard Zink: Es gibt ja heute viele Citizen Science Projekte, aber unsere Initiative, Wissenstransfer großzuschreiben und gemeinsam mit der Bevölkerung etwas zu tun, geht schon weiter zurück. Wir haben Citizen Science gemacht, noch bevor dies offiziell so genannt wurde.

Zum Projekt "StadtWildTiere": was sind denn die Ziele des Projektes?

Theresa Walter: Uns geht es darum, Beobachtungen zu sammeln, die wir alleine so nie generieren könnten. Die Plattform läuft seit Ende Mai 2015 und wir haben in diesem kurzen Zeitraum bereits über 1000 Fuchsbeobachtungen in Wien gesammelt. Um alleine als Wissenschaftler auf diese Anzahl an Beobachtungen zu kommen, würden Jahrzehnte vergehen. Aber gemeinsam mit der Bevölkerung ist es möglich, das Vorkommen und die Verbreitung von Tierarten in der Stadt nachvollziehen zu können. Unser Ziel ist, dass wir einerseits Informationen bekommen, aber andererseits auch Wissen vermitteln. Wir wollen den Leuten aufzeigen, wer denn sonst noch aller in der Stadt lebt. Und dass eigentlich ein Miteinander auch im städtischen Bereich kein Problem darstellt. Es geht uns um einen Beitrag, dass die Stadt auch als Wildtierlebensraum wahrgenommen wird.

Was können Interessierte bei der Teilnahme an diesem Projekt lernen?

Richard Zink: Sie können viel über die Tiere in unserer Nachbarschaft erfahren und dass viele Personen gemeinsam zu einer Sache beitragen können. Auf unserer Plattform kann man sich einen Überblick verschaffen, was andere Bürger und Bürgerinnen schon beobachtet haben. Außerdem können wir durch das Vorhandensein von Wildtieren mittlerweile auch auf naturnahe Grünräume rückschließen. Es geht aber noch einen Schritt weiter: das Eichhörnchen beispielsweise ist ein wunderbarer Indikator für die Vernetzung von Grünräumen in der Stadt. Die würde man nicht in einem Bezirk finden, wo alles versiegelt ist. Wir können aufzeigen, wo Grünkorridore verlaufen. Es geht vor allem darum, langfristig Daten zu sammeln, dann können wir im Laufe der Zeit Entwicklungstrends abbilden.

Was war das schönste Erlebnis in der gemeinsamen Forschung?

Richard Zink: Sicherlich die Herausgabe unseres Kinderbuchs, das uns ein Anliegen ist, um der jüngsten Generation Inhalte zu vermitteln.* Außerdem die Präsenz und Präsentationen im Rahmen der Österreichischen Citizen Science Konferenzen. Ein wirkliches Highlight war auch, dass sich weitere internationale Städte wie Berlin diesem Projekt angeschlossen haben.

Theresa Walter: Ein Highlight war sicher das Beobachten junger Füchse am Straßenrand, und dass das Projekt läuft und von der Bevölkerung angenommen wird. Es kommen fast jeden Tag Meldungen herein und das alleine ist eigentlich schon wunderbar.

Wo können sich Interessierte über das Projekt informieren?

Richard Zink: Wir operieren auf verschiedenen Kanälen: Gespräche bei Veranstaltungen und Infoständen, sowie Vorträge und Exkursionen. Wir haben uns auch bemüht, auf der Homepage zu unterschiedlichen Tierarten Porträts und Informationen zusammenzustellen. Natürlich stehen wir auch via Email und telefonisch nach Möglichkeit zur Verfügung.

Wann ist die nächste Veranstaltung?

Theresa Walter: Am 19. Juli sind wir mit zwei Vorträgen bei der Kinderuni VetMed, Ende August gibt es dann die Artenschutztage im Tiergarten Schönbrunn.

Zukunft des Projektes: Theresa Walter und Richard Zink bearbeiten das Projekt StadtWildTiere zurzeit rein ehrenamtlich. Geplant ist, das Projekt auf andere Städte und den Siedlungsraum im ländlichen Bereich auszudehnen. Derzeit wird noch finanzielle Unterstützung gesucht, um dieses Projektziel verwirklichen zu können.

* Das Kinderbuch „Stadtwildtiere. Säugetiere in unserer Nähe“ von Theresa Walter und Richard Zink ist im Eigenverlag erschienen und erhältlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Geeignet für Kinder im Volksschulalter.

Kontakt: Dr.rer.nat. Richard Zink und Theresa Walter, M.Sc.
c/o  Vetmeduni
Österreichische Vogelwarte
Zentrum für Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit in Seebarn
Email:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Website:
www.stadtwildtiere.at
Telefon: +43 (1) 25077-7213

Freitag, 15 Juni 2018

CSNA Partner: Nationalpark Neusiedler See

Unser jüngster Partner im Citizen Science Network Austria ist seit kurzem der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Er ist der einzige Steppennationalpark Österreichs und beherbergt eine Fülle von Tier- und Pflanzenart. Berühmt ist der Nationalpark vor allem für die vielen Vogelarten, die dort beobachtet werden können. Daher ist der Nationalpark auch bei Ornithologen besonders beliebt. Auch die Vielfalt an Lebensräumen, die im Nationalpark zu finden sind, sind faszinierend: es gibt den See mit seinem berühmten Schilfgürtel, periodisch austrocknende Salzlacken, Mähwiesen, Hutweideflächen und Sandlebensräume.

Seit kurzem hat der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel auch eine Abteilung für Monitoring, Forschung und Citizen Science. Daher ehrt es uns, dass das Nationalparkteam auch auf das Citizen Science Network Austria zukam, um als erster Nationalpark überhaupt Mitglied zu werden. Wir freuen uns sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit und heißen den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel herzlich willkommen!

Donnerstag, 14 Juni 2018

CSNA Unterstützer: SPOTTERON

Mit SPOTTERON möchten wir heute einen Unterstützer des Citizen Science Network Austria vorstellen, ohne den es Österreich forscht in seiner heutigen Form nicht geben würde.

Ende 2014, als Österreich forscht noch eine selbstgebaute Website war, wurde der Gründer von SPOTTERON darauf aufmerksam. Er verstand unseren Ansatz und wollte ihn unterstützen. Er half uns, die Plattform Österreich forscht in ihre heutige Form zu bringen und die Website für die erste Österreichische Citizen Science Konferenz 2015 zu relaunchen. Seitdem ist SPOTTERON enorm gewachsen: es bietet Apps und Websiten für Citizen Science Projekte an, und einige der Projekte auf Österreich forscht und auch international laufen bereits auf diesem System.

Auch die Konferenzwebsite der ECSA 2018 in Genf oder die Schweizer Citizen Science Plattform Schweiz forscht wurden von SPOTTERON gestaltet und programmiert. Zusätzlich gibt es Videos zu einzelnen Projekten bzw. zu Citizen Science generell. Auch die Clips zu unseren Citizen Science Pub Quizes wurden z.B. von SPOTTERON produziert. Mehr Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

Wir freuen uns sehr, dass wir SPOTTERON als wichtigen Unterstützer gewinnen konnten und freuen uns schon auf die weiterhin gute, zukünftige Zusammenarbeit!

Dienstag, 12 Juni 2018

CSNA Partner: FWF

Der Wissenschaftsfonds FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Der FWF dient der Weiterentwicklung der Wissenschaften auf hohem internationalem Niveau. Er leistet einen Beitrag zur kulturellen Entwicklung, zum Ausbau der wissensbasierten Gesellschaft und damit zur Steigerung von Wertschöpfung und Wohlstand in Österreich.

Die Ziele des FWF sind:

  • Stärkung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit Österreichs im internationalen Vergleich sowie seiner Attraktivität als Wissenschaftsstandort, vor allem durch Förderung von Spitzenforschung einzelner Personen bzw. Teams, aber auch durch Beiträge zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Forschungsstätten und des Wissenschaftssystems in Österreich.
  • Qualitative und quantitative Ausweitung des Forschungspotentials nach dem Prinzip "Ausbildung durch Forschung".
  • Verstärkte Kommunikation und Ausbau der Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und allen anderen Bereichen des kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, wobei insbesondere die Akzeptanz von Wissenschaft durch systematische Öffentlichkeitsarbeit gefestigt werden soll.

Den FWF als Partner für das Citizen Science Network Austria zu gewinnen, war keine Selbstverständlichkeit. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir mit dem FWF nicht nur einen Partner mit herausragender nationaler und internationaler Reputation gewonnen haben, sondern auch ein aktives Mitglied, das sich in Arbeitsgruppen einbringt und so hilft, Grundlagen für exzellente Forschung im Bereich Citizen Science in Österreich zu schaffen. Wir danken herzlich für die Unterstützung in den vergangenen Jahren und hoffen auch auf die weiterhin ausgezeichnete Zusammenarbeit in der Zukunft.

Wenn Sie den FWF und seine Aktivitäten übrigens näher kennen lernen wollen, dann haben sie vom 8.-12. September in Wien beim beOpen-Festival die Gelegenheit dazu. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Montag, 11 Juni 2018

Blogbeitrag: Österreich forscht bei der ECSA 2018

Vom 3.-5. Juni fand in Genf die zweite Konferenz der European Citizen Science Association (ECSA) statt. Diese Tagung, die alle zwei Jahre in einer anderen europäischen Stadt stattfindet, ist immer ein großer Anziehungspunkt für Citizen Science Akteurinnen und Akteure aus der ganzen Welt. Fast 400 Personen nahmen dieses Jahr teil und wurden von Science et Cité und der Universität Genf, den heurigen Gastgebern, in einem Theater in der Innenstadt begrüßt. Während bei der 1. ECSA Konferenz in Berlin 2016 “nur” sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich kamen, stellte Österreich nun die drittgrößte Teilnehmergruppe.

Natürlich nutzten auch wir von Österreich forscht die Gelegenheit, unsere Entwicklungen seit der letzten Konferenz 2016 in Berlin vorzustellen. Wir organisierten einen Workshop zu unseren Qualitätskriterien, waren Teil einer sogenannten Dialogue Session zu nationalen Netzwerken und organisierten eine Netzwerksession mit dem Titel “Sharing the Knowledge - Sharing the Love” mit.

Zu unserem Workshop fanden sich ca. 40 Personen ein, um ihre Sicht auf unsere Qualitätskriterien mit uns zu teilen und konstruktive Kritik zu üben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus unterschiedlichsten Ländern, wie z.B. China, Deutschland, Schweiz, USA, UK, Frankreich, Spanien. Sehr positiv wurde aufgenommen, dass die Kriterien viele verschiedene Bereiche abdecken, so ein Kommentar eines Teilnehmers aus der Schweiz. Eine Teilnehmerin aus Spanien, die gerade erst mit einem Projekt angefangen hatte, war sehr erfreut darüber, dass es nun Kriterien gibt, da ihre beiden Betreuer sich uneinig darüber sind, ob ihr Projekt ein Citizen Science Projekt ist oder nicht. Eine andere Teilnehmerin aus Frankreich äußerte sich ähnlich, da sie und ihr Team sich immer unsicher waren, ob sie ihr Projekt zu Ernährungsgewohnheiten als Citizen Science Projekt bezeichnen konnten.

Wie schon bei unserer Österreichischen Citizen Science Konferenz in Salzburg wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einzelnen Kriterien eine klarere Formulierung, um Missverständnissen vorzubeugen. Einzelnen gingen die Kriterien nicht weit genug, sie wünschten sich in einzelnen Bereichen, wie z.B. Open Science, die Aufnahme weiterer Kriterien.

Zum Abschluss des Workshops gab es noch ein Kommentar einer Kollegin aus den USA, die in Citizen Science Kreisen bereits einige Bekanntheit erlangt hat, nämlich Jennifer Shirk. Sie fand die Kriterien mutig und ambitioniert, eine wichtige Entwicklung, die jedoch nicht zur Überregulierung führen dürfe, um die Offenheit von Citizen Science nicht zu gefährden. Dieses Kommentar und natürlich auch alle anderen freuten uns sehr und wir werden die nächsten Tage und Wochen nun damit verbringen, dieses Feedback zusammenzufassen und in die Weiterentwicklung der Kriterien einfließen zu lassen.

In der Dialogue Session zu nationalen Netzwerken wurden auf fünf Tischen fünf verschiedene Initiativen aus vier Ländern präsentiert, nämlich Deutschland, USA, Spanien und Österreich. Unser Tisch hatte zum Ziel das Citizen Science Network Austria und dessen Aktivitäten zu präsentieren und sich anschließend den Fragen der Anwesenden zu stellen. Das Interesse war äußerst groß und die Fragen vielfältig. So wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem wissen, wir wir uns finanzieren, wie wir die Anfangszeit gemeistert haben und wie die Arbeit im Netzwerk erledigt wird. Zusammenfassend kann hier geschrieben werden, dass das CSNA sehr beeindruckend auf die Teilnehmenden gewirkt hat und durchaus als Vorbild für ähnliche Aktivitäten in anderen Ländern gesehen wird.

Im Workshop “Sharing the Knowledge - Sharing the Love” ging es darum, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen und ihr Wissen in ihren jeweiligen spezifischen Bereichen miteinander teilen. Dazu gab es zuerst Impulsvorträge von Initiativen und Projekten unterschiedlicher Größe, die sich kurz vorstellten, ihre wichtigsten Errungenschaften der letzten Jahre, aber auch eine Herausforderung, die sie bislang noch nicht bewältigen konnten. Auch wir durften Österreich forscht als Beispiel eines nationalen Netzwerks vorstellen.

Nach diesen Impulsvorträgen gab es ein kurzes Speeddating, bei dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zufällig ausgewählten Paaren kurz vorstellten und erklärten, worin sie Expertinnen bzw. Experten sind und was für sie eine Herausforderung darstellt. In einer letzten Runde wurden dann drei Kleingruppen gebildet, die unterschiedliche Fragen zum Aufbau von Initiativen beantworteten. In unserer Gruppe, die sich mit Fragen der Diversifizierung in Citizen Science beschäftigte, kristallisierte sich schnell heraus, dass vor allem Offenheit und Zuhören eine Diversifizierung möglich machen. Das bedeutet, man soll nicht mit vorgefassten Meinungen oder Ideen auftreten, sondern den Menschen zuhören, um dann gemeinsam mit ihnen eine Idee (weiter) zu entwickeln.

Zusammenfassend können wir berichten, dass Österreich bei dieser Konferenz sehr stark aufgetreten ist, und viele Länder auf die Entwicklungen bei uns schauen. Österreich ist im Bereich Citizen Science tatsächlich ein Vorreiter, nicht nur auf europäischer, sondern auf internationaler Ebene. Daher möchten wir allen Partnerinnen und Partnern im Citizen Science Network Austria danken, dass sie diese Entwicklungen in den letzten Jahren mitgetragen und mitgestaltet haben.

Freitag, 08 Juni 2018

Science Interview mit Eva: Dr. Benjamin Missbach

In dieser neuen Interviewserie blicken wir hinter die Kulissen und stellen die Personen hinter den einzelnen Citizen-Science-Projekten und ihre Motivation zu Forschen vor.

Die Interviewerin Eva Lirsch sprach mit Dr. Benjamin Missbach, der gemeinsam mit Dr. Lucia Malfent für das Projekt "Reden Sie mit!" verantwortlich ist. Den Einstieg in das Interview bildet ein Science Wordrap.

Mein Berufswunsch als Kind war:

Sportler, weil ich extrem viel Sport gemacht habe, ich habe 80 % meiner Freizeit am Sportplatz verbracht.

Wissenschaft ist für mich:

Erkenntnisgewinn.

Am spannendsten an meinem Fachgebiet finde ich:

.. die Interaktion mit unüblichen Wissensträgern. Das heißt, mit Leuten zu sprechen, die keinen wissenschaftlichen Hintergrund, aber aus einer praktischen Erfahrung heraus sehr viel Wissen haben.

Wenn ich eine Sache auf der Welt verändern könnte, würde ich:

Da sage ich jetzt nicht "Weltfrieden" (lacht). Bildung für alle!

Spaß an der Arbeit bedeutet für mich:

.. nicht auf die Uhr schauen.

Diese Personen finde ich am faszinierendsten:

Ich habe da eigentlich keine Vorbilder. Es ist nicht so, dass ich da jemandem hinterher eifern würde in meiner beruflichen Tätigkeit.

 

Persönlicher Hintergrund

Wann wusstest du, dass du Wissenschaftler werden willst?

Nachdem ich mit meiner Sportkarriere aufgehört habe. Ich habe früher leistungsmäßig Basketball gespielt, dann aber mit 18, 19 Jahren aufgehört, weil ich die Schule fertig machen wollte. Dann habe ich relativ schnell im Studium gemerkt, dass das Wissen, das mir da vermittelt wird, nicht alles sein kann, und dass ich gerne in einem spezifischen Bereich mehr wissen will. Da war für mich die Wissenschaft Nummer eins, um einen Erkenntnisgewinn zu haben.

Gab es da ein Schlüsselerlebnis?

Interessanterweise ja, da gab es eines. Ich hab mal am Flughafen in Hamburg mal eine populärwissenschaftlich aufgearbeitete Zeitschrift gelesen: "New Scientist". Da war ein Artikel drin, den ich ganz spannend gefunden habe, zum Thema Ernährungsverhalten. Im Prinzip hat mir das die Augen geöffnet und da ich wusste sofort, ich will zu dem Thema mehr wissen und hab dann auch in dem Bereich promoviert.

Was würdest du jemandem sagen, der sich überlegt, die Forschungslaufbahn einzuschlagen?

Ich glaube, dass sich die Forschung gerade sehr ändert in Bezug darauf, was einen Forscher ausmacht. Es gibt Disziplinen, die ganz bewusst davon wegkommen wollen, dass Forschung nur zum Selbstzweck gemacht wird. Es gibt sicher einige gesellschaftliche Probleme, die man mit der Einbindung von Leuten, die davon betroffen sind, ganz gut lösen kann. Ich denke mir, dass da eine neue Art von Forschern heranwachsen wird, auch in Bezug auf die Öffnung der Wissenschaft, Leute, die offen arbeiten, mit dem Gedanken, Forschung zu teilen und das über Landesgrenzen hinaus, um gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Wie bist du zum ersten Mal mit Citizen Science in Berührung gekommen, war das im Zuge dieses Projektes oder schon vorher?

Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit Citizen Science Projekten. Am Anfang war mir das ein bisschen fremd, aber mittlerweile habe ich sehr viele unterschiedliche Projekte gesehen, die qualitativ immer besser werden und sich inhaltlich sehr unterscheiden. Ich glaube, dass Citizen Science-Projekte einen Teil dazu beitragen können, dass die Hürde zur Wissenschaft niedriger wird und dass die Leute ein anderes Bild von Forschung haben. So kann jeder zum Forscher werden.

Würdest du sagen, dass die Zukunft der Forschung in der Einbindung der Bevölkerung liegt?

Das hängt vom jeweiligen Selbstverständnis der Wissenschaftsdisziplin ab. Wenn du mit einem Quantenphysiker sprichst, wird der wahrscheinlich sagen, das ist überhaupt nicht so. Aber es gibt gewisse Felder, wo wir glauben, dass Mehrwert geschaffen, und gleichzeitig auch die Transparenz der Forschung und die Akzeptanz gefördert werden kann. Ein einfaches Beispiel ist derzeit das Projekt "Reden Sie mit!". Wir binden die Bevölkerung von Anfang an ein in den Forschungsprozess, und zwar in das Schwierigste, nämlich die Ideengenerierung. Die Leute gehen auf unsere Plattform und geben dort Forschungsfragen zum Thema „Unfallverletzungen“ ein. Wenn wir dann die Forschungsfragen haben, sagen wir, gut, wir haben die wissenschaftlichen Methoden, diese Ideen zu beantworten, dazu müssen wir die vorhandenen Methoden verwenden. Das heißt, es startet dann ein Dialog zwischen Gesellschaft und der Forschung. Dadurch öffnen wir uns und arbeiten viel transparenter.

Was sind denn die Ziele des Projektes „Reden Sie mit“?

Ziel ist es, Bewusstsein für das Thema „Unfallverletzungen“ zu schaffen, neue Forschungsfragen zu generieren als auch das Bekanntmachen der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft. Wir möchten außerdem vermitteln, dass wir für Öffnung und Innovation stehen.

Was ist die größte Herausforderung bei diesem Projekt?

Wir haben die schwierige Kommunikationsaufgabe, gleichzeitig Experten und  -innen anzusprechen, den Physiotherapeuten, Arzt in der Klinik, als auch Patienten. Wir haben gelernt, dass es keinen Sinn macht, quasi eine Krankenschwester genauso anzusprechen wie einen Unfallchirurgen oder einen Patienten. Das heißt, das Timing und der Inhalt muss entsprechend adaptiert werden. Wir haben das so gelöst, dass wir sagen, es gibt unterschiedliche Phasen und in jeder Phase werden unterschiedliche Dinge kommuniziert.

Wie erreicht ihr die Leute?

Es gibt eine Landing Page [Anmerkung der Redaktion: eine Webseite, die speziell für diese Kampagne entwickelt wurde]. Dort können sich Interessierte in den Newsletter eintragen. Wenn man mehr wissen will, dann kriegt man da Informationen. Das ist der erste Schritt.

Und wie bringt ihr die Leute auf die Landing Page?

Old school, mit den Leuten reden. Wir machen sehr viel online, aber man darf den offline-Kontext nicht unterschätzen, wenn es darum geht, eine kognitive Leistung zu vollbringen, nämlich eine Forschungsfrage einzureichen. Da tauchen viele Fragen auf: Was ist Forschung, wie formuliere ich eine Frage? Habe ich eine passende Frage zu dem Thema? Das ist nicht einfach, und daher muss man Leuten auch erklären, was da zu tun ist. Am 8. Mai ist das Ganze losgegangen. Wir waren einerseits in traditionellen Medien wie ORF 1 Abendjournal und ORF Science vertreten. Darüber hinaus gab es Email-Aussendungen an Hunderte von Leuten innerhalb und außerhalb der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft. Auch die Zielgruppenkommunikation über Social Media spielte eine wesentliche Rolle. Sehr viel Feedback bekommen wir auch über die verschiedenen Citizen Science Plattformen aus Österreich, der Schweiz, Belgien, Deutschland, Amerika und Australien.

Ihr seid ja international ausgerichtet mit diesem Projekt.

Genau. Wir haben einen Fokus auf den deutschsprachigen Raum, Portugal und Skandinavien. Wir wollen gerade auch Skandinavien abdecken, weil wir erfahren haben, dass die im Bereich Unfallverletzungen sehr innovativ arbeiten. Dort ist die Kooperation zwischen den Therapeuten und Ärzten sehr eng. In Portugal wiederum haben wir einen super Kooperationspartner namens „Patient Innovation“, der sehr viel in den Kliniken unterwegs ist. Der arbeitet daran, Patienteninnovationen zur Marktreife zu bringen. Wenn jemand ein Problem erkennt und eine Idee zur Verbesserung hat, wird er von „Patient Innovation“ beraten, denn von der Idee bis zum marktreifen Produkt ist ein langer Weg.

Was war das schönste Erlebnis bis jetzt?

Das schönste Erlebnis war, als ich an das Unfallkrankenhaus Klagenfurt gefahren bin und mich mit einer Ergotherapeutin getroffen habe. Die war froh, dass endlich jemand kommt. Sie hat nämlich durch ihre praktische Erfahrung so viele Beobachtungen gemacht und Ideen gesammelt, dass sie das toll findet, wenn das jemand aufnimmt. Es gibt viele, die wir ansprechen wollen, etwa Pflegepersonal, das in ihrer praktischen Arbeit sehr viel sieht, von der Diagnose, Behandlung bis zur Rehabilitation. Bei diesen drei Schritten gibt es so viele Personen, mit denen die Verletzten der Reihe nach zu tun haben. Unsere Überlegung ist, dass sehr viel Wissen aus der Arbeit am Patienten generiert wird, dass diese Praxiserfahrung aber kaum in die Forschung zurückfließt.

Wie lange ist das Projekt insgesamt geplant?

Acht Wochen ist die Plattform online, bis 3. Juli. Bis Ende des Jahres wollen wir dann die Forschungsfragen haben. Anfang 2020 soll es die ersten Projektgruppen geben.

Nach welchen Kriterien werden die Projekte ausgewählt?

Es handelt sich um einen ergebnisoffenen Prozess. Wenn die Ideensammlung der Forschungsfragen abgeschlossen ist, schauen wir uns die durch, und kategorisieren sie nach Themen. Weil eine Verwertungsstrategie ist, dass wir die Forschungsfragen wieder zur Verfügung stellen. Das heißt, wir geben sie auf eine Online-Plattform und sagen, schaut her, wir haben diese unterschiedlichen Themen und Forschungsfragen und freuen uns darüber, wenn sie jemand da draußen aufnimmt. Die Forschungsfragen lassen wir dann nochmals evaluieren, einerseits von Experten im Bereich Unfallverletzungen, und andererseits von der Bevölkerung. Wir wollen Rankings machen lassen, welche Themengebiete besonders wichtig für Nicht-Wissenschaftler und welche aus Expertensicht relevant sind. Die Frage ist, wie weit überschneidet sich das? Es muss ein Thema sein, das für die Bevölkerung wichtig und gleichzeitig wissenschaftlich relevant ist. Wir suchen uns dann zwei Themenbereiche aus, die wir näher beforschen wollen.

Was können Interessierte lernen bei der Teilnahme an diesem Projekt?

Wir bieten den Leuten, die da mitmachen, an, diese in die Forschung miteinzubinden, wenn ihre Frage aufgegriffen wird. Wir wollen zeigen, dass wir auch etwas zurückgeben. Das Projekt „Reden Sie mit!“ ist keine Einbahnstraße.

Wie kann ich mitmachen?

Wenn du eine Forschungsfrage hast, gehe online auf www.tell-us.online/de und gib deine Frage dort ein. Mitmachen ist noch bis 3. Juli 2018 möglich. Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt 18 Jahre.

 

Kontakt: Dr. Benjamin Missbach
Projekt Manager
LBG Open Innovation in Science
Telefon: 
+43 660 6136430
E-Mail: 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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Freitag, 01 Juni 2018

Neuzugang

Eva Lirsch, ist ausgebildete Kommunikationsfachfrau der Werbeakademie Wien und hat ein Masterstudium in Kommunikationsmanagement absolviert. Ab sofort unterstützt sie das Team von Österreich forscht in der Kommunikation.

Getreu ihrem Motto "Wer Leuten etwas vermitteln will, muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden" möchte Eva die Menschen hinter den Projekten sichtbar machen. Sie startet ab sofort mit einer neuen Interviewreihe für Österreich forscht: Jedes Mal wird ein Citizen Science Projekt vorgestellt und jende Menschen portraitiert, die das Projekt zum Leben erwecken. Das erste Interview gibt es in Kürze, natürlich hier auf Österreich forscht.

Wenn Sie mehr über das Team hinter Österreich forscht erfahren möchten, dann finden Sie hier weitere Informationen darüber.

 

Montag, 28 Mai 2018

Neues Förderprogramm

Gefördert von der Innovationsstiftung für Bildung startet ab 1.6.2018 ein neues Förderprogramm „Erstellung von digitalen Lehr- und Lernmitteln mit Citizen Science-Methoden“, das von der OeAD-GmbH abgewickelt wird.

Im Rahmen der laufenden Ausschreibung werden Projekte gefördert, die darauf abzielen, ein bereits bestehendes Lehr- und Lernmittel auf der Online-Plattform der Eduthek mit der Unterstützung von Lernenden sowie Lehrpersonen zu überarbeiten. Die finalen Produkte werden als Open Educational Resources (OER), unter einer möglichst freien Lizenz, auf der Plattform zur Verfügung stehen.

Ziel ist es, dass Expertinnen und Experten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen an der Weiterentwicklung der Lernmittel arbeiten. Die Orientierung am Citizen Science-Ansatz trägt dazu bei, dass das Know-how jener Personen, die die digitalen Lehr- und Lernunterlagen verwenden, direkt in die Entwicklung der Materialien eingebunden wird. Durch die Zusammenarbeit von Lehrpersonen und Lernenden mit Forschenden, Verlagen, Schulbuchautorinnen und -autoren wird zudem gezielt der Dialog zwischen Wissenschaft und Schule bzw. Gesellschaft gestärkt und vertieft. Inhaltlich sollen die Lehr- und Lernmittel fächerübergreifende Querschnittsthemen wie Mobilität, Migration, Demokratie etc. abbilden.

Anträge können von Forschungseinrichtungen, Schulen, Bildungseinrichtungen, gemeinnützige Institutionen sowie Unternehmen eingereicht werden. Es werden ausschließlich Projekte gefördert, in welchen zumindest eine Bildungseinrichtung aktiv im Projekt involviert ist.

Pro Projekt können maximal 25.000 Euro beantragt werden. Insgesamt stehen für die laufende Ausschreibung 200.000 Euro zur Verfügung. Nähere Informationen sowie alle Einreichunterlagen finden Sie HIER.

Zeitplan

 Start der Ausschreibung Freitag, 1. Juni 2018 
 Ende der Einreichfrist Freitag, 7. September 2018
 Bekanntgabe der Förderentscheidung  spätestens Anfang Dezember 2018
 Frühest möglicher Projektbeginn 1. Jänner 2019
 Mit-Mach-Phase Februar 2019 – Juni 2019

Bei Fragen steht Ihnen das Programmteam der Abteilung Public Science in der OeAD-GmbH, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne zur Verfügung. Sollten Sie auf der Suche nach kooperationsinteressierten Schulen oder Forschungseinrichtungen sein, finden Sie HIER nähere Informationen.

Montag, 28 Mai 2018

Ankündigung: Summer School 2018 zum Thema Citizen Science

Ankündigung: Summer School 2018 zum Thema Citizen Science (Bürgerwissenschaft) in Theorie und Praxis, 15.-19. Oktober 2018 in Grünau im Almtal

SAVE THE DATE!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, die Summer School 2018 zum Thema Citizen Science in Theorie und Praxis ankündigen zu dürfen, die vom 15. bis 19. Oktober 2018 im JUFA Hotel Almtal in Grünau im Almtal stattfinden wird. Die Summer School wird von Doktoranden der Vienna Doctoral School CoBeNe (Universität Wien) organisiert, welche diese Veranstaltung finanziell unterstützt. Diese wird in Kooperation mit der Konrad Lorenz Forschungsstelle und des Cumberland Wildparks Grünau – wo mehrere Citizen Science Projekte stattfinden – abgehalten. Die Summer School 2018 richtet sich vor allem an Studierende mit einem Master-Abschluss, Doktoranden und Post-Docs, zudem begrüßen wir gerne auch andere Personen, die an der Durchführung eines Citizen Science-Forschungsprojektes interessiert sind.

Citizen Science wird in der Forschungsgemeinschaft immer wichtiger, da große, räumlich und zeitlich skalierte Datensätze gewonnen werden können. Doch wie kann man das Interesse von Citizen Scientists gewinnen und mit großen Datensätzen umgehen? Was macht eine erfolgreiche Studie aus und wo können diese Ergebnisse veröffentlicht werden? Wir werden alle für Citizen Science relevanten Themen behandeln: vom Wert von Citizen Science, Planung einer Studie, Finanzierung, Entwicklung von Apps und Motivierung der Bürger (d.h. Kommunikation und Rekrutierung) bis hin zur Analyse großer Datensätze und zum Präsentieren und Publizieren von Ergebnissen.

Neben Keynote-Talks von internationalen Experten erhalten die Teilnehmer praktische Erfahrungen zu den jeweiligen Themen und Zeit, sich mit den eingeladenen Rednern und anderen Teilnehmern zu vernetzen. Wir freuen uns, die folgenden bestätigten Redner bekanntzugeben (in alphabetischer Reihenfolge): Peter Brown (Anglia Ruskin University, Cambridge), Daniel Dörler (Universität für Bodenkultur, Wien), Didone Frigerio (Universität Wien, Wien), Florian Heigl (Universität für Bodenkultur, Wien), Philipp Hummer (SPOTTERON Citizen Science, Wien), Coleman Krawczyk (University of Portsmouth, Portsmouth), Anett Richter (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung, Leipzig), Andrea Sieber (Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Klagenfurt).

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit:

  • an eigenen Projekten zu arbeiten
  • internationale Experten auf dem Gebiet von Citizen Science zu treffen
  • an gesellschaftlichen Veranstaltungen wie einem geselligen Abendessen und einer Wandertour teilzunehmen
  • und die schöne Landschaft von Grünau im Almtal zu genießen

Die Summer School ist auf maximal 30 Teilnehmer begrenzt. Weitere Informationen finden Sie im Anhang (Save The Date Flyer) oder unter https://vds-cobene.univie.ac.at/activities/summer-school-citizen-science/ und http://klf.univie.ac.at/summer-school/. Bewerbungen sind bis zum 15. Juli 2018 möglich. Zur Anmeldung senden Sie bitte eine E-Mail mit einem Motivationsschreiben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Summer School 2018: Citizen Science in Theorie und Praxis

Wann: 15. bis 19. Oktober 2018 Wo: JUFA Hotel Almtal, Grünau im Almtal, Österreich Kosten: 170 € (beinhaltet 5 Tage Vorträge und Praktika, Unterkunft, Kaffeepausen und alle Mahlzeiten außer gesellschaftlicher Veranstaltungen)

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Wir freuen uns, euch/Sie bei der Summer School begrüßen zu dürfen!

Liebe Grüße,

Verena Pühringer-Sturmayr, Lara Iaiza, Arno Cimadom (Organisationskomitee)

 

Montag, 28 Mai 2018

CSNA Partner: MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten Europas. Mit rund 8.000 Studierenden ist sie heute die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit ihren 26 Universitätskliniken und drei klinischen Instituten, 12 medizintheoretischen Zentren und zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien zählt sie auch zu den bedeutendsten Spitzenforschungs-Institutionen Europas im biomedizinischen Bereich.

Als eine der innovativsten medizinischen Universitäten Europas arbeitet die MedUni Wien stetig daran, die besten Köpfe zu gewinnen, um die medizinische Forschung voranzutreiben, zukunftsweisendes Wissen zu lehren und die bestmögliche und fortschrittlichste Behandlung für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

Und auch die MedUni Wien setzt in einigen Projekten auf Citizen Science und mit zwei davon ist sie auf Österreich forscht vertreten: mit dem Pollentagebuch und dem Ragweed Finder. Wir freuen uns sehr, dass diese wichtige Institution im deutschsprachigen Forschungsraum auch Mitglied im Citizen Science Network Austria ist und sehen einer weiterhin sehr konstruktiven und angenehmen Zusammenarbeit freudig entgegen.

Donnerstag, 24 Mai 2018

Blogbeitrag: New Horrizon

RRI, also Responsible Research and Innovation, ist eine Querschnittsmaterie in Horizon 2020, dem großen Forschungsförderungsprogramm der Europäischen Union. Kurz gesagt, binden Projekte, welche nach RRI-Prinzipien durchgeführt werden, die Gesellschaft in den Forschungs- und Innovationsprozess mit ein und richten sich damit oft auch an gesellschaftlichen Herausforderungen aus. Sie berücksichtigen Fragen zur Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, Geschlechtergleichstellung, zum freien Zugang zu Forschungsergebnissen, zur Wissenschaftsvermittlung, zur Ethik und zur Steuerung von Forschungsprojekten. Zur tatsächlichen Anwendbarkeit von RRI Kriterien in Forschungsprojekten organisierte das Projekt New Horrizon ein Social Lab in Berlin, zu dem auch ich als Vertreter für das Citizen Science Network Austria, von der Vereinigung deutscher Wissenschaftler eingeladen war.

Dieses Social Lab stand unter dem Fokus von „Climate Action, Environment, Resource Efficiency and Raw Materials” und brachte 24 Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen aus verschiedenen Ländern zusammen. Es waren Vertreter von öffentlichen und privaten Forschungsorganisationen, NGOs, Förderinstitutionen und Unternehmen. Alle brachten ihren jeweiligen Kenntnisstand zu RRI und auch ihre persönlichen Erwartungen und Interessen in den Workshop ein.

Am ersten Tag tauschten wir uns intensiv zu RRI in unserem beruflichen Umfeld aus. Dabei wurde sehr schnell deutlich, wie unterschiedlich der Wissensstand zu RRI war und welche verschiedenen Erwartungen an dieses Konzept gestellt wurden. Oft stellten Teilnehmerinnen und Teilnehmer fest, dass sie zwar noch kaum etwas zu RRI gehört hatten, aber dieses Konzept dennoch schon seit vielen Jahren in ihrer täglichen Arbeit leben. Gerade NGOs, aber auch Unternehmen, hoffen durch RRI einen offeneren Zugang zu Forschungsergebnissen, aber auch zu Forschung an sich. In der Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen stoßen sie oft auf starre Strukturen, die Kooperationen erschweren. Durch RRI erwarten sie eine erhöhte Flexibilität im Forschungsprozess, welche das schnelle Reagieren auf unerwartete Ereignisse ermöglichen.

Forscher auf der anderen Seite sehen damit vor allem eine Möglichkeit die Relevanz ihrer Forschung zu erhöhen, die Sichtbarkeit zu steigern und durch neue Kooperationen neue Forschungsfragen zu generieren.

Die Risiken des Konzeptes sahen viele in der Überforderung der handelnden Personen durch wieder ein neues Kriteriensystem. Zusätzlich sahen viele der anwesenden Personen RRI noch als eine Art Feigenblatt, da in den meisten Fällen RRI zwar erwünscht ist, die Umsetzung in Projekten jedoch nur selten evaluiert wird.

Diesen ersten sehr intensiven Tag ließen wir in einer Berliner Institution ausklingen: Clärchens Ballhaus, ein Tanzlokal, ein Restaurant und eine Tanzschule in einem. Bei deftigen Berliner Spezialitäten (z.B. Buletten) und Bier konnten wir unsere Gedanken sortieren, während wir tanzfreudigen Berlinerinnen und Berlinern beim Tanzunterricht zusehen konnten, bevor wir im Biergarten wieder über die Umsetzung von RRI in unseren jeweiligen Institutionen diskutierten.

Der zweite Tag stand im Fokus von sogenannten Pilot Actions, Mikroprojekten, die wir in Kleingruppen konzipierten. Zuerst fanden wir uns in Gruppen zu einem bestimmten RRI-Kriterium zusammen, das wir bearbeiten wollten. Wir diskutierten und überlegten, welchen Aspekt des jeweiligen Kriteriums wir bearbeiten wollten und was das Ziel unserer Pilot Action sein sollte. Danach wurde die Idee allen Workshopteilnehmerinnen und –teilnehmern präsentiert, woraufhin wir uns überlegen konnten, ob wir in der jeweiligen Gruppenkonstellation bestehen bleiben wollten, oder ob wir uns einer anderen Gruppe anschließen wollten, die unser Interessensgebiet besser abdeckt. Die nach dieser Runde übrig gebliebenen Pilot Actions wurden in mehreren Schritten weiter entwickelt und am Ende wieder der gesamten Gruppe präsentiert.

Diese Pilot Actions sollen nun über die nächsten Monate selbstständig und mit Unterstützung des New Horrizon-Projektkonsortiums durchgeführt werden. Es liegt also jetzt an uns, den Workshopteilnehmerinnen und –teilnehmern, die entwickelten Ideen umzusetzen.

Durch die sehr gute Planung und die ausgezeichnete Umsetzung des Social Labs durch die Kolleginnen und Kollegen der Vereinigung deutscher Wissenschaftler war das Engagement aller Beteiligten sehr hoch und ich bin mir sicher, dass trotz wachsender räumlicher und zeitlicher Distanz zum Workshop einige der Pilot Actions auch umgesetzt werden. Ich bin sehr gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und auf die Ergebnisse, die dieses Projekt am Ende vorweisen kann. Ganz herzlich möchte ich mich auch noch beim gesamten Organisationsteam bedanken, das eine Wohlfühlatmosphäre während des Workshops geschaffen hat, die trotz intensiver Arbeit niemals nachließ.

Donnerstag, 24 Mai 2018

GenTeam erfüllt neue Qualitätskriterien

GenTeam, eines der ältesten Projekte auf Österreich forscht und bislang das einzige, das auch von einem Bürger initiiert und betrieben wird, ist das erste bestehende Projekt, dass die neuen Qualitätskriterien erfüllt. Was bedeutet das konkret?

Nach der Erarbeitung der Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte auf Österreich forscht wurde beschlossen, dass bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Kritieren bestehende Projekte bis zur nächsten Österreichischen Citizen Science Konferenz (d.h. im Juni 2019) Zeit haben, um die Kriterien zu prüfen und sich gegebenenfalls anzupassen. Neu auf die Plattform kommende Projekte müssen diese Kriterien von vornherein erfüllen. Die Kriterien wurden in den letzten Monaten auf Konferenzen und in der internationalen Citizen Science Community vorgestellt. Sie wurden überwiegend positiv aufgenommen, jedoch wurden auch häufig Bedenken geäußert, dass damit vor allem Projekte, die direkt aus der Bevölkerung kommen, überfordert würden.

GenTeam hat nun eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Kriterien auch für solche Projekte anwendbar und umsetzbar sind. Es zeigt auch, dass der umfassende Ansatz, den wir bei der Erstellung der Kriterien angewandt haben, nämlich die Einbindung verschiedenster Akteurinnen und Akteure mit verschiedenen institutionellen und nichtinstitutionellen Hintergründen, funktioniert hat. Das freut uns natürlich besonders und wir wollen an dieser Stelle auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Arbeitsgruppe für Qualitätskriterien herzlich danken!

Mit GenTeam erfüllen damit schon zwei Projekte die neuen Qualitätskriterien, und viele weitere sind gerade dabei, diese umzusetzen.

Mittwoch, 23 Mai 2018

CSNA Partner: Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung

Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) ist ein gemeinnütziger Verein (Gründung 1947), im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus tätig und versteht sich als

  • Plattform für Diskussion, Koordination und Information für den ländlichen Raum,
  • Bindeglied zwischen Forschung, Verwaltung und Praxis,
  • „Katalysator“ zur Durchsetzung neuer Ideen und Projekte sowie als
  • Verbindungsstelle zu Behörden, Ämtern, Ministerien, Universitäten, Prüfanstalten etc.

Die Ziele des Vereins sind die Förderung und Weiterentwicklung innovativer Produktionsverfahren und Anwendungstechniken in der Landwirtschaft und im Energiebereich, die Sicherung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Funktion von Gebäuden (Haus und Hof) im landwirtschaftlichen Bauwesen, die Koordination zwischen den Anforderungen moderner Landtechniken und der nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes, die Erhaltung der Kulturlandschaft im Sinne regionaler Raumordnung, Ökologie und Landentwicklung, die Wettbewerbsfähigkeit und soziale Qualität in bäuerlichen Familienbetrieben sowie die Weitergabe von Information als Entscheidungshilfe ohne Umwege dorthin, wo sie benötigt wird (Gemeinden, Landwirte, Berater, Sachverständige).

Durch diese sehr praxisnahe Arbeit und durch sein Engagement im Bereich Citizen Science mit dem Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen ist das ÖKL ein kompetenter Partner im Citizen Science Network Austria und wir freuen uns sehr, dass der Verein mit seiner Expertise das Netzwerk unterstützt.

Mittwoch, 23 Mai 2018

Call for Abstracts für GfÖ-Tagung

Nur noch eine Woche Zeit um bei der kommenden Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie für Deutschland, Österreich und die Schweiz einen Abstract zu einer der zahlreichen Sessions einzureichen. Ganz besonders an Herz legen wollen wir Ihnen natürlich die von uns mitorganisierte Session "Citizen Science in Ecology", zu der vor allem (aber nicht nur) auch Praktikerinnen und Praktiker, die nicht an Universitäten beschäftigt sind, eingeladen sind einzureichen. Gerade das letzte Jahr hat gezeigt, dass außeruniversitäre Citizen Science Projekte in ganz besonderem Maße wichtig sind für eine kontinuierliche wissenschaftliche Datenerhebung, wenn Universitäten aufgrund von Personal- oder Budgetmangel diese Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Um den Austausch zwischen den Forscherinnen und Forschern inner- und außerhalb der Universitäten wieder zu fördern, soll diese Session eine Grundlage bilden, um voneinander zu lernen und sich auch kennenzulernen.

Mehr Informationen zu diesem und zahlreichen anderen offenen Calls finden Sie auch auf unserer neu eingerichteten Seite "offene Calls". Wir freuen uns schon auf viele Einreichungen!

Dienstag, 08 Mai 2018

NEU: Reden Sie mit!

Das Projekt "Reden Sie mit!" der Ludwig Boltzmann Gesellschaft geht in seine nächste Runde. Nach dem Finden von Forschungsfragen im Bereich psychische Gesundheit durch Anregungen von Betroffenenen und deren Angehörigen, sollen nun neue Forschungsfragen zu Unfallverletzungen gefunden werden. Das Team des Open Innovation in Science Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ist auch dieses Mal wieder auf Ihre Hilfe angewiesen. Noch bis zum 3. Juli können Sie Forschungsfragen zum Thema Unfallverletzungen bei "Reden Sie mit!" einreichen.

"Reden Sie mit!" ist übrigens auch das erste neue Projekt, dass die neu entwickelten Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte auf Österreich forscht erfüllt. Deshalb freut uns der Start dieses Projektes ganz besonders und wir gratulieren dem ganzen Projektteam sehr herzlich. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter https://www.citizen-science.at/projekte/reden-sie-mit.

Freitag, 04 Mai 2018

Blogbeitrag: Science 4 Youth - Forschung mitgestalten

Forschung mitgestalten: SCIENCE4YOUTH startet im Herbst!

Das neue Ausbildungsprogramm "SCIENCE4YOUTH" der Ludwig Boltzmann Gesellschaft gibt Jugendlichen die Möglichkeit, Einblicke in Forschung im Bereich psychischer Gesundheit zu erhalten. Dabei unterstützen sie WissenschaftlerInnen bei ihrer Arbeit und können selbst Forschungsprojekte entwickeln und durchführen.

Im Rahmen der Initiative „Open Innovation in Science“ können junge Menschen ab 16 Jahren in Schule oder Ausbildung ab Herbst 2018 im zweisemestrigen Ausbildungsprogramm „SCIENCE4YOUTH – Forschung mitgestalten“ Grundbegriffe der Forschung, Innovation und den Ablauf von Forschungsprojekten kennenlernen. Gemeinsam mit WissenschaftlerInnen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Kindern psychisch kranker Eltern am besten geholfen werden kann, entwickeln die JungforscherInnen ihre eigene Forschungsfrage und setzen ein Forschungsprojekt in die Tat um.

Das Ausbildungsprogramm, das mit einem Zertifikat abschließt, richtete sich insbesondere an alle SchülerInnen, die Einblicke in Forschung gewinnen möchten, Interesse und/oder eigene Erfahrungen im Bereich psychischer Gesundheit haben und/oder sich auf die Vorwissenschaftliche Arbeit vorbereiten möchten.

In sechs Modulen lernen die jungen ForscherInnen spielerisch mittels einer Onlineplattform und regelmäßigen Treffen mit ihren Peers und MentorInnen in Wien wesentliche Begriffe aus der Forschung und Forschungsmethoden kennen, entwickeln eigene Forschungsfragen und ein Forschungsprojekt und unterstützen WissenschaftlerInnen bei ihrer Arbeit. Darüber hinaus haben die SchülerInnen die Möglichkeit, Ideen für ihre schulische Abschlussarbeit zu sammeln, den SCIENCE4YOUTH -Award zu gewinnen und ein zweiwöchiges Forschungspraktikum im Sommer 2019 an einem der beiden Forschungsstandorte in Krems oder Innsbruck zu absolvieren.

Nähere Informationen: https://ois.lbg.ac.at/en/methods-projects/science4youth

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Montag, 30 April 2018

CSNA Partner: Institut für Höhere Studien

Das Institut für Höhere Studien (IHS) ist ein außeruniversitäres, in Europa stark sichtbares und gut vernetztes, wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Forschungszentrum, das im Dialog mit Politik und Wissenschaft Fragestellungen entwickelt und sowohl wissenschaftliche als auch politikrelevante Beiträge liefert. Seine WissenschafterInnen arbeiten anwendungsorientiert an Fragestellungen, die an aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen ausgerichtet sind und die künftige politikrelevante Themenstellungen antizipieren.

Insbesondere privatwirtschaftliche Beratungsunternehmen haben nicht die Möglichkeit und Expertise, diese unabhängige Forschungsarbeit auf hohem Niveau anzubieten. Umgekehrt kann universitäre Forschung nicht immer die nötige Bündelung und disziplinenübergreifende Forschung bieten, die dafür benötigt wird. Das IHS vereint wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Disziplinen unter einem Dach und organisiert seine Forschung in thematisch ausgerichteten, agilen Forschungseinheiten. Es ist ein zuverlässiger, unabhängiger Partner für Politik und Gesellschaft und erbringt politikrelevante und wissenschaftlich fundierte Expertise in ausgewählten längerfristigen Themen.

Damit ist das IHS schon seit längerem vor allem in der Forschung zu Citizen Science aktiv. Deshalb freut es uns sehr, dass wir mit dem IHS einen sehr kompetenten Partner in diesem Bereich der Forschung im Citizen Science Network Austria haben.

 

Freitag, 27 April 2018

CSNA Partner: Veterinärmedizinische Universität Wien

Die Veterinärmedizinische Universität Wien ist die einzige veterinärmedizinische, akademische Bildungs- und Forschungsstätte Österreichs und zugleich die älteste im deutschsprachigen Raum (gegründet 1765 von Kaiserin Maria Theresia). Die Veterinärmedizinische Universität forscht an Themen, die für die Gesellschaft bedeutend sind. Ihr Augenmerk gilt der Tiergesundheit ebenso wie der präventiven Veterinärmedizin, dem öffentlichen Gesundheitswesen genauso wie der Lebensmittelsicherheit. Im Forschungsinteresse stehen die Schaffung wissenschaftlicher Grundlagen für das Wohlbefinden von Tieren, Themen der Tierhaltung, des Tierschutzes und der Tierethik.

Mit zwei Projekten ist die Veterinärmedizinische Universität Wien nun schon seit langer Zeit auf Österreich forscht vertreten, und mit dem Engagement der Projektleitung in den verschiedenen Arbeitsgruppen ein sehr wichtiger und geschätzter Partner im Citizen Science Network Austria geworden.

Freitag, 27 April 2018

Neues Infoservice "Offene Calls"

Seit kurzem bieten wir auf Österreich forscht ein neues Infoservice an: in der Rubrik "Offene Calls" finden sich in Zukunft alle uns bekannten Calls zu Konferenz, Papers oder Förderungen zum Thema Citizen Science. Die ersten Calls sind auch schon online. Damit soll es in Zukunft leichter sein, den Überblick über die vielen Calls zu behalten und immer genau im Blick zu haben, wann die Deadlines für welchen Call sind. Dieses Service beschränkt sich nicht nur auf Österreich, sondern umfasst international alle Calls, die uns bekannt sind. Wenn Sie Kenntnis von einem Call haben, der von uns nicht aufgelistet wird, dann schicken Sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eine kurze Mail mit einem Link und den wichtigsten Infos, und wir stellen den Call für alle ersichtlich online.

Schauen Sie doch heute schon vorbei unter https://www.citizen-science.at/allgemeines/offene-calls

Mittwoch, 25 April 2018

CSNA Partner: ICARUS

ICARUS ist ein gemeinnütziger Verein nach Österreichischem Recht und besteht aus mehr als 160 archivarischen und anverwandten Institutionen aus mehr als 30 Europäischen Ländern, Kanada und den USA. Die ICARUS-Community ist Teil zahlreicher internationaler Projekte. Sei es als Lead Partner oder regulärer Projektpartner,  leistet ICARUS stets seinen Beitrag Wissen und Erfahrungen beizusteuern, um somit zum einen die Reichweite archivarischer Sachkenntnis auszuweiten und des Weiteren jedes Projekt erfolgreich und optimal durchzuführen. ICARUS kann ein breites Spektrum an Ressourcen aus dem Bereich projektorientierter, internationaler Kooperationen bieten und somit Projektpartner in administrativen und finanziellen Belangen sowie bildungs- und kulturrelevanten Strategieentwicklungen beraten.

ICARUS ist mit dem Projekt Topothek ein wichtiger Partner vor allem im Bereich historischer Citizen Science-Forschung. Daneben engagiert sich ICARUS auch intensiv in der Arbeit rund um das Citizen Science Network Austria. Daher freut es uns sehr, diesen zuverlässigen und kompetenten Partner bei uns im Netzwerk haben zu dürfen.

Donnerstag, 19 April 2018

Blogbeitrag: Lange Nacht der Forschung

Am Freitag den 13. April 2018 fand die österreichweite "Lange Nacht der Forschung" statt. Österreichweit luden 2.600 Stationen Besucherinnen und Besucher dazu ein, Forschung hautnah kennen zu lernen. In diesem Rahmen organisierte das Citizen Science Netzwerk Austria gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museuem Wien, dem Science Center Netzwerk und dem Zentrum für Citizen Science einen Schwerpunkt im Museum zu Citizen Science.

Auszug aus der APA-OTS des NHM-Wien vom 26. März 2018:

Der „Citizen Science Marktplatz“ bietet an 13 Stationen zum Mitmachen die Möglichkeit, mehr über Forschungsprojekte namhafter Institutionen zu erfahren, bei denen Besucherinnen und Besucher als Citizen Scientists aktiv werden können. Das NHM Wien ist mit acht unterschiedlichen Citizen Science-Projekten vertreten.

Außerdem laden die Universität Wien, die BOKU Wien, MedUni Wien, VetMed Wien, GLOBAL 2000, BirdLife Österreich, die Österreichische Mykologische Gesellschaft, die AGES, die Plattform Österreich forscht, das Zentrum für Citizen Science und die ÖAW zum Mitforschen ein.

Daneben bietet das „Science Café“ (im Café des NHM Wien) die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre in die Welt von Forscherinnen und Forschern einzutauchen und mehr über ihren Alltag zu erfahren.  

Dieses Angebot wurde von über 1.600 BesucherInnen angenommen, welche sich äußerst interessiert und durchgehend sogar überrascht zeigten von der Vielfalt an Möglichkeiten sich an Forschung in Österreich aktiv zu beteiligen.

Der Stand der Plattform Österreich forscht, welcher sich direkt neben dem Treppenaufgang befand, konnte Besucherinnen und Besucher direkt in Empfang nehmen und diese bereits allgemein über Citizen Science informieren, bevor sie sich an den folgenden Ständen zu konkreten Projekten weiter bewegten.

Wir informierten zahlreiche BesucherInnen über die 54 Citizen Science Projekte, welche derzeit auf Österreich forscht gelistet sind, über einen interaktiven Touchscreen-Monitor. Die Interaktivität dieses Angebots wurde besonders positiv wahrgenommen und sorgte dadurch für zusätzliches Interesse an der Plattform und der aktiven Teilnahme an Wissenschaft in Österreich generell.

Wir freuen uns, durch den Stand der Plattform besonders viele BesucherInnen unterschiedlichster Altersklassen für Citizen Science begeistert zu haben. So konnten wir Kinder im Volksschulalter genau so am Stand begrüßen, welche sich durch die vielen Fotos der Projekte auf der Website zu klicken, wie auch Studierende, die direkt vor Ort die Plattform um sich unter anderem zu informieren, ob es eventuell ein Projekt gibt, in dem sie ihre Bachelor- oder Masterarbeit durchführen könnten. Auch BesucherInnen im Alter von 60+ zeigten sich begeistern vom vielseitigen Angebot an Citizen Science in Österreich.

Einen guten Überblick über die Aktivitäten im Museum bietet auch das Video von SPOTTERON, das im Rahmen der Langen Nacht der Forschung gedreht wurde: https://youtu.be/qCPkX6eCxu8

Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich für das Sponsoring der Fa. Conrad Electronics bedanken und freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit!

Donnerstag, 19 April 2018

CSNA Partner: WasserCluster Lunz

Der WasserCluster Lunz ist ein interuniversitäres Zentrum für die Erforschung von Gewässern. Er wird in Kooperation von der Universität Wien, der Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) und der Universität für Bodenkultur Wien geführt, und vom Land Niederösterreich sowie von der Stadt Wien gefördert. Seen, Bäche, Flüsse, Auen bieten vielen Lebewesen Raum und sind nicht zuletzt für den Menschen von großer Bedeutung, sei es im Zusammenhang mit sauberem Trinkwasser, dem Wasserkreislauf, Lebensraum für Speisefische oder schlicht und einfach als Erholungsraum. Gerade in Zeiten des Klimawandels stehen wir, was Gewässer betrifft, vor großen Herausforderungen, die zu meistern es der Wissenschaft bedarf. Die Forscherinnen und Forscher des WasserClusters Lunz widmen sich der Erforschung aquatischer Ökosysteme, insbesondere Themen rund um Diversitätsforschung, Fischforschung, Stoffkreisläufe, Gewässermanagement und Renaturierung von Gewässern sind von besonderem Interesse.

Mit Wasser schafft war der WasserCluster Lunz einer der ersten Partner in der Geschichte von Österreich forscht, und hat als Austragungsort der zweiten Österreichischen Citizen Science Konferenz Maßstäbe gesetzt. Wir freuen uns sehr, den WasserCluster Lunz mit an Bord des Citizen Science Network Austria zu haben und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit!

Dienstag, 17 April 2018

CSNA Partner: Blühendes Österreich

Die Stiftung Blühendes Österreich wurde von der REWE International AG im Mai 2015 eingerichtet. Sie ist die erste und maßgebliche gemeinnützige Privatstiftung für Schutz und Förderung der Biodiversität in Österreich. Kernzweck der Stiftung ist die Unterstützung von Eigentümern und Bewirtschaftern von wertvollen und gefährdeten ökologischen Flächen wie Magerwiesen, Trockenrasen, traditionelle Streuobstflächen, Moore und Feuchtlebensräume, Hecken und Raine oder alte Baumbestände in Österreich. Das erfolgt vor allem mit Partnern aus der Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutzorganisationen und der Wissenschaft. Um mit dem Biodiversitätsprogramm eine signifikante Wirkung zu erzielen, ist das Programm langfristig angelegt.

Unterstützt werden Produzenten von REWE aber auch sonstige private Betriebe sowie Natur-, Tier- und Umweltschutzvereine, die ebenso wertvolle Flächen betreuen und bewirtschaften. Die Stiftung Blühendes Österreich ist mit diesem Ansatz einerseits ein erheblicher Motor für den Schutz der Artenvielfalt andererseits ein starker, vertrauenswürdiger Förderer und Partner von Natur- und Naturschutzvereinen. Des Weiteren stützt die Stiftung Projekte, die einen wertvollen und messbaren Beitrag zum Erhalt der Vielfalt der Arten und der Ökosysteme sowie zu Natur- und Umweltbildung leisten.

Neben diesen Tätigkeiten betreibt Blühendes Österreich auch ein Citizen Science Projekt, die Schmetterlinge Österreichs, dessen Ziel es ist eine Bestandszählung von Österreichs Schmetterlingen durchzuführen. Durch die Hilfe engagierter Bürgerinnen und Bürger konnten bereits einige Arten in Gebieten wiederentdeckt werden, in denen sie schon viele Jahre nicht mehr beschrieben wurden.

Dies alles macht Blühendes Österreich zu einem wichtigen Partner im Citizen Science Network Austria und wir freuen uns sehr darüber, die Stiftung als kompetente Unterstützerin dabei zu haben.

Montag, 16 April 2018

Blogbeitrag: Citizen Science im Zeitalter von Big Data

Bei der diesjährigen Jahresversammlung der European Geosciences Union (EGU), die im Austria Center in Wien stattfand, organisierten wir gemeinsam mit Taru Sandén vom Projekt Tea Bag Index, Steffen Fritz vom IIASA mit den Projekten Fotoquest Go, Picture Pile und GeoWiki, und einigen anderen internationalen Forscherinnen und Forschern (u.a. von der NASA)  eine Session (d.h. einen Vortragsblock) zum Thema “Citizen Science im Zeitalter von Big Data”.

Die EGU ist eine weltweite Vereinigung von Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Der Begriff Geowissenschaften wird hier ganz bewusst breit angelegt. Darunter fallen nicht nur Geologen (Gesteinsforschung), sondern etwa auch Hydrologen (Gewässerforschung) oder Meteorologen (Wetterforschung). Insgesamt fanden sich mehr als 15.000 Forscherinnen und Forscher aus 106 Ländern im Wiener Austria Center ein, um über ihre aktuellen Forschungserkenntnisse zu diskutieren und sich zu neuen Methoden auszutauschen.

Neben den bereits oben erwähnten Projekten von Taru Sandén und Steffen Fritz finden sich auf Österreich forscht noch einige andere Projekte, die unter diese Kategorie der Geowissenschaften fallen. Was viele dieser Projekte (und auch einige andere, die nicht unter den Begriff der Geowissenschaften fallen) gemeinsam haben, ist die Verarbeitung riesiger Datenmengen, so genannter Big Data. Das Ziel unserer Session war es, gängige Verarbeitungs- und Analysemethoden darzustellen und Projekten auch die Möglichkeit zu geben, die Grenzen von Big Data aufzuzeigen.

Insgesamt präsentierten sich 12 Projekte mit den unterschiedlichsten Inhalten in unserer Session. Da ging es von der Auswertung von Social Media Daten nach Katastrophen zur genaueren Analyse von Ort, Zeit und Ausmaß der Zerstörung, über den Vergleich von Satelliten- und vor-Ort-Daten bei Landnutzungsanalysen bis hin zu Kohlenstoffzyklen in unserer Erde. Jedes Projekt stellte sich in 2 Minuten vor, und das interessierte Publikum konnte danach an interaktiven Touchscreens mit den jeweiligen Projektleiterinnen und -leitern in Austausch treten.

Das Interesse an unserer Session war sehr groß. Es fanden sich zahlreiche interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein und diskutierten nach den kurzen Projektvorstellungen eine Stunde lang intensiv über Big Data und Citizen Science. Wir vom Organisationsteam waren sehr erfreut über die hohe Qualität der Beiträge und auch über die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, und möchten daher auch nächstes Jahr wieder eine Session zu Citizen Science bei der EGU organisieren.

Mittwoch, 11 April 2018

Veranstaltung "Citizen Science und Recht"

Veranstaltung "Citizen Science & Recht"

Citizen Science lebt von der Partizipation von interessierten und motivierten Bürgerinnen und Bürgern und ermöglicht dadurch Projekte, die sonst nicht denkbar wären. Die Einbindung von Freiwilligen in Forschungsprojekte geht mit einer großen Verantwortung gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Bezug auf Datenschutz und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen einher. Mit der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung kommen auf viele Citizen Science-Projekte Änderungen zu, die derzeit viele Fragen aufwerfen und Unsicherheiten auslösen. Das Citizen Science Network Austria, die Universität Wien, das Zentrum für Citizen Science und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung möchten in einer gemeinsamen Veranstaltung jene Bereiche aufzeigen, auf die Projektleiterinnen und Projektleiter im Besonderen beachten sollten. Diese Veranstaltung richtet sich ganz speziell an Citizen Science-Projektleitungen.

Sprecherin:  Dipl.-Ing. Annemarie Hofer

Dipl.-Ing. Annemarie Hofer ist Mitglied der Arbeitsgruppe für juristische Aspekte in Citizen Science der Plattform „Österreich forscht“ und hat sich im Rahmen ihrer Tätigkeit am Institut für Rechtswissenschaften an der Universität für Bodenkultur mit datenschutzrechtlichen Fragestellungen bei Citizen Science-Projekten befasst. Die Ergebnisse sind in der juristischen Fachzeitschrift „Datenschutz konkret“ publiziert und wurden im Rahmen von Workshops – unter anderem für das Forschungsservice der Universität Wien – an Projektleitungen vermittelt. Derzeit arbeitet Sie gemeinsam mit dem Top Citizen Science-Projekt „Lehmbau im Weinviertel“ und dem Institut für Rechtswissenschaften der BOKU an einer interaktiven und praxisnahen Kommunikation der datenschutzrechtlichen Inhalte an Citizen Science-Projekte.

Mittwoch, 27. Juni 2018

14:00 bis 17:00 Uhr

Palais Harrach | Freyung 3 | 1010 Wien | 2. Stock

Programm

14:00 Uhr   Begrüßung durch Dr. Christian Smoliner (BMBWF)
 14:15 - 15:00 Uhr  Citizen Science & Recht, Vortrag durch Dipl.-Ing. Annemarie Hofer
 15:00 - 16:00 Uhr  Diskussion
 ab 16:00 Uhr  Netzwerken

 

Moderation: Dr. Florian Heigl und Mag. Daniel Dörler (Citizen Science Network Austria, Universität für Bodenkultur Wien)

Anmeldung

bis 15. Juni auf der Eventbrite Veranstaltungsseite.

 

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Freitag, 06 April 2018

CSNA Partner: GenTeam

GenTeam ist eine lose Vereinigung von Genealogen, die selbständig oder im Team an Datenbanken arbeiten und diese Daten allen Forschern kostenlos zur Verfügung stellen wollen. Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich; GenTeam ist nicht Gewinn-orientiert. Der geographische Schwerpunkt der Datensammlungen liegt im heutigen Österreich sowie den daran angrenzenden Gebieten.

GenTeam ist einer der Partner der ersten Stunden auf Österreich forscht, war das erste Projekt aus dem Bereich der Geschichtsforschung, und hat nicht zuletzt weitere Partner aus diesem Wissenschaftsbereich in das Netzwerk geholt. Deshalb war GenTeam von Beginn an ein wertvoller Partner im Citizen Science Network Austria und wir freuen uns sehr, mit Felix Gundacker, dem Leiter von GenTeam, einen hochgeschätzten und zuverlässigen Kollegen im Netzwerk zu haben.

Mittwoch, 04 April 2018

CSNA Partner: Birdlife Österreich

BirdLife Österreich ist die einzige landesweit und international agierende Vogelschutz-Organisation Österreichs. BirdLife verwirklicht seit seiner Gründung 1953 wissenschaftlich fundierte Natur- und Vogelschutzprojekte zum Schutz der österreichischen Vogelwelt und ihrer Lebensräume. BirdLife engagiert sich in den vier Kernbereichen:

  • Artenschutz
  • Schutzgebiete und Lebensräume 
  • Nachhaltigkeit
  • Bewusstseinsbildung 

Mit BirdLife Österreich ist einer der ersten Citizen Science Akteure in Österreich auch Teil des Citizen Science Network Austria. Nicht nur in Österreich, sondern weltweit ist die sogenannte "Birder-Community" ein Paradebeispiel für gelungene Citizen Science. Auf Österreich forscht finden sich zahlreiche Projekte von BirdLife: ornitho.at, die Wasservogelzählung, das Brutvogelmonitoring, der Brutvogelatlas und das vermutlich bekannteste, die Stunde der Wintervögel. Daher freut es uns umso mehr, dass BirdLife Österreich Teil des Netzwerkes ist und wir alle damit von den reichhaltigen Erfahrungen in der Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in wissenschaftlicher Forschung profitieren können.

Donnerstag, 29 März 2018

CSNA Partner: Universität Innsbruck

Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – gegründet im Jahr 1669 – ist die größte Universität im Westen Österreichs. An einer traditionellen Nord-Süd-Route gelegen, die Europa verbindet, ist sie international orientiert und regional verankert.

Im Bewusstsein dieser Tradition baut sie Brücken in die Zukunft. Ihre Stärke liegt darin, vermeintlich Gegensätzliches produktiv zu verbinden: global ausgerichtete und regional motivierte Forschungsfragen, selbstbewusste Brüche mit Altbekanntem und bedachter Umgang mit Bewährtem, die Freiheit der Wissenschaft zu nützen und gleichzeitig verantwortungsvoll damit umzugehen. In dieser ausgewogenen Vielfalt agiert die Universität Innsbruck aus und in der Mitte der Gesellschaft. Das spiegelt sich auch in ihren aktuellen Forschungsschwerpunkten wider: Hierzu gehören Alpiner Raum – Mensch und Umwelt, Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, Molekulare Biowissenschaften sowie Physik und Scientific Computing. Die Erkenntnisse aus ihrer Forschung stellt sie der Gesellschaft zur Verfügung, um fundierte Debatten streitbar inner- und außerhalb der Wissenschaft anzustoßen und weiterzuentwickeln.

Daher ist die Universität Innsbruck ein idealer Partner im Citizen Science Network Austria, die vor allem für Citizen Science Projekte im alpinen Bereich unerläßlich ist. Dies zeigt sich auch dadurch, dass die Universität Innsbruck die nächste Österreichische Citizen Science Konferenz im Juni 2019 austrägt. Wir freuen uns sehr, diesen motivierten und kompetenten Partner in unserem Netzwerk zu haben.

Mittwoch, 28 März 2018

CSNA Partner: FH St. Pölten

Die FH St. Pölten GmbH ist lokal verankert, global vernetzt und steht für qualitätsvolle Hochschulausbildung in den Departments Bahntechnologie und Mobilität, Gesundheit, Informatik und Security, Medien und Digitale Technologien, Medien und Wirtschaft, Soziales. Die Verbindung der Themengebiete in Lehre und Forschung schafft Raum für interdisziplinäre wissenschaftliche Erkenntnisse, Produkte und Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Mit dem Projekt "Inside Trading Cultures" ist die FH St. Pölten die erste und bislang einzige Fachhochschule im Citizen Science Network Austria, und ist in dieser Hinsicht ein Pionier in Österreich. Wir freuen uns sehr, dass die FH St. Pölten in kurzer Zeit ein wichtiger und verlässlicher Partner im CSNA geworden ist.

Donnerstag, 22 März 2018

CSNA Partner: Archaeopublica

Archaeopublica, der Verein zur Förderung der Bürgerbeteiligung in der Archäologie, versteht sich als Vermittler zwischen der interessierten Öffentlichkeit und der archäologischen Fachwelt. Ehrenamtliche Laienforscher unterstützen ArchäologInnen bei der Entdeckung, Erforschung und Erhaltung archäologischer Denkmäler. ArchäologInnen unterstützen ihrerseits Laienforscher dabei, ihrem Interesse auf sinnvolle und legale Weise nachzugehen. Das öffentliche Interesse an Archäologie und Denkmalpflege ist in nationalen Gesetzen und internationalen Verträgen festgelegt. Museen, Denkmalämter, Universitäten und Grabungsfirmen kümmern sich im Auftrag der Gemeinschaft um die Erforschung und Erhaltung unseres archäologischen Erbes. Aber die aktive Beschäftigung mit der Vergangenheit ist nicht nur professionellen Archäologinnen und Archäologen und Historikerinnen und Historikern vorbehalten. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter 500 zufällig ausgewählten Personen in Österreich gaben knapp zwei Drittel der Befragten an, sich gerne aktiv an Archäologie zu beteiligen.

Aus diesem Grund ist der Verein Archaeopublica dem Citizen Science Network Austria beigetreten und wir freuen uns sehr, damit einen kompetenten und verlässlichen Partner im Bereich der Archäologie zu haben.

Mittwoch, 21 März 2018

Blogbeitrag: COST Meeting zu nationalen Citizen Science Strategien

Am 19.3.2018 fand an der Universität Lissabon ein Meeting im Rahmen der COST “Citizen Science to promote creativity, scientific literacy, and innovation throughout Europe” zu nationalen Citizen Science Strategien statt. Citizen Science Akteurinnen und Akteure aus ganz Europa kamen zusammen, um in diesem ganztägigen Workshop herauszufinden, welche Bedingungen es braucht, damit eine nationale Strategie zu Citizen Science entstehen kann. Es waren sowohl Länder vertreten, die bereits eine nationale Strategie besitzen, als auch solche, die noch keine haben bzw. gerade erst eine Strategie entwickeln. In diesem Rahmen nahm ich als Vertreter für das Citizen Science Network Austria und Österreich forscht teil. In diesem Blogbeitrag möchte ich mich vor allem auf die unterschiedlichen Ländersituationen konzentrieren und diese kurz vorstellen: 

In einer ersten Runde wurden in kurzen Präsentationen bereits bestehende Strategien vorgestellt. Katrin Vohland, Vertreterin für die deutsche Plattform Bürger schaffen Wissen, sprach über die Beweggründe des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die Schaffung einer solchen Plattform zu fördern, und was dieser Top-Down Ansatz (also ein Ministerium als Ausgangspunkt für die Organisation der Citizen Science Bewegung in Deutschland) in der konkreten Umsetzung bedeutet. Durch die Positionierung des Ministeriums konnte damit vor allem ein Grünbuch für eine offizielle nationale Strategie für Citizen Science in Deutschland für das Jahr 2020 erreicht werden.

In der nächsten Präsentation konnte ich Österreich forscht als Bottom-Up Initiative von Citizen Science Akteurinnen und Akteuren für Citizen Science Akteurinnen und Akteure dem deutschen Ansatz gegenüberstellen. Während in Deutschland durch vorab definierte Dialogveranstaltungen ein Fahrplan zur Erstellung einer Strategie vorgegeben war, wurde Citizen Science in Österreich vor allem durch die Motivation der einzelnen Mitglieder im Netzwerk geprägt. Durch die Anwendung einer sogenannten Do-ocracy, bei der jedes Mitglied im Netzwerk dieses prägen kann, wenn er bzw. sie bereit ist, Zeit und Arbeit zu investieren, konnte trotz in vielen Bereichen noch fehlender finanzieller Förderung sehr viel erreicht werden. Vor allem die Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte auf Österreich forscht sind ein best-practice Beispiel für die Selbstorganisation dieses Netzwerks. Auch Petra Siegele, Leiterin des Zentrums für Citizen Science, war bei diesem Treffen dabei und konnte vor allem auch Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu offiziellen Positionen des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung beantworten.

Férmin Serrano stellte danach die spanische Bewegung vor, die vor allem durch die Stiftung Ibercivis geprägt wurde. Diese nahm sich schon relative früh dem Thema Citizen Science an. Während in Deutschland und Österreich die Entwicklung hin zu Citizen Science Strategien führte, die unter anderem auch festlegen, was unter dem Begriff Citizen Science verstanden wird, ist in Spanien vor allem die Offenheit für verschiedene Konzepte prägend. Dies ermöglicht es viele Initiativen und Projekte zu versammeln, führt aber auch manchmal zu Schwierigkeiten in der Abgrenzung von Bürgerbewegungen zu Citizen Science.

Christina Luís aus Portugal präsentierte dann auch die Citizen Science Bewegung in einem Land, in dem es keine nationale Strategie und auch kein Citizen Science Netzwerk gibt. In Portugal existieren zwar einige Dutzend Citizen Science Projekte, doch eine Vernetzung zwischen diesen fand bisher noch nicht statt. In einem ersten Projekt konnten verschiedene Stakeholder identifiziert werden, die in Zukunft auch angesprochen werden sollen, wenn es um einen Austausch zu diesem Thema geht. Eine große Hürde für ein solches Netzwerk in Portugal ist vor allem die fehlende Finanzierung. Das portugiesische Wissenschaftssystem leidet sehr unter der Budgetknappheit, die seit der Finanzkrise im ganzen Land herrscht.

Bálint Balázs aus Ungarn sprach danach über “Invisible Citizen Science” in seinem Land, welches exemplarisch für viele osteuropäische Länder gelten kann. Der Begriff Citizen Science hat sich bis heute in Ungarn nicht etabliert, was aber nicht bedeutet, dass sie dort fehlt. Es werden sehr viele Do-It-Yourself Projekte durchgeführt, denen allerdings die Vernetzung fehlt. Es herrscht auch eine Skepsis dieser Projekte gegenüber dem westlich geprägten Begriff Citizen Science, da dieser nach ungarischem Verständnis die hiesigen Initiativen nicht wirklich korrekt beschreibt.

Nach dieser ersten Runde des Austausches wurden die weiteren Schritte des Programmes geplant. Es wurde eine Vorlage diskutiert, die helfen soll, die Existenz bzw. Nichtexistenz von Netzwerken und Strategien in den einzelnen COST-Mitgliedsländern (und darüber hinaus) zu erfassen. Dabei soll der Fokus vor allem auch auf den Bedingungen liegen, unter denen Netzwerke existieren oder eben fehlen. Erste Ergebnisse aus der Anwendung dieser Vorlage sollen dann bei einem Treffen der Gruppe in Genf im Juni diskutiert werden.

Auf einer persönlichen Ebene konnte ich mich vor allem auch mit den beiden anwesenden Kollegen aus Schweden, Kjell Bolmgren und Dick Kasperowski, austauschen, die gerade dabei sind, eine nationale Strategie mit einer Onlineplattform für Schweden zu entwickeln, und sehr interessiert am österreichischen Ansatz sind. Es besteht schon eine intensive Beziehung zwischen der österreichischen und schwedischen Citizen Science Community, da einige der schwedischen Projekte das österreichische Citizen Science System von SPOTTERON benutzen. Auch der Erfahrungsaustausch zwischen Österreich und Spanien soll intensiviert werden, wie Férmin Serrano und ich am Rande dieses Workshops besprochen haben. Auch hier besteht bereits eine intensive Beziehung zwischen beiden Ländern, denn Férmin Serrano hat unter anderem mit den Kolleginnen vom Zentrum für Soziale Innovation in Wien das White Paper on Citizen Science verfasst, und ist auch im wissenschaftlichen Beirat des Forschungsförderungsprogramms Top Citizen Science.

Für mich war dieses Treffen ein weiterer Beweis für die Kooperationsbereitschaft zwischen den einzelnen Citizen Science Akteurinnen und Akteuren in ganz Europa. Die unterschiedlichen Ansätze, die in Europa existieren, sind für mich ein Zeichen der Stärke von Citizen Science, denn sie zeigen das dieser Ansatz auch unter unterschiedlichsten Bedingungen Fuß fassen kann.

Freitag, 16 März 2018

CSNA Partner: Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine Forschungseinrichtung mit thematischen Schwerpunkten in der Medizin, den Life Sciences sowie den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und stößt gezielt neue Forschungsthemen in Österreich an. Die LBG betreibt zusammen mit akademischen und anwendenden Partnern aktuell 18 Ludwig Boltzmann Institute und entwickelt und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und nicht-wissenschaftlichen AkteurInnen wie Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft.

Gesellschaftlich relevante Herausforderungen, zu deren Bewältigung Forschung einen Beitrag leisten kann, sollen frühzeitig erkannt und aufgegriffen werden. 2016 wurden das LBG Career Center, das 200 Pre- und Postdocs betreut, und das LBG Open Innovation in Science Cente , das das Potenzial von Open Innovation für die Wissenschaft erschließen soll, eingerichtet. Mit "Reden Sie mit!" war die Ludwig Boltzmann Gesellschaft einer unserer ersten Partner, und ist nach wie vor ein verlässliches, kompetentes und offenes Mitglied, ohne welches das Citizen Science Network Austria nicht das wäre, was es heute ist. Wir danken der LBG und speziell auch dem OIS Center herzlich für die viele Unterstützung, und freuen uns schon sehr auf die weitere Zusammenarbeit!

Montag, 12 März 2018

Pub forscht: Women's Special

Das Citizen Science Pub Quiz Pub forscht ging am 8.3.2018 in die zweite Runde. Anlässlich des Weltfrauentages fand ein Women's Special zu Frauen in der Wissenschaft statt. Wieder war die Beaver Brewing Company restlos ausgebucht, und 12 Teams rätselten um die Wette. Dieses Mal wurde den Teams viel abverlangt. Die Fragen rund um Frauen in der Wissenschaft waren zugegeben nicht einfach. Dennoch gab es keine Frage, die nicht von zumindest einem Team richtig beantwortet wurde.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten ihr Wissen über so berühmte Wissenschaftlerinnen wie Jane Goodall, Diane Fossey oder Rachel Carson testen, herausfinden, an welcher Universität zum ersten Mal eine Frau einen Lehrstuhl bekam und wie viele der Projekte auf Österreich forscht von Frauen geleitet werden (ja, vor dem Pub Quiz lohnt es sich immer einen Blick auf Österreich forscht zu werfen). Daneben gab es natürlich Verpflegung auf höchstem Niveau von unserem Gastgeber, der Beaver Brewing Company.

Das nur aus Frauen bestehende Gewinnerteam mit dem klingenden Namen "Fuck Patriarchy aka Angry Women" gewann das Pubquiz mit deutlichem Abstand. Und natürlich gab es auch wieder einen Tombolapreis. Dieses Mal war es ein Buch der bekannten Evolutionspsychologin und Science Busterin Elisabeth Oberzaucher mit dem Titel "Homo Urbanus". Wir gratulieren allen Gewinnerinnen herzlich!

Einen schönen Eindruck vom Quizabend erhalten Sie, wenn Sie dieses Video ansehen, welches von unseren Kollegen von Spotteron produziert wurde (vielen Dank an dieser Stelle)!

Und an alle, die diesmal nicht dabei sein konnten oder nur knapp nicht gewonnen haben: es wird eine Fortsetzung geben. Wann? Das erfahren Sie natürlich hier auf Österreich forscht!

Montag, 12 März 2018

Citizen Science bei der Langen Nacht der Forschung

Bei Citizen Science Projekten selbst mitmachen und mit Citizen Science Projektleiterinnen und Projektleitern einen Kaffee trinken: das kann man bei der Langen Nacht der Forschung am 13. April im Naturhistorischen Museum Wien. Gemeinsam mit dem Naturhistorichen Museum Wien, dem Science Center Netzwerk und dem Zentrum für Citizen Science organisieren wir von Österreich forscht einen Abend ganz im Zeichen von Citizen Science!

Interessierte Besucherinnen und Besucher können sich über 15 verschiedene Citizen Science Projekte informieren und vor Ort im Museum gleich mitmachen. In einem Citizen Science Café kann man sich dann gemütlich entspannen und mit den anwesenden Forscherinnen und Forschern über ihren Werdegang, ihre Faszination für Wissenschaft und natürlich auch über ihre Projekte tratschen. Vor allem Mädchen und Frauen können dieses Angebot nützen, um mit Forscherinnen in Kontakt zu treten, denn das Citizen Science Café wird im Rahmen des Hypatia-Projektes organisiert, das besonders Frauen und Mädchen zu einer Karriere in den Naturwissenschaften animieren möchte.

Updates zum genauen Programm und zum Abend ganz generell finden Sie natürlich auch auf unserer Facebookseite, auf Google+ und Twitter und auf der Seite des Naturhistorischen Museums Wien. Wir freuen uns schon auf Sie! 

Montag, 05 März 2018

CSNA Partner: Open Knowledge Österreich

Die Open Knowledge Foundation (OKFN) Austria hat sich der Förderung des Zugangs zu und der Verbreitung von freiem und offenem Wissen in vielfältigen Ausprägungen verschrieben. Freies Wissen führt zu mündigen und aufgeklärten Bürgerinnen und Bürgern, es schafft gesellschaftlichen und ökonomischen Mehrwert und ist in einem demokratischen Staat unerlässlich. Freies Wissen ist vielfältig und kann an allen möglichen Ecken in unserem Leben auftauchen. Auch wenn sich die OKFN Austria in ihren Projekten und für ihre Arbeit viel Technik nutzt, geht es in ihrer Arbeit vor allem darum, interessierte Communities bei ihrer Arbeit an Projekten und Veranstaltungen zu unterstützen, um damit die Verbreitung von offenem Wissen in Österreich und anderen Ländern zu unterstützen. Deshalb freuen wir uns sehr, das die OKFN Austria ebenfalls ein wichtiger Teil des Citizen Science Network Austria ist.

Montag, 05 März 2018

Blogbeitrag: People - Places - Stories

People - Places - Stories
The role of storytelling in Citizen Science

Autorinnen: Didone Frigerio & Andrea Sieber

Geschichten lenken Aufmerksamkeit, Emotionen und Verstehen. Die narrative Methode „Storytelling“ bedeutet in der Citizen Science- Praxis wie auch für die wissenschaftliche Analyse eher ein „in die Geschichte hinein erzählen“ als ein „Geschichte erzählen und zuhören“. Die wissenschaftliche Betrachtung der Relevanz des Storytelling für Citizen Science Projekte verbunden mit der Entwicklung eines gemeinsames Modell für die Anwendung der narrativen Methode in unterschiedlichen Wissenschafts-Bereichen (von Sozial- über Natur- und Bildungswissenschaften) ist Ziel unseres 10-tägigen COST Action „Citizen Science to promote creativity, scienctific literacy, and innovation throughout Europe“- Forschungsaufenthaltes in der Arbeitsgruppe von Aletta Bonn und Anett Richter im Department Ökosystemleistungen/ Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ/iDiv in Leipzig.

In diesem Rahmen initiierten wir einen Workshop mit ExpertInnen aus der Natur- und Sozialwissenschaften, das Verhältnis zwischen Storytelling und „Narration“, die Einsatzmöglichkeiten des Narrativen so wie das große Potential von Narration in Citizen Science Aktivitäten zu eruieren. Insgesamt zeichneten sich dabei die Teilnehmenden einig über die Tatsachen, dass Storytelling im Rahmen von Citizen Science Projekte in verschiedenen Forschungsphasen vorkommen kann, jedoch bildet es ein Kernelement des Prozesses. Zudem ist Storytelling multifunktional, da es sowohl als Objekt (z.B. Geschichten als Wissensträger/Datenquelle) als auch als Methode (z.B. Kommunikation nach innen/außen) verwendet wird. Dieser Ansatz wollen wir in den nächsten Zeit vertieft untersuchen und in einer wissenschaftlichen Publikation aufbereiten. Wir berichteten aus Österreich von unseren Sparkling Science Projekten und der Rolle von Storytelling darin:

Ich (Didone) nutze in meiner  Forschung zur Verhaltensbiologie Storytelling als Tool für wissenschaftliche Kommunikation. Unser Slambeitrag zum Projekt „Sozialer Zusammenhalt beim Waldrapp“ mit SchülerInnen der 4. Klasse der Volksschule Mühldorf/Oberösterreich war Publikumsliebling beim Sparkling Science Slam in Wien (https://www.youtube.com/watch?v=6UlIIvdgD8M).

Ich (Andrea) erläuterte die bedeutende Rolle des Zuhörers beim Storytelling und teilte meine Erfahrungen im Lesachtal zum Thema Oral History zur Erfassung und Transfer von Immateriellen Kulturerbes im intergenerationellen Dialog mit. In meinen Projekten bilden Narrative in allen Forschungsphasen ein Kernelement der partizipativen Forschung mit BürgerInnen. Sie sind sowohl Erhebungsgegenstand durch Schreibaufrufe, Erzählcafes, intergenerationelle Interviews…als auch Mittel bei der kreativ-performativen Ergebnispräsentation in Form von Animationsfilmen, Raps, Ausstellungen… zu den Forschungserkenntnissen (www.lesachtalerbrot.wordpress.com, www.lesachtalerflachs.wordpress.com).

Im Workshop berichtete Victoria Miczajka-Russmann (Universität Leipzig, Erziehungswissenschaften) über ihre Erfahrungen mit Grundschulkindern als Ökosystemforscher und Jörg Zabel (Universität Leipzig, Biologiedidaktik) über die Rolle von Geschichten bei der Vermittlung von naturwissenschaftlichen Fakten wie z.B. der Evolutionsgeschichte.

Die Diskussion im Storytelling-Workshop wurde durch praktische Erfahrungen zu Storytelling von David Ziegler (Plattform BürgerschaffenWissen, Museum für Naturkunde Berlin ) sowie Steffen Klotz (Thünen-Institut, Mecklenburg-Vorpommern) aus den Bereichen Bürgerforschung und Forschung im ländlichen Raum (Projekt Landinventur) bereichert.

Susanne Hecker (UFZ/ iDiv) brachte Perspektiven aus der Wissenschaftskommunikation ein und ermöglichte Einblicke in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zu Storytelling. „Meiner Beobachtung nach, lebt Citizen Science durch die vielfältigen Geschichten. Dadurch gelingt es uns einen Dialog auf Augenhöhe zu gestalten.“ betonte auch Anett Richter (UFZ/iDiv).

Auf der Basis der Erfahrungen und Beispiele konnten wir feststellen, dass Storytelling in Citizen Science multifunktional genutzt wird und sehr plastisch in seiner Anwendung ist. Eine systematische Untersuchung der Anpassfähigkeit von Storytelling in wissenschaftlichen Prozessen in Citizen Science Aktvitäten wird Gegenstand unserer weiteren Betrachtung sein und dies planen wir auf der  Europäischen Citizen Science Konferenz in Genf (https://www.ecsa-conference.eu/) zu präsentieren.

 

Didone Frigerio (Universität Wien, Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie)) und Andrea Sieber (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung)

Dienstag, 27 Februar 2018

CSNA Partner: ACDH-ÖAW

Das Austrian Center for Digital Humanities an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ACDH-ÖAW) war einer unserer ersten Partner aus dem Bereich Geisteswissenschaften. Es hat sich zum Ziel gesetzt die Geisteswissenschaften durch die Anwendung digitaler Technologien und Methoden zu stärken und bietet dafür verschiedene Services an. In seiner Forschung setzt sich das ACDH-Team vor allem mit Fragen zu Texten bzw. Sprache auseinander, speziell auch mit Dialekten. Das Projekt ExploreAT ist Teil dieser Forschung, und schon seit einiger Zeit auch auf Österreich forscht zu finden.

Wir freuen uns sehr, dass mit dem ACDH-ÖAW ein starker Partner im Bereich der Geisteswissenschaften Teil des Citizen Science Network Austria ist!

Montag, 26 Februar 2018

CSNA Partner: Universität Salzburg

Heute möchten wir Ihnen die Universität Salzburg als einen wichtigen Partner im Citizen Science Network Austria vorstellen. Die Uni Salzburg hat nicht nur bereits im Jahr 2016 eine Salzburger Citizen Science Konferenz organisiert, sondern vor wenigen Wochen auch die 4. Österreichische Citizen Science Konferenz bei sich begrüßt und diese auch mitorganisiert. Zahlreiche Citizen Science Projekte auf Österreich forscht kommen von der Universität Salzburg, und die Kontaktstelle Citizen Science sorgt für eine uniinterne und -externe Vernetzung dieser Projekte, und dient darüber hinaus auch als Ansprechstelle für alle Fragen rund um Citizen Science an der Universität.

Wir freuen uns sehr, die Universität Salzburg als einen aktiven und kompetenten Partner im Citizen Science Network Austria dabei zu haben.

Freitag, 23 Februar 2018

CSNA Partner: International Institute for Applied System Analysis (IIASA)

Das IIASA ist ein internationales Forschungsinstitut mit Sitz in Laxenburg bei Wien. Dort wird vor allem interdisziplinäre Forschung in den Themenfeldern Umwelt, Wirtschaft, Technologie und Bevölkerung im Hinblick auf die menschliche Dimension der globalen Veränderung betrieben. Gegründet wurde das IIASA auf Initiative der Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion während des Kalten Krieges als Brücke zwischen Wissenschaftlern aus Ost und West. Es war einer der ersten Partner der Plattform Österreich forscht und ist ein starker Player in der internationalen Citizen Science Community. Mehrere Citizen Science Projekte des IIASA sind auf Österreich forscht zu finden. Umso mehr freut es uns, dass das IIASA auch in Zukunft ein verlässlicher und kompetenter Partner im Citizen Science Network Austria ist.

Dienstag, 20 Februar 2018

CSNA Partner: Apodemus

In seinen zoologischen und ökologischen Untersuchungen beschäftigt sich das Private Institut für Wildtierbiologie Apodemus mit Grundlagenforschung (Beispiel Habitatnutzung, Gemeinschafts- und Populationsökologie) und mit Themen des Natur- und Artenschutzes. Das Team von Apodemus entwirft Fachplanungen und Entwicklungskonzepte und führt Bestandserhebungen und Erfolgskontrollen durch. Die Auswertungsmethoden umfassen zoologische Fertigkeiten wie z.B.: Präparation, die Erstellung statistischer Modelle sowie die GIS-gestützte räumliche Analyse und Habitatmodellierung. Neben den Forschungstätigkeiten ist Apodemus auch die Umweltbildung ein Anliegen. Das Team verfasst wissenschaftliche Publikationen und Beiträge, entwirft Informationsmaterial und bietet Vorträge und naturkundliche Exkursionen an, um Interesse und Sympathien für Wildtiere zu wecken.

Apodemus war schon sehr früh auf Österreich forscht vertreten und wir freuen uns sehr, mit dem Apodemus-Team einen kompetenten und zuverlässigen Partner in unserem Netzwerk zu haben.

Dienstag, 20 Februar 2018

NEU: Naturkalender

Das neue Projekt der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) befasst sich mit Naturerscheinungen im Jahreslauf wie Blattaustrieb, Blüte, Fruchtreife, Rückkehr der Schwalben oder von landwirtschaftlichen Nutzungszeitpunkten. Im Moment erfährt das Begleiten und Aufschreiben der Naturentwicklung durch die spürbare Klimaerwärmung der letzten Jahre zunehmend eine Renaissance und wird auch in der Natur- und Klimaforschung immer wichtiger. Die sogenannte Phänologie untersucht dabei Zusammenhänge zwischen dem saisonalen Zyklus von Pflanzen und Tieren und der Witterung beziehungsweise dem Klima. Pflanzen wirken dabei als sehr empfindliche Messinstrumente der bodennahen Atmosphäre und reagieren mit zunehmend früherer Blüte oder Fruchtreife unmittelbar auf die „verrückte“ Temperaturentwicklung der letzten Jahre.

Wie genau Sie in diesem Projekt mitforschen können, das können Sie hier erfahren.

Dienstag, 20 Februar 2018

NEU: GeFaBe

Das neue Projekt "GeFaBe" oder "Gemeinsam Fahren wir Besser" der Universität Salzburg verfolgt das Ziel gemeinsam mit österreichischen AutofahrerInnen Defizite, Sicherheitslücken, alltagstaugliche Praktiken und vorbildliche Nutzungsmöglichkeiten von Fahrassistenzsysteme aufzuzeigen. Um dieses Ziel zu erreichen, dokumentieren die LenkerInnen über eine eigene App ihre Erlebnisse mit Fahrassistenzsystemen: Was funktioniert gut/schlecht bei der Benutzung? Wo gibt es Unklarheiten? Welche Informationen werden vermisst? Welche Vorteile bieten die Fahrassistenzsysteme?

Hat eines ihrer Fahrassistenzsysteme schon einmal anders reagiert, als Sie es erwartet hätten? Haben Sie schon einmal nicht gewusst, wie Sie ein Fahrassistenzsystem aktivieren oder deaktivieren können? Oder waren Sie schon einmal richtig froh darüber, dass ein Fahrassistenzsystem in ihre Autofahrt eingegriffen hat? Teilen Sie ihre Erfahrungen mit uns und anderen AutofahrerInnen und werden Sie mit Hilfe der GeFaBe-App ein aktives Mitglied der GeFaBe-Community.

Wie genau Sie Mitglied bei der GeFaBe-Community werden können, erfahren Sie hier.

Dienstag, 20 Februar 2018

NEU: Visible Science

Ein weiteres neues Projekt der Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF, Core Facility der Universität Wien) auf Österreich forscht befasst sich mit der Erforschung der sozialen Systeme von freifliegenden Vögeln, v.a. von Graugänsen, Raben und Waldrappen. Ziel dieses Projekts ist das Monitoring der Zeit-Raum Muster der zuvor erwähnten drei Modell-Vogelarten (Graugänse, Kolkraben, Waldrappe). um herauszufinden, wann und wo welche Tiere zu finden sind.Interessierte Wildpark BesucherInnen können sowohl laufende Forschungsprojekte als auch das Langzeit Monitoring mit Hilfe der App „Forschen im Almtal“ mit der Aufnahme von Sichtmeldungen und Verhaltensbeobachtungen von Graugänsen, Raben und Waldrappen unterstützen.

Wie genau das funktioniert und wo man die App "Forschen im Almtal" findet, das können Sie hier nachlesen.

Dienstag, 20 Februar 2018

NEU: NBI goes Citizen Science

Ein neues Projekt ist auf Österreich forscht zu finden! NBI goes Citizen Science ist ein Citizen Science Projekt der Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF, Core Facility der Universität Wien) mit dem Ziel, ökologische Informationen über die bevorzugten Aufenthaltsorte der vom Aussterben bedrohten Waldrappe zu sammeln. Der Waldrapp (Geronticus eremita) ist ein etwa gänsegroßer Ibis. Er war einst ein in Europa häufiger Vogel, der in Frankreich, in der Schweiz, in Deutschland, Österreich (zuletzt dort in der Steiermark), Spanien und im Westen des Balkans beheimatet war. Im 17. Jahrhundert starben die Waldrappe in Mitteleuropa aufgrund intensiver Bejagung aus.

Das Projekt befasst sich mit den Habitaten in denen sich die Vögel gerne aufhalten. Nach Herunterladen der „WaldrApp“ kann das Projekt mit Sichtmeldungen und Beobachtungen unterstützt werden. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie hier.

Freitag, 09 Februar 2018

CSNA Partner: Austrian Institute of Technology

Das AIT (Austrian Institute of Technology) ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und ist unter den europäischen Forschungseinrichtungen der Spezialist für die zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft. Durch die Forschung und technologischen Entwicklungen des AIT werden grundlegende Innovationen für die nächste Generation von Infrastrukturtechnologien in den Bereichen Energy, Mobility Systems, Low-Emission Transport, Health & Bioresources, Digital Safety & Security, Vision, Automation & Control und Technology Experience verwirklicht. Ergänzt werden diese wissenschaftlichen Forschungsgebiete um die Kompetenz im Bereich Innovation Systems & Policy.

Auch im Bereich Citizen Science ist das AIT aktiv: neben dem Projekt Biochar, bei dem man ein kleines Projekt bei sich zu Hause durchführen kann, nahm das AIT auch beim Citizen Science Award teil, bei dem gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Anitphisingansätze entwickelt und getestet wurden. Alles über das AIT kann man auf dieser Website finden.

Wir freuen uns sehr, dass das AIT Teil des Citizen Science Network Austria ist!

Mittwoch, 07 Februar 2018

CSNA Partner: Open Knowledge Maps

Open Knowledge Maps ist ein eingetragener Verein, welcher eine revolutionäre neue Methode entwickelt, um wissenschaftliche Erkenntnisse visuell darzustellen.

So kann man auf einen Blick erkennen, welche Bereiche zu einem bestimmten Thema erforscht sind oder wo noch Lücken sind.

Der Zugang zu Open Knowledge Maps ist gratis und ermöglicht es damit auch Personen, die nicht an einer akademischen Institution angestellt sind, Wissen zu entdecken und zu nutzen. Wenn Sie sich dafür interessieren, dann schauen Sie vorbei unter https://openknowledgemaps.org.

Montag, 29 Januar 2018

AGIT_30 me | places | spaces Salzburg, 4. – 6. Juli 2018

GI-Empowerment der Gesellschaft als Schwerpunktthema bei der 30. AGIT

Eine Woche lang diskutieren Vertreter aus Forschung und Entwicklung und Industrie mit Anwendern über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung als Best Practice Lösungen. Die Rolle der Geoinformationsbranche in einer urbanen Welt im Kontext von Smart City Initiativen, deren Herausforderungen an Themen wie Energie, Infrastruktur und Mobilität; andererseits der Umgang mit und Schutz von natürlichen Ressourcen bis hin zu Anwendungen zu Krisen- und Katastrophenmanagement sind nur einige Schwerpunktthemen im Rahmen der AGIT 2018.

Eines der Spezialthemen der diesjährigen AGIT - die 2018 zum 30. Mal in Salzburg stattfindet - fokussiert die Verwendung von Geoinformation im Rahmen partizipativer Projekte. Citizen Science ist dabei nur ein Beispiel von vielen wo die Handhabung und Nutzung von Geodaten, Online-Karten und ortsbezogener Dienste, die durch die Bevölkerung bereitgestellt werden, eine zentrale Rolle spielen.

Der Erfolg dieser Projekte und Initiativen, die im Wesentlichen auf der freiwilligen Teilhabe der Gesellschaft beruhen, verlangt die Bereitstellung von an die Bedürfnisse der Nutzer angepassten Anwendungen (bzgl. usability, accessibility), die Ausbildung der entsprechenden digitalen Kompetenzen (u.a. spatial literacy) und die Berücksichtigung der verschiedenen Gründe, die zu einer Teilhabe motivieren.

Dieses spannende Feld wird bei der AGIT 2018 als Schwerpunktthema vertiefend behandelt. Dazu laden wir Forscher, Entwickler und Anwender ein, die sich in den o.g. Bereichen beschäftigen, das Programm aktiv mitzugestalten und ihren Beitrag bis 1. Februar 2018 einzureichen – von Full Paper bis Poster gibt es viele Möglichkeiten (siehe http://www.agit.at/call).

Sämtliche Beiträge müssen über die Konferenzwebsite eingereicht werden und unterliegen einem double-blind Review Prozess. Genaue Informationen zum Peer-Review Prozess finden Sie unter http://www.agit.at/agit-journal/review-verfahren.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.agit.at/gi-empowerment. Gerne können Sie sich für Fragen auch gerne an Dr. Sabine Henning (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Robert Vogler (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden.

Weiters freuen wir uns über Besucher, die mit uns das Thema diskutieren wollen. Die Anmeldung zur Konferenz wird im März 2018 öffnen (siehe http://www.agit.at/anmeldung).

Ort & Termin:
Spezialforum im Rahmen der AGIT_30
4. – 6. Juli 2018
Universität Salzburg | Naturwissenschaftl. Fakultät
Hellbrunner Strasse 34 | 5020 Salzburg

Veranstalter:
Universität Salzburg
IFFB Geoinformatik – Z_GIS
Team AGIT
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Donnerstag, 25 Januar 2018

Conference Proceedings ÖCSK 2017

Die Conference Proceedings der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2017 sind da! Unter diesem Link findet man eine kurze Rezension zu den Proceedings und den Link zur gratis verfügbaren Vollversion beim Journal Frontiers In. In den Beiträgen erfährt man vieles über Workshopergebnisse, Erkenntnisse aus einzelnen Sessions, Vortragsinhalte und mehr. Wir freuen uns sehr, dass es heuer 17 Beiträge geworden sind, die aus den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen kommen, und möchten uns ganz speziell bei allen Autorinnen und Autoren für die grandiose Arbeit bedanken!

Und jetzt möchten wir Sie gar nicht mehr länger von der spannenden Lektüre abhalten und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Freitag, 19 Januar 2018

CSNA Partner: OeAD

Die Österreichische Austausch Dienst (OeAD)-GmbH berät, bewirbt und unterstützt internationale Kooperationen in Bildung, Wissenschaft und Forschung. Sie unterstützt strategische Entwicklung und begleitet Umsetzungsmaßnahmen. Sie analysiert internationale Entwicklungen und entwickelt daraus Empfehlungen und Maßnahmen. Ihr Kerngeschäft ist der Austausch von Personen aller Alters- und Bildungsstufen.
Dabei unterstützt sie institutionelle Kooperationen innerhalb Europas und weltweit. Sie begleitet internationale Aktivitäten und koordiniert und unterstützt deren Umsetzung.

Die Abteilung Public Science in der OeAD-GmbH bündelt die vom BMWFW geförderten und im OeAD angesiedelten Maßnahmen an der Schnittstelle Wissenschaft, Schule und Gesellschaft. Hierzu zählen das Forschungsprogramm Sparkling Science, das Zentrum für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule – Young Science und das Zentrum für Citizen Science. Das Zentrum für Citizen Science dient als Service- und Informationsstelle, die sowohl Forschende sowie Praktikerinnen und Praktiker bei der Entwicklung und Umsetzung von Citizen Science-Projekten als auch das BMBWF bei der Konzeption und Implementierung entsprechender Fördermaßnahmen unterstützt, und sieht als weitere Aufgabe die Vernetzung der interessierten Community über Österreich hinaus vor.

 

Freitag, 19 Januar 2018

CSNA Partner: MA 22

Die Magistratsabteilung 22 für Umweltschutz (kurz MA 22) der Stadt Wien ist die einzige Behörde, die selbst mit einem Citizen Science Projekt auf Österreich forscht vertreten ist, nämlich den Wiener Gebäudebrütern. Doch setzt die MA 22 schon seit längerem auf Citizen Science. Mit Hilfe der Apps "Naturbeobachten in Wien" sowie der "Wiener Flora und Fauna App" und via E-Mail können Naturbeobachtungen in Wien von der Bevölkerung gemeldet werden. Im Juli 2016 wurde die Wiener Bevölkerung zum Melden von Hirschkäfern (Lucanus cervus) aufgerufen, einer in Wien typischen und streng geschützten Art. Insgesamt gingen über 400 Meldungen ein, die nun in die Arbeit der MA 22 einfließen können.

Damit ist die MA 22 auch international Vorreiter, denn in nur wenigen Ländern setzen Behörden auf die Methode Citizen Science. Als eine der ersten Partnerinstitutionen auf Österreich forscht von Anfang an dabei, zeigt die MA 22 mit dem Beitritt zum Citizen Science Network Austria, dass sie auch in Zukunft mit Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam den Umweltschutz in der Stadt Wien verbessern möchte.

Mittwoch, 17 Januar 2018

Citizen Science-Seiten der Uni Wien und BOKU

Zwei neue Citizen Science Seiten von Wiener Universitäten ergänzen die Citizen Science Landschaft in Österreich.

An der Universität Wien informiert die Website zu Citizen Science Projekten und Personen an der Universität, sowie zu Förderungen und Veranstaltungen. Ziel dieser Homepage ist es, die Sichtbarkeit von Citizen Science an der Universität Wien zu erhöhen, die Kooperation und den Austausch zwischen interessierten ForscherInnen zu erleichtern und über aktuelle Aktivitäten um Citizen Science sowie Unterstützungsangebote für interessierte WissenschafterInnen zu informieren. Hierbei soll ein besonderer Fokus auf die methodische Vielfalt der existierenden Projekte in diesem Bereich gelegt werden.

Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) hat ebenfalls seit kurzem eine eigene Citizen Science Website, auf der alle Citizen Science Projekte der BOKU kurz vorgestellt werden. Auch eine Auflistung der Citizen Science Publikationen und jener Personen, die an der BOKU in Citizen Science Projekte involviert sind oder darüber forschen, kann durchgesehen werden. Damit steigert die BOKU deutlich die Sichtbarkeit von Citizen Science, sowohl innerhalb der Universität, als auch nach aussen, und wird damit ihrer Rolle als wichtiger Trägerin von Österreich forscht und dem Citizen Science Network Austria gerecht.

Wir freuen uns sehr, dass die Universitäten damit unterstreichen, wie wichtig ihnen das Thema Citizen Science ist und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit in der Zukunft!

Donnerstag, 18 Januar 2018

CSNA Partner: Universität Wien

Die Universität Wien ist mit 653 Jahren und fast 94.000 Studierenden die älteste und größte Universität Österreichs. Da sie im Jahr 1365 gegründet wurde, ist die Universität Wien auch die älteste Universität im deutschsprachigen Raum. Die Universität gliedert sich in 15 Fakultäten mit 4 Zentren, welche gemeinsam 187 Studienrichtungen anbieten.

Die Universität Wien ist im Bereich Citizen Science sehr stark aufgestellt und betreibt dazu auch eine eigene Website für Citizen Science an der Universität Wien. Auf dieser Seite werden sämtliche Citizen Science Projekte dargestellt und auch Informationen zur Förderung von Citizen Science und speziellen Veranstaltungen veröffentlicht.

Über das WTZ Ost wurden bereits zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten in Kooperation mit der Universität Wien durchgeführt. Beispiele hierfür sind ein Ethik-Workshop sowie vier Videos zu Citizen Science in Österreich.

 

Dienstag, 16 Januar 2018

Leistungsbericht Österreich forscht 2017

Das Jahr 2017 war für Citizen Science und die Plattform Österreich forscht ein sehr aufregendes: zahlreiche Events und Aktivitäten haben gezeigt, wie aktiv die Citizen Science Gemeinschaft in Österreich ist. Damit hier niemand den Überblick verliert, haben wir den ersten Österreich forscht Leistungsbericht verfasst! In diesem wird kurz auf die historische Entwicklung der Plattform in den Jahren 2014 - 2016 eingegangen, um dann die Aktivitäten von Österreich forscht und dem in diesem Jahr gegründeten Citizen Science Network Austria näher einzugehen.

Neben den bereits erwähnten zahlreichen Veranstaltungen werden auch Publikationen, Presseauftritte, Social Media Aktivitäten und Kooperationen behandelt. Ein vermutlich sehr interessantes Detail ist eine kleine Umfrage, die wir unter den Projekten auf Österreich forscht durchgeführt haben. Wir wollten von den Projektleiterinnen und -leitern wissen, wieviele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihren Projekten mitforschen, und die Zahl hat auch uns überrascht: mehr als 100.000 Personen beteiligen sich an allen Projekten auf Österreich forscht!

Der 43-seitige Bericht endet dann mit einem kurzen Ausblick auf das Jahr 2018. Wenn Sie den Bericht selbst lesen wollen, dann können Sie ihn von zwei Orten gratis herunterladen: einmal hier direkt auf der Plattform, und einmal hier von Zenodo. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

 

Donnerstag, 04 Januar 2018

Ausblick 2018

Das Jahr 2017 ist seit wenigen Tagen Vergangenheit, und es war für Citizen Science ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr. Nicht nur war die dritte Österreichische Citizen Science Konferenz die größte und diverseste seit bestehen der Konferenzreihe, auch die Bildung des Citizen Science Network Austria mit seinen zahlreichen Mitgliedsorganisationen war einer der vielen Meilensteine im vergangenen Jahr. Einen detaillierten Rückblick können Sie in wenigen Wochen erhalten, wenn Österreich forscht den ersten Leistungsbericht veröffentlicht. Wir halten Sie natürlich hier und auf Facebook, Google+ und Twitter auf dem Laufenden.

In diesem Beitrag soll es daher nicht um das vergangene Jahr gehen, sondern um die Ereignisse, die uns 2018 bevorstehen; und glauben Sie uns, 2018 ist wirklich dicht gedrängt an tollen Events rund um Citizen Science:

  • Das Citizen Science Jahr beginnt (fast schon traditionell) mit der Österreichischen Citizen Science Konferenz vom 1.-3. Februar 2018. Die vierte Auflage der Konferenz wird wiederum eine Premiere: organisiert von der Universität Salzburg gemeinsam mit Österreich forscht, haben sich auch viele andere (auch internationale) Organisationspartner zusammengefunden. Die Schwesterinitiativen Schweiz forscht, Bürger schaffen Wissen und Zentrum für Citizen Science sind ebenso dabei wie der FWF und die Wissenstadt Salzburg. Das Programm ist gewohnt divers und mit Katrin Vohland und Helmut Jungwirth konnten herausragende Keynotespeaker gewonnen werden. Auch heuer öffnet sich die Konferenz wieder am dritten Tag und lädt alle Interessierten ein, sich an der Konferenz zu beteiligen und Citizen Science kennenzulernen.
  • Zeitgleich mit der Österreichischen Citizen Science Konferenz werden auch die Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte auf Österreich forscht präsentiert. Fast ein Jahr haben zahlreiche Citizen Science Projektleiterinnen und -leiter, Partnerinnen und Partner der Plattform, externe Expertinnen und Experten sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger an diesem Kriterienkatalog gearbeitet. Die Kriterien gelten ab der Veröffentlichung bei der Österreichischen Citizen Science Konferenz für alle neuen Projekte, die sich auf Österreich forscht präsentieren möchten, und nach einer Übergangsfrist, auch für alle anderen Projekte auf der Plattform. Österreich forscht ist damit unseres Wissens nach die erste Citizen Science Plattform, die solche Kriterien implementiert, und hat damit schon im Vorfeld auch international für Aufsehen gesorgt (z.B. bei der ersten italienischen Citizen Science Konferenz oder auch durch eine Nature-Correspondence).
  • Im April folgt dann die Lange Nacht der Forschung, in deren Rahmen sich wieder zahlreiche Projekte im Naturhistorischen Museum Wien einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren. Gemeinsam mit dem Museum, dem Science Center Netzwerk und dem Zentrum für Citizen Science geschieht dies zum ersten Mal auch unter dem Genderaspekt, und Interessierte können sich in einem Science Café mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu deren Werdegang austauschen.
  • Im Juni folgt bereits ein weiteres Highlight: die zweite Europäische Citizen Science Konferenz, die ECSA 2018, findet in Genf statt. Aus ganz Europa kommen Citizen Science Akteurinnen und Akteure zusammen um neueste Entwicklungen zu präsentieren und zu diskutieren. Auch wir von Österreich forscht sind Mitglied des Organisationsteams und freuen uns schon auf diesen fruchtbaren Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa!

Dies sind nur die größten Highlights des kommenden Jahres. Daneben wird es zahlreiche kleinere Events und Möglichkeiten geben, sich zu Citizen Science zu informieren, auszutauschen und gemeinsam zu forschen. Auf welche Events freuen Sie sich? Posten Sie diesen unterhalb dieses Beitrages. Wir würden uns freuen über neue Möglichkeiten des Austausches von Ihnen zu lernen.

Dienstag, 05 Dezember 2017

CSNA Partner: Universität Graz

Die Universität Graz ist mit fast 32.000 Studierenden die größte Universität der Steiermark und die zweitälteste Universität Österreichs, da diese bereits 1585 gegründet wurde. Die Universität Graz ist mit sechs Fakultäten sehr breit aufgestellt und bearbeitet zum Beispiel Fragestellungen im katholisch-theologischen Bereich, so wie auch in den Naturwissenschaften und den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Nicht zuletzt ist die Universität Graz stolz auf die 8 Nobelpreisträger, die mit der Universität assoziiert sind.

Citizen Science hat in Graz vor allem in der Bienenkunde Tradition. So kann man zum Beispiel als Imker beim Projekt bienenstand.at die Wintersterblichkeit seiner eigenen Bienenvölker erheben und europaweit vergleichen. Im bereits abgeschlossenen Projekt C.S.I. Pollen wurde gemeinsam mit Imkern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Graz die Diversität der von Bienen gesammelten Pollen festgestellt, die in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit der Bienenvölker stehen könnte.

Freitag, 01 Dezember 2017

Reisebericht: 1. Italienische Citizen Science Konferenz

Am 23. und 24. November 2017 fand an der Italienischen Akademie der Wissenschaften in Rom die erste italienische Citizen Science Konferenz statt. Zu dieser Konferenz wurde ich von der Präsidentin der Akademie Frau Prof. Emilia Chiancone eingeladen um unsere Aktivitäten im Citizen Science Network Austria vorzustellen. Ich fühlte mich natürlich sehr geehrt und folgte dieser Einladung nach Italien nur all zu gerne.

So ging es am 22. November von Wien (5°C und Nebel) nach Rom (18°C und Sonnenschein), wo ich nur unweit vom Hauptbahnhof gemeinsam mit vielen anderen Rednern der Konferenz in einem Hotel für Offiziere der italienischen militärischen Luftfahrt untergebracht war. Nach einer kleinen Sightseeing Tour, der ersten Nacht im Hotel (inkl. Gelsen) und einem spannenden Frühstück unter Piloten, startete auch schon die Konferenz in den Räumen der italienischen Akademie der Wissenschaften.

Der erste Tag der Konferenz stand ganz im Zeichen von Biodiversitätsmonitoring mit Citizen Science, wobei Rednerinnen und Redner aus Italien, Großbritannien, Deutschland und Spanien spannende Berichte über Projekte zu unterschiedlichsten Themen präsentierten:

  • Welche Rolle spielen Naturhistorische Museen in Citizen Science?
  • Taucher, welche nach dem Spaß an einem Tauchgang die beobachtete Biodiversität melden.
  • Wie man mit Bürgerinnen und Bürgern Braunbären in den Abruzzen beobachten kann.
  • uvm.

Hier finden Sie das gesamte Programm der Konferenz sowie den Abstractband frei zugänglich.

Am Abend des ersten Tages fand ein Social Dinner statt, wo bei einem (eher spartanischen) 5-Gänge Menü das eigene Netzwerk gepflegt und ausgebaut und alte Freundschaften erneuert wurden.

Am zweiten Tag stand vor allem die Rolle von Citizen Science in der Gesellschaft im Fokus. Alan Irwin, Professor an der Copenhagen Business School, welcher neben Rick Bonney als erster den Begriff Citizen Science verwendete, gab den Einführungsvortrag und sehr interessante Einblicke in die politische Sicht auf Citizen Science. Gleich danach folgte am Vormittag eine Mischung an Vorträgen unter anderem zu

  • Open Data in Citizen Science mit GBIF.
  • Vermittlung in Citizen Science Projekten ("Story telling").
  • Das Innovationspotential von Citizen Science für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.
  • Hydrologisches Monitoring und Public Awareness.

Nach einer kurzen Kaffeepause startete dann die Session, in der auch ich meinen Vortrag zum Citizen Science Network Austria halten und an einer Podiumsdiskussion teilnehmen durfte. Neben Vertreterinnen der Plattformen in Deutschland und der Schweiz, berichteten auch ein Brite, ein Franzose und ein Italiener, wie Citizen Science in ihren Ländern koordiniert wird. Die kurzen Vorträge und die Diskussion zeigte die deutlichen Unterschiede zwischen den Ländern. Während wir in Österreich eine Zusammenarbeit von Top-Down und Bottom-up Initiativen haben, wird die Koordination in der Schweiz von einer Stiftung übernommen und in Deutschland steht ein vom Bund gefördertes Konsortium hinter dem Netzwerk. In Großbritannien wie auch in Frankreich findet keine nationale Koordination über Fachgebietsgrenzen hinweg statt, obwohl beide Länder eine lange Tradition in Citizen Science besitzen. Italien nimmt diese Konferenz zum Anlass um von anderen Ländern zu lernen und um darauf aufbauend ein eigenes Netzwerk zu etablieren.

Nach dem Mittagessen wurden noch einige best-practice Beispiele für Citizen Science Projekte aus Europa vorgestellt, aber auch Herausforderungen wie Standards, Datenschutz, etc. diskutiert.

Der Abend wurde von mir noch dazu genutzt um in gemütlicher Atmosphäre eines typisch römischen Restaurants gemeinsam mit meinen Kolleginnen aus dem DACH-Raum Neuigkeiten auszutauschen und zukünftige Entwicklungen zu besprechen.

Zusammengefasst kann ich durchwegs von einer interessanten, diversen und aufschlussreichen Konferenz berichten und schätze mich glücklich bei dieser Veranstaltung dabei gewesen zu sein. Es ist immer wieder eine gute Erfahrung sich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern auszutauschen, um die eigene Arbeit besser einordnen zu können. Zusätzlich sind derartige Veranstaltungen immer eine tolle Gelegenheit um neue Kooperationen eingehen und alte Netzwerke beleben zu können.

Bildergallerie

(zum Vergrößern bitte anklicken)

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https://www.citizen-science.at/news#sigProId58a6f3a241

Freitag, 01 Dezember 2017

Blogbeitrag: Pub forscht - Ein Rückblick

Am 21.11.2017 fand Österreichs erstes Citizen Science Pub Quiz namens "Pub forscht" statt, und es war ein großer Erfolg! In der Beaver Brewing Company versammelten sich mehr als 80 quizbegeisterte Personen um mitraten zu dürfen. Doch der Reihe nach: wie kam es zu dieser Veranstaltung und was war das Ziel?

Es begann alles bei einer kleinen Feier nach der letzten Österreichischen Citizen Science Konferenz (ÖCSK) gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF). Diese ÖCSK war mit 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte Konferenz bisher. Wir alle freuten uns sehr über diesen Erfolg, dennoch hatten wir das Gefühl, dass es noch niederschwelligere Angebote für Bürgerinnen und Bürger geben muss, damit Citizen Science bekannter wird. Unsere Kollegen von der AGES kamen dann auf die Idee eines Citizen Science Pub Quizes.

Zuerst haben wir noch gescherzt, doch ziemlich schnell entwickelte sich aus den Scherzen ein vernünftiges Konzept. Mit der Beaver Brewing Company war auch sehr schnell ein Lokal gefunden, mit dem sich aufgrund unserer Vorerfahrungen solch ein Vorhaben unkompliziert umsetzen ließ. Also beschlossen wir, diese Idee in die Tat umzusetzen. Das wichtigste waren natürlich die Fragen, die alle irgendwie mit Wissenschaft zu tun haben mussten und nicht zu leicht und nicht zu schwer sein durften. In einer kollektiven Anstrengung schafften wir es die 13 Fragen zu finden, die durch den Abend führen sollten und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Augen führen sollten, dass Wissenschaft spannend, interessant und an den ungewöhnlichsten Orten anzutreffen ist.

Als dann der Tag der Veranstaltung kam, waren wir überwältigt vom großen Interesse an "Pub forscht". Wir rechneten mit ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, und stellten erstaunt fest, dass es 80 Reservierungen gab, und die Beaver Brewing Company damit fast aus allen Nähten platzte. Sogar an der Bar saß eine quizbegeisterte Gruppe aus Slowenien! Bei erfrischenden Getränken und ausgezeichnetem Essen warteten alle auf den Start des Quizzes.

Nach einer kurzen Begrüßung durch unsere Moderatoren Christoph Unger und Taru Sandén ging es dann auch schon los, und zwar zweisprachig auf deutsch und englisch. Zugegeben, manche Fragen waren nicht leicht. So lautete z.B. eine Frage:

Diese berühmte Wissenschaftlerin wurde 1954 in Hamburg geboren, wuchs in der Nähe von Berlin in der DDR auf, machte an der Universität Leipzig ihren Abschluss in Physik, wurde 1990 Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Union und wurde 2005 zur mächtigsten Frau der Welt. Wie lautet Angela Merkels zweiter Vorname?

Und auf englisch:
This famous scientist was born in Hamburg in 1954, grew up near Berlin in the DDR, did her PhD in physics at the University of Leipzig, became chairwoman of the christian democratic union in 1990 and in 2005 the most powerful woman in the world. What is Angela Merkels second name?

Dennoch gab es keine Frage, die nicht von zumindest einem Team korrekt beantwortet wurde. Nach dem Verlesen aller Fragen begann die Auswertung, die ebenfalls sehr spannend wurde, denn zwei Teams erreichten beide die höchste Punktezahl! Damit gab es ein Stechen. Jedes Team nominierte einen Vertreter, welchem eine Schätzfrage gestellt wurde. Die Schätzfrage lautete:

Wieviele Citizen Scientists beteiligen sich zusammen genommen bei allen Projekten auf der Plattform "Österreich forscht"?

Das Team, das mit seiner Schätzung am besten lag, gewann das Quiz. Das Gewinnerteam wurde mit 5 Freikarten für die UCI Kinowelt belohnt, welche sie natürlich für Filme mit Wissenschaftsbezug einlösen werden!

Zusätzlich wurde noch ein Sonderpreis verlost: zwei Karten für den Wiener Ball der Wissenschaften! Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Quizzes nahmen an der Verlosung teil. Der glücklichen Gewinnerin wurde dann vom Leiter des Organisationsteams des Wiener Wissenschaftsballs Oliver Lehmann persönlich gratuliert.

Video vom ersten Citizen Science Pub Quiz

Wir freuen uns sehr, dass das Quiz so ein Erfolg war und überlegen eine Fortsetzung! Falls Sie dieses Mal also nicht dabei sein konnten, dann besteht die begründete Hoffnung, dass es wieder eine Ausgabe von "Pub forscht" geben wird. Und wenn Sie noch mehr Einblick in Österreichs erstes Citizen Science Pub Quiz bekommen möchten, dann empfehlen wir Ihnen untenstehendes Video von Spotteron. Bis dahin haben wir natürlich auch eine Frage für Sie: Was schätzen Sie, wieviele Citizen Scientists beteiligen sich nun zusammen genommen bei allen Projekten hier auf "Österreich forscht"? Posten Sie die Antwort gleich unter diesem Beitrag. Die Auflösung gibt es dann im kommenden Jahr.

PS: Gerne können auch alle, die beim Pub Quiz teilgenommen haben, ihre Fotos, Videos etc. auch hier posten, damit Interessierte sehen, was für eine tolle Stimmung bei "Pub forscht" geherrscht hat!

Donnerstag, 30 November 2017

CSNA Partner: ÖMG

Die Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG) ist eine Fachgesellschaft. Sie vertritt die praktische und wissenschaftliche Pilzkunde und steht allen interessierten Personen offen. Die ÖMG hat eine lange Geschichte, welche bis ins Jahr 1919 zurückreicht und seit Beginn für die Bevölkerung offen zugänglich ist. Sie wurde sogar speziell dafür gegründet um eng mit der Bevölkerung zusammen zu arbeiten, da in der Gründungszeit Nahrungsknappheit herrschte, daher Pilze zu sammeln entscheidend für die Ernährung war und die Unterscheidung zwischen Gift- und Speisepilz extrem wichtig wurde.

Das Projekt "Datenbank der Pilze Österreichs" ermöglicht es österreichweit die Verbreitung von Pilzen zu dokumentieren. Die Online-Version der Datenbank bietet die Möglichkeit, die Verbreitungsbilder der über 7.700 Pilztaxa einzusehen und den aktuellen Datenstand mit über 370.000 Fundmeldungen abzurufen, die von über 12.000 verschiedenen Fundorten in ganz Österreich stammen. Jeder Datensatz beinhaltet neben möglichst exakten Orts- und Zeitangaben wichtige Informationen zu Lebensraum und Substrat der Pilznachweise, zur Bestimmung und wissenschaftlichen Dokumentation der Pilzfunde sowie zur Herkunft und Quelle der gespeicherten Daten, das sind derzeit insgesamt über 6 Millionen Einzeldaten (Website der ÖMG).

Mittwoch, 29 November 2017

NEU: Varroawarndienst auf "Österreich forscht"

NEU: Varroawarndienst auf "Österreich forscht"

Bienen sind Insekten, mit denen uns schon lange eine intensive Beziehung verbindet. Sie bestäuben nicht nur (gemeinsam mit vielen anderen Insekten) unsere Nutz- und Zierpflanzen, sondern liefern uns auch köstlichen Honig. Doch in den letzten Jahren wurde die Gesundheit von Bienen leider immer mehr bedroht. Einem dieser Probleme geht der Varroawarndienst auf den Grund. In Österreich ist seit über 30 Jahren die Varroamilbe Varroa destructor verbreitet und richtet seither schwere Schäden in Bienenvölkern an. Sie saugt ähnlich wie Zecken an der Bienenbrut und erwachsenen Bienen. Sie verbreitet dabei Krankheiten und löst Entwicklungsstörungen aus. Folgen sind absterbende Larven und verkrüppelte Bienen. Die Völker sind darauf angewiesen, dass Imker und Imkerinnen die Varroamilbe erfolgreich bekämpfen. Ohne diese Hilfestellung sterben die durch die Milbe geschwächten Völker im Winter ab.

Der Varroawarndienst ist eine Plattform, auf der die Daten des natürlichen Varroa-Totenfalls von Bienenvölkern gesammelt und ausgewertet werden. Alle österreichischen Imker und Imkerinnen können sich auf der Homepage (http://bienengesundheit.at/) einen Überblick über den aktuellen Varroabefall in ihrer Region machen. Darüber hinaus können sie Prognosen über die zu erwartende Befallssituation in den nächsten Wochen abrufen. Damit werden sie bei ungünstigen Prognosen für ihre Region vorzeitig gewarnt und können zeitgerecht auf eine gefährliche Varroabefallssituation reagieren.

Wir freuen uns sehr, dieses neue Projekt (und damit schon das zweite der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) bei uns begrüßen zu dürfen! Wenn Sie mehr Informationen zum Projekt haben möchten, dann finden Sie hier den Link zur Projektbeschreibung.

Montag, 27 November 2017

CSNA Partner: ZSI

Das Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) ist ein sozialwissenschaftliches Institut, befindet sich in Wien und beschäftigt ca. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ZSI wurde 1990 gegründet und hat seither über 600 Projekt weltweit durchgeführt.

Auch Citizen Science gehört seit längerem zum Froschungsbereich des ZSI. So haben Mitarbeiterinnen des Instituts zum Beispiel am White Paper for Citizen Science mitgeschrieben und dadurch Citizen Science auf europäischer Ebene entscheidend geprägt. Aktuell ist das ZSI am EU Projekt Captor maßgeblich beteiligt und beschäftigt sich hier mit der Messung von Ozon gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern. Außerdem arbeitet das ZSI derzeit gemeinsam mit 18 anderen Institutionen am Qualitätskriterienkatalog für Citizen Science Projekte auf der Plattform Österreich forscht.

Montag, 20 November 2017

Food for thought - werden Sie Teil unseres Citizen Science Projekts exploreAT!

Food for thought - werden Sie Teil unseres Citizen Science Projekts exploreAT!

Das Projekt exploreAT! lädt Interessierte zu einem Workshop zum Thema “Essen” ein. Der Workshop findet am Samstag 02.12.2017 von 10:00 bis 16:30 Uhr in der Wohllebengasse 12-14, 1040 Wien statt und wird sich mit den Kulturen des Essens beschäftigen. Das ist der Anfang eines Prozesses der die Möglichkeiten eines langfristigen Engagements von Interessierten am Projekt ausloten soll. Hierfür sollen etwa Ideen für Forschungsvorhaben erarbeitet und deren Umsetzung angedacht werden. Langfristig ist es das Ziel, Werkzeuge (z.B. Apps), Formate (z.B. BürgerInnenbeirat) und Fragestellungen, die eine andauernde Kooperation mit der Gesellschaft ermöglichen, zu entwickeln.

Ein offen gehaltenes Format soll es daher ermöglichen sich gemeinsam dem Thema Essen zu nähern und Ideen zu sammeln was spannende Themen rund um Essen sein können und wie Forschungsvorhaben umgesetzt werden können.

So finden sich in der Gesellschaft genauso wie in der Wissenschaft sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema Nahrung und Essen. Abhängig von Zeit und Ort kann Nahrung Überleben oder Genuss bedeuten. Lebensmittel können aus Zahlen - wie ihren Nährwerten bestehen - oder aus kulturellen Handlungen - etwa der Art wie sie zubereitet werden. Aus den unterschiedlichen Perspektiven entstehen ganz andere Fragestellungen, die an Essen und mit diesem verbundenen sozialen Praktiken gestellt werden können. Lebensmittel begleiten uns still durch den Alltag, sprechen alle unserer 5 Sinne an, und wirken sich oftmals unbemerkt auf unsere Kultur, unsere Traditionen, das Verhalten oder auch die Sprache aus. Dabei bietet die sehr umfassende Sammlung bairischer Mundarten, die im Rahmen des Projekts bearbeitet wird, einen möglichen Ausgangspunkt für kooperative Unternehmungen.

In dem Workshop wird gemeinsam ein Schlaglicht auf die vielen Aspekte von Essen und auch Rezepten geworfen, und das Thema so aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erschlossen. Dabei wird darauf hingearbeitet, aus der Ideensammlung konkrete Schritte zu formulieren, die ein langfristiges Engagement von Interessierten in exploreAT! ermöglichen sollen.

Neugierig geworden? 

Die Plätze im Workshop sind begrenzt (max 20). Wir bitten Sie daher sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! verbindlich bis spätestens 27.11.2017 17:00 Uhr anzumelden.

Für Verpflegung wird gesorgt.

Voraussetzungen:
Sie sollten über 16 Jahre alt sein um an dem Workshop teilnehmen zu können.

Für weitere Fragen kontaktieren sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder telefonisch unter +43-1-51581-7292.

Dienstag, 14 November 2017

Zeit für eine Definition von Citizen Science

Florian Heigl und Daniel Dörler rufen in einem Text im Bereich "Correspondence" im Fachjournal Nature dazu auf, Citizen Science klarer zu definieren.

Sie argumentieren, dass nur dadurch die Qualität, die Offenheit, die Kommunikation, die Zusammenarbeit und die Einhaltung von geltenden Gesetzen (z.B. Datenschutz) gewährleistet werden kann. Obwohl Citizen Science ständig weiter wächst, gibt es derzeit noch keine weltweit einheitliche Definition. Darum wurde auf "Österreich forscht" die Arbeitsgruppe für Qualitätskriterien gegründet um die Qualität von Citizen Science in Österreich zu sichern und weiter auszubauen. Mit diesem Schritt möchten sie auch andere Plattformen und Netzwerke dazu animieren in die selbe Richtung zu gehen.

Zum Volltext gelangen Sie hier: https://www.nature.com/articles/d41586-017-05745-8

Dienstag, 14 November 2017

CSNA Partner: AGES

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) ist ein Unternehmen der Republik Österreich und wurde am 1. Juni 2002 gegründet.

Die AGES führt eigene Citizen Science Projekte durch, wie zum Beispiel das Projekt "Tea Bag Index", in dem mit Hilfe von Teebeuteln Experimente zum Zersetzungsprozess im Boden durchgeführt werden, um so den weltweiten CO2 Kreislauf besser verstehen zu können. Mit dieser Teebeutel-Methode können auch Laien weltweit einen wertvollen Beitrag für Wissenschaft und Umwelt leisten: Sie vergraben einfach Teebeutel im Boden, graben sie nach einiger Zeit wieder aus und wiegen sie. Der Gewichtsverlust zeigt an, wie viel Pflanzenmaterial, in diesem Fall Tee, zersetzt wurde. Diese einfache und billige Methode zur Bestimmung von Zersetzungsraten ist wissenschaftlich bestätigt. Mit diesen Experimenten können weltweit vergleichbare Daten gewonnen werden, vor allem auch aus Regionen, zu denen bislang keine entsprechenden Informationen vorliegen. Hier finden Sie mehr Informationen zu diesem Projekt.

Außerdem hat die AGES in Kooperation mit der Plattform “Österreich forscht” (www.citizen-science.at) sowie dem FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) die Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 veranstaltet. Unter dem Motto "Expanding Horizons" trafen sich von 2.-4. März 2017 über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um die neuesten Entwicklungen in und um Citizen Science in Österreich und der Welt zu erfahren. Hier finden Sie mehr Informationen und die Zusammenfassung dieser spannenden Konferenz.

AGES logo klein

 

Dienstag, 14 November 2017

Fragebogen zu participatory mapping Projekten

Bitte um Unterstützung – Fragebogen zu participatory mapping Projekten

Online-Partizipation von Bürgern und Bürgerinnen kommt heute in vielen Projekten und Initiativen große und wachsende Bedeutung zu. Die Erhebung und Bereitstellung raumbezogener Daten und die Nutzung von Online-Karten spielen häufig eine zentrale Rolle. Für den Erfolg dieser Projekte und Initiativen sind die Benutzerfreundlichkeit der zugehörigen Online-Anwendungen, das Angebot von Hilfestellungen sowie der Einsatz von Maßnahmen zur Motivierung der Teilnehmer wesentliche Aspekte.

Doch wie werden diese Punkte im Kontext von Bürgerbeteiligungsprojekten berücksichtigt und umgesetzt? Welche Erfahrungen wurden hierzu in verschiedenen Projekten und Initiativen gemacht? Welche Best-Practice Beispiele gibt es?

Die Analyse entsprechender Webanwendungen/ -portale und ein an Projektmanager adressierter Fragebogen sollen zu Erkenntnissen führen, um daraus Empfehlungen zu erarbeiten, die bei der Umsetzung entsprechender Projekte als Anregungen und Hilfestellungen dienen können.

Der Fachbereich Geoinformatik der Universität Salzburg dankt Ihnen für die Unterstützung ihrer Arbeit in Form der Beantwortung dieses verlinkten Fragebogens.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne jederzeit an:

Dr. Sabine Hennig
Fachbereich für Geoinformatik - Z_GIS, Universität Salzburg
Schillerstraße 30 - 5020 Salzburg, Austria

Tel.: +43 (0)662 8044 7517
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Freitag, 10 November 2017

CSNA Partner: Naturschutzbund Österreich

Der Naturschutzbund hat eine lange Tradition in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Naturschutz. Seit über 100 Jahren arbeiten seine Mitglieder (darunter auch viele Wissenschaftler) zusammen um den Naturschutz in Österreich zu fördern. Durch die vielen unterschiedlichen Fähigkeiten und das große gemeinsame Fachwissen der Mitglieder ist es möglich für den Naturschutz zu arbeiten und gleichzeitig wertvolle Daten über die Biodiversität zu sammeln.

So wurde bereits 2006 mit www.naturbeobachtung.at die bisher größte Online-Melde-Plattform für Biodiversitätsdaten geschaffen, welche für die Bevölkerung offen ist und für Meldungen genutzt werden kann.

Auszug von der Projektwebsite:

"Hier kann man nicht nur Arten melden, man kann sich in Artsteckbriefen informieren, Verbreitungskarten zu speziellen Tier- und Pflanzenarten ansehen, die schönsten Naturbilder im Forum präsentieren oder mehr als 30 Fachexperten um Bestimmungshilfe bitten.

Mittlerweile hat www.naturbeobachtung.at fast 5.000 Melderinnen und Melder, die bis dato über 260.000 Fundmeldungen, mehr als 120.000 Belegfotos und 80.000 Forumsbeiträge im Diskussionsforum lieferten. Die eingehenden Daten werden laufend verwendet, sie fließen in wissenschaftliche Studien und Publikationen ein, in die Naturschutz- und Öffentlichkeitsarbeit des Naturschutzbundes und stellen eine wichtige Basis für Schutzprojekte im ganzen Land dar.

Erstaunlich ist, dass www.naturbeobachtung.at wie ein „Biologikum“ funktioniert: von Experten "angelernte" Hobbyforscher helfen schon nach wenigen Jahren "Neubesuchern" selbst bei der Bestimmung von Arten. Das ist auch der Sinn der ältesten „Citizen Science Naturdatensammelplattform Österreichs“: die Artenkenntnis in der Bevölkerung zu heben und diese für die Bedürfnisse gefährdeter Arten und unserer Natur zu sensibilisieren."
 
logo partner naturschutzbund

 

Montag, 06 November 2017

CSNA Partner: Universität für Bodenkultur Wien

Die Universität für Bodenkultur wurde 1872 in Wien gegründet und bietet ein großes Angebot an Studienrichtungen in den Natur- und Lebenswissenschaften, welches derzeit von über 12.000 Studierenden genutzt wird. Durch ihre angewandten Studienrichtungen hat die BOKU eine lange Tradition in der Zusammenarbeit mit der allgemeinen Bevölkerung. So ist ein Schwerpunkt der Universität auch die Vermittlung neuer Erkenntnisse an die breite Öffentlichkeit.

Die BOKU führte in der Vergangenheit bereits zahlreiche Sparkling Science sowie Partizipative und Transdisziplinäre Projekte durch. Seit 2013 beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe intensiv mit Citizen Science und führte 2015 auch die erste Österreichische Citizen Science Konferenz durch, welche mittlerweile jährlich stattfindet. Diese Arbeitsgruppe betreibt die Plattform "Österreich forscht" und gründete 2017 das Citizen Science Network Austria um die Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Institutionen und der allgemeinen Bevölkerung noch weiter zu stärken.

logo partner boku

Sonntag, 05 November 2017

Pub forscht - Österreichs erstes Citizen Science Pub Quiz!

Pub forscht - Österreichs erstes Citizen Science Pub Quiz!

"Österreich forscht" lädt zum ersten Citizen Science Pubquiz ein! Sie kennen sich aus in der Welt der Wissenschaft? Sie sind gerne in netter und geselliger Runde? Sie lieben Rätsel verbunden mit gutem Essen und erfrischenden Getränken? Dann sind Sie bei "Pub forscht" genau richtig!

"Österreich forscht", Österreichs erste und größte Plattform zum Thema Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft widmet diesen Abend ganz der Wissenschaft und dem Thema Bürgerforschung.

Die Regeln sind einfach:

  1. Bilden Sie ein Team aus maximal 6 Personen.
  2. Finden Sie einen aussagekräftigen Teamnamen.
  3. Seien Sie zur angegebenen Zeit bei der Beaver Brewing Company.
  4. Raten Sie mit so gut Sie können (während des Quizes ist die Verwendung von Smartphones, Handys, Telefonen, Tablets, Laptops oder sonstigen Computern sowie Absprachen bzw. Beratungen zwischen verschiedenen Teams und ein Verlassen des Lokals verboten; bei Zuwiderhandeln erfolgt Disqualifikation des gesamten Teams).
  5. Always play fair und vor allem...
  6. Haben Sie Spaß!

Der genaue Zeitraum, zu dem das Quiz stattfinden wird, wird noch bekannt gegeben. Am besten einfach der Veranstaltung auf unserer Facebookseite folgen und immer up to date bleiben!folgen und immer up to date bleiben!

PS: Damit Sie am Veranstaltungstag nicht ohne Tisch dastehen, empfehlen wir vorab über die Website der Beaver Brewing Company zu reservieren.

Freitag, 03 November 2017

Call for Abstracts für ECSA 2018 geöffnet!

Call for Abstracts für ECSA 2018 geöffnet!

Der Call for Abstracts für die Konferenz der European Citizen Science Association 2018 ist ab sofort bis zum 10. Jänner geöffnet! Als Mitglieder des Organisationskommittees möchten wir uns natürlich diesem Aufruf anschließen und freuen uns über zahlreiche Einreichungen! Im Zentrum der Konferenz stehen die Bürgerinnen und Bürger, ohne die Citizen Science nicht möglich wäre. Es geht um die Fragen, welche Rolle Citizen Science spielt:

  • ...bei der Stärkung von Bürgerinnen und Bürgern im wissenschaftlichen Diskurs?
  • ...bei sozialer Innovation und gesellschaftlichen Zielen?
  • ...bei der Erlernung von Verständnisfähigkeiten wissenschaftlicher Texte?
  • ...bei der Veränderung der Wissenschaft im Allgemeinen?

Details zu diesen Fragen, zum Einreichprozess und zur Konferenz allgemein können auf der Konferenzwebsite https://www.ecsa-conference.eu/ nachgelesen werden (auf englisch). Stattfinden wird die Konferenz vom 03.-05.06.2018 in Genf.

Freitag, 03 November 2017

NEU: Webtechniken auf "Österreich forscht"

NEU: Webtechniken auf "Österreich forscht"

Kleider machen Leute, wie das Sprichwort sagt. Aber wie wurden Kleider vor 3000 Jahren gemacht? Dieser Frage geht das Projekt "Webtechniken" des Naturhistorischen Museums Wien nach.

Im Salzbergbau Hallstatt finden sich zahlreiche Textilreste aus dem Zeitraum zwischen 1500 und 300 v. Chr., die einen Einblick in alte Webtechniken geben. Sie werden in der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums wissenschaftlich analysiert und nachgearbeitet, um die Herstellungstechnik und den Arbeitsaufwand zu verstehen. Vor allem die Brettchenwebereien sind hier Gegenstand der Forschung. Anleitungen zum Nacharbeiten von eisenzeitlichen Geweben aus Hallstatt wurden auf Pinterest gepostet. Hunderte Menschen beteiligten sich bereits mit eigenen Webvorschlägen, kreativen Umsetzungen, und auch Korrekturen zu den wissenschaftlich publizierten Webanleitungen.Daraus hat sich eine neue Forschungsfrage zur Herstellung der Bänder ergeben, die gemeinsam mit einer finnischen Weberin aus dieser Community erarbeitet und bei einer Konferenz präsentiert wurde (inkl. Publikation).

Wenn auch Sie sich für diese alten Webtechniken interessieren und mitmachen möchten, dann finden Sie hier mehr Informationen zu diesem Hands-On-Projekt!

Freitag, 03 November 2017

NEU: Mineralvorkommen in Österreich auf "Österreich forscht"

NEU: Mineralvorkommen in Österreich

Mineralien prägen unser Leben seit den Ursprüngen der Zivilisation. Waren sie am Anfang noch Steinwerkzeuge, so werden sie heute mit komplizierten technischen Verfahren aus Lagerstätten gewonnen und in Smartphones und Computern verbaut. Doch neben der wirtschaftlichen Verwertung sind Mineralien auch an sich ein faszinierender Forschungsgegenstand.

Österreich ist reich an unterschiedlichsten Mineralvorkommen und Erzlagerstätten. Eine genaue Dokumentation sowohl von „alten“ Vorkommen (z.B. Bergbauhalden und -stollen, Schlackenhalden) als auch „neuen“ Fundpunkten (z.B. Steinbrüche, natürliche Aufschlüsse, Straßenaufschlüsse usw.) ist einer der Schwerpunkte der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Dies kann nur mit Hilfe von Mineraliensammlerinnen und -sammlern, Amateurmineraloginnen und -mineralogen und mineralogisch interessierten Laien gelingen, die Mineralien sammeln und für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung stellen. Die hervorragende Zusammenarbeit mit Sammlerinnen und Sammlern bei der Dokumentation der Mineralogie von Niederösterreich („Mineraldatenbank NÖ“) soll auch auf andere Bundesländer ausgeweitet werden. Insbesondere Tirol ist noch relativ unerforscht im Vergleich zu den anderen Bundesländern.

Daher möchten wir uns diesem Aufruf, speziell (aber nicht nur) gerichtet an Tirolerinnen und Tiroler, anschließen: macht mit bei diesem spannenden Projekt und helft mit, die Mineralien Österreichs zu erforschen!

Freitag, 03 November 2017

NEU: Karst- und Höhlendokumentation auf "Österreich forscht"

NEU: Karst- und Höhlendokumentation auf "Österreich forscht"

Von Höhlen geht von jeher eine Faszination auf den Menschen aus. Nicht zuletzt dienten sie unseren Vorfahren lange Zeit als sicherer Unterschlupf vor Raubtieren und widrigen Witterungseinflüssen. Und wer wollte als Kind nicht auch Höhlenforscherin oder -forscher werden?

Das ist jetzt möglich! Die Karst- und Höhlen-Arbeitsgruppe (KHA) des Naturhistorischen Museums Wien arbeitet eng mit dem Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich zusammen, aber auch mit anderen Vereinen des Verbands Österreichischer Höhlenforscher (VÖH). Das Arbeitsgebiet der KHA befindet sich primär im Osten Österreichs. Die Arbeit im Gelände erfordert etwas körperliche Fitness, Trittsicherheit und Orientierungssinn, da markierte Wege meist verlassen werden. Interessante Objekte können allerdings in allen Höhenlagen und Geländeformen gefunden werden; daher ist eine Mitarbeit in jedem Alter möglich. Im Gelände werden Höhleneingänge gesucht, ihre Lage (Koordinaten) bestimmt und fotografiert. Auch die Dokumentation von Karstformen (Dolinen, Karstquellen, Schwinden etc.) ist von Interesse. Für Begeisterte besteht die Möglichkeit, das Vermessen von Höhlen und das Zeichnen von Höhlenplänen zu erlernen!

Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier.

Freitag, 03 November 2017

NEU: Wiener Turmfalken auf "Österreich forscht"

NEU: Wiener Turmfalken auf "Österreich forscht"

Was den Alpen ihr Steinadler, ist den Wienerinnen und Wienernn ihr Turmfalke. Als sehr anpassungsfähige Greifvogelart ist der Turmfalke in vielen Städten Mitteleuropas zu Hause und hat auch in Wien eine Population aufgebaut.

Der Turmfalke ist im Wiener Stadtgebiet die häufigste Greifvogelart. Seit 2010 werden im Rahmen des „Wiener Turmfalkenprojektes“ die vielfältigen Anpassungen dieser Vogelart an das Überleben unter großstädtischen Bedingungen untersucht. Von zentraler Bedeutung ist die Kenntnis über die Lage der Nistplätze. Das Turmfalkenprojekt Wien wurde von Dr. Petra Sumasgutner und Priv.-Doz. Dr. Anita Gamauf ins Leben gerufen und als Kooperation zwischen der Universität Wien und dem Naturhistorischen Museum (Vogelsammlung) Wien durchgeführt. Das Projekt wurde von der Stadt Wien, der österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Hochschuljubiläumsstiftung finanziert, und hat vor allem von der breiten Unterstützung durch die Medien und die Wiener Bevölkerung profitiert. Die positive Resonanz war entscheidend für den Erfolg des Projektes. Nach den ersten medialen Aufrufen, Nistplätze zu melden, gingen allein telefonisch mehr als 1000 Hinweise ein. Die rege Teilnahme der Bevölkerung bei der Meldung von besetzten Nestern hat sich über all die Jahre gehalten und erleichtert die Arbeit mit dieser hübschen Falkenart enorm. Wir posten Videos, Fotos, und natürlich die Ergebnisse unserer Forschungsarbeit, um die Bevölkerung weiterhin einzubinden und an den Ergebnissen teilhaben zu lassen. Die Facebook-Seite des Projektes ist ebenfalls sehr populär.

Wir freuen uns sehr, dass die Wiener Turmfalken nun auch auf "Österreich forscht" zu finden sind. Mehr Informationen zu diesem Projekt und wie Sie mitmachen können, finden Sie hier.

Freitag, 03 November 2017

NEU: World Register of Marine Species auf "Österreich forscht"

NEU: World Register of Marine Species auf "Österreich forscht"

Meeresforschung im Binnenland Österreich?!? Ja, das gab und gibt es bis heute. Hatte Österreich früher über Triest einen direkten Zugang zum Meer, so kann heute jeder über das Internet bei der Meeresforschung helfen.

Das World Register of Marine Species (WoRMS) ist die weltweit größte Initiative zur Erfassung der Biodiversität der Meere. WoRMS ist eine kostenfrei nutzbare und frei zugängliche Internet-Datenbank, die versucht, alle Tier- und Pflanzenarten der Meere zu erfassen. Diese Datenbank ist jedoch weit mehr als eine bloße Liste von wissenschaftlichen Artnamen und erfasst auch die Verbreitung von Meeresorganismen, ihre Erstbeschreibungen in der wissenschaftlichen Literatur, die Gültigkeit der Artnamen, umgangssprachliche Namen in den verschiedensten Sprachen, Fotos der Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung, ihrer Schalen und Skelette, sowie verschiedene ökologische Informationen zu den einzelnen Arten. Weltweit arbeiten mehr als 250 WissenschaftlerInnen daran, WoRMS kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern und haben bereits mehr als 600.000 Namen erfasst.

WoRMS profitiert jedoch nicht nur von der Hilfe von WissenschaftlerInnen, sondern ist auch offen für Beiträge aus der Bevölkerung. So steuern begeisterte UnterwasserfotografInnen hervorragendes Bildmaterial bei, Literaturbegeisterte helfen bei der Auswertung von historischen Publikationen, SammlerInnen bestimmter Tierarten melden bislang noch nicht erfasste Arten oder weisen die Editoren auf mögliche Fehler hin. So finden alle die für sie interessanteste Tätigkeit in diesem faszinierenden Projekt.

Hier können Sie mehr über das Projekt erfahren. Tauchen Sie ab und werden auch Sie Meeresforscherin oder -forscher!

Freitag, 03 November 2017

NEU: Grabungsfunde auf "Österreich forscht"

NEU: Grabungsfunde auf "Österreich forscht"

Mit dem Grabungsfunde-Projekt des Naturhistorischen Museums Wien präsentiert sich das erste archäologische Projekt auf "Österreich forscht". Wie schon auf der letzten Österreichischen Citizen Science Konferenz ersichtlich war, ist Citizen Science in der Archäologie bereits verbreitet und ein wichtiger Bestandteil der täglichen Forschungsarbeit. Nun gibt es erstmals auf "Österreich forscht" die konkrete Möglichkeit für Archäologiebegeisterte sich an einem entsprechenden Projekt zu beteiligen!

Das Forschungsprojekt Grub/Kranawetberg ist mit der wissenschaftlichen Bearbeitung der Funde von einem Lagerplatz eiszeitlicher Jäger aus einer Zeit vor 30.000 Jahren beschäftigt. Bei der Ausgrabung wurden Spuren von zwei Zelten und zwei Feuerstellen freigelegt. An diesem Platz wurden Geräte aus Feuerstein, Knochensplitter, Farbreste sowie Schmuck aus Muschel- und Schneckenschalen, aber auch Elfenbein gefunden. Ungefähr 70.000 bis 80.000 Funde wurden einzeln eingemessen – 1100 Steinwerkzeuge, 4000-5000 Feuersteinklingen und Lamellen, 260 Perlen und Anhänger aus Mammutelfenbein sowie 170 Schmuckreste aus Schnecken- und Muschelschalen. Bei der Bearbeitung der Funde ist es eine große Hilfe, wenn verschiedene Dinge sortiert, gezählt und anschließend in Listen eingetragen und archiviert werden. So können Citizen Scientists dazu beitragen, dass wir das Fundmaterial schneller und detailreicher in seiner Gesamtheit erfassen können! Mit diesen Mitteln kann aus vielen Detailarbeiten das Leben der altsteinzeitlichen Menschen rekonstruiert werden.

Mehr Informationen zu diesem äußerst spannenden Projekt können Sie hier finden! Wir wünschen viel Spaß beim Mitforschen!

Freitag, 03 November 2017

Das Naturhistorische Museum Wien als Citizen Science Hub

Das Naturhistorische Museum Wien als Citizen Science Hub

Das Naturhistorische Museum Wien (NHM) gilt mit mehr als 30 Millionen Sammlerstücken als eines der bedeutendsten naturgeschichtlichen Museen der Welt. Gegründet von Kaiser Franz Joseph I. beherbergt es viele einzigartige Stücke. Was manche nicht wissen, ist, dass im NHM Forschung am Puls der Zeit betrieben wird. So ist auch Citizen Science ein fixer Bestandteil der Forschungslandschaft im Museum. Daher freute es uns besonders, als das Naturhistorische Museum Wien sich im März dieses Jahres sogar eine Citizen Science Strategie verpasste.

Im Zuge dessen wurden Informationen zu den verschiedenen Citizen Science Projekten, die im Museum beheimatet sind, zusammengetragen. Gleich acht Projekte binden allein am NHM Bürgerinnen und Bürger in wissenschaftliche Forschung ein. Und sieben dieser Projekte präsentieren sich nun auch auf "Österreich forscht"! Damit positioniert sich das NHM Wien als ein wichtiger Partner auf der Plattform "Österreich forscht" und auch im neu gegründeten Citizen Science Network Austria, das im Sommer ins Leben gerufen wurde und dessen Ziel es ist, Citizen Science weiter zu stärken und zu fördern.

Folgende Maßnahmen möchte das Naturhistorische Museum Wien unter anderem setzen, um Citizen Science im Museum präsenter zu machen:

  • Stärkung von Citizen Science und Crowd Science am NHM Wien auf strategischer Ebene
  • Verstärktes Sichtbarmachen der Tätigkeiten von ehrenamtlichen Forscherinnen/Forschern nach innen und außen sowie verstärktes Sichtbarmachen von Projekten und Interaktionsmöglichkeiten
  • Integration von Citizen Science und Crowd Science in die internen und externen Kommunikationsaktivitäten des NHM Wien
  • Verstärkte Integration von Citizen Science und Crowd Science in Forschungsaktivitäten des NHM Wien
  • Verstärkte Integration von Citizen Science und Crowd Science in Vermittlungsaktivitäten des NHM Wien

Den detaillierten Maßnahmenkatalog und die alle sonstigen Informationen zur Citizen Science Strategie finden sich unter diesem Link. Wir freuen uns sehr, dass das NHM Wien als zuverlässiger und kompetenter Partner gemeinsam mit uns Citizen Science weiter voranbringen möchte.

Freitag, 03 November 2017

NEU: Das Citizen Science Network Austria

Im Sommer 2017 wurde das Citizen Science Network Austria gegründet, welches von der Universität für Bodenkultur koordiniert wird. Durch dieses Netzwerk soll Citizen Science in Österreich weiter ausgebaut und die Qualität gefördert werden.

Um diese Aufgaben des Netzwerks auch formal festzuhalten, wurde von allen unten gelisteten Institutionen ein Memorandum of Understanding unterschrieben. Die wichtigsten Auszüge aus diesem MoU folgen hier: http://www.citizen-science.at/die-plattform/das-netzwerk

Wir freuen uns bereits zahlreiche Institutionen für dieses Netzwerk begeistern zu können. In den nächsten Wochen werden wir jede Institution, welche bereits das Memorandum of Understanding unterschrieben hat, hier in den News vorstellen. Einen Überblick, wer bisher unterschrieben hat, finden Sie auf der Seite des Netzwerks: http://www.citizen-science.at/die-plattform/das-netzwerk

Donnerstag, 28 September 2017

Open Minds Award für Open Knowledge Maps

Open Minds Award für Open Knowledge Maps

Eine Auszeichung für einen offenen Geist für offenes Wissen! Einer unserer Partner, nämlich Open Knowledge Maps, hat den Open Minds Award in der Kategorie Open Software erhalten! Verliehen wurde der Preis im Rahmen der Linuxwochen in Wien. Begründung für die Auszeichnung war die Tatsache, das Open Knowledge Maps den Userinnen und Usern ermöglicht ein vollständigeres Bild von wissenschaftlichem Wissen zu erhalten. Peter Kraker, Obmann und Gründer des Vereins Open Knowledge Maps, hat in seiner Dankesrede vor allem den Geist der Zusammenarbeit, welcher bei Open Knowledge Maps herrscht, betont.

Open Knowledge Maps hat eine revolutionäre neue Methode entwickelt, um wissenschaftliche Erkenntnisse visuell darzustellen. So kann man auf einen Blick erkennen, welche Bereiche zu einem bestimmten Thema erforscht sind oder wo noch Lücken sind. Der Zugang zu Open Knowledge Maps ist gratis und ermöglicht es damit auch Personen, die nicht an einer akademischen Institution angestellt sind, Wissen zu entdecken und zu nutzen. Wenn Sie sich dafür interessieren, dann schauen Sie unbedingt vorbei unter https://openknowledgemaps.org.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns mit Peter Kraker und seinem Team!

Dienstag, 26 September 2017

Neue Rezension: Citizen Science in den Sozialwissenschaften

Neue Rezension: Citizen Science in den Sozialwissenschaften

In den Sozialwissenschaften ist Citizen Science als Methode noch kaum verbreitet. An der Universität Wien gab bzw. gibt es allerdings bereits drei Pilotprojekte: YAPES, Code IT und Politikradar. Die Projektleiterinnen und -leiter der Projekte YAPES und Politikradar haben nun in der Zeitschrift "GAIA – Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft" einen Artikel zu genau diesem Thema veröffentlicht. Sie identifizieren dabei vor allem drei Gründe für die Zurückhaltung der Sozialwissenschaften in diesem Bereich:

  • die normative Perspektive der Sozialwissenschaften und praktische Herausforderungen (z.B. Mobilisierung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern)
  • Sicherung der Datenqualität
  • ethische Herausforderungen

Dennoch, so das Fazit, bietet Citizen Science auch für die Sozialwissenschaften ein enormes Innovationspotential und deshalb ist es wichtig, dass auch in dieser Disziplin mehr mit Citizen Science experimentiert wird.

Die gesamte Rezension und auch den Link zum frei verfügbaren Volltext können Sie hier finden: http://www.citizen-science.at/literatur/rezensionen/item/261-citizen-science-in-the-social-sciences-a-call-for-more-evidence

Freitag, 15 September 2017

Neu auf "Österreich forscht": Brutvogelatlas

Neu auf "Österreich forscht": Brutvogelatlas

Im Brutvogelatlas von BirdLife Österreich werden die Vorkommensgebiete aller in Österreich brütenden Vogelarten abgebildet. Er ist eine zentrale Grundlage für den Vogelschutz: Neben der Verbreitung der Vögel geben besonders auch etwaige Veränderungen in der Verbreitung wichtige Hinweise darauf, ob es der Vogelart in Österreich gut geht. Nach der Publikation des ersten Atlas der österreichischen Brutvögel, der Daten aus den Jahren 1981 bis 1985 dargestellt hat, soll nun erforscht werden was sich seither verändert hat. Nach dem Zwischenstand der ersten vier Zähljahre haben bislang etwa 1.500 Personen weit über eine Million Datensätze gesammelt.

Wie man mitmachen kann erfahren Sie hier.

 

Freitag, 15 September 2017

Neu auf "Österreich forscht": Brutvogelmonitoring

Neu auf "Österreich forscht": Brutvogelmonitoring

Kaum etwas kündigt uns den Frühling so an wie Vögel, die Nester bauen und beginnen zu brüten. Dabei brüten nicht alle Vögel im Frühling, einige tun dies auch im Winter. Doch wie entwickeln sich die Bestände der in Österreich brütenden Vögel?

Bei diesem anspruchsvollen Citizen Science-Projekt von BirdLife Österreich sind die Kenntnis der häufigen heimischen Brutvogelarten und eine Teilnahme über mehrere Jahre Voraussetzung. Die TeilnehmerInnen zählen zweimal pro Jahr an festgelegten Zählpunkten alle gesehenen und gehörten Vögel. Aus der Summe aller Zählungen werden dann Bestandsentwicklungen berechnet. Die Datenlage reicht derzeit aus, um für etwa 65 Vogelarten aussagekräftige Trends zu ermitteln – und zwar ab dem Jahr 1998.

Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier.

Welche Vögel haben Sie das letzte Mal brüten gesehen?

Freitag, 15 September 2017

Neu auf "Österreich forscht": Wasservogelzählung

Neu auf "Österreich forscht": Wasservogelzählung

Gerne spazieren wir entlang von Gewässern und beobachten dabei die zahlreichen Wasservögel. Nun kann man dabei auch gleich der Wissenschaft helfen. Mit der "Wasservogelzählung" von BirdLife Österreich begrüßen wir ein neues Projekt auf "Österreich forscht". Sie dient dazu den Bestand von Wasservögeln in Österreich zu erfassen. In den letzten Jahren zeigte die Mehrzahl der Wasservogelarten Bestandsrückgänge. Verantwortlich dafür ist wahrscheinlich der Klimawandel – dieser führt zu immer wärmeren Wintern und somit müssen immer weniger Wasservögel aus dem Norden und Osten Europas bis zu uns kommen, um eisfreie Gewässer zur Nahrungssuche zu finden.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Welche Wasservögel haben Sie bei Ihrem letzten Spaziergang gesehen?

Freitag, 15 September 2017

Neu auf "Österreich forscht": ornitho.at

Neu auf "Österreich forscht": ornitho.at

Wir freuen uns sehr das Projekt "ornitho.at" von Birdlife Österreich auf der "Österreich forscht" begrüßen zu dürfen. Bereits seit über 50 Jahren erforscht Birdlife die österreichische Vogelwelt, und dabei spielte Citizen Science immer schon eine wichtige Rolle. Mit "ornitho.at" können nicht nur Daten zu Vogelsichtungen erfasst werden, sondern auch Fotos und Tonaufnahmen können hochgeladen werden. Die gesammelten Daten dienen dann der Erforschung und dem Schutz dieser schönen Tiere.

Mehr zum Projekt erfahrt ihr hier.

Wann habt ihr euch zuletzt Zeit genommen diese faszinierenden Tiere zu beobachten?

Montag, 04 September 2017

Blogbeitrag: Tornado und Hagelunwetter bei Wien-Schwechat

Blogbeitrag: Tornado & Hagelunwetter bei Wien-Schwechat

Glück im Unglück hatten zahlreiche Personen am 10.7.2017 insb. am Flughafen Schwechat, ohne es zu wissen. Am Tag genau 101 Jahre nach der größten Wirbelsturm-Katastrophe in Österreich ereignete sich im Raum Wien-Schwechat ein Unwetter, welches auch einen Tornado hervorbrachte. Bei dem Tornado 1916 in Wiener Neustadt gab es 34 Todesopfer und mehr als 300 Schwer- & Mittelschwerverletzte!  Dieses Mal zog ein Tornado jedoch nur über Felder und Straßen, so kamen keine Personen zu Schaden. Der Wirbelsturm löste kurz vor den Landespisten des Flughafen Schwechats auf – nicht auszumalen, was passiert wäre, wäre der Tornado nur 1 Kilometer weitergezogen. Hier ein Rückblick der Ereignisse und wie es dazu kam.

Der 10. Juli beginnt wie zahlreiche Tage im Juli, schon am Vortag gibt es im Radio, Fernsehen & Internet die Wetteransage: „Gewitter sind im Tagesverlauf möglich, einzelne können auch kräftiger sein“. Tatsächlich befindet sich über Westeuropa ein Trog (Gebiet mit geringem Luftdruck), dadurch kommt von Südwest feuchte und warme Luft nach Österreich. Relativ unerwartet gibt es bereits in den Morgenstunden im Wiener Becken einige Schauer und Gewitter. Durch den Regen ist es in der bodennahen Luft sehr feucht. Nach den Schauern scheint überall wieder die Sonne – die Temperaturen steigen vielerorts über 30°C – es wird sehr dunstig und schwül.

Um Mittag herum lassen Meteorologen der ZAMG auf der Hohen Warte in Wien einen Wetterballon steigen, der Wetterdaten aus unterschiedlichen Höhen erfasst. Dabei wird immer klarer: heute sind heftige Gewitter möglich. Neben der hohen „Labilitätsenergie“ und der bodennahen Feuchtigkeit, herrscht auch eine ausgeprägte Winddrehung und Änderung der Windstärke in unterschiedlichen Luftschichten. All diese Indizien lassen Meteorologen & und auch die Sturmjäger und Beobachter von Skywarn vorsichtig werden – in solch einer Luft sind neben Hagelunwettern auch Tornados nicht ausgeschlossen.

Zeitlicher Ablauf:

Gegen 14 Uhr wird die Luft durch Winde gezwungen aufzusteigen. Insb. feuchte Luft strömt nun im Wiener Becken zusammen und wird gegen die Hügel vom Wiener Wald gedrückt – mächtige Haufenwolken und Gewitter entstehen. Ab 15 Uhr zieht ein kräftiges Gewitter vom Wiener Wald über den Bereich Vösendorf (SCS) im Bezirk Mödling und verstärkt sich weiter. In diesem Bereich bildet sich bereits eine rotierende abgesenkte Wolke (sogenannte Wallcloud) aus. Diese saugt immer mehr feuchte und warme Luft in das Gewitter.

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Bild: (c) Manuel Weber - skywarn.at

Das Gewitter hat nun die Charakteristik einer „Superzelle“. Superzellen sind rotierende Gewitterstürme, durch ihre Dynamik leben sie wesentlich länger als normale Gewitter, zudem sind Begleiterscheinungen wie großer Hagel, Sturm, Überflutungen und – selten aber doch - Tornados möglich. Zu dieser Zeit beginnt es auch vielerorts südlich von Wien zu hageln. Auch in der Wiener Innenstadt wird kleiner Hagel beobachtet. Über das SKYWARN-Meldesystem gehen zu dieser Zeit Hagel-Meldungen im Bereich Wien-Liesing ein – die größten Hagelkörner sind über 5 cm Durchmesser groß!

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Grafik: (c) Gabriel Strommer - skywarn.at

Das Gewitter zieht weiter in Richtung Ost, in Kürze wird auch in Schwechat der Verkehr durch Hagel und Starkregen zum Erliegen kommen. Um 16:15 gibt es bereits zahlreiche Gewitterwarnungen im Radio & bei Wetterdiensten. Auch 3 Skywarn-Beobachter und Sturmjäger sind zu dieser Zeit in diesem Bereich unterwegs. Mortimer Müller ist einer davon, an seinem Standort nahe Schwechat fallen nun 3cm Hagelkörner. In Schwechat selbst fallen Hagelkörner um die 8 cm vom Himmel, beschädigen zahlreiche Autos und auch Dächer!

Um 16:27 bildet sich einige Sekunden lang ein rotierender Wolkenrüssel aus und erreicht kurz den Boden ehe er verschwindet. 2 Minuten später verstärkt sich die Rotation der „Wallcloud“, ein weiterer Trichter schraubt sich zum Boden hinab. Die ausgeprägte Trichterwolke befindet sich nun am Boden – ein Tornado ist entstanden. Er zieht über Felder, aufgewirbeltes Stroh und Blätter sind auch in 2km Entfernung zu erkennen. Auch Manuel Weber und Mathias Stampfl sind einige Kilometer weiter südlich und beobachten die Zugbahn des Tornados.

16:35 – Der Tornado befindet sich nun sehr nahe am Standort von Sturmjäger Mortimer Müller – und passiert nur einige 100 m entfernt sein Auto,  quert die Landestraße L2063. Hier fährt ein Auto nahe am Tornado vorbei – fast hindurch – Äste und einige Bäume entlang der Straße brechen, der Autofahrer bleibt unverletzt.

Unter diesem Link kann das Video angesehen werden!

Inzwischen wurde die Tornadomeldung mit Zugbahn Richtung Ost via Skywarn u.a. an den staatlichen Wetterdienst ZAMG & Flugwetterdienst Austrocontrol weitergeleitet. Zudem warnt Skywarn via Facebook mit einem Live-Video-Einstieg vor der Gefahr.

16:42 – Der Tornado überquert die B10 nur wenige Kilometer westlich des Flughafens. Das Brausen des Sturms ist deutlich zu vernehmen. Um 16:44 zerstört der Tornado einen Windschutzgürtel und überquert gelagerte Heuballen, die den Wirbelsturm gelb färben. Kurz danach löst sich der Tornado nur 1 km neben der Landebahn des Flughafen Schwechats auf! Ein großes Glück! Flugzeuge im Landeanflug versuchen noch vor dem Unwetter und Tornado zu landen. Das Bodenpersonal wird kurzzeitig in Sicherheit gebracht. Die gesamte Lebensdauer des Tornados betrug rund 15 Minuten. In diesem Zeitraum legte er eine Strecke von knapp 4 km zurück. Die Zugbahn war anfangs Nordosten, bald verlief sich aber nahezu in West-Ost Richtung.

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Zugbahn des Tornados - Der Flughafen Wien-Schwechat wurde nur knapp verfehlt. Karte © BEV

Die anschließende Schadensanalyse von SKYWARN-Mitgliedern ergab anhand der Schäden an Bäumen und Ästen einen Tornado der Kategorie F1/T2, als Windspitzen um 180km/h.

Mithilfe der gesammelten Videoaufnahmen konnte eine erste photogrammetrische Auswertung zur Feststellung der tatsächlichen Windspitzen durchgeführt werden. Dabei wurde die Szene mit dem Fahrzeug neben dem geworfenen Nussbaum untersucht. Anhand des Trümmerflugs und des Größenvergleichs mit dem Fahrzeug kann auf die Windgeschwindigkeit rückgeschlossen werden.

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Dargestellt ist jeweils der Abstand von 5 Frames (entsprechend 0,1sek). In diesem Zeitraum hat sich das rot gekennzeichnete Trümmerstück um etwa 6m verlagert, was einer Geschwindigkeit von 60 Meter pro Sekunde (216km/h) entspricht.

Das ESSL (European Severe Storm Laboratory) plant zudem, an den Videoaufnahmen weitere photogrammetrische Analysen durchzuführen, um die tatsächliche, maximale Windgeschwindigkeit des Tornados zu ermitteln. Eine Detailiertere Analyse - erstellt von Herfried Eisler, Mortimer M. Müller, Mathias Stampfl & Gabriel Strommer - finden Sie hier: http://www.skywarn.at/index.php/berichtereader/superzelle-tornado-grosshagel-wien-schwechat.html

Dienstag, 29 August 2017

Blogbeitrag: CODE IT! – Gemeinsam Impfpolitik verstehen

CODE IT! – Gemeinsam Impfpolitik verstehen (FWF TCS14)
September 2016 – Juni 2017

Als politikwissenschaftliches Projekt war CODE IT! gewissermaßen ein Pionierprojekt – denn Citizen Science-Ansätze sind – anders als in den Naturwissenschaften –  in den Sozialwissenschaften nicht sehr verbreitet. Als TeilnehmerInnen konnten vorrangig Jugendliche gewonnen werden, die eine umfassende Analyse zur österreichischen Impfpolitik auf Basis diskursanalytischer Methoden durchführen konnten. Eine weitere Besonderheit des Projekts war, dass es mit Hilfe eines Online Tools durchgeführt wurde, welches durch das Projektteam gestaltet wurde und nun im Sinne der „open science“ Prinzipien frei verfügbar ist (citizenscience.univie.ac.at).

Einerseits war es das Ziel des Projektes, die empirische Datenbasis zur Debatte rund um die Impfung gegen die durch Geschlechtsverkehr übertragenen und in manchen Fällen krebsauslösenden Humane Papilloma Viren (HPV) zu erweitern. Dabei wurde untersucht, mit welchen Argumenten Fachinstitutionen – etwa politische, ökonomische oder wissenschaftliche Akteure – den öffentlichen Diskurs um die HPV-Impfung in Pressemeldungen gestaltet haben. Andererseits sollte analysiert werden, inwieweit Citizen Science zur Analyse von politischen Debatten bzw. für sozialwissenschaftliche Fragestellungen im Allgemeinen herangezogen werden kann. Als Datengrundlage dienten Pressemeldungen, die einen Schwerpunkt auf der HPV-Impfung hatten und sich auf dem APA Science-Portal befanden (n= 473). Diese Pressemeldungen wurden mithilfe eines dafür entwickelten Tools online kodiert und analysiert – daher auch das Acronym CODE IT!

Die Ergebnisse bestätigen Erkenntnisse aus dem Vorprojekt zur HPV-Impfdebatte in Österreich (Paul 2016). Beispielsweise beobachten wir eine Ausklammerung von bestimmten Aspekten (Geschlecht; sexuelle Übertragung von HPV) und eine diskursive Transformation der Impfung von einer „Mädchenimpfung“ hin zu einer scheinbar neutralen, und daher politisch weniger riskanten Kinderimpfung. Zugleich bietet der entstandene Datensatz weitere Möglichkeiten zur inhaltlichen Analyse (bspw. zur politischen Kommunikation zu Gesundheitsthemen, zur Wissenschaftskommunikation in der Impfpolitik). Weiters liefert das Projekt Einsichten zur Machbarkeit von „citizen social science“ und Herausforderungen wie beispielsweise Validierung von Daten. Die Ergebnisse des Projektes, sowie die entstandene Datenbank, als auch die dafür erstellte Infrastruktur, also das Online-Tool zum kodieren, wurde offen auf der Projekthomepage (citizenscience.univie.ac.at) zur Verfügung gestellt. Der Quellcode, der die Basis bietet, ist ebenfalls online verfügbar und kann – und soll – in anderen Forschungsprojekten weiterentwickelt werden.

Paul KT (2016) “’Saving lives’: Adapting and adopting HPV vaccination in Austria.Social Science & Medicine 153:193-200. (open access)

Dienstag, 22 August 2017

Neu auf "Österreich forscht": Ragweed Finder

Neu auf "Österreich forscht": Ragweed Finder

Ein neues Projekt lädt auf "Österreich forscht" zum Mitmachen ein: das Projekt Ragweed Finder vom Österreichischen Pollenwarndienst der Medizinischen Universität Wien (Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation). Das Beifußblättrige Traubenkraut (Artemisia artemisiifolia) ist vielen PollenallergikerInnen leider nur allzu gut bekannt, denn seine Pollen können Allergien auslösen. Dabei kann eine Pflanze bis zu einer Milliarde Pollen ausstoßen. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde es vom Menschen unabsichtlich auch in Europa eingeführt und passte sich den heimischen Gegebenheiten an, denn ursprünglich vertrugen die Samen keinen Frost.

Erstmals steht ein Werkzeug zur Erfassung von Ragweedpflanzen für ganz Österreich kostenlos zur Verfügung. Die Ragweed Fundlandkarte ist für alle einsehbar und jede/r kann dank einer Anleitung und einer Checkliste zur Fundmeldung Ragweed erkennen und melden. So können Ragweedpollenallergiker aktiv mithelfen, um ihren Allergieauslöser einzudämmen! Mehr Infos zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier: http://www.citizen-science.at/aktuelleprojekte/item/249-ragweed-finder

Mittwoch, 02 August 2017

CAPTOR - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

CAPTOR - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Mit "CAPTOR" steigt das Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) erstmals auf "Österreich forscht" auch als Projektträger ein. Gemeinsam mit Global 2000 kampfen die ForscherInnen des ZSI mit BürgerInnen gemeinsam gegen die Ozonbelastung in Europa. Ein Monitoring-Netzwerk mit günstigen Messgeräten zur Ozonmessung in belasteten Regionen wird aufgebaut. Diese Messgeräte werden von interessierten BürgerInnen aufgestellt und instand gehalten, unterstützt werden sie dabei vom CAPTOR Team. Bei der Entwicklung der Sensoren wird seitens der WissenschaftlerInnen auf die hohe Datenqualität geachtet. Durch die Beobachtung der Ozonwerte und gemeinsame Diskussionen aller Involvierten soll mehr Bewusstsein geschaffen und konkrete Lösungen für die Ozonprobleme gefunden werden.

Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt gibt es hier.

Dienstag, 01 August 2017

Call for Abstracts für ÖCSK 2018 offen!

Call for Abstracts für ÖCSK 2018 offen!

Der Call for Abstracts für die Österreichische Citizen Science Konferenz 2018 an der Universität Salzburg ist nun noch bis zum 08. September geöffnet. Unter https://www.citizen-science.sbg.ac.at können alle Sessions eingesehen werden, für die Beiträge eingereicht werden können. Auch das Einreichformular findet sich auf dieser Seite, sowie detaillierte Informationen zu den Einreichbedingungen. Folgende Sessions warten auf Ihre Beiträge:

  • Chancen und Grenzen von Citizen Science in den Kulturwissenschaften
  • Citizen Science & GSK - Methodologie und Kommunikation in partizipativen Forschungsprojekten
  • Citizen Science und peer-review Publikationen - Mission Impossible?
  • Kooperation zwischen Citizen-Science-Projekten – Synergien nutzen
  • Winning our next generation for science – Stärken, Schwächen und Herausforderungen von Forschungskooperationen mit Schulen

Auch für den Citizen Science Aktionstag am 03.02.2016, der ebenfalls in Salzburg stattfinden soll, können eigene Vorschläge für Citizen Science Aktionen eingebracht werden. Das gesamte Konferenzkommittee bestehend aus Universität Salzburg, Österreich forscht, Bürger schaffen Wissen, Schweiz forscht, Zentrum für Citizen Science und FWF freut sich auf zahlreiche Einreichungen!

 

Montag, 10 Juli 2017

"Österreich forscht" - Arbeitsgruppe für Qualitätskriterien

"Österreich forscht" - Arbeitsgruppe für Qualitätskriterien

Seit dem letzten Plattformtreffen gibt es eine Arbeitsgruppe zu Qualitätskriterien für Projekte, die auf "Österreich forscht" gelistet werden. Durch den enormen Aufschwung, den Citizen Science in den letzten Jahren erfahren hat, sind immer neue Projekte aufgetaucht. Um auch weiterhin die Qualität dieser Projekte vor allem auch für die involvierten BürgerInnen zu sichern, wurde beim letzten Plattformtreffen Anfang März beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe sich bis zur nächsten Citizen Science Konferenz in Salzburg Gedanken über eine beschränkte Anzahl an Mindestkriterien macht, die alle Projekte auf "Österreich forscht" erfüllen müssen. In bereits zwei Treffen wurden erste Themenbereiche und Kriterien formuliert, die nun weiter ausgearbeitet werden. Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, dann können Sie unter diesem Link detaillierte Informationen zu der Arbeitsgruppe und ihrer Tätigkeit finden: http://www.citizen-science.at/die-plattform/arbeitsgruppen

Dienstag, 20 Juni 2017

"Österreich forscht" im Deep Space

"Österreich forscht" im Deep Space

Im Rahmen des Sparks Eu - Projektes durften wir im Mai "Österreich forscht" im Ars Electronica Center in Linz im sogenannten "Deep Space" präsentieren. Beim "Deep Space" handelt es sich um einen 8k-fähigen Vorführraum, bei dem die ZuschauerInnen und PräsentatorInnen im wahrsten Sinne in den Vortrag eintauchen können. Über die ganze Wand (und bei Bedarf auch über den Fußboden) erstreckt sich die Videoprojektion, und das auch noch gestochen scharf!

Es war uns eine große Ehre in diesem bombastischen Rahmen vortragen zu dürfen und zu erklären, was Citizen Science ist, wie Wissenschaft unser Leben berührt, wie man bei Projekten mitmachen kann und was die Ziele von "Österreich forscht" sind. Wir möchten an dieser Stelle nochmal herzlich dem Ars Electronica Center für die Einladung danken! Für Sie haben wir hier noch die schönsten Bilder des Vortrages herausgesucht. Viel Spaß beim Durchklicken!

Donnerstag, 08 Juni 2017

Blogbeitrag: „Inside Trading Cultures“ Projekt mit Vorbereitungsworkshops zur BürgerInnen Ethnographie der Frankfurter Buchmesse gestartet

„Inside Trading Cultures“ Projekt mit Vorbereitungsworkshops zur BürgerInnen Ethnographie der Frankfurter Buchmesse gestartet

In dem vom FWF in der Programmlinie Top Citizen Science geförderten Projekt „Inside Trading Cultures“, was man mit „Innensicht von Handelskulturen“ übersetzen könnte, sind BürgerInnen aus St. Pölten und Umgebung Teil von sozialwissenschaftlicher Forschung des Instituts für Medienwirtschaft der FH St. Pölten auf der Frankfurter Buchmesse 2017. Das Projekt untersucht mit ethnographischen Feldforschungsmethoden die Rolle und Bedeutung von jährlich stattfindenden internationalen Handelsmessen im globalen Buchmarkt. Die Frankfurter Buchmesse als größte Messe ihrer Art nimmt dabei eine besondere Stellung ein und steht deshalb im Zentrum des Projekts.

Bewerbungs- und Auswahlverfahren achtet auf Diversität

Da für die Feldforschungsreise nach Frankfurt nur begrenzte Mittel zur Verfügung stehen und ein starker und nachhaltiger Partizipationsgrad im Projekt angestrebt wurde, konnten sich Bürgerinnen und Bürger bis zum 31. März 2017 zur Teilnahme am Projekt bewerben. Voraussetzung war ein grundsätzliches Interesse an den Themen Literatur und Buch bzw. der damit verbundenen Frage, wie internationale Buchmärkte oder Mediensysteme funktionieren. Die interessierten BürgerInnen mussten zudem einen kurzen Beitrag zu der Frage „Welche Rolle spielen Bücher in der heutigen Medienwelt?“ verfassen. Bei der Auswahl der TeilnehmerInnen durch die beteiligten SozialwissenschafterInnen wurde auf die vielfältigen Hintergründe (etwa bzgl. Alter, Geschlecht oder Herkunft) geachtet, da das Ziel des Citizen Science Projekts eine „Ethnographie aus unterschiedlichen Blickwinkeln“ ist. Dabei geht es vor allem darum, die komplexe gesellschaftliche Realität auf der Buchmesse unter Einbindung von Personen mit unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungshorizonten in allen Phasen des Forschungsprozesses (v. a. Beobachtung auf der Buchmesse, Analyse, Schreibprozess) zu erreichen.

Erster Workshop: Kennenlernen, Organisieren und eine Einführung in Medienwirtschaft und Buchmarkt

Beim ersten von zwei vorbereitenden Workshops an der FH St. Pölten im Mai 2017 hatten die zwölf mitforschenden BürgerwissenschafterInnen und die beteiligten SozialwissenschafterInnen die Möglichkeit sich untereinander kennenzulernen und über das Citizen Science Projekt auszutauschen.

Neben der konkreten Planung der gemeinsamen Feldforschungsreise zur Frankfurter Buchmesse im Oktober stellte zunächst Andreas Gebesmair das Dachprojekt „Trading Cultures.“ Eine Ethnographie von Handelsmessen für TV, Musik und Bücher vor, in welchem die Rolle von Content Handelsmessen vergleichend für drei Branchen der Medienindustrie untersucht wird. Anschließend präsentierte Christoph Musik die zentralen Ideen und Anliegen des Citizen Science Projekts „Inside Trading Cultures“, welches eine Erweiterung des Dachprojekts darstellt.

Im Hauptteil des ersten Workshops drehte sich alles um die Medienwirtschaft mit einem Fokus auf die Buchbranche und die Bedeutung der Buchmessen. In einem interaktiven Vortrag vermittelte Astrid Ebner-Zarl zentrale Strukturen, Akteure und Entwicklungen des Buchmarkts und gab einen Überblick über die wichtigsten Buchmessen und deren Geschichte. Immer wieder brachten sich die mitforschenden BürgerwissenschafterInnen, die zum Teil selbst in der Buchbranche (vor allem in Handel und Bibliothekswesen) tätig sind oder waren mit ihren eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen ein, sodass eine lebhafte Diskussion entstand und sich auch neue für die Forschung relevante Fragen herauskristallisierten.

Zweiter Workshop: Methodische Vorbereitung auf die Feldforschung

Beim zweiten Workshop „Einführung in die Ethnographie für BürgerwissenschafterInnen“ stand die methodische Vorbereitung für die Feldforschung auf der Frankfurter Buchmesse im Vordergrund, es drehte sich dabei alles um den Forschungsstil der Ethnographie und ihre konkreten Methoden.

Selbst die Rolle des „Teilnehmenden Beobachters“ einzunehmen, also gleichzeitig in konkreten sozialen Situationen teilzunehmen und dabei analytisch angeleitet zu beobachten was dort passiert, kann ganz schön herausfordernd sein. Im Rahmen des Workshops versuchten sich die BürgerwissenschafterInnen des Projekts zur Vorbereitung auf ihre Forschungsreise zum ersten Mal in der Feldforschung. Mit Block und Stift ausgerüstet versuchten die TeilnehmerInnen zu beobachten und zu beschreiben, was im Stadtzentrum von St. Pölten an einem Samstag Vormittag tatsächlich passiert. Doch das ist gar nicht so einfach, denn wie lässt sich Beobachtetes und Erlebtes adäquat und den gesellschaftlichen Realitäten entsprechend möglichst „objektiv“ festhalten und wiedergeben?

Diese und weitere Fragen standen bei der anschließenden gemeinsamen Reflexion im Vordergrund. Dabei zeigten sich bereits erste Vorteile des Ansatzes einer „Ethnographie aus unterschiedlichen Blickwinkeln“: Durch die hohe Anzahl und die unterschiedlichen Strategien der BeobachterInnen konnten nicht nur die verschiedenen Orte und Ecken des Stadtraumes quasi gleichzeitig berücksichtigt und gegenseitig in Bezug zueinander gestellt werden, es konnten auch widersprüchliche Wahrnehmungen festgestellt und diskutiert werden.

Aufbauend auf die umfassende und erkenntniserzeugende Reflexion präsentierte Christoph Musik den TeilnehmerInnen Forschungsmethoden und –strategien der Ethnographie, die ihre Wurzeln vor allem in der Kultur- und Sozialanthropologie, aber auch in der Soziologie der sogenannten „Chicago School“ hat. Grundbegriffe, Herausforderungen und konkrete Vorgehensweisen der Methode wurden vorgestellt und erläutert. Zum Abschluss des Workshops ging es darum, den innovativen Ansatz einer Ethnographie der verschiedenen Blickwinkel zu konkretisieren und auf die bevorstehende Feldforschung in Frankfurt anzuwenden.

Im September wird es vor der Feldforschungsreise zur Frankfurter Buchmesse ein weiteres Treffen aller Projektteilnehmer geben, um offene und organisatorische Fragen abklären zu können. Unmittelbar nach der Feldforschung finden zudem zwei weitere Workshops zu Analysestrategien und zum ethnographischen Schreiben statt, welche die Analyse- und Disseminationsarbeit in weiterer Folge des Projekts unterstützen sollen.

Projektwebsite:

https://mitforschen.fhstp.ac.at/

FWF Dachprojekt Trading Cultures:

http://fhstp.ac.at/tradingcultures

Mittwoch, 31 Mai 2017

ÖCSK 2017: Konferenzbericht ist online!

ÖCSK 2017: Konferenzbericht ist online!

Der Konferenzbericht zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2017 ist online! Unter http://ow.ly/lhUU30cbsDm kann der Bericht, mit ausführlichen Zusammenfassungen zu fast allen Sessions gratis heruntergeladen werden! Auf diese Weise können alle, die leider nicht an der Konferenz teilnehmen konnten, sich über die Inhalte der einzelnen Sessions informieren. Wir möchten an dieser Stelle nochmal unseren KooperationspartnerInnen von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) für die tolle Zusammenarbeit danken! Weiteren Dank möchten wir auch nochmal allen Fördergebern aussprechen: dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, dem Bundesministerium für ein lebenswertes Österreich, der Wirtschaftsagentur Wien - einem Fonds der Stadt Wien, dem FWF, der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und der Universität Salzburg.

An der Universität Salzburg findet übrigens die nächsten Österreichische Citizen Science Konferenz vom 01.-03. Februar 2018 statt. Der Call for Sessions ist nur noch 2 Wochen offen! Wenn Sie sich also überlegen eine Session einzureichen, dann finden Sie hier weitere Informationen zu den formalen Voraussetzungen. Nachreichungen können leider nicht berücksichtigt werden. Eine Verlängerung der Einreichfrist ist leider nicht möglich.

Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge!

Dienstag, 30 Mai 2017

Biochar - ein neues Projekt und ein neuer Partner auf "Österreich forscht"

Biochar - ein neues Projekt und ein neuer Partner auf "Österreich forscht"

Mit dem Projekt Biochar bekommen gibt es nicht nur ein neues Projekt auf "Österreich forscht", sondern wir dürfen auch einen neuen Partner begrüßen: das Austrian Institute of Technology (AIT). Das AIT ist Österreichs größte Reasearch and Technology Organisation und bei vielen Infrastrukturthemen weltweit involviert, und damit ein leistungsstarker Partner für Industrie und öffentliche Hand.

Beim Projekt "Biochar" geht es nun um die Auswirkungen von Biokohle auf die Wassernutzungseffizienz in unterschiedlichen Böden Österreichs. Dabei können alle mitmachen, die einen Garten oder einen Balkon besitzen und selbst ein kleines Topfexperiment machen. Die landwirtschaftliche Produktion ist durch den Klimawandel und den steigenden Bedarf an Lebensmitteln neu gefordert. Einen vielversprechenden Lösungsansatz könnte hier Terra Preta – die althergebrachte Art der Bodenpflege aus der Amazonasregion – bzw. ihr modernes Pendant – die Beimischung von Biokohle in die Bodenmatrix – darstellen.

Werden Sie Teil dieses spannenden Experimentes und informieren Sie sich hier.

Freitag, 19 Mai 2017

Blogbeitrag: Immaterielles Kulturerbe im Fokus - dialogische Formen der Datengenerierung und Ergebnispräsentation

Blogbeitrag: Immaterielles Kulturerbe im Fokus - dialogische Formen der Datengenerierung und Ergebnispräsentation

Gegenstand des Sparkling Science Forschungsprojekts „BrotZeit. Lesachtaler Brot im intergenerationellen Dialog“ ist Brot, genauer: „der lebendige Prozess des Tradierens, der Weitergabe von Können und Wissen der Brotherstellung im Lesachtal bei gleichzeitiger Überprüfung auf die gegenwärtige Gültigkeit und Zukunftsfähigkeit“, ausgezeichnet als immaterielles Kulturerbe der Österreichischen UNESCO-Kommission. Es war Forschungsgegenstand in vielfältiger Weise, sowohl das Brot, das duftend aus dem Backofen geholt wird, als auch das Erfahrungswissen um seine Herstellung, ein nachhaltiges Element der regionalen Identität des Lesachtals. Die Erhebungsmethoden knüpften an die Alltagserfahrungen der Teilnehmenden an und ermöglichten dadurch ein Verständnis des konkreten Vorgehens. Es wurden Erhebungsmethoden entwickelt, die der konkreten Forschungssituation und den ForschungspartnerInnen im Alter von zehn bis 88 Jahren angemessen waren. So wurde der materielle Gegenstand Brot, gebacken von LesachtalerInnen, aus selbst gemahlenem Mehl von Getreide, das wieder zunehmend im Lesachtal angebaut wird, wurde „Trägerstoff“ des Projekts. Gemeinsames Tun von der Vorbereitung des Ackers, dem Säen und Ernten, Dreschen und Mahlen des Korns bis zum Backen und Verkosten des Brotes ist mit diesem „Trägerstoff“ verbunden und ermöglicht die Weitergabe und den Erwerb von Erfahrungswissen in unmittelbarer Wahrnehmung.


Als immaterielles Kulturerbe, bestehend aus dem traditionellen Wissen und den handwerklichen Fähigkeiten seiner Herstellung, ist Brot Teil der spezifischen Kultur des Lesachtales und wurde Gegenstand der Forschung,  im praktischen Tun, in ZeitzeugInneninterviews, bei einem Schreibaufruf und Diskussionen in öffentlichen Erzählcafes über das Zusammenspiel zwischen Dynamik und Kontinuität der Weitergabe. Das Wissen um das Brot stand im Mittelpunkt der intergenerationellen Kommunikation zwischen SchülerInnen und BäuerInnen, die gleichzeitig als Erhebungsmethode diente und als Projektziel angepeilt wurde.


Darüber hinaus wurde die Brottradition und Brotkultur im Kontext des immateriellen Kulturerbekultur als regionale Inwertsetzung untersucht. Die nachhaltige und lebendige Bewahrung von lokalem Erfahrungswissen und ihr Beitrag zu regionaler Identität ist Ergebnis reflektierten Handelns lokaler AkteurInnen, die den Getreideanbau im Lesachtal wieder aufnehmen, Mühlen instand setzen, Backöfen restaurieren, Brot backen und Feste zum Brot veranstalten. Das Projekt hat dieses Handeln zum Projektgegenstand gemacht und in Partnerschaft mit diesen lokalen AkteurInnen die lebendige Traditionen zur Lesachtaler Brotkultur in die Schule getragen und gemeinsam mit LehrerInnen und SchülerInnen wissenschaftlich untersucht und dokumentiert. Die Darstellung, Verbreitung und Nutzung der partizipativ gewonnenen Ergebnisse zeigen eine Reihe von Besonderheiten. Die Multiperspektivität und Mehrstimmigkeit soll dabei erhalten bleiben. Ferner sollte- wie bei der Datenerhebung- visuelle und performative Darstellungsformen einen Schwerpunkt bilden. Neben einem Science Slam Beitrag entstanden von unterschiedlichen ProjektpartnerInnen Medienprodukte.


So haben die JuniorforscherInnen (SchülerInnen im Alter von 10 bis 20 Jahren) ihre Forschungsaktivitäten in einem Blog dokumentiert und reflektiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

www.lesachtalerbrot.wordpress.com

Ferner werteten sie – unter wissenschaftlicher Begleitung- Transkripte der von ihnen geführten Interviews aus und stellten die für sie besonders bemerkendwerten Ergebnisse in einem Trickfilm dar.
 
https://www.youtube.com/watch?v=qMKVuOSBfQE
 
Das Kärntner Medienzentrum für Bildung und Unterricht hat  „ BrotZeit“  an den gemeinsamen Workshoptagen der Schulen mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt begleitet und die Forschungsaktivitäten der SchülerInnen der HLW Hermagor und der NMS Lesachtal  filmisch festgehalten. Ausschnitte davon wurden mit historischen Filmdokumenten aus dem Untersuchungsgebiet verknüpft, die bei einem Schreibaufruf im Lesachtal und nach einem Erzählcafe  von ZeitzeugInnen zur Verfügung gestellt wurden.
 
https://www.youtube.com/watch?v=tLAm_I4yPUo&t=12s

Samstag, 13 Mai 2017

PolitikRadar - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

PolitikRadar - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Ein neues Projekt auf "Österreich forscht" lädt zum Mitmachen ein! Wir freuen uns sehr, dass PolitikRadar seit kurzem auch auf "Österreich forscht" zu finden ist. Das Projekt der Universität Wien möchte herausfinden, wie Menschen in der Politik partizipieren können und möchte diese Erkenntnisse dann an die Öffentlichkeit weitergeben.

Der gesamte Beteiligungsprozess läuft über die Online-Plattform (www.politikradar.at) des Projekts. Dort wird im Vorfeld der Forschung über die Umsetzung diskutiert. Die Forschenden stellen die Basiskategorien für die Datensammlung vor und entwickeln diese gemeinsam mit den engagierten Bürger/innen weiter. Die Datensammlung läuft dann über das auf der Website integrierte Datensammlungstool. Dort können Teilnehmende ihre Beobachtungen eintragen und kategorisieren.

Mehr zum Projekt können Sie hier nachlesen: http://www.citizen-science.at/projektliste/projekte/item/228-politikradar

Freitag, 05 Mai 2017

Zu Hause oder Fehl am Platz? - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Zu Hause oder Fehl am Platz? - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wir freuen uns ein neues Projekt auf "Österreich forscht" willkommen heißen zu dürfen! Bei "Zu Hause oder Fehl am Platz" der Universität Salzburg geht es um die Veränderungen, die die aktuelle Flüchtlingssituation in der Stadt Salzburg hervorgerufen haben, wie Stadtbewohner diese wahrnehmen und welche integrationsbezogenen Maßnahmen sich dadurch ableiten. Teilnehmen können alle SalzburgerInnen, die bereits mindestens 10 Jahre in der Stadt leben. Dabei können die Citizen Scientists nach einer Einschulung selbst diese Forschung unter Hilfestellung der Projektleitung durchführen.

Wer mehr zu diesem spannenden Projekt erfahren möchte, der oder die kann sich hier informieren: http://ow.ly/sEqx30bsIho

Freitag, 05 Mai 2017

Graugänse - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Graugänse - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt auf "Österreich forscht" begrüßen zu dürfen! Das Projekt "Graugänse" der Konrad-Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien ist ein Projekt für die ganze Familie. Dabei können zu fix vorgegebenen Terminen Graugänse im Cumberland Wildpark in Grünau beobachtet werden. Alle TeilnehmerInnen erhalten vorab eine Einschulung in der Datenerhebung. Ziel dieses Projektes ist das Monitoring der Zeit-Raum Muster der Familien während der Aufzucht. Die erhobenen Daten liefern Informationen über die Verhaltens-Ökologie der Graugänse. Alle TeilnehmerInnen nehmen nach der Datenerhebung an einer Verlosung von 2 Jahreskarten und 3 Tageseintrittskarten für den Cumberland Wildpark Grünau teil.

Mehr Informationen zum Projekt und zur Verlosung können Sie hier finden: http://ow.ly/S8bj30bsH2B

 

Donnerstag, 04 Mai 2017

Blogbeitrag: Citizen Science Award 2017

Blogbeitrag: Citizen Science Award 2017: Jeder kann mitforschen!

Bereits über 7.000 Personen unterstützten in den letzten beiden Jahren die österreichische Forschung im Rahmen des Citizen Science Awards. Auch dieses Jahr sind Einzelpersonen und ganz besonders Schulklassen eingeladen, Daten an Forschungsteams zu übermitteln. Die Engagiertesten werden mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet.

Vielfältige Forschungsthemen

Interessierte können an vielfältigen Fragestellungen mitarbeiten: Wie viele Eichhörnchen leben in Österreichs Landeshauptstädten? Welche Möglichkeiten der politischen Partizipation gibt es? Wie steht es um die Wasserqualität in Österreichs Bächen? Weitere Forschungsbereiche sind das Leben und Schicksal der jüdischen Bevölkerung im Zentralraum Niederösterreich, die Verbreitung von Amphibien- und Reptilien sowie Strategien gegen Cyber-Attacken. Zwei weitere Projekte richten sich an spezifische Zielgruppen: Imker/innen können die Überwinterungserfolge von Bienenvölkern melden und Elementarpädagog/innen sind eingeladen, sich mit Entwicklungsauffälligkeiten bei Kleinkindern aufgrund des "Fragilen X Syndroms" zu befassen.

Beobachten und gewinnen

Mitforschen ist ganz einfach: Die Teilnehmer/innen übermitteln ihre Daten über Online-Plattformen, mit der Post oder persönlich an die Forschungsteams für die wissenschaftliche Auswertung. Besonders engagierte Citizen Scientists werden im Rahmen einer Festveranstaltung am 21. November mit den Awards prämiert. Das BMWFW stellt Schulklassen Geldpreise von bis zu 3.000 Euro für die Klassenkassa zur Verfügung. Einzelpersonen werden von den Forschungseinrichtungen mit Sachpreisen ausgezeichnet.

Wissenschaft und Gesellschaft

Als Citizen Science wird eine Arbeitsmethode bezeichnet, bei der wissenschaftliche Projekte partizipativ mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden. Der Citizen Science Award wird vom Zentrum für Citizen Science koordiniert. Die Service-und Informationsstelle zielt auf die Bekanntmachung und Weiterentwicklung von Citizen Science, Open Innovation und Responsible Science ab. Sie wird vom BMWFW finanziert und ist bei der OeAD-GmbH angesiedelt.

Informationen zum Mitforschen: https://www.zentrumfuercitizenscience.at/de/award

Donnerstag, 06 April 2017

Österreichische Citizen Science Konferenz 2018

Österreichische Citizen Science Konferenz 2018

Die Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 ist kaum vorbei, schon beginnen die Vorbereitungen für die nächste Konferenz im Jahr 2018. Wie bereits in unserem letzten Newspost berichtet, wird diese von der Kontaktstelle für Citizen Science/Bürgerwissenschaft der Universität Salzburg in Kooperation mit "Österreich forscht", "Schweiz forscht", "Bürger schaffen Wissen", dem Zentrum für Citizen Science und dem FWF veranstaltet. Stattfinden wird die Konferenz vom 01.-03. Februar 2018 und steht unter dem Motto "Generation Citizen Science".

Seit kurzem ist nun der Call for Sessions für die ÖCSK 2018 offen. Noch bis zum 16. Juni 2017 können alle interessierten Personen Session- oder Workshopvorschläge einreichen. Der Fokus der eingereichten Sessions soll dabei vor allem auch auf den Rahmenbedingungen bzw. Voraussetzungen liegen, die es braucht, um eine Generation an Citizen Scientists zu schaffen, also eine Generation, für die es Alltag ist, sich in wissenschaftlichen Projekten zu engagieren. Detaillierte Informationen zum Call finden Sie auf der Konferenzwebsite, wo Sie sich auch für den Newsletter anmelden können, um immer auf dem neuesten Stand zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 zu bleiben!

Das Konferenzteam freut sich auf spannende Einreichungen!

Mittwoch, 15 März 2017

Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 - nächste Schritte

Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 - nächste Schritte

Die Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 ist Geschichte. Vor knapp 2 Wochen fand die bisher größte Citizen Science Konferenz in Österreich mit knapp 200 TeilnehmerInnen an der AGES und im Naturhistorischen Museum Wien statt. Die Konferenz war geprägt von einer sehr offenen und heiteren Aufbruchsstimmung. Viele TeilnehmerInnen betonten ihre Freude über den offenen Austausch gerade mit KollegInnen anderer Fachgebiete. Das freut uns als VeranstalterInnen natürlich sehr. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen SessionleiterInnen, Vortragenden und Posterpräsentierenden herzlich für ihr Engagement und die qualitativ hochwertigen Beiträge bedanken! Ohne sie wäre ÖCSK 2017 nicht auf diese Weise möglich gewesen.

Wie geht es nun weiter? Nach der Konferenz sind wir bereits mitten in der Nachbereitung. Berichte werden geschrieben, Feedback eingesammelt und auch die Vorbereitungen für die Conference Proceedings laufen auf Hochtouren. Auf "Österreich forscht" wird es natürlich einen ausführlichen Bericht zur Konferenz und zu den Sessions geben. Wer also leider nicht die Möglichkeit hatte an der Konferenz teilzunehmen, der kann sich dann dort informieren. Sobald dieser Bericht online ist, werden wir es natürlich über die sozialen Medien und auch hier auf der Seite verkünden.

Auch die ÖCSK 2018 ist bereits in Planung! Hier sind wir natürlich noch nicht so weit, dass wir bereits erste Details verraten können, doch es gibt schon ein Datum und auch eine erste Konferenzwebsite. Von 1.-3.02.2018 wird die ÖCSK 2018 in Kooperation mit unserern Kolleginnen von "Schweiz forscht" unter dem Motto "Generation Citizen Science" an der Universität Salzburg stattfinden. Immer up-to-date bleiben Sie, wenn Sie sich für den Newsletter dort eintragen.

Wir würden uns freuen Sie (entweder zum ersten Mal oder wieder) bei der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 begrüßen zu dürfen!

Freitag, 10 März 2017

Herpetofauna: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Herpetofauna: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Ein neues Projekt des Naturhistorischen Museums Wien darf heute auf der Plattform "Österreich forscht" willkommen geheißen werden! "Herpetofauna" sammelt österreichweit Amphibien- und Reptilienbeobachtungen. Im Sammeln von Funddaten ist die Herpetologische Sammlung des Naturhistorischen Museums auch auf die Mithilfe zahlreicher Freiwilliger angewiesen, die ihre Fundmeldungen und Beobachtungen zur Aufnahme in die Datenbank zur Verfügung stellen. Neben Fundort und Taxon werden auch Begleitdaten wie Lebensraumbeschaffenheit, Gefährdung, Entwicklungsstadium etc. aufgenommen. Es werden nur Daten bearbeitet, die auch fotografisch dokumentiert sind. Bis jetzt wurden mehr als 20.000 Fundmeldungen von „Citizen Scientists“ in die Datenbank aufgenommen, die der Forschung zur Verfügung stehen.

Wenn Sie mehr zu diesem Projekt erfahren möchten, dann schauen Sie vorbei unter http://www.citizen-science.at/projektliste/projekte/item/221-herpetofauna!

Donnerstag, 09 März 2017

Blogbeitrag: Österreich - Wasserreich

Österreich - Wasserreich

In Österreich sind wir stolz auf unsere sauberen Bäche. Und im Vergleich zu manch anderen europäischen Staaten sind sie das ja auch. Aber wie gut ist denn tatsächlich die Qualität unserer Bäche?

Gerade in unserem Land werden immer mehr Flächen als Siedlungsgebiete oder für die (Land)wirtschaft genützt. Das führt dazu, dass zunehmend Schmutzstoffe über diffuse Wege, wie Oberflächenabfluss, Straßenentwässerungen oder Erosion, in die Bäche eingetragen werden – Eintragspfade, die weder kontrolliert noch gelenkt werden können. Wird den Bächen dann zusätzlich noch jener Raum weggenommen, den sie für die Aufrechterhaltung ihrer Selbstreinigung benötigen (Uferrandstreifen, Auen, ein breites Bachbett), dann wird es kritisch.

Was können wir tun? Oft zeigt sich eine Belastung am schnellsten in den Sedimenten der Bäche. Im Projekt Wasserschafft sammeln wir deshalb Daten zur Sedimentqualität unterschiedlicher Bäche. Vor allem interessiert uns, ob sich eine Verbesserung der Gewässergestalt in belasteten Bächen positiv auf die Sedimentqualität auswirkt. Unser Projekt richtet sich an Lehrer. Wenn Sie mit Ihrer Klasse mitmachen, besuchen Sie unsere Projekthomepage: www.wasserschafft.at

Alle Klassen, die bis 31.5.2017 bei unserem Projekt mitmachen, können am Citizen Science Award des BMWFW teilnehmen. Nähere Informationen sind ab April auf zentrumfuercitizenscience.at/de/Award2017 zu finden.

Freitag, 24 Februar 2017

Goldschakal - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Goldschakal - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Und wieder dürfen wir ein neues Projekt auf "Österreich forscht" begrüßen. Das Projekt "Goldschakal" ist auf Ihre Mithilfe angewiesen, um diesen neuen und sehr scheuen Bewohner im Osten Österreichs erforschen zu können. Nachdem der Goldschakal (Canis aureus) für Österreich als nicht heimisch galt, kam der erste Goldschakalnachweis im Jahr 1987. Es folgten vereinzelte Nachweise über einige Bundesländer verstreut und 2007 dokumentierte man den ersten Reproduktionsnachweis im Nationalpark „Neusiedler See-Seewinkel“. Seither lassen in erster Linie Gerüchte über Kamerafallen-Bilder, Fallwild und die eine oder andere Sichtung eine Anwesenheit dieser heimlich lebenden Tiere in einigen Gebieten Österreichs vermuten.

Wie genau man mitforschen kann, wie man einen Goldschakal von einem Fuchs oder einem Wolf unterscheiden kann, und vieles mehr, erfahren Sie hier.

Dienstag, 28 Februar 2017

Care&Heat - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Care&Heat - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Nach einem der kältesten Jänner der letzten 30 Jahre sehnen viele schon den Sommer herbei. Doch die hohen Temperaturen, die vor allem in den vergangenen Jahren im Sommer in Österreich gemessen wurden, können gerade für ältere oder gesundheitlich angeschlagene Personen zur Belastung werden.

Im Projekt "Care&Heat" wird untersucht, wie die im Zuge des Klimawandels steigenden Temperaturen und häufigen Hitzeperioden Sorge- und Pflegesituationen bedingen bzw. wie „Hitze“ von professionell Pflegenden, von An- und Zugehörigen aber auch von Gepflegten selbst in Österreich erfahren wird. Über einen Schreibaufruf werden Sorge- und Pflegeerfahrungen von informell und professionell Pflegenden gesammelt. Kritische Situationen in Bezug zu Hitze sollen identifiziert und Einsichten aus Erfahrungen und Coping-Strategien von Betroffenen und Pflegenden gewonnen werden. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit zum Thema „Wenn die Hitze Sorgen macht“ sensibilisiert werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Dienstag, 21 Februar 2017

Citizen Science Day im Naturhistorischen Museum Wien

Citizen Science Day im Naturhistorischen Museum Wien

Die Österreichische Citizen Science Konferenz öffnet sich am dritten Konferenztag im Rahmen eines öffentlichen Citizen Science Days im Naturhistorischen Museum Wien. Am 04.03.2017 können in der regulären Ausstellung des Museum alle interessierten Personen sich an 15 Infoständen zu Projekten informieren und diese dort auch gleich ausprobieren. Ermöglicht wurde dies durch die Wirtschaftsagentur Wien, einem Fonds der Stadt Wien. Folgende Projekte bzw. Themen präsentieren sich:

  • Infostände 1-4: "Gemeinsam an der Zukunft bauen"; Experimente zu Wasser, Boden, Luft und Wetter; Zentrum für Soziale Innovation und Global 2000, Earthwatch Institute, WasserCluster Lunz, Skywarn Austria
  • Infostand 5: "Online-Archiv Topothek"; ICARUS
  • Infostand 6: "FairTeilen"; Universität Salzburg
  • Inforstand 7: "CODE IT! - Gemeinsam Impfpolitik verstehen"; Universität Wien
  • Infostand 8: "Barocke Küchenexperimente"; Universität Salzburg
  • Infostand 9: "Pilze unter der Lupe"; Österreichische Mykologische Gesellschaft
  • Infostand 10: "Schnecken checken"; Naturhistorisches Museum Wien
  • Infostand 11: "Let's be a RAPper" (Reptilien- und Amphibienprofi); Naturhistorisches Museum Wien
  • Infostand 12: "Stunde der Wintervögel"; Birdlife Austria
  • Infostand 13: "Ziesel im Auge behalten"; Naturschutzbund Niederösterreich
  • Infostand 14: "Tot oder lebend: Tiere auf der Straße"; Universität für Bodenkultur Wien
  • Infostand 15: "Stadtwildtieren auf der Spur"; Veterinärmedizinische Universität Wien

 Zusätzlich können auch alle interssierten mitdiskutieren, wenn es um die Zukunft von Citizen Science geht: Im Rahmen eines Barcamps können Sie Ihre persönlichen Vorstellungen und Wünsche betreffend Citizen Science einbringen und diskutieren. Sie kommen zu Wort und bestimmen die Themen, die Wissenschaft hört zu! Wie muss Citizen Science gestaltet sein, damit eine Teilnahme für Sie attraktiv wird? Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen des bestehenden Angebots? Welche Wissens- und Forschungsgebiete sind für Sie interessant? Diese und viele weitere Fragen sollen mit Ihnen gemeinsam erörtert werden.

Kommen auch Sie vorbei und erleben Sie Citizen Science!

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Dienstag, 21 Februar 2017

Österreichische Citizen Science Konferenz 2017

Österreichische Citizen Science Konferenz 2017

Nächste Woche ist der Start zu Österreichs größter Citizen Science Konferenz. Vom 02.-04. März finden sich ca. 200 Citizen Science Praktikerinnen und Praktiker in den Räumlichkeiten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ein, um neue Projekte vorzustellen, die Methode zu diskutieren und Anknüpfungspunkte in verschiedenen Disziplinen zu erörtern. In 8 Vortragssessions und 11 Workshops wird intensiv gearbeitet werden. Von Naturwissenschaften, über Geisteswissenschaft bis zu den Kulturwissenschaften werden von unterschiedlichen Gesichtspunkten aus die aktuellen Entwicklungen im Bereich Citizen Science diskutiert. Dabei werden nicht nur Praktikerinnen und Praktiker aus Österreich teilnehmen, sondern auch aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.

Damit zeigt die österreichische Forschung im Bereich Citizen Science, dass sie am Puls der Zeit ist und an einer nachhaltigen Weiterentwicklung von partizipativer Wissenschaft großes Interesse hat. Mehr Informationen zur Österreichischen Citizen Konferenz finden Sie unter https://www.ages.at/expandinghorizons/.

Sonntag, 19 Februar 2017

Blogbeitrag: IDEAS LAB der Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Blogbeitrag: IDEAS LAB der Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Nach dem erfolgreichen Crowdsourcing-Projekt „Reden Sie mit!“ startet die Ludwig Boltzmann Gesellschaft ein IDEAS LAB zur „Psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“.

Sie ist erst acht Jahre alt. Wenn Mama wieder nicht aus dem Bett kommt und die Wand anstarrt, macht sie Kakao für sich und ihren kleinen Bruder. Dann zieht sie ihn an – Haube und Fäustlinge nicht vergessen! Schnell in die Schule, damit niemand schimpft. Irgendwann wird auffallen, dass sie nie Jause isst und dass ihr Bruder seit über einer Woche dasselbe anhat. Davor hat sie Angst. Aber Mama kann nicht! Dabei versteht sie kaum das Wort – Depression. Seelische Erkrankungen sind eine riesige Belastung für unsere Gesellschaft. Oft drücken sie auf die Kinder, die aufhören müssen, Kinder zu sein. Solche Kinder brauchen Hilfe – auch wenn das nicht von heute auf morgen geht. „Reden Sie mit!“ war das erste Crowdsourcing-Projekt im Bereich psychischer Erkrankungen in Europa. Gemeinsam mit anderen Menschen aus 83 Ländern haben Betroffene, Angehörige, Pflegende und viele mehr Themen zu psychischen Erkrankungen definiert, die von der Wissenschaft erforscht werden sollen. Jetzt folgen Taten! Die Ludwig Boltzmann initiiert das Forschungsprogramm „Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ mit einem Fokus auf: Kinder von psychisch erkrankten Eltern. Der Startpunkt dafür ist ein IDEAS LAB für das sich WissenschafterlerInnen verschiedener Disziplinen ab sofort und bis 8. März bewerben können. In diesem Ideas Lab werden 25 bis 30 Forschende für mehrere Tage zusammentreffen. Ziel ist es gezielt freies, vorbehaltloses Denken zu ermöglichen und disziplinäre Grenzen auflösen. Aus diesem Ideas Lab heraus sollen schließlich neue Forschungsprogramme entstehen denen für eine Laufzeit von vier Jahren pro Jahr EUR 1,5 Mio. zur Verfügung stehen.

Montag, 13 Februar 2017

Workshop "ARTizen" in München

Workshop "ARTizen" in München

Ein interdisziplinärer Workshop zu "ARTizen", einem Projekt zur Erforschung der europäischen Kunst des langen 19. Jahrhunderts unter Verwendung von Informatik-Methoden der Datenanalyse der LMU München, findet vom 27.-29. März in München statt. Das lange 19. Jahrhundert bezeichnet den Zeitraum von der französischen Revolution bis zum ersten Weltkrieg. Getrieben durch große gesellschaftliche und politische Umbrüche wie Säkularisierung, Aufklärung und Industrialisierung entwickelten sich in diesem Zeitraum in der europäischen Kunst neue Stile und Strömungen. Es war die Zeit des Klassizismus und der Romantik wie auch des Impressionismus und des Expressionismus und reicht bis hin zur Moderne.

Eine Beteiligung am Workshop sowie an Projekten der Bürgerwissenschaftsplattform erfordert Kenntnisse weder in Mathematik oder nicht Programmierung, dafür aber Interesse sowohl für Kunst und Kunstgeschichte wie auch für die Anwendung von bereits programmierten Methoden der Datenanalyse. Sie ist eine hervorragende Möglichkeit, praktische Erfahrungen mit der Datenanalyse zu sammeln.

Mehr Informationen zum Workshop können Sie hier finden: http://www.pms.ifi.lmu.de/workshop-artizen/#?platform=hootsuite

Sonntag, 05 Februar 2017

Trusted Spotter Network: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Trusted Spotter Network: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt auf der Plattform "Österreich forscht" willkommen heißen zu dürfen. Mit dem Trusted Spotter Network kommt ein zweites meteorologisches Projekt auf die Plattform. Es handelt sich dabei um eine Kooperation zwischen Skywarn, dem European Severe Storm Laboratory (ESSL) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). TeilnehmerInnen helfen in diesem einzigartigen Projekt bei der Vorhersage von Unwettern. Das Netzwerk steht allen Interessierten und Wetterenthusiasten offen, allerdings ist mit der Ausbildung zum Trusted Spotter sowie der Kontinuität der Berichterstattung einiger Aufwand verbunden.

Mehr Informationen zum Projekt können Sie unter http://www.citizen-science.at/projektliste/projekte/item/206-trusted-spotter-network finden!

Sonntag, 22 Januar 2017

Österreich forscht zu Gast in Innsbruck

Österreich forscht zu Gast in Innsbruck

Am 07.02.2017 findet an der Universität Innsbruck ein Workshop zu Citizen Science statt. Wir freuen uns sehr, dass wir eingeladen wurden, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von Innsbrucker Universitäten Citizen Science in Tirol zu diskutieren und Möglichkeiten der Beteiligung zu erörtern. Wir werden natürlich auf Twitter und auf Facebook von dieser Veranstaltung berichten und hoffen auf viele TeilnehmerInnen bei unserer ersten Veranstaltung in Innsbruck.

Mehr Infos zur Veranstaltung sowie die Anmeldung können Sie hier finden: http://ow.ly/RDF0308eiNs

Sonntag, 22 Januar 2017

Netzpolitischer Abend goes Citizen Science!

Netzpolitischer Abend goes Citizen Science!

Am 02.02.2017 gibt es in Wien eine Veranstaltung zum Thema Citizen Science: im Rahmen des Netzpolitischer Abend AT wird u.a. die Plattform "Österreich forscht" und Citizen Science in Österreich von Florian Heigl und Daniel Dörler vorgestellt. Wir freuen uns auf viele Anmeldungen unter http://ow.ly/NJT0308eior.

Weitere Themen dieses Abends sind das Open Source Tool QGIS (vorgestellt von Anita Graser) und ein Vortrag zum Sicherheitspaket von Sobotka, Brandstetter und Doskozil von Arlette Adibi von Epicenter.works. Für alle, die nicht in Wien sind gibt es auch die Möglichkeit, den Abend per Livestream mitzuverfolgen:

Browser: http://stream.xaok.org:8000/aufdraht.mp3.m3uPlayer: http://stream.xaok.org:8000/aufdraht.mp3

Mehr Infos zur Veranstaltung können Sie hier finden: http://ow.ly/hxF0308eitW

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

Sonntag, 22 Januar 2017

Die Konferenz öffnet sich

Die Konferenz öffnet sich

Die Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 öffnet sich heuer zum ersten Mal explizit für alle interessierten Personen. Während die ersten beiden Tage noch ganz im Zeichen der wissenschaftlichen Fachdiskussion an der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit stehen, werden am dritten Tag, dem 04.03.2017, interessierte BürgerInnen ins Naturhistorische Museum eingeladen. Dort können sie sich im Rahmen eines Citizen Science Days über 15 Projekte informieren, können selbst interaktiv mitwirken und finden alle Informationen über die Plattform "Österreich forscht". Im Rahmen eines Barcamps können BesucherInnen aber auch selbst aktiv diese Methode mitgestalten. Was interessiert BürgerInnen an der Methode Citizen Science? Wie müssen Projekte gestaltet sein, damit eine Teilnahme für BürgerInnen attraktiv ist? Welche Themen interessieren BürgerInnen? Diesmal sind Sie am Wort, und wir hören zu! Mehr Informationen dazu folgen in den kommenden Wochen.

Wir danken der Wirtschaftsagentur Wien, einem Fonds der Stadt Wien, für die Unterstützung.

Wirtschaftsagentur Logo Web Rot RGB

Sonntag, 22 Januar 2017

Programm zu ÖCSK 2017 online

Programm zur ÖCSK 2017 online

Das detaillierte Programm zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2017 ist nun online! Acht Vortragssessions und elf Workshops warten am 02. und 03. März 2017 auf Ihre Teilnahme! Das Spektrum ist dabei denkbar breit: von Citizen Science in den Altertumswissenschaften, über Citizen Science und Inklusion, Bürgerbeteiligung in Projekten zur Biodiversitätsforschung und Qualitätskriterien in Citizen Science Projekten, sowie Storytelling oder auch Kommunikation in Projekten kann sich jeder informieren. Zwei intensive Tage, die ganz im Zeichen von Citizen Science in Österreich, aber auch darüber hinaus, stehen. Zeit also, den Terminkalender zu zücken und sich diese Tage rot zu markieren!

Den Link zur Anmeldung und viele weitere Informationen finden Sie hier: https://www.ages.at/expandinghorizons/

Donnerstag, 12 Januar 2017

Citizen Science Award des BMWFW

Citizen Science Award des BMWFW

2017 vergibt das BMWFW erneut Citizen Science Awards und lädt Citizen Science- sowie wissenschaftlich ausgerichtete Open Innovation-Projekte ein, sich noch bis zum 20. Jänner für die Teilnahme zu bewerben. Mit den bis zu 3.000,-- Euro dotierten und vom BMWFW zur Verfügung gestellten Awards sollen interessierte Einzelpersonen, Schulklassen und Gruppen zur Mitarbeit in Forschungsprojekten animiert werden. Der Forschungszeitraum für Citizen Scientists soll im Mai und/oder Juni 2017 liegen. Im Herbst 2017 erfolgt die gemeinsame Vergabe der Awards im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung.

Weitere Infos zum Award können Sie unter https://www.zentrumfuercitizenscience.at/de/award finden.

Donnerstag, 05 Januar 2017

Europäische Citizen Science AkteurInnen in Österreich

Europäische Citizen Science AkteurInnen in Österreich

Die Generalversammlung der European Citizen Science Association (ECSA) findet nach Barcelona 2015 und Berlin 2016 dieses Jahr in Wien und Laxenburg statt. Vom 24. bis 25.01.2017 werden Citizen Science AkteurInnen aus ganz Europa in verschiedenen Arbeitsgruppen die Ergebnisse des letzten Jahres präsentieren und diskutieren, die Arbeitspläne für das kommende Jahr festlegen und die Vereinsorgane wählen. Gastgeber dieser Versammlung sind die Universität für Bodenkultur Wien und das Internationale Institut für Angewandte Systemanalysen (IIASA). Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Event mitorganisieren dürfen und natürlich auch darauf, unsere KollegInnen aus ganz Europa wieder zu treffen.

Mehr Informationen zur ECSA können Sie hier finden: http://ecsa.citizen-science.net/

Dienstag, 03 Januar 2017

Vortrag zu Citizen Science des WTZ Ost

Vortrag zu Citizen Science des WTZ Ost

Am 17.01.2017 findet von 19:00-21:00 Uhr ein Vortrag organisiert vom Wissenstransferzentrum Ost zum Thema "Citizen Science – Chancen und Herausforderungen einer Öffnung" statt. Der Abend lädt zum Grenzen überschreiten ein, sowohl räumlicher wie auch disziplinärer Natur und stellt das “Big Picture” in den Mittelpunkt. Durch einen Blick auf die internationalen Initiativen sollen die brennendsten Entwicklungen und Fragen sichtbar gemacht werden. Weiters wird über die Naturwissenschaften hinaus nachgesehen, welche Entwicklungen, Fragen und Herangehensweisen sich hier manifestiert haben. Nach der ersten Zusammenarbeit zwischen den Citizen Science und Open Science Gruppen letztes Jahr, soll dieses Mal noch tiefer die Verschränkung der beiden Konzepte durchdacht und so Probleme und Vorteile aus den gemeinsamen Aktivitäten reflektiert werden.

Der Besuch des Vortrages ist gratis und die Anmeldung erfolgt über http://ow.ly/M9qm307DX6x.

Mittwoch, 28 Dezember 2016

Umfrage zu Citizen Science in den Humanities

Umfrage zu Citizen Science in den Humanities

Das Projekt “exploreAT” des Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH-ÖAW) hat in Zusammenarbeit mit der Universität Salamanca (USAL), der Dublin City University (DCU) und dem Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) eine Umfrage zum Thema Citizen Science in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften gestartet. Mit dieser Umfrage soll der Status Quo von Bürgerbeteiligung und -engagement in diesen Wissenschaftsdisziplinen festgestellt werden. Es soll festgestellt werden, welche verschiedenen Arten der Beteiligung es gibt (sowohl in bereits abgeschlossenen, als auch in noch laufenden Projekten) und welche Erfahrungen gemacht wurden. Die dabei erhobenen Daten sollen wieder an die WissenschaftlerInnen und BürgerInnen zurückgespielt werden um die gesammelten Informationen für zukünftige Projekte zur Verfügung zu stellen.

Auch wir möchten zum Mitmachen unter https://limesurvey.minerva.arz.oeaw.ac.at/index.php/821374?lang=en aufrufen!

Dienstag, 27 Dezember 2016

Registrierung zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2017

Registrierung zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2017

Die Registrierung zur Österreichischen Citizen Science Konferenz 2017 ist ab sofort bis zum 17.02.2017 geöffnet. Acht Vortragssession und elf Workshops bieten einen breiten Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Bereich Citizen Science in Österreich aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Von den Altertumswissenschaften, über die Ökologie, die Rolle von Museen hin zu Bürgerwissenschaften in den Kunst können sich Interessierte informieren. Auch KollegInnen aus Deutschland und der Schweiz werden erwartet.

Wir, das Organisationsteam von Österreich forscht, AGES und FWF, hoffen auf zahlreiche TeilnehmerInnen und freuen uns schon auf die bisher größte und umfangreichste Citizen Science Konferenz in Österreich. Zur Registrierung gelangen Sie, wenn Sie auf folgenden Link klicken: https://www.ages.at/expandinghorizons/anmeldung/

Dienstag, 27 Dezember 2016

Citizen Science Logo-Wettbewerb

Citizen Science Logo-Wettbewerb

Im Rahmen der COST-Action "Citizen Science to promote creativity, scientific literacy, and innovation throughout Europe" soll ein Logo entworfen werden. Hier kann sich jede/r professionelle GrafikerIn einbringen und es gibt 500 € zu gewinnen. Dabei soll auf die Methode Citizen Science und die Ziele der COST-Action eingegangen werden und diese Aspekte sich im Logodesign wiederfinden. Genauere Informationen zum Logo Bewerb finden Sie hier:

http://cs-eu.net/sites/default/files/media/Logospecifics.pdf

Noch bis zum 20.01.2017 können Ideen und Entwürfe eingereicht werden.

Donnerstag, 15 Dezember 2016

Die Wasserlotterie: ein Gewinnspiel des Projektes "Wasser schafft"

Die Wasserlotterie: ein Gewinnspiel des Projektes "Wasser schafft"

Hiermit möchten wir auf eine besondere Aktion des Projektes "Wasser schafft" aufmerksam machen. Noch bis zum 31.05.2017 können Schulklassen bei der Wasserlotterie mitmachen und tolle Preise gewinnen. Einfach beim Projekt "Wasser schafft" mitmachen und einen vollständigen Basisdatensatz einsenden. Einen zusätzlichen Preis gibt es für jene Klasse, welche die meisten Bäche untersucht hat. Mehr Informationen zum Projekt "Wasser schafft" und der Wasserlotterie finden Sie auf der Projektseite!

 

Montag, 21 November 2016

SKYWARN Austria: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

SKYWARN Austria: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wir freuen uns, wieder ein neues Projekt auf der Plattform begrüßen zu dürfen! "SKYWARN Austria" funktionert nach dem Prinzip des amerikanischen Netzwerkes, welches in den siebziger Jahren vom nationalen Wetterdienst der USA (NOAA - National Oceanic and Atmospheric Administration) aufgebaut wurde. Die Grundidee dabei ist, auf Unwetterereignisse geschulte, freiwillig arbeitende Beobachter (engl.: Storm-Spotter) auszubilden. Wetterdienste können trotz ihrem dichten Messnetzwerk und dem Niederschlagsradar keine Extremwetterereignisse wie z.B. Tornados verlässlich erkennen.

SKYWARN Austria heute bereits ein Teil des österreichischen Unwetter-Vorwarnsystems. Durch die Gewinnung von zahlreichen weiteren Unwetterbeobachtern und Sturmjägern soll das bestehende System auch in Zukunft wachsen und weiterentwickelt werden, um so noch genauer und schneller vor drohenden Unwettergefahren warnen zu können.

Alle, die sich für die vielen Facetten des Wetters interessieren, können mitmachen! Wie genau das funktioniert, das erfahrt ihr auf der Projektseite unter SKYWARN Austria.

Mittwoch, 16 November 2016

"Schweiz forscht"

"Schweiz forscht"

Die Schweiz hat eine neue Citizen Science Plattform! "Schweiz forscht", betrieben von der Stiftung "Science et Cité", listet zahlreiche schweizer Citizen Science Projekte, allgemeine Infos zur Methode Citizen Science und News in diesem Bereich. Die Webseite ist eine Dienstleistung für alle, die Citizen Science Projekte lancieren, umsetzen, mitmachen, sich darüber informieren oder finanzieren wollen. Ziel ist es, alle Schweizer Citizen Science Projekte auf einer Webseite zu zeigen - unabhängig davon, ob die Projekte von Hochschulen, Verbänden, Verwaltungen oder von Privatpersonen durchgeführt werden. Damit soll die Seite auch als Anlaufstelle für alle möglichen Anfragen zu Citizen Science dienen.

Das Citizen Science Netzwerk Schweiz, für das man sich auf www.schweiz-forscht.ch registerien kann, umfasst derzeit bereits mehr als 100 Mitglieder. Regelmässige Netzwerktreffen zu wichtigen Themen wie Fragen nach Qualitätssicherung, Anerkennung der Citizens, Kommunikation in CS Projekten, oder ethische Korrektheit der Projekte werden von der Geschäftsstelle Citizen Science Schweiz organisiert. Erkenntnisse aus den Veranstaltungen sowie weitere Veranstaltungen werden auch via News auf der Webseite kommuniziert.

Wer sich die Seite ansieht, wird vermutlich eine gewisse Ähnlichkeit zu "Österreich forscht" feststellen können. Dies ist natürlich kein Zufall. Wir von "Österreich forscht und das Team von  "Schweiz forscht" haben uns ausgetauscht und Synergien und Gemeinsamkeiten erkannt, die wir auch in Zukunft weiter nutzen möchten. Daher möchten wir den KollegInnen alles Gute und einen erfolgreichen Start wünschen und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit!

Montag, 07 November 2016

Blogbeitrag: Habichtskauz trifft GeoMaus – Kooperation zwischen Projekten

Blogbeitrag: Habichtskauz trifft GeoMaus – Kooperation zwischen Projekten

Mit einer Spannweite von bis zu 125cm ist der Habichtskauz die größte waldbewohnende Eule in Österreich. Heute sind die Begegnungen mit diesen Eulen ein Glücksfall, denn der Habichtskauz verschwand vor rund 50-70 Jahren aus den österreichischen Wäldern. Neben ungewöhnlich kurzen Fluchtdistanzen und damit einhergehenden Abschüssen, wurde die Intensivierung der Waldbewirtschaftung den Käuzen zum Verhängnis. Durch eine frühere Entnahme der Bäume aus dem Wald verblieben immer weniger uralte Baumriesen mit ausreichend großen Baumhöhlen auf die der Habichtskauz zur Jungenaufzucht angewiesen ist. Im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes am Alpennordrand werden seit dem Jahr 2009 wieder junge Eulen in die österreichischen Wälder entlassen. Mit Erfolg: mehr als 60 Käuze sind bisher im Freiland ausgeflogen.

Heute stehen Eulen und Greifvögel unter Schutz und durch die Montage von rund 400 Nistkästen in Zusammenarbeit mit diversen Grundeigentümern in Wirtschaftswäldern stehen die Chancen auf eine Rückkehr des großen „Urwaldbewohners“ in Österreich gut. Bei der Erfolgskontrolle des Projektes spielen die Nistkästen neben anderen Methoden eine wichtige Rolle. Mittels Seilklettertechnik werden die Kästen in Höhen von 5 bis 25 Metern befestigt. Im Frühjahr werden die Nistkästen mehrmals kontrolliert und die Ergebnisse in einer Datenbank zusammengeführt. Über einen Spiegel, der im Einflugloch des Kastens montiert ist, sind Einblicke in den Nistkasten vom Boden möglich ohne die Brut der Käuze zu stören. Rund 50 Personen helfen als ehrenamtliche Nistkastenbetreuer mit und behalten im Lauf einer Brutsaison einen oder mehrere Standorte im Auge. Ohne die Hilfe dieser Citizen Scientists wäre eine komplette Kontrolle aller Nistkästen nicht mehr möglich.

Bei der zweiten Österreichischen Citizen Science Konferenz 2016 in Lunz am See traf nun das Habichtskauz Team auf Dr. Christine Blatt vom Projekt GeoMaus (www.kleinsaeuger.at). Bekanntlich ist das Verhältnis zwischen Eulen und Kleinsäugern eher angespannt. Die bevorzugte Nahrung der Käuze in Form von Wald- und Rötelmäusen stellt die Verbindung dieser beiden Projekte dar. Unsere Bekanntschaft erwies sich allerdings als sehr produktiv! Bei der Kontrolle der Nistkästen werden unterhalb bzw. in der Nähe oftmals Gewölle gefunden. In diesen von Eulen hochgewürgten unverdaulichen Nahrungsresten finden sich neben Haaren und Federn auch Knochen – diese Knochen lassen sich mit Expertenwissen unterschiedlichen Kleinsäugern zuordnen. Das Team von GeoMaus analysiert nun als Folge dieses Treffens derzeit Gewölle aus dem Habichtskauz Projekt.

Wie profitieren die beiden Projekte von dieser Zusammenarbeit? Wir vom Habichtskauz Projekt freuen uns genauer zu erfahren, wovon sich unsere Käuze ernähren. Das GeoMaus Team erhält verortete Nachweise diverser Mäuse, denn bei jedem Gewölle wird notiert wo es genau gefunden wurde. Natürlich fliegen die Eulen ihre Jagdflüge nicht nur genau dort, wo die Gewölle gefunden werden. Doch allzu weit ist es meistens nicht. Wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse und freuen uns sehr über die Kooperation!

Falls auch Sie interessiert sind, als NistkastenbetreuerIn im Habichtskauzprojekt tätig zu sein, freuen wir uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! über Ihre Anfrage!

Freitag, 04 November 2016

Picture Paint: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Picture Paint: ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Mit "Picture Paint" kommt ein Schwesterprojekt von "Picture Pile" des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) auf "Österreich forscht". In Picture Paint kann man WissenschaftlerInnen dabei helfen globale Probleme wie Klimawandel und Unterernährung zu lösen in dem man zusammen mit anderen Spielern Bilder anmalt! Und dabei kann man auch tolle Preise gewinnen! 

Wie das funktionieren soll? Schauen Sie einfach vorbei und lassen Sie sich überzeugen!

Freitag, 04 November 2016

Fotoquest Austria goes Europe!

Fotoquest Austria goes Europe!

Das Projekt "Fotoquest Austria" wurde nun auf ganz Europa ausgeweitet und heißt jetzt "Fotoquest Go"! Ziel ist es immer noch die Veränderungen von Landflächen und deren Auswirkungen auf die Umwelt besser nachverfolgen und verstehen zu können. Und alle können dabei mithelfen. Einfach die App runterladen und mitmachen! Unter allen TeilnehmerInnen werden auch tolle Preise verlost!

Schaut also einfach vorbei, macht mit und mit etwas Glück gewinnt ihr einen attraktiven Preis!

Freitag, 11 November 2016

Topothek - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Topothek - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wir freuen uns, wieder ein neues Projekt auf "Österreich forscht" begrüßen zu dürfen. Das Projekt "Topothek" bietet allen die Möglichkeit, historische Belege (z.B. Filme, Fotos, Dokumente etc.) auf eine Online-Plattform hochzuladen und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Belege können dann kommentiert und ausgewertet werden, um die Geschichte einer Familie, einer Gemeinde oder einer Region nachzuzeichnen.

Die Begeisterung an der Arbeit erschafft mit den Topotheken lokale Archive, die eine Aufmerksamkeit erwecken, die weit über die regionale Interessenslage hinausreicht. Vom Requisiteur und der Kostümbildnerin eines historischen Films bis hin zur Wissenschaft, die die Verbreitung einer Rinderrasse in den 1930er-Jahren nachvollziehen kann. Und schon oft hat ein jemand den eigenen Urgroßvater auf Fotos gefunden, die von einer bisher unbekannten Person zur Verfügung gestellt wurden.

Wenn auch Sie sich für Heimatkunde interessieren und vielleicht selbst historisches Material haben, dann schauen Sie noch heute hier vorbei und informieren Sie sich. 

Freitag, 14 Oktober 2016

Code IT - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Code IT - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wieder dürfen wir ein neues Projekt auf "Österreich forscht" herzlich willkommen heißen. Im Projekt "Code IT" der Universität Wien wird der Diskurs zur HPV-Impfung gemeinsam mit BürgerInnen untersucht. Im Projekt soll die Auseinandersetzung, die zur HPV Impfung ausgetragen wurde und schließlich deren Einführung in den Österreichischen Impfplan zur Folge hatte, untersucht werden. Dabei bietet das Projekt unterschiedliche Möglichkeiten der Beteiligung. Ziel ist es, den Diskurs um die HPV-Impfung besser zu verstehen.

Wenn Sie bei diesem spannenden Projekt teilnehmen möchten, finden Sie hier weitere Informationen dazu: http://www.citizen-science.at/projekte/code-it

Freitag, 14 Oktober 2016

Inside Trading Cultures - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Inside Trading Cultures - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt und damit auch einen neuen Partner auf "Österreich forscht" begrüßen zu dürfen. Inside Trading Cultures ist ein Projekt der FH St. Pölten und untersucht mit ethnographischen Feldforschungsmethoden die Rolle und Bedeutung von jährlich stattfindenden internationalen Handelsmessen im globalen Buchmarkt. Das Projekt richtet sich besonders an MultiplikatorInnen im Buch- und Literaturbereich, wie etwa BuchhändlerInnen, BibliothekarInnen und LehrerInnen aus dem Großraum St. Pölten oder Personen, die besonders an Literatur, Büchern und der damit verbundenen Frage, wie internationale Mediensysteme funktionieren, interessiert sind.

Wenn Sie mehr über dieses spannende Projekt erfahren möchten, dann finden Sie hier weitere Informationen.

Freitag, 14 Oktober 2016

Neue Hilfestellung verfügbar: Wie gelingt Citizen Science an Universitäten?

Neue Hilfestellung verfügbar: Wie gelingt Citizen Science an Universitäten?

Citizen Science wird auch an Universitäten immer häufiger in der Lehre und in der Forschung angwandt. Die "League of European Research Universities" (LERU) hat nun Empfehlungen ausgearbeitet, wie das gelingen kann. Dabei richten sich diese Guidelines nicht nur an WissenschaftlerInnen, sondern auch an Fördergeber und die Politik. Die sieben Empfehlungen an die WissenschaftlerInnen reichen von der angemessen Infrastruktur für Citizen-Science-Projekte über klare Vereinbarungen mit den Freiwilligen bis zur Anerkennung des Beitrages der Freiwilligen bei Publikationen. Den Hochschulen empfiehlt die LERU unter anderem, Fragen des Datenschutzes im Zusammenhang mit Citizen Science zu regeln und eine grosse Bandbreite von Erfolgskriterien bei der Beurteilung entsprechender Projekt anzuerkennen.

Wenn Sie sich mehr über diese Empfehlungen erfahren möchten, dann können Sie sich hier das "Advice Paper" (in englisch) herunterladen.

Samstag, 24 September 2016

Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 - Call for Abstracts

Österreichische Citizen Science Konferenz 2017 - Call for Abstracts

Der Call for Abstracts für die dritte Österreichische Citizen Science Konferenz ist offen. Jede und jeder kann noch bis zum 15. November 2016 für eine der zahlreichen Vortragssessions einen Vorschlag für einen Vortrag einreichen. Informationen zu den Einreichmodalitäten und zu den Themen der Vortragssessions selbst finden Sie auf der Konferenzwebsite.

Auch die Beschreibungen der vielfältigen Workshops sind auf der Konferenzwebsite online. Anmeldungen zu den Workshops sind dann im Zuge der Registrierung zur Konferenz ab 15.12.2016 möglich. Schauen Sie noch heute vorbei und informieren Sie sich über die dritte Österreichische Citizen Science Konferenz!

Samstag, 24 September 2016

CITREE - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

CITREE - ein neues Projekt auf "Österreich forscht"

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt auf "Österreich forscht" willkommen heißen zu dürfen: Mit dem Citizen Science Projekt CITREE soll ein Crowdsourcing Instrument zum Monitoring des Wachstums von urbanen Bäumen entwickelt und genutzt werden. Es baut auf dem Sparkling Science Projekt “Woody Woodpecker” auf, das sich mit dem Wachstum, der Struktur und der Funktion von Holz befasst. CITREE soll eine Instrument zum Monitoring urbaner Bäume bereitgestellt und damit eine Brücke zwischen den Bürgern und ihren Bäumen geschaffen werden: Einerseits können die Bürger im Monitoringprozess partizipieren, anderseits können sie sehen und lernen, wie ihre Bäume wachsen.

Mehr Information diesem Projekt finden Sie unter http://www.citizen-science.at/projekte/citree.