Programm - Citizen-Science.at

Citizen Science

Citizen Science wird weltweit unterschiedlich definiert. Einen Überblick der Konzepte und Ideen finden Sie unter "Was ist Citizen Science?"

 

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Programm

Hier finden Sie einen Überblick über das Programm der OECSK2019.
(c) Universitätszentrum Obergurgl

Programm

Hier finden Sie die Programmübersicht als pdf zum Download:
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Keynotes Österreichische Citizen Science Konferenz 2019

Wir freuen uns sehr, dass wir für die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz zwei hochkarätige Keynotes gewinnen konnten, die uns Einblick in ihre vielfältigen Tätigkeiten im Bereich Citizen Science geben werden. Eine kurze Beschreibung der beiden Wissenschaflterinnen finden Sie hier:

Susanne Hecker

Susanne Hecker Jessica Wahl

Mag. Susanne Hecker arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig. Sie forscht zu Fragen des Einflusses von Citizen Science an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und der Rolle der Kommunikation in partizipativen Forschungsprojekten. In den vergangenen Jahren hat sie sich maßgeblich für den Aufbau des internationalen Citizen Science-Netzwerks engagiert. Sie organisierte federführend die erste europäische Citizen Science Konferenz in Berlin im Mai 2016 und ist Erst-Herausgeberin des 2018 bei UCL Press erschienenen Buches „Citizen Science – Innovation in Open Science, Society and Policy“. Von 2015 bis 2018 war sie Beirats- und Jurymitglied bzw. Vorsitzende der österreichischen Initiative Top Citizen Science. Sie ist Gründungsmitglied der European Citizen Science Association, Mitglied der Citizen Science Association (USA) und der Australian Citizen Science Association. Als ausgebildete Wissenschaftskommunikatorin macht sie gerade ihr Doktorat in Citizen Science-Kommunikation.

Monica Peters

Monica Peters BW Portrait

Monica works freelance at the interface between science and the public on diverse environment-focussed projects throughout New Zealand. She chairs a Citizen Science Think Tank in the nation's capital, Wellington, which aims to bring greater strategic direction to citizen science in NZ as well as enhance the  credibility of citizen science as a research method. Monica is also on the executive of Forest and Bird, NZ's oldest conservation organisation and blogs regularly under www.monicalogues.com on citizen science and community-led environmental restoration. She was recently awarded a Winston Churchill Fellowship to research citizen science policy and applications in the UK, Germany and Austria.

Vortragssessions

Vortragssession 1: Wissen schaffen und vermitteln (Teil 1)

Vorsitz: Stefan Mayr und Johannes Rüdisser

Ein grundlegendes Verständnis für Wissenschaft ist Basis für eine aufgeklärte Gesellschaft. Es ist auch Basis für die Beteiligung von Citizen Scientists in Forschungsprojekten. Citizen Science Projekte sind deshalb von großer Bedeutung, um die zentrale Rolle der Wissenschaft für die Gesellschaft zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Diese Session beschäftigt sich mit den Übergängen zwischen Wissenschaftskommunikation, wissenschaftlicher Bildung der Citizen Scientists und deren aktiven Beteiligung an Forschung.

Vorträge:

  • Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen: Grenzen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz auflösen (Wofgang Ressi, Markus Zehetgruber)
  • Faktoren für erfolgreiches Citizen Science am Beispiel der Hummelmeldeaktion auf naturbeobachtung.at (Gernot Neuwirth, Johann Neumayer)
  • What’s in it for us? How citizen benefit from their participation in biodiversity citizen science (Maria Peter, Tim Diekötter, Kerstin Kremer)
  • Verbindung von Forschung und Wissenschaftsvermittlung im Rahmen eines Sparkling Science Projektes (Alexandra Pitt, Johanna Schmidt, Ulrike Koll, Martin W. Hahn)
  • Challenges when analysing animal behavioural data collected by citizens using digital devices (Didone Frigerio, Verena Puehringer-Sturmayr)

Vortragssession 2: ... und darüber hinaus.

Vorsitz: Susanne Tönsmann

Citizen Science findet vielen Disziplinen statt und fördert die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit. Diese Session schafft Raum für die Präsentation von Aspekten aus unterschiedlichsten Bereichen.

Vorträge:

  • Geruchsbelästigung mal anders angehen: Ermächtigung der Bürger durch das D-NOSES Projekt (Simone Rüfenacht, Rosa Arias, Nora Salas Seoane)
  • Anwenden von Knowledge Co-Creation Methoden zum Aufbau von Communities am Beispiel von PROVIDEDH (Enric Senabre, Amelie Dorn)
  • Modes of funding for citizen science: comparing funding schemes in the US, Austria and Germany (Anett Richter, Susanne Hecker, Mandy Singer-Brodowski, Robert R. Dunn, Aletta Bonn)
  • Stimmen von der anderen Seite: Wie konzipiert internationale Politik Citizen Science? (Susanne Hecker, Nina Wicke, Muki Haklay, Aletta Bonn)

Vortragssession 3: Grenzen definieren

Vorsitz: Katrin Vohland und Maike Weißpflug

Citizen Science boomt. Dies schafft neue wissenschaftliche Möglichkeiten, führt aber gleichzeitig zu großen Herausforderungen. Diese Session beschäftigt sich mit den grundlegenden Fragen wissenschaftlicher Prinzipien, wie Studiendesign, Datenqualität, Datenschutz oder Reproduzierbarkeit sowie dem Spannungsfeld zwischen professioneller Forschung und ehrenamtlichem Engagement.

Vorträge:

  • Grenzen von “extreme citizen science” am Beispiel eines linguistischen Citizen Science-Projekts (Barbara Heinisch )
  • Zum wissenschaftlichen Wert von Citizen Science anhand des Projekts Flurnamenerhebung Tirol (Gerhard Rampl, Elisabeth Gruber)
  • “Homegrown - There is nothing like a homegarden” - “GärtnerInnen forschen…” (Heidemarie A. Pirker, Brigitte Vogl-Lukasser, Christian R. Vogl)
  • Das GROW-Observatory, ein grenzüberschreitendes Resümee (Angelika Xaver, Naomi van der Velden, Gerid Hager, Luca Zappa, Endre Dobos, Karoly Kovacs, Mel Woods, Wouter Dorigo, Drew Hemment)
  • Privacy Matters: Datenschutz-Praxis in Citizen Science Apps & Projekt-Homepages (Philipp Hummer)
  • Citizen Science und Open Science (Eveline Wandl-Vogt, Kyle Copas)

Vortragssession 4: Grenzen überwinden

Vorsitz: Daniel Dörler und Florian Heigl

Eine sich verändernde Welt bedarf neuer Sichtweisen und Lösungsansätze. Citizen Science bietet hier zweifelsohne neue Möglichkeiten, sowohl in methodischer als auch thematischer Hinsicht. Auf der einen Seite haben in den letzten Jahren haben immer mehr Disziplinen Citizen Science für sich entdeckt, und dabei neue Ansätze geschaffen und neue Erkenntnisse gewonnen. Auf der anderen Seite entwickeln sich auch in „klassischen“ Citizen Science Disziplinen ständig neue Konzepte, die neue Fragestellungen und Partizipationsformen zulassen. Wir freuen uns in dieser Session über Beiträge zu modernen Citizen Science Ansätzen und ihrem Beitrag zu Beantwortung aktueller (gesellschaftsrelevanter) Fragen.

Vorträge:

  • Naturkalender ZAMG Smartphone App - Ein neuer Weg in der Datenerhebung der Phänologie (Thomas Hübner, Philipp Hummer, Helfried Scheifinger, Klaus Wanninger)
  • CitizenMorph: Application of Participatory Design for Citizen Science (Sabine Hennig)
  • Alltagswissen zu Populismus: Ein Citizen Science Projekt an der Universität Siegen (Luisa Fischer, Stephan Habscheid, Olaf Jann)
  • Das Eigene, das Andere & das Gemeinsame: Visuell-sensorische Analyse kultureller Grenzlandschaften (Paul Reiter, Martina Fineder, Luise Reitstätter)
  • Verbesserung der Zugänglichkeit der Topothek durch die Entwicklung eines Thesaurus (Thomas Palfinger, Amelie Dorn, Alexander Schatek, Yalemisew Abgaz)
  • Bridging the Proposal-Action Gap: How to plan for the unexpected and to engage school students? (Taru Sandén, Elena Kinz)

Vortragssession 5: Wissen schaffen und vermitteln (Teil 2)

Vorsitz: Stefan Mayr und Johannes Rüdisser

Ein grundlegendes Verständnis für Wissenschaft ist Basis für eine aufgeklärte Gesellschaft. Es ist auch Basis für die Beteiligung von Citizen Scientists in Forschungsprojekten. Citizen Science Projekte sind deshalb von großer Bedeutung, um die zentrale Rolle der Wissenschaft für die Gesellschaft zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Diese Session beschäftigt sich mit den Übergängen zwischen Wissenschaftskommunikation, wissenschaftlicher Bildung der Citizen Scientists und deren aktiven Beteiligung an Forschung.

Vorträge:

  • Auswirkungen unterschiedlicher Partizipationsansätze in einem Citizen Science Projekt auf Lernende (Josephine Berndt, Sandra Nitz)
  • A content management system for location-based gamification apps to design citizen science projects (Thorsten Schwerte)
  • Wissensvermittlung durch Gamification am Beispiel von spacelab_girls & exploreAT! (Thomas Palfinger, Amelie Dorn, Barbara Piringer)
  • Citizen Science als Beitrag zu einer wissenschaftsmündigen Gesellschaft? (Markus Weißkopf)
  • Vom Verwischen der Grenzen. Die Ausstellung als Forschungssetting (Laura Commare, Martina Fineder, Luise Reitstätter)
  • Mitmach-Forschung - Welche Erfahrungen machen Schüler und Schülerinnen in Sparkling Science Projekten (Suzanne Kapellari, Elisabeth Carli)

Workshops

WS01: Über (fehlende) Citizen Science-Incentives & Anerkennung – Was motiviert & was hindert Forschende?

Petra Siegele

Citizen Science ist in aller Munde. Die Anzahl der Projekte steigt weltweit, obwohl es nach wie vor wenig Förderungen und kaum Incentives sowie Anerkennung für das Engagement von Forschenden, die Citizen-Science-Projekte durchführen, vor allem im Sinne der wissenschaftlichen Karriereleiter gibt. Was motiviert Forschende dennoch Citizen Science-Projekte durchzuführen? Und wie können auch andere vom „Citizen-Science-Nutzen“ überzeugt werden? In dieser Session sollen anhand (inter)nationaler Beispiele Möglichkeiten institutioneller Incentives diskutiert und motivierende Faktoren für Citizen Science-Engagierte ausgearbeitet werden. Wie könnten sich Institutionen verstärkt für Citizen Science einsetzen? Welche bestehenden institutionellen Strukturen könnten dafür genutzt und weiterentwickelt werden? Die gesammelten Ergebnisse des Workshops werden in Folge mit den zuständigen forschungspolitischen Stellen diskutiert werden.

WS02: Graphic Recording

Genaue Inhaltsbeschreibung folgt.

WS03: Beyond borders in Citizen Science

Barbara Kieslinger, Teresa Schäfer

Citizen Science is diverse, in terms of methods, approaches, tools, resources, impacts. Such diversity is very positive and stimulating. However, in order to grow as a community with an established set of principles and research ethics there is a need for actors to connect beyond disciplinary, methodological and geographical borders. The project EU-Citizen.Science creates a space for mutual learning, where different tools, best practice examples and scientific outcomes are collected, curated, and made accessible. Target stakeholders include interested citizens, media, scientific institutions, politicians and donor organisations. But what exactly is needed from the different Citizen Science actors to mature as a community? What do we want to learn from and with each other? What are important success indicators for a mutual learning platform to become a relevant community service beyond borders? Answering these questions will be the focus of this workshop. Representatives from all stakeholder groups are invited

WS04: Partizipativ – Generativ – Transformativ. Kinder forschen über Bildung

Vera Brandner

Im Workshop wird mit der Generativen Bildarbeit ein methodologischer Vorschlag für forschendes Lernen als Grenzarbeit präsentiert. Es werden dabei fotografisch-visuelle und theaterpädagogische Methoden kombiniert, um generative Themen und Bilder der Beteiligten zu erforschen. Fotografische Praxis wird als transformativer Prozess gesehen, der sich aus dem dialektischen Verhältnis von Aktion, Reflexion und Dialog speist. Dabei rücken das Partizipative, das Generative und das Transformative ins Zentrum und werden als ermöglichende Elemente für ein Forschen in Grenzräumen anerkannt. Dieser Ansatz eignet sich für verschiedene Altersgruppen. In diesem Workshop wird der Fokus auf das Arbeiten mit Volksschulkindern gelegt. So baut der Workshop auf die Methodologie eines Forschungsprojektes auf, das aktuell zum Thema Chancen(un)gleichheit und Bildungswünsche mit Volksschulkindern umgesetzt wird. Es werden im Workshop methodische Elemente beispielhaft präsentiert und ausprobiert.

WS05: Wie mache ich einen Science-Slambeitrag, ohne dass ich mich zum Affen mache?

Genaue Inhaltsbeschreibung folgt.

WS06: Die Crowd begeistern - Kommunikationsstrategien für Crowdfunding in der Wissenschaft

Florence Mühlenbein, Rebecca Winkels

Bei der Umsetzung kleinerer wissenschaftlicher Projekte, unter die auch Citizen Science Projekte zumeist fallen, gibt es zwei große Herausforderungen: Die Finanzierung und die Kommunikation. Crowdfunding vereint die beiden Komponenten, verlangt aber auch ein hohes Maß an strategischem Geschick. In diesem Hands-On Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, wie eine Kommunikationsstrategie aufgebaut sein muss, damit eine Crowdfunding-Kampagne von Erfolg gekrönt ist. Wie vermarkte ich ein Projekt, was sind meine Kernbotschaften und mit welchen Mitteln erreiche ich meine Zielgruppe über den gesamten Projektverlauf? All diese Fragen werden in kleinen Gruppen und an konkreten Beispielen gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet. Dabei wird ihnen das Handwerkszeug vermittelt, künftig Kommunikation von Beginn an mitzudenken und effektiv umzusetzen, um so erfolgreiche wissenschaftliche Crowdfunding-Kampagnen zu gestalten.

WS07: Partizipative Forschung und Citizen Science – zwei Seiten einer Medaille?

Susanne Tönsmann, Fanny Jones

«Citizen Science» und «Partizipative Forschung» werden als verwandt, als deckungsgleich oder als sehr unterschiedliche Ansätze wahrgenommen. In diesem Workshop möchten wir diskutieren, ob und wo wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Ansätzen sehen. Was bedeutet Partizipation im Kontext von Citizen Science, was bedeutet es in der Tradition der Partizipativen Forschung? Als Input werden beide Traditionen aus theoretischer Perspektive umrissen. Im Anschluss bearbeiten die Teilnehmenden Projektbeispiele. Dabei soll das jeweilige Verständnis von Partizipation herausgearbeitet werden. Am Ende werden die gewonnenen Erkenntnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen sind eingeladen, mit uns zu diskutieren. Ziel des Workshops ist ein deutlicheres Verständnis des Konzeptes Partizipation. Der Workshop wird von der Partizipativen Wissenschaftsakademie gemeinsam mit dem Citizen Science Center Zürich durchgeführt.

WS08: Wie erstelle ich einen MOOC?

Barbara Hoffmann, Andrea Bou-Vinals

In der Zeit der Digitalisierung bietet ein MOOC (Massive Open Online Course) eine ideale Plattform, um Wissen für die Gesellschaft frei verfügbar zu machen und den Austausch zwischen ForscherInnen und TeilnehmerInnen zu erleichtern. Im Rahmen des Workshops wird unter anderem auf folgende Fragen eingegangen: Was ist ein MOOC? Wie erstelle ich einen MOOC? Wie kann ich komplizierte, wissenschaftliche Themen für ein breites Publikum aufbereiten? Welche Möglichkeiten gibt es, um Inhalte für einen MOOC zu erstellen? Unsere Lessons Learned werden behilflich sein, Stolpersteine auf dem Weg der MOOC Erstellung zu vermeiden.

WS09: Artitstic and Creative Practices meets Citizen Science

Georg Russegger

Im Zuge des Wissenstransferszentrums (www.wtz-ost.at) an Universitäten und dem inter- und transdisziplinären Austauch von neuartigen Forschungsmethoden und -praktiken scheint es oft noch unvermittelt zu sein, welche gesellschaftlichen Aspekte durch kunst-, kultur-, und kreativwissenschaftliche Methoden bearbeitet werden können. Citizen Science und das damit adressierte Feld von Beteiligungswissenschaften, aber auch einem damit verbundenen partizipativen und somit interagen Forschungsansatz sektorenübergreifende mit Beispielen und Projekten aus dem künstlerisch-kreativen Forschungsbereich zu erweitern und dadurch neue Synergien zu schaffen, ist das Ziel des Workshops.

WS10: Fast Forward zum Erfolg – Webvideos als Kommunikationstool in Citizen Science Projekten

Markus Weißkopf, Marina Wirth

Laut der Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2018 nutzen Schüler und 14- bis 29-Jährigen besonders häufig Videoplattformen im Internet um sich über Forschung und wissenschaftliche Themen zu informieren. Diese Zielgruppe, ist für Citizen Science von großem Interesse und wird dem Feedback von Kolleginnen und Kollegen zufolge noch nicht ausreichend erreicht. Der richtige Einsatz von Webvideos könnte dies künftig ändern. Basierend auf Videos aus dem Video-Wettbewerb für die Wissenschaft, Fast Forward Science, werden in diesem Workshop verschiedene Videoformate zunächst vorgestellt und Stärken und Schwächen der Formate analysiert. Anschließend werden die unterschiedlichen Formate gemeinsam mit den Teilnehmenden darauf überprüft, ob und inwiefern sie sich für welche Arten von Citizen Science Projekten eignen. Dabei geht es zum einen um Inhalte und zum anderen auch um praktische Fragen, wie Kosten, Equipment, Umsetzbarkeit und Produktionstechniken. 

WS11: Grenzen.Los! Die Rolle der WissenschaftlerIn in Citizen Science Projekten

Andrea Sieber

The role here, however, ist o be an ally, an advisator, an enabler, and maybe a partner, to users untertaking research…“ Evans and Jones

Grenzen und Herausforderungen als Wissenschaftler in Projekten sind scheinbar klar festgelegt. Es handelt sich um eine Art Nicht-Beziehung, in der die Forschenden möglichst neutral bis unsichtbar sind. In Citizen Science Projekten ist die Situation jedoch eine andere: Sie verlangt von allen Beteiligten die Bereitschaft, sich in einen partizipativen Prozess hineinzubegeben, und gleichzeitig Wissen und Können, um produktiv mitarbeiten zu können. Hier erhalten Forschende oftmals neue und ungewohnte Rollen. In diesen sind Kompetenzen und Fertigkeiten und eine hohe Flexibilitäts- und Reflexionsbereitschaft nötig, die in der herkömmlichen Universitätsausbildung zumeist nicht erworben wird. Der Workshop bietet einen Erfahrungsaustausch über die Vielfalt von Anforderungen und Rollen, bei dem wir kreative, visuelle und performative Elemente einbeziehen.

WS12: Citizen Science-Förderungen: Erwartungen von Forschenden vs. Möglichkeiten von Fördergebern

Petra Siegele, Gerit Oberraufner

Die Finanzierung von Forschungsprojekten ist eine der Hauptaufgabe von Förderorganisationen. Aber wie könnte eine Citizen Science-Projektfinanzierung aussehen? Welche Unterstützungen würden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch abseits von Fördergeldern benötigen, um Citizen Science-Projekte erfolgreich durchführen zu können? Hilfestellungen könnten vielseitig sein, vom Erfahrungsaustauch mit anderen Citizen Science-Projekten, über Weiterbildungen bzw. Inputs zu bestimmten Themen bis hin zu Vernetzungsaspekten. Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und den Spielraum und die Grenzen zwischen Wünschen und dem für Fördereinrichtungen Möglichem auszuloten.

WS13: D-A-CH Citizen Science Arbeitsgruppe

Daniel Dörler, Anne Harnack, Florian Heigl, Fanny Jones, Tiina Stämpfli, Susanne Tönsmann, David Ziegler

Die CS-Community lebt vom aktiven und effektiven Austausch der Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft, sowohl innerhalb einzelner Projekte, als auch bei Themensetzung, Methodenentwicklung, Finanzierung etc. Mit ECSA wurde ein Netzwerk geschaffen, um den europ. Austausch zu ermöglichen und CS eine gemeinsame Stimme zu verschaffen. In Europa stellt der deutschsprachige Raum eine wichtige Strömung dar, dessen Aktivitäten jetzt gebündelt werden soll. Vertreterinnen und Vertreter von Bürger schaffen Wissen, Österreich forscht, Zentrum für Citizen Science, Schweiz forscht, der WWU Münster und dem Kompetenzzentrum Citizen Science und der Partizipativen Wissenschaftsakademie der ETH und der Uni Zürich haben es sich zum Ziel gesetzt, eine DACH AG CS ins Leben zu rufen, um die Zusammenarbeit der DACH-Länder zu intensivieren. Der Workshop soll als konstituierende Sitzung der DACH AG fungieren. Wir möchten mögliche gemeinsame Themen und Formen der Zusammenarbeit diskutieren.

WS14: Wie mache ich meine Daten FAIR?

Daniel Spichtinger

Was sind offene Daten und sind diese Daten zwangsläufig auch gute Daten? Mittlerweile sind offene Daten bei der Registrierung von CS Projekten auf Österreich forscht eine Voraussetzung um als Projekt auf der Plattform gelistet zu werden. Zudem kommt, dass auf Fördergeberseite mittlerweile die Aufbereitung von Daten durch das FAIR Data Konzept (Findable — Accessible — Interoperable — Reproducible) geregelt wird. Was sind FAIRe Daten und wie kann ich meine Daten “fair” aufbereiten, sind Fragen die sich immer mehr ForscherInnen stellen. In diesem Hands-on Workshop geht es darum die eigenen Daten genauer unter die Lupe zu nehmen. Daniel Spichtinger wird diesen Workshop leiten. Er war bei der Ausarbeitung der Open Data Kriterien der EU Kommission maßgeblich involviert und wird die Workshop TeilnehmerInnen dazu anleiten die eigenen Daten auf FAIRe Prinzipien zu überprüfen. Ziel des Workshops ist, die eigenen Forschungsdaten so aufzubereiten, dass sie diesen Prinzipien entsprechen.

WS15: User Experience Design in Citizen Science

Alex Papadopoulos

We often talk and think about Citizen Science as if it is something that only happens in the field, dealing with environmental sciences and conservation. However, CS happens every day both in real life and online, with hundreds of people dedicating their time and efforts to help scientists and make important discoveries. While the tools and practices that were created a few years ago were fascinating and engaging, as technology changes, the needs of these groups of citizen scientists change too. This workshop is intended to be a discussion with specialists from various fields of CS, in order to identify requirements that should not be neglected when designing specifically for CS, from the point of view of the researchers. This can lead to a common framework in regards to CS technology design.

Postersession

Vorsitz: Florian Westreicher

  • Peer-Review und Citizen Science (Daniel Dörler, Florian Heigl, Gabriele Gadermaier, Stefan Mayr, Johannes Rüdisser, Robert Brodschneider, Christine Marizzi)
  • Projekt Roadkill: Datenqualität mit Fokus auf überfahrene Igel in Wien (Irene Hoppe, Johann G. Zaller, Florian Heigl)
  • Interview mit einem Wimpertierchen und Ciliatenjagd - Einzeller als Schlüssel zu Citizen Science (Sabine Wanzenböck, Michaela Ellmauer, Barbara Kammerlander, Bettina Sonntag)
  • Partizipative Erforschung des "Kremser" Skorpions (Euscorpius tergestinus) mit SchülerInnen (Martin Scheuch)
  • Gesichter der Migration. Jugendliche aus Tirol erforschen ihre familiale Migrationsgeschichte (Erol Yildiz, Marc Hill, Miriam Hill, Anita Rotter, Lisa Ferron)
  • Auf Schilderjagd im öffentlichen Raum – Linguistische Schnitzeljagden als eine Citizen Science-Form (Barbara Heinisch)
  • In aller Munde: Insekten als Nahrungs- und Futtermittel (Thomas Klammsteiner, Andreas Walter, Magdalena Gassner, Carina Desirée Heussler, Heribert Insam)
  • Produktentwicklungen von Jugendlichen für Jugendliche: Ein partizipatorischer Ansatz (Hartmut Derler, Simon Berner, Daniela Grach, Raphaela Gruber, Ulrike Seebacher)
  • SPOTTERON – die österreichische Citizen Science Plattform für Apps, Websites & digitale Tools (Philipp Hummer)
  • Probleme und Lösungsansätze beim Einsatz von Smartphone-Apps in Citizen Science Projekten (Verena Puehringer-Sturmayr, Didone Frigerio)
  • Freigeist im Freiraum! (Judith Prossliner, Elias Walch)
  • Spezielle Förderung in den Sparkling-Science Projekten AIR und CHAMPIONS im MINT-Bereich (Eva Partoll, Eva Canaval, Lukas Fischer, Ralf Schnitzhofer, J. Barbro Winkler, Jörg-Peter Schnitzler und Armin Hansel)
  • BIOTOP - Ein Containerlabor träumt von der Wissenschaft (Anna Ritscher, Anna Köferle, Anna Wächter-Mittersteiner, Lukas Hutter, Andreas Körner, Ralf Bliem)
  • Mosquito monitoring with GPS location based gamification – a citizen science project (Stefanie Jäger, Thorsten Schwerte)
  • SCIENCE4YOUTH-Forschung mitgestalten! Ein Ausbildungsprogramm für Jugendliche. (Raphaela Kaisler, Magdalena Wailzer)
  • ECSA - Grenzen zu Übergängen (Dorte Riemenschneider, Simone Birrer)
  • Der Frosch im Wassertropfen 2.0 - eDNA-Monitoring von Amphibien in Österreich (Corinna Wallinger, Michael Traugott)
  • Generative Bildarbeit: Die Wirksamkeit fotografischer Praxis in der Grenzarbeit (Vera Brandner)
  • Vielfalt bewegt: Biografien, Orte und Verbindungen im Alpen-Adria-Raum (Marc Hill, Erol Yildiz)
  • Lehmbau im Weinviertel: Mit Citizen Science eine Wissensbasis über Lehmbauten schaffen (Thomas Schauppenlehner, Renate Eder, Kim Ressar)
  • Das SLAVES Projekt - Museumspädagogik als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Schule (Robert Spindler, Katharina Seidl, Timo Gassner)
  • Erforschung seltener Arten: Möglichkeiten und Grenzen von Citizen Science am Beispiel Habichtskauz (Richard Zink, Theresa Walter)
  • Beyond Citizen Science: Knowledge for Development @ exploration space (Eveline Wandl-Vogt, Andreas Brandner)
Gelesen 2661 mal| Letzte Änderung am Freitag, 14 Dezember 2018 13:53