Roadkill - Citizen-Science.at

Citizen Science

Citizen Science wird weltweit unterschiedlich definiert. Einen Überblick der Konzepte und Ideen finden Sie unter "Was ist Citizen Science?"

 

Citizen Science Austria auf Facebooksocial media 06social media 16

Verwechslungen

Das korrekte Erkennen von überfahrenen Tierarten ist oftmals eine richtige Herausforderung. Manchmal sind nur noch Reste vom Tier erhalten oder das Tier ist bereits so zerstört, dass eine richtige Identifizierung der Art kaum mehr möglich ist. Eine Hilfe dabei sind unsere Steckbriefe...

31. 08. 2018

Weiterlesen

Österreichischer Pocket-Guide zu üb…

Wir brauchen eure Hilfe! Immer wieder hören wir von neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Projekt, dass es oft sehr schwierig ist, die gefundenen Tiere sicher zu bestimmen. Nun gibt es aber im Projekt auch schon sehr erfahrene Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit Kommentaren unter den Ei...

11. 07. 2018

Weiterlesen

Der Igel

Irene Hoppe schreibt seit 2018 an ihrer Masterarbeit im Projekt Roadkill zu überfahrenen Igeln in Wien. Heute gibt sie uns einen Einblick in ihr faszinierendes  Forschungsobjekt, den Igel. Mit ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild gehören Igel (Erinaceidae) zu der wahrscheinlich b...

10. 07. 2018

Weiterlesen

Biodiversität im Projekt Roadkill

Unsere übergeordnete Vision im Projekt Roadkill ist es ja die Anzahl überfahrener Tiere zu verringern. Dazu möchten wir zuerst einen Überblick schaffen, welche Tierarten überhaupt von Roadkill betroffen sind. Ein erster Blick in unsere Datenbank zeigt uns eine unheimliche Vi...

09. 04. 2018

Weiterlesen

Kooperation mit der Arge NATURSCHUT…

Wir freuen uns sehr eine neue Kooperation im Projekt vorzustellen. Der gemeinnützige Naturschutzverein Arge NATURSCHUTZ hat sich bereit erklärt enger mit uns im Projekt Roadkill zusammen zu arbeiten. Zu den wichtigsten Aufgabenbereichen dieses Vereins zählen laut Vereins-Website die E...

23. 03. 2018

Weiterlesen

Mitten in der Zeit der Amphibienwan…

Der Frühlingsbeginn legt eine kurze Pause ein. Diese Pause möchten wir nutzen um aufzuzeigen, wie man mithelfen kann das Amphibensterben auf Österreichs Straßen zu reduzieren. Eine interessantes Video indem Amphibienwanderungen erklärt werden findest du am Ende des Artikel...

16. 03. 2018

Weiterlesen
Österreich
(c) by Klaus Schindler; bearbeitet von Philipp Hummer (SPOTTERON)

In diesem Projekt wird es Ihnen  ermöglicht an einem wissenschaftlichen Projekt zum Thema “Roadkill” aktiv mitzuarbeiten. Es wird erhoben, welche Tiere auf Straßen zu Tode kommen und welche Gründe es dafür geben könnte. Mit Ihren Daten werden Hotspots identifiziert und es wird versucht diese Hotspots zu entschärfen.

Was bedeutet Roadkill?

Als Roadkill werden alle im Straßenverkehr zu Tode gekommenen Tiere bezeichnet. Der deutsche Begriff Wildunfall greift als Übersetzung zu kurz, denn er bezieht sich in der Regel nur auf größere Säugetiere und gelegentlich Vögel. Dies schlägt sich auch in offiziellen Statistiken wieder – Daten zu getöteten Tieren im Straßenverkehr werden nur zu sogenanntem „jagdbarem Wild“ erhoben. Daten zu allen anderen Tierarten – auch zu gefährdeten Tierarten, wie zum Beispiel Amphibien – fehlen.

Welche Relevanz hat Roadkill?

Rehe-1024x717Illustration: Horst HellmeierStraßen zerschneiden die Lebensräume vieler Tierarten – die Ökologie bezeichnet dieses Phänomen als Habitatfragmentierung. Auf menschliche Wohnräume umgelegt würde dies bedeuten, dass z.B. die Verbindung zwischen Küche und Wohnzimmer durch eine Straße durchquert wird. Tiere überqueren Straßen, wenn sie z.B. auf Nahrungssuche sind, sich Paarungspartner suchen (Rehe die im Herbst auf der Suche nach Paarungspartnern große Strecken zurücklegen) oder wenn sie zwischen Winterquartier und Sommerquartier wechseln (wie zum Beispiel Kröten bei ihrer Wanderung im Frühjahr). Tierarten, die diese Migrationen durchführen sind daher von Roadkill besonders häufig betroffen.
Auch für den Menschen hat Roadkill Relevanz – Tiere auf der Fahrbahn stellen für Autofahrerinnen und Autofahrer eine große Gefahr und auch eine große ethische Belastung dar. Nicht nur Zusammenstöße mit großen Wildtieren wie Hirsch, Wildschwein und Co verursachen jährlich Personen- und Sachschäden – auch kleine Tiere wie Igel und Kröte können Schäden verursachen, da immer wieder Unfälle durch Ausweich- und Bremsmanöver passieren.

Ziele des Projekts Roadkill?

Unser klares Ziel ist die Anzahl an Roadkills soweit wie möglich zu reduzieren, indem wir den Ursachen der Roadkills auf den Grund gehen.

Der erste Schritt dazu ist einen Überblick über Anzahl, Umfang und Verbreitung von Roadkills zu bekommen. Durch das Zusammentragen von vielen einzelnen Daten zu einem großen Datensatz ist es möglich genau festzustellen, zu welchen Bedingungen (Wetter, Uhrzeit, …), an welchen Standorten (Wald, Wiese, Ortsgebiet, …), auf welchen Straßen, welche Tiere Opfer von Roadkill werden.

Neben der Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragestellungen ist es uns möglich „Hotspots“, also Orte an denen es besonders häufig zu Roadkill kommt, zu identifizieren. In Zukunft versuchen wir in Zusammenarbeit mit Behörden, NGOs und Gemeinden diese Hotspots zu entschärfen.

Darüber hinaus sehen wir die Möglichkeit, dass Autofahrerinnen und Autofahrer, mittels moderner Kommunikationsmittel, punktgenau sowie abhängig von Jahres- und Tageszeit vor Roadkills gewarnt werden. Ähnlich wie Navigationsgeräte und Smartphones vor Radarfallen warnen, könnte auch vor neuralgischen Straßenabschnitten auf denen besonders viele Roadkills auftreten, gewarnt werden.

Übergeordnet soll das Projekt Roadkill zur Sensibilisierung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer beitragen.

Wie kann man teilnehmen?

Bevor Sie teilnehmen können, müssen Sie sich registrieren oder einloggen. Sind Sie auf einer Straße unterwegs und beobachten ein totes Tier welches von einem Fahrzeug erfasst wurde, melden Sie dies einfach über unsere App für Android oder das Online-Formular in der Dateneingabe. Sie können dies an Ort und Stelle tun, oder Sie notieren sich die Stelle und geben die Daten zuhause an einem Computer mit Internetverbindung ein. Falls Sie noch Fragen zum genauen Vorgang der Dateneingabe haben, lesen Sie unsere FAQs  oder schreiben uns ein Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

App Downloaden und mitmachen!

Die Apps zum Projekt Roadkill, die im Citizen Science App Systems SPOTTERON laufen, sind kostenlos für Android und IOS verfügbar:
Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.spotteron.roadkill
iPhone: 
https://itunes.apple.com/us/app/roadkill-spotteron/id1007563102

Projektleitung

Projektleiter: Florian Heigl

Institut für Zoologie
Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien

 

Gelesen 9800 mal| Letzte Änderung am Dienstag, 08 Mai 2018 13:51