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Citizen Science

Citizen Science wird weltweit unterschiedlich definiert. Einen Überblick der Konzepte und Ideen finden Sie unter "Was ist Citizen Science?"

 

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Arbeitsgruppen

Hier können Sie sich über die Inhalte unserer Arbeitsgruppen informieren.
beste Aussicht CC BY 2.0 Samuel Abächerli | Flickr (http://bit.ly/2sK3j4s)

Arbeitsgruppe für Qualitätskriterien

Leiter: Florian Heigl und Daniel Dörler, BOKU Wien

Im Rahmen des jährlichen Plattformtreffens von “Österreich forscht” am 01.03.2017 wurde von den anwesenden PartnerInnen beschlossen eine Arbeitsgruppe zu Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte einzurichten. Dies wurde nötig, weil durch neue Förderprogramme und dem mittlerweile erreichten Bekanntheitsgrad von Citizen Science sich immer mehr Projekte zu Citizen Science zählen, welche auch die Aufnahme auf “Österreich forscht” beantragten. Bislang wurden Projekte von den Koordinatoren der Plattform vor der Aufnahme auf Konsistenz mit den unterschiedlichen Definitionen von Citizen Science geprüft. Um nun möglichst objektive, nachvollziehbare und vor allem auch öffentlich einsehbare Kriterien für die Zukunft zu schaffen, wurde die Arbeitsgruppe für Qualitätskriterien gegründet.

Die Arbeitsgruppe besteht aus ProjektleiterInnen und PartnerInnen von “Österreich forscht” und wird von Florian Heigl und Daniel Dörler geleitet. Ziel ist es bis zur kommenden Österreichischen Citizen Science Konferenz Anfang Februar 2018 in Salzburg einen Katalog mit Mindestkriterien zu erstellen, den alle Projekte auf “Österreich forscht” in Zukunft erfüllen müssen. Zusätzlich werden die Kriterien auf “Österreich forscht” für jeden einsehbar präsentiert werden. Die entwickelten Kriterien erhöhen einerseits die Qualität der Citizen Science Projekte auf der Plattform und bieten andererseits den BürgerInnen die Gewissheit, dass alle auf “Österreich forscht” gelisteten Projekte nach objektiven und nachvollziehbaren Qualitätskriterien durchgeführt werden.

Ab dem Moment, an dem die Kriterien präsentiert werden, müssen alle Projekte, die auf der Plattform gelistet werden möchten, diese erfüllen. Für bereits auf der Plattform gelistete Projekte gilt eine Übergangsfrist, die ebenfalls bei der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 bekannt gegeben wird. Sollten bereits gelistete Projekte nach der Übergangszeit die Kriterien nicht erfüllen, so werden diese von der Plattform entfernt. Wie der Überprüfungsprozess gestaltet sein soll, wird ebenfalls in der Arbeitsgruppe fixiert.

Die Erstellung der Kriterien erfolgt in mehreren Schritten. Im ersten Schritt wird in der Arbeitsgruppe für Qualitätskriterien ein erster Entwurf der verschiedenen Kriterien erstellt.  Danach haben alle ProjektleiterInnen und PartnerInnen von “Österreich forscht” Zeit diese Kriterien selbst zu lesen, zu kommentieren und Feedback einzubringen. Dieses Feedback wird  von der Arbeitsgruppe diskutiert und in eine zweite Version eingepflegt. Während der gesamten Erstellung des Qualitätskriterienkataloges wird es insgesamt drei Feedbackschleifen für ProjektleiterInnen und PartnerInnen der Plattform geben. Zusätzlich steht es allen ProjektleiterInnen und PartnerInnen der Plattform jederzeit offen auch selbst Teil der Arbeitsgruppe zu werden und so die Kriterien noch intensiver mitgestalten zu können.

Auf diese Weise sollen sowohl traditionsreiche Citizen Science Projekte, als auch ganz neue die Möglichkeit haben ihre Sichtweisen und Meinungen zu dieser Methode einzubringen. Updates zum Prozess und auch zu den Kriterien werden bis zur Konferenz hier zu finden sein. Wenn Sie Fragen zu den Qualitätskriterien haben, dann können Sie uns gerne jederzeit unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren.

Arbeitsgruppe für juristische Aspekte in Citizen Science

Leiter: Tobias Reckling, Universität Wien

Im Zuge der Erstellung von Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte auf “Österreich forscht” hat sich bald herausgestellt, dass es für bestimmte Bereiche Empfehlungen für bestehende und neue Citizen Science Projekte benötigt, an denen sich die Projektleiterinnen und -leiter orientieren können. Ein sehr wichtiger Bereich sind dabei rechtliche Fragen, die im Rahmen von Citizen Science Projekten oftmals zum ersten Mal auf Projektleiterinnen und -leiter zukommen:

  • Was sind personenbezogene, was sensible Daten?
  • Wie müssen Daten gesichert werden?
  • Darf ich die Daten meiner Teilnehmerinnen und Teilnehmer für meine Forschung nutzen?
  • Darf ich Bilder, die meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen des Projektes hochladen und/oder schicken für die Bewerbung des Projektes nutzen?

Diese und noch viele weitere Fragen stellen sich angehenden Projektleiterinnen und -leitern häufig. Und oft wird aus Unwissenheit, Halbwahrheiten oder Falschinformationen und daraus resultierenden Ängsten vor Rechtsunsicherheit eine Projektidee nicht weiter verfolgt.

Aus diesem Grund wird in der Arbeitsgruppe für juristische Aspekte in Citizen Science ein Empfehlungskatalog für allgemeine Rechtsfragen im Rahmen von Citizen Science Projekten erstellt. Dieser basiert auf den Fragen von laufenden Projekten auf “Österreich forscht” und dem Input von Juristinnen und Juristen, die sich speziell mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Diese Empfehlungen berücksichtigen auch die im Mai 2018 neu geltende Datenschutzgrundverordnung, und sollen eine Orientierungshilfe bieten, um Citizen Science Projekte zu starten oder zu überarbeiten. Die Empfehlungen ersetzen allerdings nicht eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik und vor allem auch nicht eine juristische Beratung, da sie nur auf sehr allgemeiner Ebene ausgearbeitet werden können.

Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe werden nach Fertigstellung hier auf “Österreich forscht” allen frei zur Verfügung stehen. Bei Fragen zur Arbeitsgruppe können Sie sich gerne jederzeit unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an uns wenden.