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Drei Menschen, alle stehen und sehen sich an. Eine isst gerade einen Algensnack
magnificent licence (https://www.magnific.com/free-photo/medium-shot-friends-eating-seaweed-snacks_58471504.htm)

Die aktive Beteiligung von Bürger*innen in Forschung bietet eine Reihe von Vorteilen. Für Citizen Scientists:

  • Forschung aktiv mitgestalten können: durch die Teilnahme an einem Citizen Science-Projekt trägt man aktiv zu aktuellen Forschungsergebnissen bei und dafür ist meist auch keine spezielle Ausbildung nötig. Je nach Beteiligungsform im jeweiligen Citizen Science Projekt kann man unter Umständen sogar die Forschungsfrage oder die Methoden mitgestalten. Dadurch können eigene Perspektiven, Erfahrungen und Lebensrealitäten in Forschungsprojekte eingebracht und damit auch berücksichtigt werden.
  • Einblick in den Forschungsprozess: Durch eine Beteiligung in einem Citizen Science Projekt kann man unter Umständen einen Einblick bekommen, wie Forschung funktioniert, welche Prozesse dahinter stecken und wie Forschungsergebnisse zustande kommen.
  • Kontakt zu Forschenden bekommen: Viele Citizen Science Projekte leben vom Austausch der Citizen Scientists mit den im Projekt beteiligten Forschenden. Dadurch kommt man in Kontakt mit Forschenden, den man sonst unter Umständen nicht hat.
  • Menschen mit ähnlichen Interessen kennenlernen: In einigen Citizen Science Projekten bearbeitet man gemeinsam in Gruppen ein Thema, z.B. sammelt man gemeinsam Daten zur Verbreitung von Vögeln oder Schmetterlingen oder transkribiert historische Dokumente. Dadurch lernt man andere Menschen kennen, die die gleichen Interessen haben und kann neue Freunde gewinnen.
  • Etwas neues Lernen: Durch die intensive oder längerfristige Beschäftigung mit einem Thema in einem Citizen Science Projekt lernt man auch sehr viel dazu. Man kann neue Fähigkeiten erlernen, wie z.B. das Erkennen von Vogelarten oder Kurrentschrift lesen. Je nach Projekt sind diese Lernerfahrungen sehr unterschiedlich.
  • Spaß am Forschen haben: Einer der wichtigsten Faktoren zum Mitforschen ist der Spaß, den gemeinsames Forschen machen kann. Man kann seine eigene Neugier befriedigen und sich mit anderen Menschen dazu austauschen. 

Für Forschende ergeben sich unter anderem folgende Vorteile von Citizen Science:

  • Neue Perspektiven: Durch die Einbindung von Bürger*innen werden neue Perspektiven auf die eigene Forschung eingebracht. Dadurch entstehen mitunter neue Forschungsideen und -fragen, die ohne die Beteiligung von Bürger*innen so nicht in den wissenschaftlichen Diskurs aufgenommen worden wären. 
  • Von Citizen Scientists lernen: Citizen Scientists bringen mitunter viel Wissen und Erfahrungen mit. Dies ist ganz besonders dann der Fall, wenn von vornherein mit spezialisierten Gruppen von Bürger*innen zusammengearbeitet wird. Patient*innen und deren Angehörige sind oftmals Expert*innen für ihre Krankheiten, Angler*innen kennen ihre Fischereigewässer in- und auswendig und Menschen mit Migrationshintergrund bringen sehr viel Wissen und Erfahrung in Migrationsgeschichte mit. 
  • Neue Forschungsprojekte sind möglich: Durch Citizen Science werden neue Forschungsprojekte möglich. Beispielsweise setzen gerade viele ökologische Projekte darauf, viele Menschen verteilt über große geographische Räume einzubinden, um die Verbreitung von Organismen auf Länderebene zu untersuchen. Man bekommt auch Zugang zu bislang für die Forschung nicht zugänglichen Arealen wie Privatgrundstücken, oder zu Personengruppen, die man sonst nicht oder nur sehr schwer erreichen würde. 
  • Die eigene Forschung relevanter machen: Durch die Einbindung von Bürger*innen ist man gezwungen, die eigene Forschung aus Sicht von Bürger*innen zu betrachten und einen konkreten Bezug zur Alltagswelt der Beteiligten herzustellen. Dadurch wird Wissenschaft greifbarer und relevanter für Bürger*innen, wodurch sich auch die Praxisrelevanz der Foschung erhöhen kann.