Das Forschungsprojekt erfasst die heutige Vielfalt der bairisch-österreichischen Dialekte mit einer App. Die Citizen Scientists beantworten Fragen zu ihrem Dialekt, können zudem Personen in ihrem Umfeld interviewen und eigene Analysen vornehmen.
Was sind die Ziele des Projektes?
Wie klingen österreichische Dialekte heute, in der Stadt, auf dem Land, in West und Ost, bei Alt und Jung? Die österreichischen Dialekte der bairischen Dialektgruppe (östlich des Arlbergs gesprochen) verfügen über zahlreiche sprachliche Merkmale, die es im Standarddeutschen und anderen Dialekten des Deutschen nicht gibt. Trotz verschiedener Forschungsprojekte wissen wir von vielen Merkmalen nicht genau, wo sie geografisch auftreten und von welchen Personen sie verwendet werden. Mit der Hilfe von Dialektsprecherinnen und Dialektsprechern als Citizen Scientists möchten wir mehr über die Variation dieser Dialekte in Österreich, Bayern, Südtirol und in Samnaun (Schweiz) erfahren. Durch das Beantworten von Fragen zur eigenen Sprachbiografie und dem eigenen Sprachgebrauch und mit Sprachaufnahmen entsteht ein differenziertes Bild der Variation dieser Dialekte. Neben Erkenntnissen für die Linguistik tragen Sie auch dazu bei, dass die Dialekte als immaterielles Erbe besser dokumentiert werden.
Wie kann man mitforschen?
Sie können die App "Griaßdi!" in den App-Stores gratis herunterladen. Nach Beantwortung der Fragen zu Ihrer Sprachbiografie können Sie gleich loslegen und verschiedene Aufgabentypen lösen, nämlich mündliche und schriftliche Übersetzungsaufgaben sowie Auswahlaufgaben. Zudem können Sie bis zu 90 Sekunden lange Dialektproben zu einem vorgegebenen Thema hochladen, in denen Sie frei in Ihrem Dialekt erzählen. Weiter besteht die Möglichkeit, auch Familienangehörige, Freundinnen und Bekannte zu interviewen und ihnen dieselben Aufgaben und Fragen zu stellen. Alle Daten werden pseudonymisiert gespeichert und ausgewertet, so dass Sie stets anonym bleiben. Die Daten werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet.
Zeitplan
24.06.2026
Start des Mitforschzeitraums
24.06.2027
Ende des Mitforschzeitraums
31.07.2027
Ende des Projektes
