Die Mikroskopische Gesellschaft Wien (MGW) ist die zweitälteste mikroskopische Gesellschaft im deutschsprachigen Raum (gegründet 1910). Gemäß ihren Statuten hat sie sich zum Ziel gesetzt, den Erwerb, die Verbreitung und Vertiefung naturwissenschaftlicher Kenntnisse, mit besonderer Berücksichtigung der Mikroskopie, sowie der Makro- und Mikrofotografie zu fördern. Die Gesellschaft ist für alle Interessierten offen. Bei den jährlich über 40 Treffen sind Gäste - nach vorheriger Anmeldung herzlich willkommen. Vorträge, Präparationsabende sowie internationale Vernetzungstreffen (via MS Teams) wechseln sich ab (das aktuelle Programm findet sich auf der Homepage). Dreimal jährlich werden kleinere Exkursion organisiert, aktuell in den Nationalpark Donauauen, ins Naturhistorische Museum und in ein Labor. Ein mehrtätiger Workshop befaßt sich mit Mooren im Raum Pillersee und ein weiterer mehrtägiger Workshop führt in das Landesbildungszentrum Oberösterreich - Schloss Weinberg - und widmet sich unterschiedlichen mikroskopischen Spezialthemen, wie z.B. Gefrierschnitten und den gängigen Einbettungsverfahren mikroskopischer Proben, den Zieralgen und dem Leben im Wassertropfen.Das Wissen der Mitgliedern reicht von Präparations- und Färbetechniken, Histologie, Systematik, Mineralogie, historischen Mikroskopen bis hin zu Kameraadaptionen an Mikroskopen inkl. digitalem Workflow in der Bildbearbeitung sowie Filmen durch das Mikroskop.
Mitglieder aber auch Studierende erhalten – soweit möglich – Unterstützung bei wissenschaftlichen Fragestellungen, Arbeiten oder Projekten. Die Weitergabe von Wissen und die Förderung der Mitglieder sind zentrale Anliegen der Gesellschaft.
Gemeinsam wird auch versucht, historisches Wissen weiter verfügbar zu halten, sei es durch biografische Arbeiten oder dem Nachvollziehen historischer Rezepturen. Sind Komponenten für alte Rezepturen nicht mehr verfügbar, wird an neuen Lösungen getüftelt.
Die Kooperation mit Partnerorganisationen, wie z.B. dem deutschen Mikrofotoforum, dem Botanischen Garten und der Mykologischen Gesellschaft haben ebenfalls Tradition, daher freuen wir uns, die Arbeit von Citizen Science nach unseren Möglichkeiten aktiv zu unterstützen.