Unter dem Motto „Kreisläufe des Wissens“ fand von 24.-26.2.2026 die Österreichische Citizen Science Konferenz an der Montanuniversität Leoben und damit zum ersten Mal in der Steiermark statt. Ca. 130 Teilnehmende tauschten sich aus, diskutierten und lernten voneinander in 30 Vorträgen und 11 Workshops. Zusätzlich gab es noch 16 Posterpräsentationen, die mit einminütigen Shortpitches eingeleitet wurden. Den Rahmen um das Programm bildeten zwei Keynotes, gehalten von Barbara Kieslinger und Henry Sauermann.
Beide betonten den oftmals angewandten Charakter von Citizen Science aus ihren jeweiligen Perspektiven, nämlich der Maker- und der Crowdsourcingszene. Dabei, und auch bei vielen der Beiträge der Teilnehmenden, wurde deutlich, wie verzahnt Citizen Science sowohl mit der Grundlagen-, als auch mit der angewandten Forschung sind. Beide profitieren vom sozialen Element von Citizen Science und den vielfältigen Perspektiven auf die jeweiligen Forschungsfragen. In den Beiträgen wurde ersichtlich, wie Wissenskreisläufe Citizen Science nicht nur prägen, sondern auch umgekehrt von ihnen gestaltet und gefördert werden. So werden Daten aus Citizen Science-Projekten verwendet, um Indikatoren zu entwickeln, und sie selbst auch wieder mit Citizen Science zu evaluieren. Es wird Wissen von beteiligten Bürger*innen verwendet, um Prozesse und Abläufe in der Forschung inklusiver zu gestalten und um neues Wissen zu generieren, dass dann wieder an die Bürger*innen zurückgespielt wird.
Wie schon in den vergangenen Österreichischen Citizen Science Konferenzen kamen die Teilnehmenden aus sehr unterschiedlichen Forschungsrichtungen und auch von verschiedenen Institutionen. Neben Universitäten und Fachhochschulen waren auch NGOs, Behörden, Unternehmen, Museen und Citizen Scientists vertreten. Erstmals gab es dazu auch, dank großzügiger Förderungen durch das Land Steiermark und die Stadt Leoben, kostenlose Tickets für teilnehmende Citizen Scientists.
Der dritte Konferenztag, also der 26.2., stand traditionell im Zeichen der Öffnung. Ein vielfältiges Programm bestehend aus Workshops, Vorträgen und Forschungskiosken bot einer interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, Citizen Science kennenzulernen. Vor allem Schulklassen nutzten dieses Angebot um einen Einblick in Wissenschaft zu bekommen. Insgesamt 7 Workshops, 7 öffentliche Vorträge und 7 Forschungskioske luden den ganzen Tag zu Entdeckungen ein.
Wir möchten dem ganzen Organisationsteam bestehend aus Johanna Irrgeher und Julia Mayerhofer-Lillie von der Montanuniversität Leoben und Petra Siegele vom OeAD Zentrum für Citizen Science für die großartige Arbeit und die vielen Mühen danken. Ein spezieller Dank geht auch an die Unterstützer der Konferenz, dem Land Steiermark und der Stadt Leoben, sowie dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, das die Schirmherrschaft über die Konferenz übernommen hat.
Die Österreichische Citizen Science Konferenz 2027 wird von 24.-26.2.2027 in Wien stattfinden und von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, sowie dem neuen Ludwig Boltzmann Institut für Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge an der Medizinischen Universität Wien organisiert werden. Wenn ihr mit dabei sein wollt und nichts verpassen möchtet, dann abonniert am besten unseren Newsletter. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmende!
Programmübersicht
Hier finden Sie die Programmübersicht.
Im Book of Abstracts finden Sie alle Beiträge im Detail.
Foto Galerie ÖCSK 2026







































































































































































































































































































































