Ganz dem Thema Citizen Science gewidmet: Das Forum Minderheitenschulwesen 2025
Ein Runder ist immer ein Grund zum Feiern: Im November feierte das Forum Minderheitenschulwesen sein zehnjähriges Jubiläum. 🎉
Dieses Jahr drehte sich beim Forum Minderheitenschulwesen alles um Citizen Science, und ich hatte die Ehre, vor Ort in Wien darüber zu sprechen, wie Citizen Science Schule und Forschung zusammenbringen (und vielleicht dabei sogar Volksgruppensprachen fördern) kann.
Eins allerdings vorweg: Sprache ist politisch. Sprache ist mit Identität und Emotionen verbunden. Und Sprache ist einem ständigen Wandel unterworfen. Das gilt für Deutsch, sowie für die Minderheitensprachen in Österreich. Und davon gibt es einige.
Bildung in der Minderheitensprache
„In Österreich spricht man Deutsch, aber nicht nur..." bringt es die Österreichische Botschaft treffend auf den Punkt. Deutsch ist zwar die Amtssprache in Österreich, aber in Österreich werden viele Sprachen gesprochen. Manche davon sind anerkannte Minderheitensprachen, die damit auch rechtlichen Schutz genießen. Dazu zählen die Sprachen der „alteingesessenen" Volksgruppen (Ungarisch, Slowenisch, Burgenlandkroatisch, Tschechisch, Slowakisch und Romani), sowie die österreichische Gebärdensprache). Weitere große Sprachgemeinschaften in Österreich sind weiters Türkisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Polnisch und Rumänisch.
Allerdings stehen Minderheitensprachen wie Burgenlandkroatisch oder Slowenisch oft unter Druck, da die dominante Mehrheitssprache, also Deutsch und andere Einflüsse die Weitergabe an die nächste Generation erschweren. Deshalb sind Initiativen wie Podcasts, Radiosendungen oder Musikprojekte von Schüler*innen, die ihre Sprache gebrauchen und weitertragen, von großer Bedeutung. Auch Vereine, Kultur- und Musikinitiativen bilden das „Herzstück lebendiger Sprachgemeinschaften", so die einleitenden Worte, und tragen entscheidend zum Erhalt und zur Weiterentwicklung dieser Sprachen bei.
Das Forum Minderheitenschulwesen
Das Forum Minderheitenschulwesen bringt einmal im Jahr Vertreter*innen aus dem Bildungsministerium, den Bildungsdirektionen, Universitäten, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Vereinen und weiteren Institutionen zusammen, um über aktuelle pädagogische Themen zu diskutieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere die zweisprachigen Schulen in Kärnten und im Burgenland, in denen Slowenisch, Burgenlandkroatisch und Ungarisch neben Deutsch unterrichtet werden. Das Forum fördert den Austausch von Erfahrungen, Best Practices und innovativen Projekten, wie „Beruf-Berufung", das Menschen für den Lehrberuf begeistern soll. Ergänzend dazu gibt es Materialien wie die Wanderausstellung zum österreichischen Minderheitenschulwesen, die Minderheitensprachen in Österreich sichtbar machen und die Wertschätzung der Mehrsprachigkeit fördern soll.
Ich durfte beim Forum Minderheitenschulwesen 2025 Citizen Science als Ansatz vorstellen, um Themen in die Praxis zu bringen und das Minderheitenschulwesen zu stärken.
Citizen Science und Sprache
Bei Citizen Science mit Sprecher*innen einer Sprache kann es vorkommen, dass die Grenzen zwischen Forschungssubjekt (also der beforschten Person) und mitforschender Person (Citizen Scientist) verschwimmen. Damit allerdings Citizen Science und nicht klassische Sprachwissenschaft betrieben wird, ist eine aktive Mitwirkung der Teilnehmenden am Forschungsprozess erforderlich (siehe Definition). Die Teilnehmenden füllen also keine Fragebögen aus, sondern entwickeln diese gegebenenfalls sogar selbst. Sie werden auch nicht in Interviews befragt, sondern führen diese womöglich selbst durch (z.B. Schüler*innen, die ihre Eltern befragen).
Die Citizen Science-Landschaft in der Sprachforschung ist mittlerweile sehr bunt geworden (wie auch die Tagung Sprachforschung und Citizen Science gezeigt hat). Nicht nur im deutschsprachigen Raum erfreuen sich Dialekt-(Sammel)-Apps, die Aufarbeitung alter Wörterbücher oder die Beschäftigung mit Orts- und Flurnamen großer Beliebtheit, sondern auch international gibt es viele linguistische Citizen Science-Projekte, bei denen Teilnehmende alte (handschriftliche) Dokumente transkribieren oder die Sprachlandschaft erkunden.
Da eigene Erfahrungen nun einmal am authentischsten sind, habe ich beim Forum Minderheitenschulwesen aus dem Nähkästchen geplaudert und über unser sprachwissenschaftliches Citizen Science-Projekt „IamDiÖ -In aller Munde und aller Köpfe: Deutsch in Österreich" berichtet. In unserem Projekt ging es darum, die Verwendung und die Veränderung der deutschen Sprache in Österreich zu erforschen und dabei das Wissen, die Erfahrungen, Meinungen und Bedenken der Öffentlichkeit in die Wissenschaft einzubeziehen. Wir sammelten Forschungsfragen (bei der „Frage des Monats"), organisierten linguistische Schnitzeljagden durch die österreichische Sprachlandschaft und gestalteten mit den Teilnehmenden eine Online-Wörterbuch-Ressource („Wortgut").
Damit die Anwesenden aus unseren Fehlern lernen konnten, sprach ich auch über die (euphemistisch ausgedrückt) „nicht so gelungenen Aspekte" im Projekt (und was wir daraus gelernt haben):
- Heißdiskutierte Themen ziehen nicht automatisch (viele) engagierte Mitforschende an. Nur weil über „Deutsch in Österreich" oder Dialekte gerne und viel diskutiert wird, heißt das noch lange nicht, dass Menschen auch motiviert sind, bei diesem Thema aktiv mitzuforschen. Unsere Erkenntnis: Wissenschafter*innen sollten vorsichtig mit (Vor-)Annahmen über die Teilnehmenden sein. (Bei einem Co-Creation-Ansatz, bei dem es darum geht, die Teilnehmenden in den gesamten Forschungsprozess einzubinden, sollte man also die Teilnehmenden auch von Anfang an (also bereits bei der Projektidee) miteinbinden und nicht erst, wenn das Projekt schon begonnen hat).
Citizen Science an Schulen
Österreich wird von vielen anderen Ländern als Pionier im Bereich Citizen Science angesehen. So wird auch gerne das Förderprogramm Sparkling Science als Paradebeispiel genannt, wenn es um Citizen Science in Schulklassen geht.
Für die Beteiligten am Forum Minderheitensprachen bedeutet das einerseits, dass Citizen Science nicht nur mit Schulklassen möglich ist, sondern auch, dass Schulklassen bei bereits bestehenden Citizen Science-Projekten mitmachen oder selbst ein neues aufsetzen können (und möglichst viel von dem wiederverwenden, was es ohnehin schon gibt, wie weiter unten beschrieben).
Es gibt jede Menge Citizen Science-Projekte, die sich mit Sprache beschäftigen, bei denen Schulklassen mitforschen können. Es muss aber nicht unbedingt ein sprachwissenschaftliches Citizen Science-Projekt sein: Auch Citizen Science-Projekte aus anderen Disziplinen, wie Biologie oder Meteorologie können dabei helfen, eine Sprache zu erwerben, zu bewahren und zu beforschen. Indem Teilnehmende an einem biologischen Projekt mitwirken, lernen sie auch gleich das Fachvokabular mit. Ist die Projektsprache Deutsch, kann auch mit Übersetzungsübungen in die Volksgruppensprache das Fachvokabular in dieser Sprache erworben und gestärkt werden.
Citizen Science Lab – Erste Ideen zu Citizen Science im Minderheitenschulwesen
Nachdem ich einen Einblick in Citizen Science und Sprachprojekte geben durfte, waren die Teilnehmenden des Forums an der Reihe, selbst Citizen Science-Projektideen auszuarbeiten. In erstaunlich kurzer Zeit entwickelten sie eine ganze Reihe kreativer Forschungsansätze (und die Palette an Fragestellungen konnte sich wirklich sehen lassen):
- Wie können Eltern motiviert werden, sich aktiver auf Schulebene einzubringen? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?
- Wie verändert sich das Sprachverhalten von Kindern, wenn bestimmte Maßnahmen gesetzt werden? Eine Idee war ein Forschungsprojekt, in dem Eltern ihre Kinder im Alltag beobachten. Inspiration bietet hier das Projekt Children's Interest in Language (CIiL), das untersucht, wie Kinder Mehrsprachigkeit im öffentlichen Raum wahrnehmen. Reagiert ein Kind etwa im Park auf eine andere Sprache (z.B. fragt nach, imitiert Lautfolgen oder baut das Gehörte spielerisch ins eigene Sprechen ein) halten Eltern solche Momente in Feldnotizen fest.
- Welche Rolle spielt die Volksgruppensprache im Alltag von Schüler*innen? Wie häufig wird sie verwendet und in welchen Situationen?
- Wie stark ist die Volksgruppensprache in den Familien verankert? Wird sie gepflegt oder nur hie und da verwendet?
- Welche „Sprachschätze" haben die Schüler*innen? Von alltäglichen Wörtern bis hin zu speziellem Vokabular.
Gute Forschungsfragen liegen manchmal einfach auf der Hand.
Klare Zielgruppen (und Multiplikator*innen)
Im Gegensatz zu vielen Citizen Science-Projekten, die sich eher vage an die „breite Öffentlichkeit" (also an Hinz und Kunz) richten, hatten die Teilnehmenden des Forums Minderheitenschulwesen sofort ganz konkrete Teilnehmendengruppen im Sinn. Und das ist sehr hilfreich. Die potenziellen Mitforschenden reichten von den Volksgruppensprachen sprechenden Schüler*innen selbst über deren Eltern und Elternvereine bis hin zu Schulleitungen, Lehrkräften, Gemeinden und sogar der Bildungsdirektion.
Manche Ideen sahen vor, dass die Schüler*innen selbst zu Forschenden werden, indem sie etwa untersuchen, wie ihre Volksgruppensprache in der eigenen Familie verwendet wird. Auch die Eltern würden aktiv forschen: entweder, indem sie andere Eltern befragen oder indem sie das Sprachverhalten ihrer Kinder beobachten.
Natürlich habe ich auch darauf hingewiesen, dass Citizen Science mit Minderjährigen besondere ethische und rechtliche Fragen aufwirft (von Einverständniserklärungen über Datenschutz bis hin zu klaren Zuständigkeiten). Diese Aspekte gehören unbedingt von Anfang an mitgedacht.
Während einige Teilnehmende Projekte skizzierten, die sich unkompliziert und rasch selbst umsetzen lassen, dachten andere an eine Zusammenarbeit mit Sprachwissenschafter*innen. Wieder andere wollten den Citizen Science-Ansatz zunächst im kleinen Maßstab testen. Ein Pilotprojekt ist immer eine gute Idee, denn ein „Probelauf" hilft auf alle Fälle, um Stolpersteine zu erkennen.
Ein weiterer Tipp, den ich mitgegeben habe: Nicht alles selbst erfinden (wollen) oder allein stemmen. Es lohnt sich, sich mit dem eigenen Projekt an bestehende Formate, Veranstaltungen oder Initiativen „dranzuhängen". So profitiert man einerseits von der größeren Sichtbarkeit einer etablierten Veranstaltung (etwa einer Jubiläumsfeier oder einem europaweiten Aktionstag) und spart sich andererseits einen Teil des organisatorischen Aufwands, den eine eigene Veranstaltung mit sich bringen würde.
Viele beim Forum entwickelte Projektideen setzten stark auf Medien und lokale Vereine als Multiplikator*innen. Mein Rat hier: ruhig größer denken und über den eigenen (Kommunikations-)Tellerrand blicken. Nicht nur Schulen oder Gemeinden können hier Partner sein: auch Museen, Bibliotheken, Archive oder Galerien können dabei helfen, Sprachen sichtbar bzw. erlebbar zu machen oder sogar zu revitalisieren. Schließlich gehören Sprachen nicht nur ins Klassenzimmer, sondern auch zum Kulturerbe eines Landes.
Grundlegende Fragen: Wie viel Flexibilität lässt Citizen Science zu?
Eine Frage der Teilnehmenden war: „Wie wissenschaftlich ist Citizen Science eigentlich?" Die Antwort darauf: Citizen Science ist (echte) Wissenschaft: Es werden nach wissenschaftlichen Prinzipien Daten gesammelt und ausgewertet und Methoden ausgewählt und angewandt. Natürlich eignen sich nicht alle Methoden gleichermaßen für Citizen Science (und manchmal braucht es kleine Anpassungen, etwa wenn ein Erhebungsprotokoll für die Teilnehmenden verständlicher oder alltagstauglicher gemacht werden muss).
Citizen Science folgt also wissenschafltichen Prinzipien, erfordert aber oftmals ein Quäntchen Flexibilität (und Anpassungsfähigkeit). Und zwar nicht nur im Forschungsdesign, sondern auch seitens der Wissenschafter*innen selbst. Ein schönes Beispiel aus unserer eigenen Arbeit ist die „Zweckentfremdung" unserer Online-Wörterbuch-Ressource "Wortgut": Während wir mit Dialekten oder Jugendsprache gerechnet hatten, nutzten Lehrkräfte das Tool plötzlich zur Sammlung und Erklärung von Fachbegriffen und einige Jugendliche begannen sogar, Emojis zu erklären. Das war nicht nur unerwartet, sondern auch sehr spannend und wissenschaftlich wertvoll.
… und was passiert mit den gesammelten Daten?
Citizen Science endet nicht notwendigerweise bei der Datensammlung. Egal ob Wortsammlungen, Interviewaufnahmen oder Transkripte, entscheidend ist, was danach damit passiert. Grundsätzlich gibt es zwei Wege:
- Die Daten werden der Forschung zur Verfügung gestellt (idealerweise nachdem alle ethischen und rechtlichen Fragen – Stichwort Datenschutz, Schutz von Minderjährigen – vorab geklärt wurden).
- Oder die Teilnehmenden werten die Daten (gemäß wissenschaftlicher Prinzipien) selbst aus.
Egal welcher Weg eingeschlagen wird, die gewonnenen Erkenntnisse sind sowohl für die Öffentlichkeit als auch die Wissenschaft interessant: Einerseits die wissenschaftlichen Ergebnisse, etwa welche Rolle Minderheitensprachen im Familienalltag spielen oder wie sich das Sprachverhalten von Kindern durch zweisprachige Schulbildung verändert. Andererseits die methodologischen Einsichten: Wer hat geforscht? Wie wurde geforscht? Welche Schulungen haben gut funktioniert? Welche weniger? Und wie erging es den Citizen Scientists während der Datenerhebung?
Transparenz ist in Citizen Science besonders wichtig: Forschungsdaten sollen (sofern keine ethischen oder rechtlichen Hürden dagegensprechen) öffentlich zugänglich gemacht werden. So können andere Forschende darauf aufbauen oder die Daten weiterverwenden.
Dasselbe gilt für die ausgearbeiteten Unterrichtsmaterialien oder Schulungskonzepte. Als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht, können sie auf gängigen Plattformen leicht von anderen Lehrpersonen aufgefunden und wiederverwendet werden.
Auch die Ergebnisse verdienen Sichtbarkeit: Das muss nicht gleich ein Artikel in einer renommierten Fachzeitschrift sein. Oft reicht ein kompakter Forschungsbericht, und wenn dieser dann noch auf einer Plattform wie Zenodo frei zugänglich ist, haben sowohl die Wissenschaft als auch die Öffentlichkeit etwas davon.
Die Grenzen zwischen Citizen Science und Bildung
Auch die Frage, wo eigentlich die Grenze zwischen Bildung und Citizen Science ist, wurde kurz aufgegriffen. Kein Wunder, dass gerade die anwesenden Lehrpersonen beim Forum Minderheitenschulwesen 2025 nur so vor Ideen sprühten, wie man die Themen den Schüler*innen vermitteln und näherbringen kann.
Citizen Science beinhaltet zwar (oft) einen Bildungsaspekt: schließlich müssen Teilnehmende teils eingeschult werden, etwa wenn Eltern lernen, wie sie das Sprachverhalten ihrer Kinder beobachten und dokumentieren sollen. Dennoch ist Bildung nicht der Hauptzweck eines Citizen Science-Projekts. Im Zentrum steht immer ein wissenschaftliches Erkenntnisinteresse: eine konkrete Forschungsfrage oder ein klar formuliertes wissenschaftliches Ziel. Und genau das hat die Runde hervorragend herausgearbeitet. An spannenden Forschungsfragen mangelte es jedenfalls nicht.
Nutzen, was schon da ist
Nicht jedes Citizen Science-Projekt braucht gleich eine eigene App. Abgesehen davon ist eine App vielleicht gar nicht das passende Werkzeug. Und selbst wenn es eine neue App braucht, kostet ihre Entwicklung Zeit und Geld und erfordert technisches Know-How. Daher empfiehlt es sich (auch im Sinne der Nachhaltigkeit) das (wieder) zu verwenden, was es bereits gibt.
Und manchmal lassen sich bestehende Apps sogar anpassen. Ein gutes Beispiel ist Lingscape, das sich als offene Plattform für Linguistic Landscape-Forschung etabliert hat und bei Bedarf gemeinsam mit den Entwickler*innen an die Wünsche der Nutzer*innen anpassen lässt.
Volksgruppensprachen sichtbarer machen
Neben den konkreten Citizen Science-Konzepten wurden auch Kommunikationsmaßnahmen angedacht: Wie machen wir Volksgruppensprachen in Österreich sichtbarer? Eine mögliche Antwort: eine Imagekampagne, die zeigt, wie vielfältig unser sprachliches Erbe ist.
Viele Minderheitensprachen haben es mit Herausforderungen gegenüber der dominanten Sprache (in Österreich eben Deutsch) zu tun: Stigmatisierung oder Abwertung sind für Sprecher*innen von Minderheitensprachen leider keine Seltenheit.
Dabei zeigt ein Blick auf Deutsch als Mehrheitssprache in Österreich etwas Wesentliches: Auch Sprecher*innen von Deutsch in Österreich pochen selbstbewusst auf ihre sprachliche Identität, was z.B. die Verankerung von Austriazismen im EU-Beitrittsvertrag zeigt. Warum sollten Sprecher*innen von Minderheitensprachen also nicht auch ihre sprachliche Identität ausleben dürfen? Zweisprachige Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie stärken die sprachliche Identität, schaffen Sichtbarkeit und zeigen, dass Mehrsprachigkeit kein Hindernis ist, sondern einen Mehrwert bietet, sowohl für die einzelnen Sprecher*innen als auch für unsere Gesellschaft.
Was ich noch mitgeben möchte
Natürlich sind die Rahmenbedingungen für Citizen Science-Projekte nicht immer rosig. Trotzdem hoffe ich, dass die Teilnehmenden den Enthusiasmus und die Energie, die sie beim Forum Minderheitenschulwesen gezeigt haben, mit in die Praxis nehmen. Vielleicht nimmt die eine oder andere beim Forum entwickelte Idee konkrete Form an.
Ich hoffe, ich konnte damit Freude für das wissenschaftliche Arbeiten (in Form von Citizen Science) vermitteln. Einfach einmal klein anfangen, ausprobieren und erste Erfahrungen mit Citizen Science sammeln (und gerne auch über die eigene Community hinausdenken). Das Citizen Science Network Austria steht jedenfalls mit Rat und Tat zur Seite. 😊
In diesem Sinne: Hvala! Közönöm!
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