Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen - Citizen-Science.at

Was ist Citizen Science?

Citizen Science bezeichnet eine Arbeitsmethode der Wissenschaft, mit der Projekte unter Mithilfe oder komplett von interessierten Amateurinnen und Amateuren [lat. amator “Liebhaber”] durchgeführt werden.

mehr Infos

Social Media

Citizen Science Austria auf Facebooksocial media 06social media 16

Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen

Österreich
Foto Zoomspiel Wiese Lacon

Wir schauen auf unsere Wiese! und Wir schauen auf unsere Alm!

Seit dem Jahr 2007 beobachten Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Österreich die Entwicklung von Pflanzen und Tieren auf ihren Wiesen. Das Projektmotto „Wir schauen auf unsere Wiese!“ steht dabei für das jährliche Zählen und Dokumentieren von Indikatorarten, sowie für die Bereitschaft zur Pflege und Erhaltung des extensiven Grünlandes.

Seit 2013 können auch AlmbewirtschafterInnen am Biodiversitätsmonitoring teilnehmen. Auf der Alm werden auch die BesucherInnen und Almgäste zum Beobachten der Artenvielfalt motiviert. Durch das jährliche Beobachten der Tiere und Pflanzen verändert sich die Sichtweise, mit der die Bauern und Bäuerinnen ihre Wiese betrachten und ein Prozess des genaueren Hinsehens wird in Gang gesetzt. Unterrichtseinheiten in Schulen zu Themen wie „Wiesenduft und Wiesenreife“ sollen die zukünftigen LandbewirtschafterInnen ansprechen und für Artenvielfalt begeistern.

Insgesamt gehen jährlich rund 700 Bäuerinnen und Bauern und SchülerInnen aus 14 Land- und Forstwirtschaftliche Fachschulen auf die Beobachtungsflächen, zählen und dokumentieren wiesentypische Pflanzen-und Tierarten.

Warum das Ganze?

Das Ziel ist es, die TeilnehmerInnen für die besonderen Pflanzen und Tiere in der Wiese zu begeistern und durch das eigene Beobachten und Zählen von ausgewählten Zeigerarten Zusammenhänge zwischen Bewirtschaftung und Vorkommen von z.B. Orchideen, Ritterwanzen oder Heuschrecken besser zu verstehen. Durch die Teilnahme am Projekt und die regelmäßige, gewissenhafte Beobachtung werden die LandwirtInnen selbst zu ExpertInnen ihrer eigenen Wiese ausgebildet. Darüber hinaus wird der Sinn hinter Bewirtschaftungsauflagen und Förderungen verständlich gemacht.

Aus den Beobachtungen und Meldungen sollen statistische Auswertungen Aufschluss über Zusammenhänge zwischen Artenvielfalt und Bewirtschaftung von Extensivgrünland geben. Auswertungen der gemeldeten Beobachtungen können zeigen, welche Bewirtschaftungsart für den betrachteten Wiesentyp gut geeignet ist und daher zu sicheren Beständen der beobachteten Indikatorarten führt. In Folge können Bewirtschaftungsauflagen besser evaluiert werden.

Mitmachen

Mitmachen können alle BäuerInnen und AlmbewirtschafterInnen mit extensiven Wiesen und Weiden (am besten Betriebe die bei der ÖPUL-Naturschutzmaßnahme „WF“ (wertvolle Flächen) teilnehmen). Am Beginn steht eine Einschulung durch eine/n ÖkologIn. Dabei wird vereinbart, welche Indikatorarten jährlich beobachtet und gezählt werden sollen. Die TeilnehmerInnen dokumentieren daraufhin jährlich die Indikatorarten und die Bewirtschaftung der Wiese und geben die Daten auf der Online-Plattform www.biodiversitaetsmonitoring.at ein.

Zitate der TeilnehmerInnen:

„Ich hab heuer ganz bewusst einen Fleck mit Wiesenglockenblumen stehen lassen, damit sie Aussamen können. Jetzt bin ich schon neugirig, ob sie nächstes Jahr mehr werden!“

„Das Projekt bringt schon was. Mein Sohn wollte unsere Magerwiese vor einiger Zeit aufforsten, weil das Futter nichts wert ist und das Mähen viel Zeit kostet. Seitdem ihm euer Experte gezeigt hat, dass da total viele, seltene Tiere und Pflanzen drinnen leben, hat er nichts mehr davon gesagt. Er hilft mir jetzt sogar immer beim Zählen.“

„Was mich besonders freut, ist, dass es hier einmal nicht um Kontrolle oder Geld geht, sondern darum, die schönen Aspekte unserer Arbeit zu sehen und zu würdigen.“

Info zur Teilnahme:

Wolfgang Ressi: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Projektleitung:

Barbara Steurer
Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL)
Gußhausstraße 6
1040 Wien, Austria
Tel: +43 (0)1/5051891-17
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!web: www.oekl.at

und

Daniel Bogner
Umweltbüro GmbH
Bahnhofstraße 39/2
A - 9020 Klagenfurt
Tel: +43 (0) 463-516614
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
web: http://www.umweltbuero.at

Projektleitung

Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL)
Gußhausstraße 6
1040 Wien, Austria

Gelesen 2430 mal| Letzte Änderung am Montag, 13 April 2015 09:07
Mehr in dieser Kategorie:
« GeoMaus Reden Sie mit! »
powered by SPOTTERON | designed by NINC!