Care&Heat - Citizen-Science.at

Was ist Citizen Science?

Citizen Science bezeichnet eine Arbeitsmethode der Wissenschaft, mit der Projekte unter Mithilfe oder komplett von interessierten Amateurinnen und Amateuren [lat. amator “Liebhaber”] durchgeführt werden.

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Care&Heat

the Sun behaving strangely CC BY 2.0 Micolo J | Flickr (http://bit.ly/2lJbFpr)

Sorgearbeit & Hitze

„Wenn die Hitze Sorgen macht“: Hitzeperioden und steigende Temperaturen beeinflussen Betreuungs- und Pflegesituationen. Wie gehen Betroffene, Pflegende und Professionelle mit Hitze um?

Forschungsziel:

In diesem Projekt wird untersucht, wie die im Zuge des Klimawandels steigenden Temperaturen und häufigen Hitzeperioden Sorge- und Pflegesituationen bedingen bzw. wie „Hitze“ von professionell Pflegenden, von An- und Zugehörigen aber auch von Gepflegten selbst in Österreich erfahren wird. Über einen Schreibaufruf werden Sorge- und Pflegeerfahrungen von informell und professionell Pflegenden gesammelt. Kritische Situationen in Bezug zu Hitze sollen identifiziert und Einsichten aus Erfahrungen und Coping-Strategien von Betroffenen und Pflegenden gewonnen werden. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit zum Thema „Wenn die Hitze Sorgen macht“ sensibilisiert werden.

Wie kann man mitforschen?

1.) Teilnahme an einem Erzählcafé: Erfahrungen im Umgang mit Hitze in Sorge- und Pflegesituationen können in dialogisch moderierten Gruppen erzählt werden.

2.) Teilnahme am „Schreibaufruf“: Erfahrungen können schriftlich dokumentiert und eingesendet werden.

3.) Teilnahme an der Auswertung der Daten entweder im Rahmen eines Workshops oder einer moderierten internetbasierten Homepage.

Mitforschen können Personen mit Betreuungs- und Pflegeerfahrung, hilfs- und pflegebedürftige Personen, Professionelle in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen sowie interessierte Schüler/innen und Bürger/innen.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Teilnehmende entscheiden selbst, ob ihr Beitrag veröffentlicht werden soll. Dies kann auch unter einem anderen Namen (Pseudonym) geschehen. Ausgewählte Beiträge werden mit Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgewertet. Auf diese Weise werden „typische Geschichten“ und Strukturen sichtbar. Insbesondere werden Einsichten in hilfreiche Coping Strategien im Umgang mit Hitze in Pflegesituationen erwartet.

Wissenschaftliche Einrichtungen

Institut für Palliative Care und OrganisationsEthik, IFF Wien, Alpen-Adria Universität Klagenfurt| Wien Graz (Projektkoordination)
Institut für Soziale Ökologie, IFF Wien, Alpen-Adria Universität Klagenfurt| Wien Graz,
Universität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen, MenschenSchreibenGeschichte

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Schreibaufruf

Wenn die Hitze Sorgen macht….

Hitzewellen werden in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich auch in Mitteleuropa an Intensität zunehmen. Hohe Temperaturen machen alten und kranken Menschen in besonderer Weise zu schaffen, aber wir wissen wenig darüber, wie Menschen – Sorgende wie Umsorgte – in Krankheits- und Pflegesituationen auf diese zusätzliche Belastung reagieren. Wir wenden uns mit diesem Aufruf daher sowohl an ältere Menschen als auch an jene Personen, die mit der Betreuung älterer oder kranker Menschen befasst sind: beruflich als Ärztinnen/Ärzte, Pflege- und Betreuungspersonen in Seniorenheimen, Tageszentren, mobilen Hilfsdiensten usw., als Angehörige oder ehrenamtlich im Bereich Pflege und Betreuung tätige Personen.

Wir suchen Erzählungen über Erfahrungen und Erlebnisse, die Sie für sich persönlich und/oder in Sorge- und Pflegesituationen im Umgang mit Hitze gemacht haben:

  • Wie reagieren Sie auf Temperaturen jenseits der 30 Grad? Wie gestalten Sie Ihren Tagesablauf an einem richtig heißen Sommertag? Wie kommen Sie mit den körperlichen Reaktionen zurecht?
  • Gab es Situationen in Ihrem Leben, die Sie als besonders anstrengend, ungewöhnlich oder gar bedrohlich empfunden haben, weil es so heiß war? Oder Situationen von Menschen, die Sie pflegen und betreuen?
  • Welche Probleme und Gefahren sind aus Ihrer Sicht die vordringlichsten, wenn Sie an Hitze und Alter im Allgemeinen und an Pflegesituationen im Besonderen denken?
  • Können Sie auf alte Hausrezepte, andere Kenntnisse oder Maßnahmen zurückgreifen, die sich in solchen Situationen bewährt haben? Welche Hilfestellungen wären wünschenswert?

Tipps zur Textgestaltung: Die Fragen sind nur als Denk- und Erinnerungsan­stöße gedacht, daher: Jeder Text ist willkommen! Das können umfangreichere oder kürzere Geschichten sein über ein denkwürdiges Ereignis oder eine einschneidende Erfahrung in Zusammenhang mit sommerlichen Hitzeperioden, Notizen über den persönlichen Umgang mit „Hundstagen“ und „Tropennächten“ oder beispielsweise Tagebucheintragungen verbunden mit Wetterdaten.

Was passiert mit Ihren Beiträgen?
Alle Beiträge werden gesammelt, genau gelesen und inhaltlich ausgewertet. Ihre praktischen Erfahrungen und Strategien im Umgang mit hitzebedingten Problemen sind wertvolle Informationen für Forschung und Politik, um gezielt unterstützende Maßnahmen, Hilfestellungen und Empfehlungen für die Praxis in Pflege und Betreuung von alten und kranken Menschen zu entwickeln.

Teilen Sie uns deshalb bitte mit, ob Ihr Beitrag vertraulich behandelt und nur projektintern genutzt werden soll oder ob er in anonymisierter Form auch öffentlich verwendet werden kann.

An wen schicken?
Senden Sie Ihren Text bitte per Post oder E-Mail bis 30. April 2017 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Doku Lebensgeschichten.
Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Universitätsring 1, 1010 Wien

Auf Ihre Geschichten freuen sich:

Edith Auer, Gert Dressel,

Günter Müller, Elisabeth Reitinger, Ulli Weisz

Fragen zum Schreibaufruf beantworten wir gerne:
Günter Müller (Doku): +43 (0)1/4277-41306 und Edith Auer (IFF Wien): +43 (0)680/4013696

Schreibaufruf zum Herunterladen (pdf).

Gefördert von:

TCS Logo 4c

Projektleitung

Institut für Palliative Care und OrganisationsEthik
IFF Wien
Alpen-Adria Universität Klagenfurt | Wien | Graz
Universitätsring 1
1010 Wien

Gelesen 305 mal| Letzte Änderung am Dienstag, 28 Februar 2017 07:41
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